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Wechsel von Medikamenten aus Kostengründen

  • Pia

    Rang: Gast
    am 04.06.2007 09:30:40
    Wir haben über Lyrica gesprochen und Bond schrieb, sein Arzt sagte ihm, es gibt kein Lyrica mehr von der Kasse, er muss auf Gabapentin umstellen. Daraufhin haben einige geschrieben; bei mir wirkt Gabpentin gut und ich bin zufrieden. Schön. Toll. aber darum gehts nicht. Das nützt auch Bond nichts.
    Ich möchte mal etwas Grundsätzliches dazu sagen...

    Es geht nicht darum, dass Gabapentin gut wirkt, das ist nicht bestritten, sondern, dass Patienten, die mit einem Medikament wie z.B. Lyrica, dass ein sehr neues Medikament ist und ein weiterentwickeltes, schmerzfrei sind und dann aus Kostengründen auf ein anderes umsteigen sollen. So etwas ist immer wieder ein Experiment, für das ein richtiger Schmerzpatient im Normalfall keine Kraft übrig hat. Denn er muss mit dem Wechsel auf Gabapentin unter Umständen wieder sehr niedrig dosiert einsteigen und dann wöchentlich die Dosis erhöhen. Wenn er Pech hat, wirkt es eben nicht so gut wie Lyrica oder auch gar nicht, und der Arzt sagt, Sie müssen Geduld haben! (Ich hasse dieses Satz!) und nach erfolglosen 6 Wochen bekommt er dann doch wieder Lyrica.
    Und dieses Procedere muss ein Schmerzpatient in der heutigen Zeit NICHT mehr ertragen!!! Und ein Arzt, der aus Kostengründen einem Schmerzpatient einen Wechsel des zuverlässig wirkenden Schmerzmedikamentes aufdrückt, hat sein Vertrauen an der Stelle schon verspielt.

    Es wirkt jedes Schmerzmedikament individuell. Bei dem einen kann Tramal zuverlässig wirkten, bei dem anderen gar nicht. Und so ist es auch mit Gabapentin und Lyrica.
    Ich bin jetzt seit ein paar Jahre in einem Schmerzzentrum wegen meiner Phantomschmerzen. Ich kann es jedem Schmerzpatienten nur immer wieder empfehlen, bei Schmerztherapie NICHT beim Hausarzt oder beim Neurologen zu bleiben, denn die Budgets sind begrenzt.
    In einem guten Schmerzzentrum gibt es diese Kostendiskussionen nicht, Schmerzfreiheit hat oberste Priorität.

    von Pia
  • Haschi

    Rang: Gast
    am 04.06.2007 14:12:51
    Hallo,

    das Verhalten des Arztes ist unethisch, medizinisch unhaltbar und obendrein
    ist die Begründung in dieser Form unwahr. von Haschi