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Völlig verunsichert!! Bitte um Tipps!!

  • Annette

    Rang: Gast
    am 02.07.2007 23:01:47
    Hallo,
    ich bin 46 Jahre und im November vergangenen Jahres wurde bei mir Diabetes Typ 2 diagnostiziert. Allerdings muß ich betonen, zu dieser Zeit diagnostiziert, denn vermutlich "schleppe ich sie schon seit einigen Jahren mit mir rum.
    Schon vor ca. 2 Jahren stellte mein Hausarzt einen erhöhten Blutzuckerspiegel fest meinte damals jedoch es sei kein Grund zur Panik und wir sollten das Ganze unter Kontrolle halten. Das tat er dann mehr oder weniger 2X im Jahr mit immer gleichem Ergebnis. Jedesmal aber die Antwort: Weiter unter Kontrolle und kein Grund einen Diabetologen hinzuzuziehen oder etwas zu unternehmen. Im November letzten Jahres kamen dann allerdings rapide Verschlechterung der Augen, Schmerzen in den Beinen, Kribbeln und Taubheitsgefühl in den Händen/Fingern, starker Durst, ständig zur Toiletten, immer schlapp und müde usw. hinzu.
    Habe mir dann ein Accu Check besorgt und über 3 Wochen,3 X tgl. gemessen. Werte zwischen 230 -300, manchmal sogar drüber.
    Wieder zu meinem Hausarzt mit der Bitte um eine Überweisung zum Diabetologen. Wollte er nicht, meinte das könnten wir auch in seiner Praxis unter Kontrolle halten.
    Daran glaubte ich inzwischen aber nicht mehr und hab dann ziemlich Terror in der Praxis gemacht, bis ich meine Überweisung bekam.
    Bin dann zum Diabetologen. Anfangswerte bei 8,6 .
    Wurde hier sofort auf Tabletten (Glimepirid- Isis 1mg) eingestellt. 1/2 am Tag.
    Sollte nach 3 Monaten wiederkommen.
    Nach 3 Monaten ging es mir nicht besser, eher im Gegenteil, alle Beschwerden, vor allem die Schmerzen in den Beinen, das Kribbeln und die Augen wurden schlimmer.
    Nächster Wert nach 3 Monaten lag bei 8,1.
    Dosierung wurde auf 1 Tablette tgl. erhöht.
    Zwischenzeitlich sind weitere 3 Monate vergangen, meine Messwerte liegen noch immer zwischen 180 - 236. Darunter komme ich nie! Außerdem wurden inzwischen Zysten in Leber und Niere festgestellt ( der Arzt beim MRT meinte das käme von der Diabetes) und mir geht es von Tag zu Tag schlechter. Schmerzen in den Beinen hören nicht mehr auf,komme manchmal kaum mehr die Treppe rauf. Nachts ( und oft auch tagsüber) stechen und kribbeln am ganzen Körper und ich kann mich kaum mehr zu irgenwas aufraffen, so schlapp und müde.
    Ich muß dazu sagen, das ich normalerweise ein sehr aktiver und ruheloser Mensch bin und auch sehr viel Streß habe.
    Nun habe ich am Donnerstagnachmittag einen neuen Termin bei meinem Diabetologen und ein befreundeter Arzt ( ist
    allerdings Onkologe) meinte er versteht nicht, warum mich mein Diabetiker nicht auf Insulin umstellt und so könnte es doch nicht weitergehen. Er meinte auch, das alle Anzeichen ja auch weitere Spätfolgen nach sich ziehen, die dann nicht mehr zu beheben seien und ich solle meinen Diabetologen mal "treten".
    Was sagt ihr "erfahrenen Hasen" dazu?
    Ich bin völlig verunsichert, möchte aber so wie es momentan ist auch nicht weitermachen, denn es geht mir wirklich nicht gut dabei.
    Danke schon jetzt für Eure Antworten
    Annette
  • hajoma

    Rang: Gast
    am 02.07.2007 23:29:04
    Hallo Anette,
    so, wie du es schilderst, ist die Orale Therapie bei dir nicht mehr angezeigt und es müßen dringend weitere Schrite unternommen werden.
    Ich kann dir nur raten, sofort zum Diabetologen zu gehen und nicht mehr abwarten, bis du vielleicht einen Termin hast. Weiterhin mußt du auf eine andere Threapie, Einstellung mit Insulin drängen. Sollte dein Diabetologe dem nicht zustimmen, dürfte er bei den Symtomen der falsche Arzt für dich sein. Dann gehe umgehend zu einen anderen, der es dann richtig macht.
    Ich denke, bei den Problemen, die du schilderst, wäre vielleicht sogar eine stationäre Einstellung nötig. Auf jeden Fall nicht bis Donnerstag warten, sonder morgen direkt zum Arzt. Jeder Tag warten ist ein verschenkter und verlorener Tag.

    Vielleicht kannst du auch mal mitteilen, aus welcher Gegend du kommst. Dann kann der eine oder andere dir dann auch eine gute Adresse geben.

    In diesem Sinne
    Achim von hajoma
  • Martina Migge

    Rang: Gast
    am 02.07.2007 23:34:27
    Hallo,

    genau wie Annette bin ich Mitte Vierzig und es wurde im Dezember 2006 - bei einer Routinekontrolle - Diabetes Typ 2 festgestellt. Mein Hausarzt hat mich stande pede zum Diabetologen geschickt. Dieser hat mich erst einmal geschult (na ja, Typ2-Schulung) und mit Metformin versorgt, in der Zeit habe ich selbst gemessen und immer noch recht hohe (Mittelwert 140) Nüchternwerte am Morgen festgestellt. Jetzt hat mein Diabetologe allerdings nicht lange gefackelt und mir ein Basalinsulin (BerlinBasal) zur Nacht verordnet - jetzt habe ich etwas über 100 BZ nüchtern am Morgen. Ich muss schon sagen, dass ich erst mal etwas "geschluckt" habe, als mir Insulin verordnet wurde, inzwischen bin ich aber durchaus froh über das schnelle Handeln meines Diabetologen. Ich fühle mich auf dem Weg zu einer guten Einstellung, bin sicher auch einige Zeit unentdeckt rumgelaufen, jedoch habe ich keine - zuminestens keine festgestellten - Folgeschäden.

    Da ich mich ja nun gezwungenermaßen mit meinem Diabetes auseinandersetzen muss, ist in mir allerdings auch die Erkenntnis gereift, dass bei DM Typ 2 häufig "rumgedoktort" wird, gerade für relativ junge DM2ler halte ich das jedoch für hoch gefährlich.

    Mit viel Glück habe ich einen guten Hausarzt und einen kompetenten Diabetologen "erwischt". Aber kann es das bei der Behandlung des DM2 sein, Zufall? Und nur zufällig besser als bei Annette? mfg

    Martina
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 02.07.2007 23:39:08
    ja anette,
    du bist das opfer der typischen allgemein oft auch diabetologeneinstellung.
    sie haben ein bisschen zucker.
    kommen sie in drei monaten wieder.
    alles quark hoch drei.
    entweder die pille hilft oder nicht , sowas ist bei solchen dingern in zwei drei tagen meßbar.
    wieso muß man um eine überweisung betteln???
    die kannst du verlangen das ist dein recht.
    und wen Der Diabetologe nicht morgen insulin und schulung sofort verordnet , kannst du den innerhalb des quartals wechseln, begründung bei der kk der mann ist eine niete. es ist nicht 5vor sondern 5nach zwölf.
    denn viele beschwerden wirst du selbst mit guter bz fahrweise ncht mehr los..
    es eilt !!
    mfg klaus von klausdn
  • Barbara

    Rang: Gast
    am 03.07.2007 00:44:52
    Liebe Annete,
    es ist schon recht verfahren bei Dir. , und da sind schon Komplikationen ,so daß ich Dir raten würde ,mich in eine Diabetesklinik einweisen zu lassen um gründlich geschult zu werden und vor allem richtige eingestellt zu werden. Ich finde es traurig ,daß heute immer noch einige Ärzte so lasch mit dem Diabetes umgehen. In Gesprächskreisen hört man das immer wieder. Ich meine ,daß Du mit Insulin behandelt werden müßtest.
    Ich wünsche Dir alles Gute
    Barbara
  • Annette

    Rang: Gast
    am 03.07.2007 00:52:31
    Hallo Achim,Martina & Klaus,

    vielen Dank für Eure Beiträge und Tipps.
    Ihr habt mich in meiner/unserer Vermutung nur bestätigt.
    Ich ärgere mich schon eine ganze Weile über meinen Diabetologen. Hatte auch eine
    Typ2 Schulung, aber ob ich die hatte oder nicht.....!

    Mein Problem ist,ich komme aus Delmenhorst ( bei Bremen) und mein Diabetologe ist hier der ziemlich Einzige. Er hat hier in der Stadt das Diabetes Zentrum. Ich habe mich auch schon bei meiner Krankenkasse erkundigt und man nannte mir wieder nur seine Adresse. Auf Hinweis, das ich genau ihn wechseln will, wurde mir noch eine weitere genannt, von einem Allgemeinmediziner der "nebenbei" noch Diabetologe ist. Tja und das war dann MEIN HAUSARZT, der ja seit 2 Jahren "rumdoktort". Ich glaube auch langsam, das Martina recht hat und es viel Glück und Zufall bedarf, einen guten Arzt zu finden.

    Oder guter Tipps??? Weiß vielleicht jemand von Euch einen guten Diabetologen in meinem Umkreis? Könnte ja auch ruhig in Bremen sein!

    Nun habe ich noch ein paar Fragen, die hier sicher schon oft gestellt und beantwortet wurden, aber - wie schon erwähnt - für mich ist das alles völliges Neuland und ich bin total verunsichert.

    - Sind diese Schmerzen in den Beinen, Stiche, Kribbeln und jucken am ganzen Körper "normale" Anzeichen?
    Gibt es da Möglichkeiten sie zu lindern?

    - Gibt es hier unter Euch auch jemanden, der als Folgen Zysten/Geschwüre in Leber oder Niere haben? Was tun? Mein Arzt sagt auch hier nur: weiter beobachten!

    - ab welchem Wert ist eigentlich grunsätzlich eine Insulinbehandlung besser bzw. notwendig?


    Ich werde auf alle Fälle am Donnerstag
    ( eher klappt es bei mir zeitlich einfach nicht) meinen Diabetologen auf eine Insulintherapie ansprechen und auch darauf beharren!

    Nochmal lieben Dank für Eure schnellen Beiträge,
    Annette
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 03.07.2007 01:20:28
    hallo anette,
    frag auf diabetes world nach oggy, der ist hb, und versucht den arzt über pn auszutauschen, oder mail.
    jawohl es gibt für pnp eine reihe medis, aber der anfang ist der top bz, dann kann dir hier haschi am besten raten,
    eine insulinbehandlung ist dann ohne wenn und aber angezeigt.
    wenn folgeschäden da sind
    wenn wie bei dir pillen garnicht mehr helfen, (wobei sie bei dir ja noch nie geholfen haben)
    wobei nicht auszuschließen ist da pillen garnichts gebracht haben daß es lada ist, und da hilft nur insulin. und das schnell.
    mfg klaus
    von klausdn
  • Annette

    Rang: Gast
    am 03.07.2007 02:10:41
    Hallo Klaus,

    danke wieder für Deine schnelle und kompetente Antwort.

    Ich werde mich gleich mal nach Oggy umschauen!

    Über Lada habe ich heute, hier auch das erste mal gelesen. Danke auch hier für den Tipp, werde mich hierzu auch noch etwas schlau machen!

    Danke auch an Barbara für Deinen Tipp.

    Ich bin jetzt doch schon erst mal etwas beruhigter oder besser gesagt nicht mehr ganz so verunsichert , denn ich hab` zeitweise schon geglaubt, ich mach mich einfach nur verrückt und bilde mir vieles ein.

    Ich werde die nächsten Tage mal den "Stier bei den Hörnern packen" .

    Ich finde es echt toll, das es Foren wie dieses hier gibt,
    danke erstmal für heute, ich werde Euch in nächster Zeit bestimmt noch mit vielen "dummen" Fragen "löchern"
    Liebe Grüße Annette
  • Pia

    Rang: Gast
    am 03.07.2007 09:23:52
    Liebe Anette,

    du hast ALLES selbst richtig erkannt.
    Es ist unglaublich, dass bei den von dir gemessenen Werten nicht sofort Insulin verordnet wurde.
    Vielleicht hast du eine gute Verkehrsanbindung, um zu einem Diabetologen zu kommen, der etwas weiter weg ist. Eine Insulineinstellung bekommst du ambulant hin. Du bist ein Pfiffikus und ein hellwacher Mensch.
    Aber ich wollte dir etwas zum Thema Zysten sagen:
    Bei mir wurde vor ca. 10 Jahren eine Zyste in der Niere festgestellt. Ich war schockiert. Durch den Kopf schossen sofort viele Begriffe und Gedanken, einer darunter: Krebs.
    Man malt sich ja gleich in allen bunten Farben alle Szenarien aus.
    Mein Arzt sagte damals. Jeder Mensch, der was auf sich hält, hat irgendwo im Körper eine eine oder mehrere Zysten.
    Er gab Entwarnung: Eindeutige Aussage auch für dich: Zyste bedeutet nicht gleich positiver schlimmer Befund. Zysten sind kleine, mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume im Gewebe. In der Regel sind sie völlig harmlos und haben keinen eigenen Krankheitswert, meist verändern sie sich über Jahre gar nicht. Man sollte sie aber dennoch beobachten. Das heißt, ich würde dir empfehlen, per Ultraschall die Zysten festlegen zu lassen, also Größe, Umfang, damit der Arzt ein Ausgangs- und Vergleichsbild hat.
    von Pia
  • hajoma

    Rang: Gast
    am 03.07.2007 11:13:15
    Hallo Annette,
    hier mal einige Adressen aus Bremen. Vielleicht ist für dich eine dabei, falls es nicht zu weit ist:
    Praxis Dr. med. Kai Barfknecht
    28 Bremen 28211, Graf-Moltke-Str.67


    Praxis Dr. Dorothee Lübbert
    28209 Bremen, Klugkiststr. 19

    Praxis Dr. med. Klaus Ventzke
    28211 Bremen, Schwachh. Heerstrasse 91


    Praxis Dr.med. Christiane Otto-Wessel
    28211 Bremen, Graf-Moltke-Str.67


    viele Grüße
    Achim von hajoma