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  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 23.07.2007 22:13:39
    Moin Mike,

    Banting und Best passen hier vielleicht besser her, als Dir bewusst ist. Denn mit den ersten deutlichen Lebensverlängerungen mit Insulin aus der Spritze gab es tatsächlich in den 30ger und 40ger Jahren des vorigen Jahrhunderts die Idee, dass man mit dem Insulin die Heilung gefunden hätte. Erst nach und nach begann man zu begreifen, dass die durchschnittliche Lebensverlängerung mit Insulin zwischen 10-20 Jahre hielt, durchgängig von häufigen Hypos und Ketos gekennzeichnet war und in der zweiten Hälfte von jeder Menge fieser Krankheiten, die man bis dahin so noch gar nicht gekannt hatte und die uns heute als Diabetes-Folgekrankheiten geläufig sind. Dazu zählt übrigens erschreckend häufig noch heute Nierenversagen, und zwar ganz eindeutig nicht bei Leuten, die über Jahre zu eiweißbetont gegessen haben, sondern eindeutig bei denen mit den chronisch hohen BZs. Daran hat sich bis heute nichts wesentlich geändert, auch wenn die durchschnittliche Überlebensverlängerung heute eher bei 20-30 Jahren liegt. - Im Grunde war die Lebensverlängerung mit den um 2 Jahren ab Diagnose für die heute als Typ1 Bezeichneten in der Vorinsulinzeit schon ne Superleistung :-)

    Aber auch mit Insulin und einem absolut gesunden BZ-Verlauf, so dass zufällige Blutuntersuchungen zu keiner Zeit am Tag auch nur den leisesten Diabetesverdacht ergeben würden, würde ich heute von keiner Heilung sprechen, sondern lediglich von einer gesund ausgeglichenen Behinderung.
    Seeehr vorsichtig ausgedrückt bedauerlich finde ich allerdings, dass unsere Medizin state-of-the-art zu so gesundem Ausgleich praktisch weniger anleitet, als Menschen wie Schnitzer das tun :-(

    Bisdann, Jürgen
  • Mike

    Rang: Gast
    am 23.07.2007 22:16:26
    Neutralität und Objektivität ist aus allen Informationen herauszufiltern.
    Was klausdn schreibt, ob wahr oder nicht, weiß keiner.
    Wer auf wen reinfällt, Abneigung oder Sympathie hat oder nicht, liegt alleine am Betrachter.