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Unwissenheit im Krankenhaus
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Emily
Rang: Gastam 08.06.2007 14:42:42
Hallo Pia,
Auf das Buch freu ich mich schon jetzt, das kauf ich mir mit Sicherheit. Mach weiter so.
Ein wunderschönes sonniges Wochenende
wünscht euch allen
Emily -
Lisa
Rang: Gastam 10.06.2007 18:11:30
In einem Krankenhaus, in dem es eine sehr gute Diabetesabteilung gibt (allerdings in einer anderen Etage) betreute und bewachte ich meine sterbende mutter in einer sogenannten "Wachstation" mit 4 oder 5 Betten. Im Nachbarbett lag ein frisch operierter Mann. Morgens nach dem Bettenmachen wurde Frühstück für alle serviert ( auch für die Bewusstlosen) der Mann im Nachbarbett wollte und konnte wieder frühstücken aber vorher seinen BZ-Wert und die entsprechende Insulindosis haben. Die antwort der Stationsschwester: "Der Arzt kommt heute später ( es war samstag), er legt die dosis fest, frühstücken Sie jetzt erst mal. Es gab einen disput, die Oberschwester verweigerte das geforderte Insulin, der Diabetiker verweigerte das Frühstück. Wer hat da gewonnen ??
Ich habe mich zwar jetzt im Vorfeld schon mal kundig gemacht, in welchem Krankenhaus in meiner Umgebung wie therapert wird, aber was nützt mir das, wenn nächste Woche das Personal wechselt, oder der einzige in Sachen Diabetes geschulte Arzt gerade in seinem wohlverdienten Urlaub ist?? Mein Vertrauen in Krankenhäuser ist nicht besonders gross.
Lisa -
Jürgen
Rang: Gastam 10.06.2007 20:53:44
Moinmoin,
so weit ich das kenne, hat das kranke Haus die Behandlung(en) fort zu setzen, die zum häuslichen Alltag gehören, auch mit den entsprechenden Medis und Hilfsmitteln! Das fällt zwar manchmal etwas schwer, weil die wenigsten Patienten drauf bestehen, aber funktioniert.
Schwieriger gestaltet sich die Situation, wenn man mit einem Stoffwechselproblem auf der Inneren liegt. Da wird u.U. mehr Überzeugungsarbeit notwendig sein zu kommunizieren, dass man selbst auch unter diesen erschwerten Bedingungen in der Lage ist, den eigenen BZ zuverlässig gesünder zu führen, als die Stationsregierung.
Allerdings sollte man in jedem Falle wissen, worauf man sich da einlässt und aus dem Fenster hängt. Denn wenn man anschließend den Laden mit ner schweren Hypo alarmiert oder trotz großer Töne vorher den BZ dann doch nicht zuverlässig unter z.B. 300 bringt, wird man kaum Anerkennung ernten und die Freundlichkeit des Personals u.U. überreizen :-(
Je unsicherer man sich seiner eigenen Sache unter den erschwerten Bedingungen ist und je größer der stationäre Widerstand und kürzer die Zeit, umso leichter sollte es uns mit den 5 Geraden fallen und damit zu beobachten, wo sich unser BZ denn so rumbewegt, wenn er mal ein paar Tage nicht so kurz an unserer eigenen Leine gehen muss ;-)
Bisdann, Jürgen
In diesem ganzen Zusammenhang plagt mich eigentlich viel mehr die Vorstellung, dass die da am Ende von allen anderen Krankheiten und Beschwerden genau so viel Ahnung wie von DM haben könnten und dass ich das ja nur deswegen nicht mitkriege, weil ich mich da eben nicht so gut auskenne :-(