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Grenzwerte für Vollblut/Plasma?

  • klausdn

    Rang: Gast
    am 08.07.2007 23:21:40
    hallo bernd,
    habe den bericht mal gelesen , und muß dazu sagen.
    1. alle wissen daß außer in den den alten buländern in teilen östereichs , in teilen der schweiz, in mmol/l
    gemessen wird(ist internationaler iso standart)
    das problem - gerade dort wird oft der bz wert mit dem hba1c wegen ähnlicher größenordnung auch von ärzten verwechselt.. was bei der angabe in mg/dl nicht möglich ist.
    2. dort war es wieder, die verwendung als diagnose gerät, in einer arztpraxis kann ein erhöhter bz "festgestellt" werden wobei der wert uninteressant ist. für die diagnose ist ein laborgerät nötig - nichts anderes.
    3. es kann vorkommen daß die pöasmageräte mehr anzeigen. bei meinem versuch gerade eben haben beide das gleiche angezeigt, und das nächste vollblutgerät lag über dem otu..
    4. wie jürgen schrieb diese definierten werte sind aus grauer vorzeit, und überwiegend auch recht sinnlos. - wer 2h nach dem ogtt 199hat gilt als gesund wer 200/201 hat als diabetiker.
    das ist "total" daneben , denn beide haben dm,
    nur wird der erste nach hause geschickt mit den worten sie haben ein bisschen zucker, abnehmen, und sport treiben, ernährung umstellen.
    und der zweite wird behandelt,
    das ist irre.
    mfg klaus
    ps . das beispiel des motorradfahrers klingt sehr an den haaren herbeigezogen,
    1. da hat sich einer versucht rauszureden
    2. wer seinen dm bei einem unfall als ausrede verwendet ist im normalfall die pappe los.
    3.die notlüge war nicht durchdacht, denn man sollte grundsätzlich über 100=5,6 , bei unsicherheit mit mit 120=6,7 "dokumentiert losfahren. . von klausdn
  • Elfie

    Rang: Gast
    am 08.07.2007 23:31:51
    Hallo Klaus,

    Du schreibst: "für die diagnose ist ein laborgerät nötig - nichts anderes."

    Was ist denn dann mit den Tests in den Apotheken? Die werden ja gerade zur Früherkennung angepriesen. Die messen auch mit solchen Handgeräten. (Jedenfalls die Apotheken, die ich kenne.) Je nach Ergebnis wird dann die Überprüfung beim Arzt empfohlen. Ganz nutzlos finde ich es nicht, wenn man auch als Gesunder ab und zu mal so einen Test macht. Die meisten Leute gehen nicht gerne zum Arzt und besser hin und wieder schnell in der Apotheke einen Test gemacht als den zu hohen BZ völlig verschlafen.

    Eine Arbeitskollegin von mir misst ihren BZ auch hin und wieder mit dem Gerät ihres Mannes. Und so lange der Wert da immer optimal ist, warum soll das keinen Anhaltspunkt geben?

    Liebe Grüße
    Elfie
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 09.07.2007 00:10:00
    Moin Bernd,

    ich geh davon aus, dass die meisten Leute, von denen ich die Rückmeldungen über die positive Entwicklung mit Folgekrankheiten habe, im Vollblut gemessen haben, weil die meisten Geräte so messen.

    Mir ist schon klar, dass Du nach einem möglichst konkreten Anhaltspunkt suchst, an dem Du dich orientieren kannst. Nur genau den gibt es beim Diabetes und seinen Folgen nicht. Das liegt schon im Prinzip der Schadensentwicklung begründet. Das besteht schlicht darin, dass Zucker im Blut auch in der als gesund bekannten Menge Eiweißteilchen verzuckert und damit in ihrer Funktion behindert bis verändert, und zwar für den Rest seiner Lebenszeit. Die ist begrenzt, und bei gesunder Blutzuckerhöhe liegt die Verzuckerungsrate offensichtlich unter der Erneuerungsrate.

    Nun ist aber die Erneuerungsrate keine festgelegte Konstante, sondern sowohl individuell von Mensch zu Mensch verschieden, wie auch über weite Zeiträume in Abhängigkeit von Konstitution und vielen weiteren Einflüssen in jeweils ein und demselben Menschen variabel. Das bedeutet schlicht, dass es absolut keinen Schwellenwert zwischen gesund und ungesund geben kann, den man nur mit einer ausreichend exakten Messung annageln müsste.
    Und das heißt ganz einfach, dass dort unten auf der Blutzucker-Skala, wo sich die meisten Menschen ohne Blutzucker-bedingte Schäden mengenmäßig knubbeln, die Sicherheit vor solchen Schäden am größten ist.

    Bisdann, Jürgen
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 09.07.2007 01:17:52
    hallo elfi,
    bitte nicht verwechseln "hinweis" und "diagnose"
    und in einer diabetes fachklinik, wie in dem artikel wenn da der doc mit so einem handgerät ankäme würde ich aufstehen und gehen.
    der praktische arzt hat so ein handgerät, und das gibt ihm den hinweis dich zum diabetologen zu überweisen.
    dort ist in 2 minuten aus dem ohrläppchen der bz wert mit laborgerät, in 10 minuten mit hplc der hba1c
    bestimmt. wenn du dran bist sind beide werte da,
    als die docs noch bezahlt wurden, und wir nicht messen konnten, hatten viele auch photometer zb das lp20, aber das waren auch küvetten von 0,5-1 ml, also mit nadel gezapft .
    die heutigen laborgeräte brauchen unwesentlich mehr blut, und sind schneller, lohnen sich aber eben nur für fachpraxen. so ein gerät muß sich ja amortisieren.
    daher würde ich zum ogtt auch nicht zum normalen doc gehen will doch sofort wissen was sache ist..
    mfg klaus von klausdn
  • Bernd

    Rang: Gast
    am 09.07.2007 02:56:11
    Hallo Klaus und Jürgen,

    möchte Euch nochmal ganz herzlich für Eure hilfreichen Beiträge danken!

    Schöne Grüße
    Bernd
  • diesel

    Rang: Gast
    am 09.07.2007 10:09:28
    Hallo Elfie,
    auf die Tests in der Apotheke kann man getrost verzichten! Hat dich der Apothker vor dem Test mal gefragt wann du die letzte kohlenhydrathaltige Mahlzeit oder Getränk zu dir genommen hast? Ich glaube das wurde nie gefragt. Wenn du so einen Test machen lassen willst, solltest du mindestens 2-3 Stunden "nüchtern" sein.

    MfG

    Gerd von diesel
  • Haschi

    Rang: Gast
    am 09.07.2007 14:03:33
    Hallo,

    zur Diabetesdiagnose sind grundsätzlich nur professionell ermittelte Werte maßgeblich. Bei der Nüchternblutglukose lauten diese Kriterien:

    > = 110 mg/dl ( 6,1 mmol/l ) im kapillären oder venösen Vollblut

    oder

    >= 126 mg/dl (7,0 mmol/l ) im venösen Plasma.

    Bei metabolischen Werten ist es irrelevant, ob Vollblut- oder Plasmawerte.
    von Haschi