Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube
-
Jürgen
Rang: Gastam 04.06.2007 16:34:56
Moinmoin,
persönlich bin ich Typ2 und seit 1990 dabei, spritze Apidra und Lantus. Weil ich nur 1 Niere habe und infolge Polio als Baby auf allen Vieren gehe, hat mich seit meiner Internetmöglichkeit interessiert, wie sich das wirklich mit den Folgekrankheiten und dem gestaltet, was ich selbst tun kann. Gefunden hab ich
1. dass DM Typ2 erst seit 1974 so definiert ist,
2. seit etwa 1980 medizinisch systematischer behandelt wird, wenn er zufällig entdeckt wurde,
3. seit etwa 10 Jahren bei Blutuntersuchungen dadurch entdeckt wird, dass der BZ endlich mit bestimmt wird.
Echtere Langzeiterfahrungen gibt es also nur mit Typ1, und da hab ich erst kürzlich irgendwo gelesen, dass die im normalen Rahmen gut sei für etwa 30 Jahre. Betroffene mit 40 und mehr Jahren DM kenne ich in der Selbsthilfe einzelne, und die steuern ihren BZ ausnahmlos die meiste Zeit des Tages wirklich gesund.
Aber ich kenne aus der Selbsthilfe inzwischen 2er, die vor 6 Jahren mit unserer Gruppengründung frisch diagnostiziert waren, sich an den normal ärztlich vorgegebenen Rahmen gehalten haben und inzwischen öfter gelasert sind und kein Gefühl mehr in den Füßen haben.
Bei Typ2 kommt nämlich selbst bei sofortiger Entdeckung bei Diagnosereife (im Durchschnitt dauert die Entdeckung dann noch 5 Jahr!) die Entwicklungszeit bis dahin hinzu, in der die immer höheren BZ-Schwankungen ganz sicher schon das eine oder andere Folgekrankheitenfässchen munter gefüllt haben.
Beispiele, bei denen die schon eingetretene Entwicklung von Folgekrankheiten nachweislich gestoppt oder sogar ein Stückchen zurück gedreht wurde, habe ich bis jetzt ausschließlich aus dem BZ-Bereich kennen gelernt, den ich hier und an anderen Stellen in der Tat gebetsmühlenartig wiederhole, weil ich den für mich als gesund nehme.
Ich würde mir verdammt heuchlerisch vorkommen, wenn ich für mich so einen gesund flachen & niedrigen BZ-Verlauf anstreben und Euch hier schreiben wollte, dass Ihr Euch nicht verrückt machen lassen und mit dem bescheiden sollt, was die Medizin für ausreichend hält.
Bisdann, Jürgen. -
Nora
Rang: Gastam 04.06.2007 17:06:42
Hallo!!
Also ich finde schon, dass Jürgen Recht hat. Auch kurzzeitige Blutzuckerspitzen erhöhen das Risiko, Folgeerkrankungen zu bekommen.
Ich bin seit 7 Jahren (seit ich 14 bin) Typ 1 und versuche auch die genannten Werte anzustreben, was auch meistens gut klappt.. natürlich gehört da ein bisschen Disziplin zu und für meine HbA1c-Werte von 5-6 nehme ich auch gelegentliche (leichte) Hypos gerne in Kauf, weil ich wirklich keine Lust habe, mit 40 schon Nierenversagen zu haben...und es wirklich möglich, seinen BZ so zu steuern, dazu gehören halt auch regelmäßiger Sport, gesunde Ernährung etc..
Noch zwei andere Sachen:
Man sollte Insulinmengen ab 10 I.E. wirklich immer aufteilen (das mache ich schon immer so).
Und ich denke nicht, dass Typ 2er höhere Werte haben als Typ 1er. Wer das sagt, versucht meiner Meinung nach nur,es sich einfacher zu machen bzw. seine Werte zu rechtertigen.
Typ1er haben garkein Insulin mehr, dass wirken könnte und außerdem kann man schnell mal ne Keto bekommen..
Naja, soweit mal ..alles Gute euch allen!!
Viele Grüße, Nora -
klausdn
Rang: Gastam 04.06.2007 17:41:50
hallo an alle, lisa,
niemand will irgendjemanden verrückt machen, aber da lisa gefragt hatte, nach gesunden werten muß man ihr auch ehrlich auch die werte gesunder nennen. und nicht die werte die irgendwelche gesellschaften als für dmler für gut halten.
(mir klingt da was von gefälligkeitsgutachten, gefälligkeits werten im ohr oder glaubt irgendjemand daß sogenannte experten nicht käuflich sind)
bestes beispiel. der sawicki.
zudem sind fachgesellschaften ja auch interessenvertretungen .
-- aber für lisa speziell , wenn dir das abnehmen so leicht fällt und die 15 hatte ich echt übersehen,
ab 20kg ohme probleme abnehmen solltes du ganz "dringend" aufwachen und auf antikörper testen lassen, denn dann kannst du einen t1 entwickeln, der ohne behandlung extreme folgen hat.
mir ist nämlich kein t2 bekannt der so schnell und problemlos 14kg abgenommen hat( die kämpfen hart um jedes gramm)
(in seltenen fällen kann sogar ein t2 neben t 1 vorkommen)
mfg klaus von klausdn -
LisaO
Rang: Gastam 04.06.2007 18:49:51
@jürgen
Ich akzeptiere und respektiere deine Einstellung und bewundere dich ob deines Fachwissens, das Du dir im Laufe der Zeit angeeignet hast.
@klaus
So jetzt klingeln bei mir wieder die Alarmglocken !!!!!
Aber ich kann mich insoferne selber beruhigen, da mein Laborbefund außerordentlich gute Werte in jeder Hinsicht aufweisen.
Blutbild von Leukozyten - MCHC ok
Diff.BB von Neutrophile bis Basophile ok
Entzündung - DRP ok
Niere - Bun ok
Leber
GOT - GGT ok
Stoffwechsel außer Glucose - bis Cholesterin ok
Serumproteine ok
Mikralbumin ok
Ich fühle mich bestens und in keiner Weise krank.
Wie gesagt das Abnehmen betreib ich jetzt 14 Wochen und im Schnitt habe ich pro Woche 1 kg abgenommen.
Aber jetzt zu meiner Frage was ist ein t2 bzw. t1 ?????
Wünsche euch allen gute Wete und verbleibe mit lieben Grüßen!
Lisa
von LisaO -
klausdn
Rang: Gastam 04.06.2007 19:19:43
hallo lisa,
so knapp wie möglich,
es gibt viele verschiedene ursachen für diabetes.
von-------------bis.
t1 mehr oder weniger langsame zerstörung der ´.zellen durch körpereigene antikörper (gad)
sogar insulinantikörper gibt es.
t2 fehlende insulinausschüttung(erstantwort) bei blutzuckeranstieg dadurch überhöhte zweitantwort.
und insulinresistenz, folge: überhöhte insulinausschüttung, da bei der freigabe der insulinvorstufe-proinsulin nicht getrennt wird in insulin und c-peptid, gilt das proinsulin als gefäßschädigend. - ererbze oder erworbene insulinresistenz, tw folge von oben. daher erhöhte insulinwere im blut -- trotzdem hoher blutzucker.
t3---andere ursachen-
und genau der erhöhte insulin anteil erschwehrt das abnehmen für t2.
daher wird auf - antikörper getestet wenn nachweisbar=über 0,6 liegt ein t1 vor,
test auf c-peptid, dabei wird gemessen ob und wieviel insulin dein körper produziert(denn die halwertzeit von insulin ist ca. 4minuten) es ist also sehr schnell abgebaut, udd daher ist die analyse mit ? versehen.
daher meine warnung : an typ 2 (einfach so ernannte) die entgegen allen anderen leicht abnehmen, aufzupassen.
auch das ist absolut nicht als panikmache zu verstehen, sondern nur als "merkzettel" im hinterkopf.
mfg klaus von klausdn -
LisaO
Rang: Gastam 04.06.2007 20:52:51
Diese Aufklärung macht mich sehr, sehr nachdenklich.................. von LisaO -
thomas2002
Rang: Gastam 04.06.2007 22:00:33
sport und bz-anstieg
es gibt da mehrere gründe, warum es so sein kann.
keine kh's im blut, und daher ausschüttung von der leber bzw lipolyse
sport jenseitz der trivialbelastung.
sport verträgt sich immer mit einer schorle, müsli- oder obstschnitte, äpfeln et al.
btw ist für ein gutes training eine pulsuhr nicht verkehrt. billige gibt es wohl schon um die 20-40 euro. zur not bei aldi, lidel oder so die nächste aktionswoche abwarten.
ps bedaure ich die ganzen leute, die ihre nw-stöcke mit krückstöcke verwechseln. so ein nw-kurs wird von der kk mitfinanziert. von thomas2002 -
Mette
Rang: Gastam 04.06.2007 22:05:21
Auch ich möchte mich einmal bei dieser Diskussion zu Worte melden. Ich bin noch ein absoluter Neuling und daher machen mich hier so einige Äußerungen stutzig.
@ LisaO.:
(Auch Gesunde schießen über das Ziel von 140. Allerdings bauen sie den BZ schneller ab.)
Lt. Aussage meiner Ärzte stimmt diese Aussage nicht. Mir wurde gesagt, dass ein gesunder nie über 120 geht egal wieviel Zucker er zu sich nimmt.
@ Hashi:
(Die Fachgesellschaften und erfahrene Ärzte wissen schon, wann Diabetiker mit hohen Risiken chronischer diabetischer Komplikationen zu rechnen haben und wann mit niedrigen.)
Das möchte ich anzweifeln. Meinen Ärzten ist bekannt, dass ich an einer Autoimmunerkrankung sowie an Hypertonie leide und auch der Cholesterinspiegel zu hoch ist. Trotzdem kümmert man sich bisher nur um den HbA1c-Wert und es interessieren meine ständigen Blutzuckerspitzen nicht. Übrigens ist mein BMI <25, ich treibe Sport und ernähre mich ausgewogen. Ich habe bereits zwei Diabetologen verschlissen und auch der jetzige sieht keinen Handlungsbedarf :-(
@ Jürgen:
(2. seit etwa 1980 medizinisch systematischer behandelt wird, wenn er zufällig entdeckt wurde)
Was verstehst du darunter? Bei mir wurde er durch Zufall entdeckt und nahegelegt ins DMP-Programm zu gehen. Jetzt habe ich regelmäßige Kontrollen aber trotzdem ist allen bisher nur der Langzeitwert wichtig.
@ klausdn:
(daher wird auf - antikörper getestet wenn nachweisbar=über 0,6 liegt ein t1 vor)
Wieso erst bei 0,6. Ein gesunder hat doch gar keine Antikörper oder doch?
Danke für eure Aufklärung :-)
Grüße Mette
-
klausdn
Rang: Gastam 04.06.2007 22:46:45
hallo mette,
meine antwort ist die einfachste auf deine fragen,
weil nur über 0,6 das ergebnis zuverlässig ist.
alles darunter ist der schuß ins dunkle.
zum hba1c habe ich weiter oben geschrieben.
anderes beispiel cholesterinbestimmung:
die genauigkeit der angabe liegt zz bei +- 40.
dh ein wert von 200 kann in wirklichkeit "auch"
160 bzw 240 sein .
davon gibt es noch viele beispiele.
mfg klaus von klausdn -
LisaO
Rang: Gastam 05.06.2007 06:56:03
@thomas2002
Zitat: keine kh's im blut, und daher ausschüttung von der leber bzw lipolyse........
........................Dem ist so!!! Das weiß auch ich inzwischen ........das frühmorgendlichen NÜ-NW war ein reiner Selbstversuch. Ich wollte einfach nur herausfinden was mein Blutzucker dabei macht.
Zum NW: Keine Sorge, kenn' mich aus mit optimaler Pulsfrequenz usw.
@mette
Zitat: Lt. Aussage meiner Ärzte stimmt diese Aussage nicht. Mir wurde gesagt, dass ein gesunder nie über 120 geht egal wieviel Zucker er zu sich nimmt.
...............Dem steht Aussage gegen Aussage gegenüber. Mein Azrt im LKH - Diabetesambulanz hat die Aussage getätigt, dass auch bei Gesunden der Blutzucker je nach Essen über den Normwert ansteigt.
..............Was auch immer betrifft uns eh nicht, denn wir sind ja nicht gesund!!!
Nocheinmal zu meiner Gewichtsredutkion:
Nach längerem Nachdenken bin ich zur Einsicht gekommen, dass diese so funktioniert wie bei einem gesunden Menschen.
Auf den Tag über verteilt esse ich konsequent nur 3 Mahlzeiten. Die
1. frühmorgens um 6.00 Uhr
2. zwischen 11.30 Uhr - 12.00 Uhr
3. so um 16.00 - 17.00 Uhr
Esse sehr sehr viel Gemüse, Brot nur in Form von Vollkorn, zu Mittag Fisch, Fleisch
und am späteren Nachmittag eine gesunde Jause. Dazu trinke ich den Tag über verteilt sehr viel Wasser.
Was ich meide ist, Alkohol (nur sehr selten)
Zucker in jeder Form, d.h. Obst derzeit auch nur sehr eingeschränkt. Zusätzlich tinke ich ein Calcium-Präparat und 1 Pille Vit. C.
Zusammen sind das: rechne ich Kartoffel und Hülsenfrüchte mit ein ca. 6 - 8 BE.
Würde ich mich an die empfohlenen Vorgaben der Diatassistenten und Ernährungsvorgaben bei Diabtes halten, hätte ich nie und nicht abgenommen.
Die empfohlenen Zwischenmahlzeiten lehne ich ab, hab es propiert bringt nur den Blutzucker in die Höhe und warum soll ich meinen Körper das antun, wenn es auch anders geht.
Die Werte sind für mich persönlich optimal.
Selbstverständlich zeigt das Messgerät 1 Stunde nach dem Mittagessen auch mal einen Wert bis 160 an. Das aber eher selten. Und nach 2 Stunden bin ich wieder bei kanpp über 100. Dazwischen geh ich dann auch noch NW was den Wert nicht wesentlich unter 100 bringt.
Insgesamt ergeben sich so den Tag über verteilt etwas mehr als 1000 kal. Damit nimmt auch jeder Gesunde ab und ich sollte mir den Kopf deshalb nicht zu schwer machen. Und im übrigen kann oder muss ich um in den Bereich eines Normalgewichtigen zu kommen noch 10 kg abnehmen.
Es grüßt euch Lisa
P.S.: Wünsche euch einen schönen Tag
von LisaO