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Ascensia contour gibt so niedrige Werte

  • Stefan

    Rang: Gast
    am 01.07.2007 02:26:09
    Hallo,

    ich bin noch ein "frischling", bei mir wurde erst im April Diabetes Typ II festgestellt, und Ich habe Metformin + actos verschrieben bekommen.

    Habe aber jetzt das genaue Gegenteil erlebt,
    letzten Mittwoch wurden wieder (nach 2 Monaten) die Laborwerte beim HA ermittelt:

    lt. meinem Ascensia contour hatte Ich einen nüchtern Wert von 137, lt. Labor war der Wert nur auf 63 und Ich musste ab sofort actos weglassen...

    Mein HbA1c Wert ist in 8 Wochen von 6,8 auf 4,8 gefallen, Ich war total überrascht!

    Gruss
    Stefan

  • ANONYM

    Rang: Gast
    am 01.07.2007 03:24:27
    Hallo,

    die Erfahrungen mit der Genauigkeit sind eigentlich schon erschreckend. Ich weiß nicht, ob Insulin-pflichtige dann die Dosis nach den mehrmals täglich (selbst) gemessenen Werten anpassen. (Bin auch noch neu und ohne Spritzen), aber man stelle sich mal vor, Stefan hätte sich nach dem Wert von Ascensia contour gerichtet (137) und hatte in Wirklichkeit nur 63! Ich frage mich, wie man da trotz Diabetes seinen Zustand auf Jahre gut erhalten soll.

    Bei mir ist es mit dem Ascensia contour wie von Gerda berichtet, es ist konstant niedriger. Und zwar egal wie oft ich messe und wie hoch die Werte an sich sind: Ascensia contour ist IMMER 20 bis 30 % niedriger. Wie Stiftung Warentest auf die Idee kommt, dieses Gerät auf Platz 1 zu katapultieren, ist mir ein Rätsel.

    Ich habe auch den älteren Beitrag von Nora gelesen, die auch laut Ascensia contour fast in der Hypo gewesen sein sollte. Das kann's doch eigentlich nicht sein.

    Man liest auch immer wieder, dass deutlich unterschiedliche Werte bei Wiederholungsmessungen z.B. nach 1 Minute "normal" seien, da 15% Abweichung erlaubt sei. Das ist so nicht richtig. Diese Abweichung bezieht sich eigentlich auf die Laborwerte!

    Edgar von ANONYM
  • diesel

    Rang: Gast
    am 01.07.2007 09:18:25
    Hallo,

    ich möchte zu allen Beiträgen noch folgendes anmerken:
    der angezeigte Wert ist auch davon abhängig, wie man den Bluttropfen gewinnt! "Schießt" das Blut förmlich aus dem Finger, oder muß ich erst noch drücken? Drücke ich, wird eventuell Gewebewasser mit rausgequetscht und so das Blut verdünnt, was natürlich den Wert nach unten korrigieren würde! Deshelb sollte man vor den Stechen die Arme, Hände und besonders die Finger massieren, insbesondere in Winter auf eine gute Fingertemeratur achten, und, dass die Finger auch trocken sind.

    Viele Grüße

    Gerd von diesel
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 01.07.2007 20:35:33
    Moinmoin,

    also ich versteh Euer Gemecker nicht. Wie Klaus schon geschrieben hat, sind das alles Schätzgeräte. Keines davon wäre als Messgerät in irgendeinem Zusammenhang, in dem es auf plusminus 5 mg/dl ankäme, zugelassen.

    Stephan hat nüchtern 137 gemessen, das Labor 63, vielleicht zuhause 137 und dann zum Dok und da 63? In ner viertel Stunde kann es noch sehr viel größere BZ-Bewegungen geben. Aber selbst aus dem selben Blutstropfen hätte sich auf der Grundlage ein INSULINER keine Hypo gespritzt. Denn die 137 hätten höchstens eine um den Korrekturfaktor erhöhte Insulinmenge zum Frühstück bedeutet und damit maximal 10 mg/dl weniger bei der BZ-Ankunft zum Mittag. Und das hätte allenfalls dann zu ner Hypo führen können, wenn er als Zielbereich 50-70 hätte. Hat aber keiner, sondern die schärferen Einstellungen liegen bei 80-100, und da machen plusminus 10 keine Hypo.

    Macht Euch doch einfach mal klar, dass so selber Messen man gerade 20 Jahre geht und in der heutigen Form gerade erst um 10 Jahre verbreitet ist. Bis Anfang der 90ger Jahre wurde noch in höchsten Diabetologenkreisen heiß darum gestritten, ob Typ1 auf ICT ihren BZ selber messen dürfen sollten, nüchtern, also vor den Mahlzeiten und damit wie beschrieben ohne jede Bedeutung für den direkten weitern BZ-Verlauf.

    Bisdann, Jürgen
  • ANONYM

    Rang: Gast
    am 01.07.2007 23:42:15
    Moinmoin Jürgen,

    na, also so locker wie Du kann ich es nicht sehen. Immerhin werden die Geräte als MESSgeräte und nicht als SCHÄTZgeräte angeboten. Und es geht um die Gesundheit. Vielleicht könnten zahllose Diabetiker gesünder sein als sie sind, wenn die Selbstmessung zuverlässiger wäre! Allerdings sind Millionen chronisch kranker Diabetiker ein enormer Wirtschaftsfaktor.

    Wiederholte Messungen aus demselben Blutstropfen und dann zeigt ein Gerät IMMER zwischen 30 und 35% höhere Werte an....................das kann nicht korrekt sein.

    Wenn die Werte immer wieder mal wechseln - okay - aber wenn immer dasselbe Gerät niedriger ist ...........da ist der Wurm drin. Die heutige Technik müsste theoretisch mehr können.

    Edgar von ANONYM
  • Stefan

    Rang: Gast
    am 01.07.2007 23:51:24
    Hallo Jürgen,

    stimmt genau, zuhause gemessen und dann ab zum HA, waren also bestimmt 20 Minuten dazwischen...

    So langsam lese Ich mich ja in die ganze Materie erst rein, war halt jetzt doch überrascht das es solche Schwankungen gibt.

    Aber stimmt schon, wenn Ich mir überlege wieviel Blut einem für die Laborwerte abgezapft wird, und mit wie wenig Blut man von dem Messgerät erwartet ein genaues Ergebnis zu bekommen...

    Gruss
    Stefan
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 02.07.2007 00:48:04
    Moin Edgar,

    einigermaßen gesund wäre 1/2/3 Stunden nach jedem Essen unter 140/120/100. Wenn Du die einhältst, ist verständlich, wenn Du die besprochenen Abweichungen so beklagst. Dann würden sie in der Tat ne Menge ausmachen können.

    Nur würdest Du in dem Fall solchen Abweichungen nie einfach so auf den Leim gehen. Du würdest nämlich wissen, welchen BZ Du ungefähr hättest, und wenn die Abweichung so groß ausfiele, würdest Du auf jeden Fall
    1. den weiteren Verlauf engmaschig weiter verfolgen und
    2. bei häufigeren unsystematischen Abweichungen in der Größenordnung ein anderes Gerät nehmen.

    Bisdann, Jürgen
  • Andreas

    Rang: Gast
    am 02.07.2007 02:34:36

    Hi Jürgen,
    hi an alle anderen,

    also dass die BZ-Messgeräte nur dazu da sind, denn INSULINERn einen Anhalt zu geben, sehe ich nicht so.

    Ich versuche auch (wie oben schon von jemandem geschrieben) meinen Grenzwertigen BZ in Bahnen zu lenken.

    Du schreibst: "einigermaßen gesund wäre 1/2/3 Stunden nach jedem Essen unter 140/120/100. Wenn Du die einhältst, ist verständlich, wenn Du die besprochenen Abweichungen so beklagst. Dann würden sie in der Tat ne Menge ausmachen können." Genau! Wenn ich 1 Stunde nach einer Mahlzeit messe und ein Gerät sagt "120" und das ander "160" , dann kann man mit solchen Schwankungen unmöglich arbeiten.

    Ich denke auch, diese +/- 15 % beziehen sich auf den Laborwert. Zudem geht es hier um viel größere Abweichungen.

    Die Frage von Gerda, wie und für welches Gerät sie sich nun entscheiden soll, ist leider nicht beantwortet worden. Mit dem Ascensia contour stimmt dann der Wert nach dem Essen, mit Aviva leuchten die roten Alarmlämpchen auf.

    Und nun?

    Ciao - Andreas
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 02.07.2007 10:10:56
    Moin Andreas,

    wie ich geschrieben habe, würde Dir bei gesund enger BZ-Führung auffallen, wenn Du ein Gerät mit weit schwankender Auswertung erwischst. So weite Schwankungen sind nicht die Regel. Die findest Du eher bei plusminus 5-10.

    Und wenn Du berücksichtigst, dass die meisten von uns aus dem ersten Blut messen, das raus kommt, und dass da noch ein vergleichsweise großer Anteil an Bestandteilen von der angepiekten Hautoberfläche drin gelöst ist (auch bei frisch gewaschenen Fingern etwa von der Seife oder dem guten Gewissen aus dem Handtuch), ist ne einigermaßen zuverlässige Anzeige wirklich nahe einem Wunder.

    Bisdann, Jürgen
  • Pia

    Rang: Gast
    am 02.07.2007 12:18:19
    Liebe Elfie,
    du schriebst:
    "Ich bin noch in der Situation, dass ich versuche, meinen grenzwertigen Blutzucker durch Bewegung und Ernährung in den Griff zu bekommen. Messe aber auch täglich, um sofort gegensteuern zu können."
    ---------
    Darf ich dich fragen, wie deine Werte so sind? Der HBA1C-Wert? Bekommst du Tabletten? Wer behandelt dich im Moment ind er Sache? Der Hausarzt oder schon Der Diabetologe? von Pia