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Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube
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LisaO
Rang: Gastam 04.06.2007 08:41:42
Hi Jürgen!
Die von dir angeführten Werte sind die Werte von Gesunden.
" 1/2/3 Stunden nach jedem Essen unter 140/120/100 mg/dl bleibt und so ein HBA1c um 5 " .........und werden gebetsmühlenähnlich immer wieder runtergeleiert.
Leider funktioniert mein Stoffwechsel und der Stoffwechsel aller Betroffenen nicht bilderbuchmäßig, und läßt sich auch durch den vorbildhaftesten Lebenswandel nicht mehr auf Normalzustand sprich auf den Wert eines Gesunden bringen.
Im Buch:
Diagnose: Diabetes Typ 2 vom Verband Österreichischer Diabetesberaterinnen
wird angeführt, dass ein HbA1c-Wert von
6 (114) sehr gut, 7 (147) gut 8 (180) tolerabel, 9 (214) unbedingt verbesserungswürdig ab 10 (247) usw. schlecht. wäre.
Laut dieser Empfehlung bin ich mit einem HbA1c von 6,2 im Bereich von fast sehr gut!!
Auch Gesunde schießen über das Ziel von 140. Allerdings bauen sie den BZ schneller ab.
Mich beunruhigen wie gesagt nur meine NÜ-Werte am Morgen die manchmal recht gut (105) und manchmal auch bei (135) liegen.
Laut meinen Recherchen liegt das daran, dass die Leberzellen nicht mehr sensibel genug auf das noch vorhandene Insulin reagieren und vermehrt Zucker freisetzen.
Auch das Stresshormon Adrenalin ein Gegenspieler von Insulin soll dabei eine Rolle spielen.
Also was tun?
Mit 1 Stunde NÜ NORDIC WALKEN - kein Erfolg im Gegenteil der BZ-Spiegel steigt noch um ein paar Punkte an.
Erfolgreicher den BZ-Spiegel senken, kann ich mit einem Frühstück - 1 - 1 1/2 BE dann normalisiert sich das Ganze innerhalb von 1 1/2 Stunden.
Wenn ich mit meinen gesteckten Zielen die lauten: mindestens noch 10 kg abnehmen, weiterhin Bewegung so gut es geht, falsch liege, dann bitte ich um Ratschläge.
P.S.: Allerdings wenn ich so weiter so eingeschränkt esse, werde ich bald nicht mehr dasein :-)))
Mit lieben Grüßen!
Lisa
von LisaO -
Pia
Rang: Gastam 04.06.2007 09:14:49
Liebe Lisa, wieviel Einheiten spritzt du so im Durchschnitt an Basal und Kurzzeit? von Pia -
klausdn
Rang: Gastam 04.06.2007 10:49:03
halo lisa,
nur einige anmerkungen.
was irgendwelche organisationen als werte verkünden, ist das ergebnis einer "diskussion" und hat mit wahrheit nichts zu tun.
beisp. die dge sagt beim vit c 100mg pro tag sind nötig, in england gelten 40mg , und für die who 5mg,
als nötig = das heißt: alles nur vereinsnachrichten ,
denn sie alle wissen es nicht.
noch vor wenigen jahren hätte ein hba1c um 6% als lebensgefährlich gegolten(wegen der hypos)
außerdem kann dein wert 6,2 %, ebenso 5,7 wie auch 6,8% sein , denn die bestimmung ist recht ungenau.(daher wird auch immer dazu gesagt-referenzbereich, und immer das selbe labor nutzen.)(zudem in a noch viel das alte bayer gerät benutzt wird das sowieso immer um 0,5 niedrigere werte anzeigt)
die leber alle menschen(die kein metformin nehmen) egal ob gesund oder dmler, schüttet morgens glucose aus- schon seit ewigen zeiten.
nur deine bsd hat eine zu geringe menge insulin als erstantwort um den nlutzucker zu regulieren.
daher braucht sie die zweitantwort die bei dir ja noch kommt.
daher ist die beschränkung der ersten kh menge wie du es machst, richtig.
und mit dem abnehmen möchte ich dch vorwarnen, so schnell geht das nicht weiter, denn die ersten 3kg sind meist nur wasser, es geht dann immer langsamer.
mfg klaus von klausdn -
Jürgen
Rang: Gastam 04.06.2007 10:55:02
Moin Lisa,
gesunde Menschen wachen mit 60-80 auf, haben etwa ne halbe Stunde nach einem stärke=zuckerreichen Frühstück ne kurze BZ-Spitze an 120 und messen ne halbe Stunde weiter wieder um 80. Solche Verläufe findet man manchmal bei Müsliherstellern, wenn die neue Mixturen testen.
Weil unsere BZ-Automatik diabetisch defekt ist, funktioniert das bei uns nicht mehr automatisch so schön flach & niedrig, sondern wir müssen das mit unserem Ess- und Bewegungs- und Medikationsverhalten gewissermaßen manuell machen. Dafür gibt es nur wenig Schema. Das läuft praktisch auch bei jedem ernsthaften Arzt vorwiegend mit Ausprobieren.
Die Medizin hat bis heute keinen gesunden BZ definiert, sondern sie definiert lediglich, ab wann als krank behandelt werden soll. Und die Definitionsschwellen sinken weltweit mit der zunehmenden Anzahl der Folgeerkrankungen darunter, und sie steigen ebenso weltweit mit der Abnahme der zur Verfügung stehenden wirtschaftlichen Mittel.
Noch vor 10 Jahren galt durchgängig durch alle Veröffentlichungen in D ein HBA1c von 7 als sehr gut. Seit etwa 5 Jahren sinkt theoretisch dieses Sehrgut gegen 6 mit ersten Hinweisen auf darunter, während gesundheitspolitisch praktisch die 8 immer mehr in den Vordergrund wächst, weil unser oberster Gesundheitsökonom die für völlig ausreichen propagiert.
Der Nüchternwert ist die eierlegende Wollmilchsau der Diagnostik. Er ist Indikator und hat absolut keine schwerwiegender krankmachende Bedeutung als ein gleich lange gleich hoher Wert zu jeder anderen Tageszeit. Zuständig dafür ist die eigene Zuckerproduktion, die Du noch mit etwas Essen ausschalten kannst, wie Du's beschreibst. Manche in ähnlicher Situation vermelden den Erfolg, wenn sie ne halbe BE schon direkt mit dem Aufstehen essen.
Bisdann, Jürgen -
Barbara
Rang: Gastam 04.06.2007 12:46:40
Hallo Lisa,
laß Dich nicht verrückt machen mit den morgendlichen höheren Werten. ich habe jeden morgen zwischen 110 und 140 Zucker. Dann spritze ich mit einer korrektur und im Laufe des tages normalisieren sich die Werte nach unten. Das mit der bewegung habe ich auch schon erfahren,daß ich hinterher höher Zucker hatte. Ich habe manchmal auch den eindruck,als wenn das alles Superleute
mit supereinstellungen sind. Ich habe auch 6,5 und bin damit zufrieden auch mein Arzt. Das abnehmen ist bei Typ 2 und Insulin fast nicht möglich wie mir Ärzte bestätigt haben. Der Jürgen ist wohl Typ 1 ??
Da läuft es sowieso etwas anders. Seine langen bhandlungen sind mir auch zu theoretisch ( das
ag ja auch stimmen ) . Ich möchte behaupten,daß der überwiegende teil der Diabetiker von Typ 2 wesentlich höhere Werte haben und die sich in dem Forum gar nicht melden. Ich glaube auch die werden ihren Diabetes ernst nehmen so gut es geht danach leben und spritzen. Ich höre auch einiges,da ich in einem Gesprächskrei bin.
Also bin da
Barbara -
Pia
Rang: Gastam 04.06.2007 13:04:07
Bei mir hat sich der Nüchternwert halbiert, nachdem ich die Dosis des Basalinsulins auf mehrere Spritzstellen verteilt habe. Von einem auf den anderen Tag. Ein anderes schlaues Füchschen als das hier im Forum hat mir vorige Woche erzählt, dass er sich bei einem ganz schlauen Diabetologen erkundigt hat, und dieser hätte gesagt, dass man alle Dosen über 10 E. teilen soll..... von Pia -
Haschi
Rang: Gastam 04.06.2007 14:07:26
Hallo,
ja, lasst euch nicht verrückt machen!
DiabetikerIn braucht auch nicht päpstlicher zu sein als der Papst.
Die Fachgesellschaften und erfahrene Ärzte wissen schon, wann Diabetiker mit hohen Risiken chronischer diabetischer Komplikationen zu rechnen haben und wann mit niedrigen. Dabei gab es in der jüngeren Vergangenheit bei den empfohlenen Zielwerten für Diabetiker typunabhängig eigentlich nur geringfügige Korrekturen.
Niedrige Risiken diabetischer Folgeerkrankungen hat DiabetikerIn
bei einem HbA1c < 6,5 % ,
regelmäßigen Nüchternglukosewerten zwischen 80 und 110 mg/dl
sowie zwei Stunden nach dem Essen < 140 mg/dl.
Für kurzzeitige postprandiale Peaks, wie sie durchaus auch bei Stoffwechselgesunden
( und vielen Diabetikern) vorkommen, gibt es keine Belege oder Erfahrungen für ein eigenständiges Risiko chronischer diabetischer Komplikationen. Wohl für eine abnormale Nüchternblutglukose, postprandiale Hyperglykämie ( auch die pathologische Glukosetoleranzstörung).
von Haschi -
LisaO
Rang: Gastam 04.06.2007 14:42:08
@pia:
Ich bin Typ 2 und nehme bis jetzt keine Medikamente und hoff, dass es noch länger so bleibt.
@klaus:
Du wirst meinen vorherigen Eintrag überlesen haben.
Ich habe bereits 15 kg abgenommen und das wird bestimmt nicht wasser gewesen sein ;-))
Mein Ziel ist es noch 10 kg abzunehmen.
@barbara:
danke für die aufmunternden Worte. Meine Meinung ist auch, dem Arzt zu vertrauen, sich jedoch selbst zu informieren und manchmal auch kritische Fragen stellen zu dürfen.
Ganz allgemein möchte ich noch anmerken, meine kürzlich verstorbene Schwiegermutter wurde mit hohen BZ-Werten die manchmal bei 300 lagen über 80 und war insgesamt nur 14 Tage ein Pflegefall.
LG Lisa
von LisaO -
Haschi
Rang: Gastam 04.06.2007 15:43:52
Hallo LisaO
Gratulation zu deiner großartigen Gewichtreduzierung und dem ehrgeizigen Ziel.
Die Normalisierung des Körpergewichts verbessert die Insulinempfindlichkeit wesentlich und lässt den Insulinbedarf sinken. Die Bauchspeicheldrüse wird somit entlastet und die Insulinsekretion deutlich verbessert.
von Haschi -
Pia
Rang: Gastam 04.06.2007 15:44:56
Zitat:Ganz allgemein möchte ich noch anmerken, meine kürzlich verstorbene Schwiegermutter wurde mit hohen BZ-Werten die manchmal bei 300 lagen über 80 und war insgesamt nur 14 Tage ein Pflegefall.Zitatende.
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Das versteh ich jetzt nicht....und dann? Ist sie dann nach den 14 Tagen gestorben?
Was willst du damit sagen? Dass sie keine Spätfolgen hatte? Wenn du das damit sagen willst, kann ich nur sagen: Schwein gehabt. Ich glaube, Erblindung, Dialyse und Amputation schwarzer Zehen und Füße sind leider keine Ammenmärchen...aber vielleicht habe ich auch was falsch verstanden.
von Pia