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actos, Teil 2@Rudi und Reinhard

  • Pia

    Rang: Gast
    am 12.06.2007 12:21:41
    Ich schreib mal hier weiter, denn das Thema wird gleich verschwinden:
    ----------------
    Zitat:das ist es ja gerade, dass er auf grund eines kongresses in düsseldorf zu neuen wissenschaftlichen erkenntnissen gekommen ist.da er ein sehr gründlicher mensch ist, hat er bei seinen patienten genau auf nebenwirkungen geschaut und so einiges festgestellt. z.b. herzinsuffizienz, ödeme. es gibt auch ärzte, welche keine kongresse besuchen und durch fehlende weiterbildung so dahinwursteln wie vor zwanzig jahren. denen kann und sollte man nicht alles glauben. Zitatende
    Darf ich doch noch einiges fragen:
    1. Wieviel Patienten hat dein Arzt dabei berücksichtigt? 2 oder 150?
    2. Wielange hast du denn actos genommen? Wenn Deine Werte ohne actos nicht schlechter geworden sind, müssen sie aber doch vorher höher gewesen sein, sonst hättest du actos doch gar nicht bekommen, oder?
    Es sagt Niemand, dass Actos bis zum Tode genommen werden muss, denn es soll gegen die Insulinresistenz wirken, also reicht ein Zeitraum ja vielleicht aus.
    3. Wenn dein Arzt sagte, entweder Tabletten oder Insulin, kann er damit auch gemeint haben: Tabletten, die den BZ senken oder Insulin spritzen?
    4. Willst du damit sagen, dass die Diabetologen, die actos verordnen, Dahinwurstler sind?
    5. Dein Arzt war auf einem Kongress. Glaub mir, in 3 Jahren geht er wieder zu einem Kongress -vielleicht besser nach Kön -*g* und erzählt das Gegenteil von dem, was er heute erzählt hat.
    6. Wie war denn dein HBA1C-Wert vor und nach actos?
    Dank dir schon für die Antworten.

    von Pia
  • rudi

    Rang: Gast
    am 12.06.2007 18:06:38
    hallo pia,

    1. nur die, welche veränderte blutwerte oder
    über nebenwirkungen geklagt haben, zahl
    unbekannt, jedoch mehrere.
    eine frau mit knochenbruch.
    2. seit über drei jahre avandia (glitazon
    ähnlich actos mit den gleichen neben-
    wirkungen)
    meine werte sind nicht signifikant besser,
    auch nicht schlechter geworden, da ich
    diese tabs nur zur unterstützun genommen
    habe.
    3. damit ist gemeint, wenn keine aus-
    reichende bz-führung nur mit metformin
    möglich ist, dann wird insulin angewendet.
    tabletten zur bz senkung steigern sich nur
    bis zur unwirksamkeit.
    4. mein doc war von anfang an weder be-
    geistert noch überzeugt von sentisizer,
    diese habe ich selbst gewollt und auch
    bekommen.
    5. wenn er durch einen kongress neue er-
    kenntnisse gewinnt, werden diese vor-
    sichtig überprüft und dementsprechend
    umgesetzt.
    er war früher oberarzt in einer uniklinik,
    hoher wissensstand und erfahrung.
    6. mein hba1c war zu anfang (2000) bei 7,
    vor avandamet bei 6,5 und heute um 6.

    für mich persönlich habe ich festgestellt,
    dass die erstanwort fehlt. noch etwas
    eigenes insulin produziert wird mit dem ich
    bei richtiger futterauswahl auskomme muss.
    die insulinresistenz kann ich nur mit be-
    wegung zurückdrängen.
    halte ich mich nicht daran, werde ich mit
    hohen werten erinnert.
    armbrüche und herzkasperl kann ich und will
    ich mir nicht leisten.
    nebenwirkungen habe ich nicht bekommen,
    da nur die geringste menge eingenommen
    wurde. bin eben kein tablettenfreund.
    in diesen und anderen foren habe ich mir viel
    wissen angeeignet welches dann umgesetzt
    zum erfolg führt. verzicht bedeutet gewinn.
    der versuch zählt nicht, nur das ergebnis.

    gruss rudi
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 12.06.2007 22:18:25
    hallo weshalb streitet ihr?
    jeder muß doch selbst entscheiden was er wogegen nimmt.
    was mir persönlich nicht hilft sind vorgefaßte meinungen von "experten" davon gibts viele.
    nach der proactive studie zu actos , ist der anteil der herzkasper bei den konventionell behandelten größer als bei den actos behandelten.
    die studie für avandia ist noch nicht abgeschlossen.
    die warnung kam wegen rückwirkend ausgewerteter studien, und wir alle wissen, daß dies nicht das gelbe vom ei ist. da kein ausgeglichener start war,
    selbst wenn unter actos etwas mehr herzkasper vorkamen als konventionell, weiß nachträglich niemand ob die nicht ohne auch vorgekommen wären. und wenn eine frau sich den arm bricht, du lieber himmel jeden tag brechen sich leute den arm sogar welche die nicht mal dm haben.
    es ist immer die gleiche entscheidung will ich oder muß ich irgend eine pille nehmen.
    daher ist auch die frage hier vor kurzem- lyrika ja oder nein, wer darüber sinneren kann es ev abzusetzen , der braucht es mm nach nicht ,
    niemand nimmt solche medikamente aus spaß.
    sondern zur aufrechterhaltung seiner selbst.
    wer es noch nicht erlebt hat der soll froh sein,
    echte schmerzen zerstören in kurzer zeit den kompletten menschen.
    und ! ein miserabel gefahrener bz führt ja auch im normalfall zu erheblichen komplikationen incl.
    herz/kreislauf.
    daher sollte jeder selbst in sich gehen , und die entscheidung treffen, mancher braucht dazu rat von ärzten , die ja auch keinerlei garantien übernehmen. andere entscheiden für sich.
    jeder nach seinem geschmack.
    mfg klaus
    ps selbst wenn morgen jemand käme und beweisen würde daß insulin schädlich ist -
    würde ich es weiter nutzen, da ich ohne genauso sterbe - nur gesünder und früher.
    von klausdn
  • rudi

    Rang: Gast
    am 12.06.2007 23:25:43
    hallo klausdn,

    >>ein miserabel gefahrener bz führt ja auch
    im normalfall zu erheblichen komplikationen
    incl. herz/kreislauf.<<

    es geht darum, dass der miserabel geführte
    bz nicht mit tabletten gross beeinflusst
    werden kann.
    zu den erheblichen komplikationen im
    normalfall kommen dann auch noch die
    nebenwirkungen dieser tabs.
    die ergebnisse kommen in keiner studie vor.

    gruss rudi
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 13.06.2007 00:30:04
    hallo rudi,
    nur wenn sie nicht helfen (wie du behauptest)
    weshalb nimmt sie überhaupt jemand?
    nebenwirkungen können auftreten, sind aber nicht die regel. daß medis nebenwirkungen haben können wissen wir. können heißt nicht müssen.
    und da wie pia die wirkungen und keine nebenwirkungen hat muß es noch viele geben sonst wären die vom markt.
    daß immer wieder mit panikmache vor medis gewarnt wird ist nicht neu.
    eigentlich ist es schon normal.
    mfg klaus

    von klausdn
  • Pia

    Rang: Gast
    am 13.06.2007 09:05:13
    Lieber Rudi, lieber Klaus,
    wir streiten nicht, wir diskutieren.

    Zitat:1. nur die, welche veränderte blutwerte oder
    über nebenwirkungen geklagt haben, zahl
    unbekannt, jedoch mehrere.
    eine frau mit knochenbruch.Zitatende.
    -------------
    Jeder ist für seine Medikation am Ende selbst verantwortlich. Ich finde es nur einfach unverantwortlich, dass ein Medikament auf Grund von Hörensagen verunglimpft wird, wenn es Patienten, die HIER in diesem Forum mitlesen, vielleicht verschrieben werden soll. Unfaire Panikmache.
    Zahl unbekannt, 1 Knochenbruch. Das sind doch keine Beweise, Rudi.
    Es wird immer Ärzte geben, die dieses oder jendes Medikament bevorzugen oder eben nicht. Meine Hausärztin sagt z.B. zu dem Schmerzmedikament Dipidolor: Ich führe keine Gifte mit mir und in der Schmerzambulanz wird es als treffsicheres Medikament in Akutfällen eingesetzt.
    und es gibt sicher mehr als 1 Studie, die angeblich wissenschaftlich geführt wurde und dann nur am Schreibtisch geführt durchgeführt wurde. Es gibt viele Methoden, ein Medikament am Markt zu plazieren oder dort wegzubekommen.
    Zu Metformin: schrieb nicht letztens einer hier: Metformin senkt den Blutzucker nicht?
    Die Metformingaben sollte sich ein Arzt sparnen und stattdessen zum Diabetologen überweisen, damit Insulin gespritzt werden kann. ich finde es nicht gut, dass Hausärzte lange vorher alleine rumdoktern.
    Rudi, wenn dein Arzt 2 Patienten hatte, die actos nicht vertragen haben, kann man verstehen, dass er vorsichtiger agiert. Aber Diabetes ist ein Zusammenspiel von vielen Komponenten. Und ich muss auch immer annehmen, dass Patienten sich selbst gefährden, weil sie ihre Medikamente NICHT regelmäßig nehmen. Ein Betablocker, 4 Tage nicht genommen und der Blutdruck, Puls und Herzrhytmus spielen verrückt und man bekommt Herzrasen.

    von Pia
  • Reinhard

    Rang: Gast
    am 13.06.2007 12:12:59
    Ich habe für mich beschlossen: Ich glaube weder Studien noch unbedingt Arzt-Empfehlungen, was Med. angeht, denn leider sind viele Ärzte pharmahörig. So mancher Arzt hat schon die entsprechende kostenlose Software auf seinem Praxiscomputer, der ihm deren Med. als erste auflistet.

    Und wenn man dann noch im TV gestern abend hört und sieht, was nicht wenige Ärzte über ihre Feinde, die Patienten, offen im Internet schreiben, na dann ....

    Interessant dazu auch das "Ärztehasserbuch" geschrieben von einem Arzt!

    Prof. Lauterbach hat soeben ein Buch über die Zwei-Klassen-Medizin herausgebracht. Er ist heute abend bei "Hart aber fair" zu Gast. von Reinhard
  • Pia

    Rang: Gast
    am 13.06.2007 12:51:22
    Reinhard, du sprichst ein wahres Wort gelassen aus.....exakt so isses.
    Wie heißt es so schön? jeder ist käuflich, es ist nur eine Frage des Preises.
    Irgendwo kam mal ne Reportage über einen Arzt, der von Patienten noch geschlossene Blister aus angerissenen Medikamentenpackungen zurück nimmt und die dann an andere Patienten weiter gibt und die so finanziell entlastet. Der hat in dem Fall nachweislich wirklich nix davon, außer ne Menge Ärger und gerichtliche Klagen am Hals, aber das juckt den nicht. DER hat mir imponiert!
    Und im Gegenzug kam mal ein Bericht über die Praxis der Pharmavertreter. Da wird wohl auch mit Kongressen geworben und der Arzt war in dem Fall auf welche im Ausland fixiert, die dann MIT Ehefrau von der Pharmafirma finanziert werden - als kostenfreien Urlaub plus Spesen.
    Entscheidend bei jedem Medikament ist:
    Diagnose-Wirksamkeit-Therapierfolg-Verträgliche Nebenwirkungen-Kostenfaktor. In genau DER Reienfolge. Und alles andere ist für den Patienten sekundär.
    Wie gesagt, ich lebe lieber 10 Jahre weniger, dafür aber mit Lebensqualität.
    Und man kann ein Medikament forcieren oder sabbotieren. Aber die leichtgläubigen Skeptiker sind meist solche, die bei jedem Preisrätsel mitmachen, sich über die leichten dümmlichen Fragen wundern und dann sich über den Schrott und Müll in ihrem Briefkasten beschweren...sorry.
    Lieber Rudi, noch ne letzte Frage:
    Hat dein Arzt dir das nur erzählt oder hat er dir direkt Unterlagen in die Hand gedrückt?
    Ach, ich habe noch ein schönes Beispiel:
    Man wirbt zur Zeit für einen Silikonliner für amputierte Menschen, die die Pahntomschmerzen beheben sollen. Dies soll durch ein dünnes Metallgitter im Material und das dadruch aufgebaut Magnetfeld passieren. Soweit so gut. Aber dann stehen da Patientenbrerichte: Die Leute schreiben, dass sich der Verbrauch von Schmerzmedikamenten mindestens um 30% verringert hat.
    ---Da frage ich mich doch: wie geht das denn? Wenn man von einer Dauermedikation in diesen Fällen ausgehen muss, kan es sich doch nur um eine geringere Dosierung handeln und dann ist das für mich Nonsens. Entweder Phantomschmerzen werden ganz ausgeschaltet oder gar nicht. Das ist wie mit: ein bischen schwanger.. Ohne die Patientenberichte hätte ich der Werbung für den Liner eher geglaubt. von Pia