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Ist die VerTeilung der Dosis wirklich SO entscheidend
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Pia
Rang: Gastam 30.05.2007 12:59:47
Jetzt muss ich wirklich noch mal nachfragen:
Ihr seid die Spezialisten hier. Ist das so, dass die Wirksamkeit des Insulins (Basal UND Kurzzeit) entscheidend davon abhängt, wieviel Einheiten man auf einmal an einer Stelle spritzt? Ich habe gestern hier gelesen, dass eine DMlerin bis 100 Einheiten am Tag gespritzt hat, das würde ja VIELLEICHT bedeuten, dass sie bei einer Portionierung und Verteilung der hohen Dosis auf mehrere Stellen am Körper auch eine bessere Insulinwirkung erzielen könnte? Ich kann das gar nicht glauben, weils so simple wäre.....sagt mal bitte was.. von Pia -
klausdn
Rang: Gastam 30.05.2007 13:35:31
hallo pia,
daß größere mengen insulin verteilt werden kommt eigentlich in der schulung.
aber!, auch dazu gibt es eigenheiten,
kurzzeit-insulin - analog und normal wirken schneller und "kürzer" bei pizza(zb) teilt man also nicht auf, denn da ist die längere wirkung gewollt.
bei nph-insulin teilt man nicht auf da es sowieso bei vielen nicht lange genug wirkt.
bei lantus wenn man nur einmal pro tag spritzt teilt man nicht auf.
bei levemir ja wenn man zweimal spritzt..
mfg klaus von klausdn -
Jürgen
Rang: Gastam 30.05.2007 13:47:22
Moin Pia,
wir stellen uns vor, dass das Insulin beim Spritzen im Fettgewebe zuerst so etwas wie eine Kugel oder ein Ei bildet, das dann nach und nach in die Umgebung ausläuft und so in den Kreislauf gelangt. Und bei der selben Insulinmenge machen mehrere Kugeln statt einer halt ne größere Oberfläche, von der also gleichzeitig mehr von dem Insulin in mehr Umgebung auslaufen und so schneller in den Kreislauf gelangen kann.
Und da gibt es nun Leute wie mich, die über mehrere Wochen pro Loch max 7 IE verdrückt und keine schnellere oder intensivere und kürzere Wirkung gemessen haben, und Leute wie Dich, die dann vielleicht auch noch nach Jahren vom guten Erfolg berichten und dabei bleiben.
Wenn ich mehrmals am Tag 30 IE und mehr bräuchte, würde ich die wahrscheinlich allein deswegen auf mehrere Löcher verteilen, weil größere (auch wieder von Mensch zu Mensch verschieden) Insulindosen häufiger im gleichen Bereich gespritzt mir unangenehme polsterartige Knubbels machen. Die würde ich in jedem Fall vermeiden wollen.
Aber jede gute DM-Behandlung ist unablässiges Ausprobieren, was bei einem persönlich besser passt, und das dann machen :-)
Bisdann, Jürgen -
Pia
Rang: Gastam 30.05.2007 15:02:52
Ich habe keine Knubbls;-)
Ihr seid lieb (und geduldig..danke).
Was mich so verblüfft hat, ist die Wirkung von "Garnix auf Volltreffer"!...
von Pia -
Markus Konermann
Rang: Gastam 30.05.2007 15:06:58
Hallo Pia,
es wird schon lange empfohlen, und das mit gutem Grund, das eine Menge von mehr als 36 IE (egal welches Insulin!!, @Klausdn)aufgeteilt werden sollte. Das Beste wäre, wenn die Insulinpens gar nicht höher einzustellen wären als bis 30 IE.
Bei großen Mengen an Insulin an eine Stelle gespritzt, werden diese nicht nur langsamer resorbiert, sondern ein Teil wird auch unwirksam.
Weiterhin ist die Resorbtionsgeschwindigkeit auch abhängig von der Spritzstelle und sogar von der Häufigkeit der Nadelnutzung! Diese sollte deswegen jedes Mal gewechselt werden und nicht wie viele es in Deutschland tun, im Schnitt 9 Mal verwendet werden. Hier wird an der falschen Stelle gespart! Da messen manche Typ 1 8-10 mal am Tag den BZ, wundern sich, dass sie Ärger mit der Verschreibung bekommen (siehe Jan), verzerren ihre BZ Werte aber dadurch, dass sie die Nadel öfter benutzen oder meinen BE`s nicht hin und wieder mal abwiegen zu müssen, wobei heute bekannt ist, dass die meisten Schwankungen durch Verschätzen bei BE sind und nicht durch Insulin zustande kommen.
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diesel
Rang: Gastam 31.05.2007 08:52:28
Hallo Klaus,
bei Pizza würde ich die Dosis teilen. Bei Analogon würde ich die GesaMTDosis teieln, eine größere Menge sofort und den Rest nach 2 Stunden nachspritzen. Fettes Essen, und dazu zählt man auch Pizza, braucht länger um ins Blut zu gehen. Würde ich gleich alles spritzen, wäre das Insulin schon da bevor die Kohlenhydrate da sind. Folge, es besteht die Gefahr einer Hypo. Als Pumpi wähle ich hier den verzögerten Bolus.
MfG
Gerd von diesel -
Pia
Rang: Gastam 31.05.2007 13:52:50
Also, ich muss noch mal was dazu sagen. Dass man größere Mengen verteilen sollte, logisch, aber diese extreme Wirksamkeitsverstärkung ist keine normale Information, ich schätze, dass man bei einer Dosisteilung schon ab 14 E. mindestens 30% Insulin sparen kann. Ab welcher Dosis würdet Ihr denn teilen? Ich musste heute für das Frühstück 10 Einheiten weniger spritzen. Jetzt messe ich stündlich, um mich völlig neu einzustellen...(natürlich wirkt auch actos, aber es kann nicht sein, dass es am Dienstag noch nicht gewirkt hat und am Mittwoch dann plötzlich.) Und ich habe heute richtig Frühstück gegessen mit Schwarzbrot und Käse, Butter und Wurscht und Gurke. von Pia