Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Raum Hamburg- Wer kennt gute Klinik/ Arzt zur Einstellung? 14 Tage Krankenhaus ohne Erfolg!

  • Heike

    Rang: Gast
    am 20.01.2007 20:55:00
    Hallo,
    vielleicht könnt Ihr meiner Mutter helfen. Sie ist 79 Jahre alt, hat seit über zwanzig Jahren ihren Diabetes mit Hilfe von Tabletten und einer zugegeben etwas eigenartigen Diät (sie kocht nur ungern) ganz gut im Griff gehabt. Bis zum Dezember. Da hat ihre Bauchspeicheldrüse das Arbeiten eingestellt. Um die Jahreswende hatte sie 470 Zucker und ich hab sie abends auf anraten der Ambulanz in Krankenhaus Heidberg hier um die Ecke gebracht " für 2 Tage zum Einstellen". Daraus sind 14 Tage geworden in denen man nicht ansatzweise das Gefühl eines Fortschritts hatte. Im Krankenhaus hatte sie trotz Insulinspritzens einmal sogar über 500! Gestern nun hatte ich plötzlich einen Anruf der Ärztin, man hätte jetzt die richtige Mischung raus und ich solle sie mittags abholen. Morgens und abends kommt jetzt eine Krankenpflege vorbei um ihr das Spritzen beizubringen. Heute nacht hatte sie "nur" 160, heute mittag, 2 Stunden nach dem Essen (Diätessen von Essen auf Rädern, zur Sicherheit einstweilen) hatte sie wieder über 400 Zucker, abends, kurz vorm neuen spritzen noch weit über 300 :-( (Dazwischen nichts gegessen). Sie bekommt morgens 38 Einheiten Insuman comb 50 und abends 18 Einheiten Insuman comb 25.
    Ich mache mir große Sorgen, ins Krankenhaus (die Versorgung war dort vor allem nachts sowieso völlig mangelhaft!) will sie natürlich nicht wieder, ihre Hausarztpraxis ist zwar gleich gegenüber auf der anderen Straßenseite, aber halt "nur" ein Hausarzt. Sie ist in der Woche tagsüber alleine, normalerweise sehr mobil und immer unterwegs, kein Übergewicht- ihren Diabetes hat sie wahrscheinlich damals durch eine Bauchspeicheldrüsenentzündung bekommen.
    Habt Ihr Tips wie man jetzt weitermachen könnte?
    MfG,
    Heike
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 20.01.2007 22:53:51
    hallo heike,
    einen diabetologen wird man doch in hh finden ?
    sprich mit ihm mach mal den vorschlag morgens mittags jeweils 20 spritzen, abend erstmal beibehalten. was folgt ist fein tuning, viele docs sind bei solchen ct erfahren. und helfen , besonders wenn ihnen interesse entgegen gebracht wird.
    das spritzen mit pen lernt man schnell.
    mfg klaus
    die voraussetzung für eine erfolgreiche ct ----
    konstantes leben konstantes essen,
    denn nachträglich korrigieren ist mit mischinsulin nicht möglich, dafür gibt es zb die eieruhr von novo,
    die kennt jeder diadoc.(mit actrapid) von klausdn
  • Haschi

    Rang: Gast
    am 21.01.2007 11:47:56
    Hallo Heike,

    deine Frau Mama hat offenbar einen pankreopriven Diabetes, ist nicht insulinresistent und schlank .
    Sie sollte die ärztlich verordnete Insulinmenge nicht so ohne weiteres ändern, sondern vielleicht eher auf die Kohlenhydratanteile in der Kost achten.

    Unter www, schwerpunktpraxis.de findet ihr sicherlich in HH einen Diabetologen, der
    die Einstellung überprüfen sollte. Hat das Krankenhaus keine Diabetesambulanz?

    Zu der konventionellen Insulintherapie gehören feste Insulingaben und entsprechende Kohlenhydratmengen in den fest eingeplanten Mahlzeiten zu festen Tageszeiten. Wenn beides aufeinander passt, ist die Einstellung gut, und der Blutzucker sollte nicht mehr
    in ungeahnte Höhen oder Tiefen steigen.

    Gut Ding will Weile haben. Ich hoffe, es gelingt, vielleicht auch mit etwas Disziplin in der Ernährung und einem guten Diabetologen, gute Werte zu erzielen.

    Das HbA1c - Blutzuckerlangzeitwert - sollte jedenfalls unter 7 % sein.
    von Haschi
  • Hans

    Rang: Gast
    am 21.01.2007 22:52:05
    Krankenhaus Bethanien, Prof. Manfred Dreyer von Hans
  • Heike

    Rang: Gast
    am 21.01.2007 23:02:08
    Hallo,
    Danke für Eure Antworten. Ich druck sie mir aus- je "schlauer" wir werden, desto besser. Man muß sowieso wie ein Schießhund aufpassen: Die Pflegerin hatte in ihren Unterlagen: abends 25 Einheiten, die Ärztin hatte mir aber 18 genannt und das auch in den Arztbrief geschrieben. Übermittlungsfehler sind doch was feines :-(((
    Die Klinik Ochsenzoll hatte früher einen guten Ruf, der leitende Arzt hat sich aber (wie ich heute erfahren hab) selbstständig gemacht und das Heidberg (alles Asklepios) hat die Abteilung übernommen. Leider.
    Von einem in der Nähe arbeitenden Diabetologen bin ich menschlich nicht allzu begeistert- ist bei meiner Mutter extrem wichtig, das sie sich ernst genommen und gut aufgehoben fühlt (bin in Apotheke kaufmännisch tätig, da bekommt man doch ab und an was mit).
    Morgen geht meine Mu erst mal rüber zu ihrem Hausarzt, werde sie "impfen", dass sie sich eine Überweisung holt. Vielleicht renkt sich ja auch alles ein, heute abend hatte sie 160.
    Nun noch meine Frage: Es ist doch richtig, das man als Diabetiker von "nicht süßen" Gemüsen praktisch so viel essen kann wie man will? Meine Mutter hat immer Probleme satt zu werden, im Hause Carlsson wird leider das Wort Gemüse sehr klein geschrieben- ich denke, damit könnte sie ohne schlechtes Gewissen ihren Magen füllen?
    Herzlichen Dank,
    Heike
  • Haschi

    Rang: Gast
    am 22.01.2007 14:22:39
    Hallo Heike,

    hier eine Sammlung von Gemüse u.ä., das Diabetiker bis zu 200 g in der Regel ohne Blutzuckerwirksamkeit unbedenklich verzehren können:

    Augerginen,Blumenkohl,Champignons,
    Chinakohl,Endivien,Feldsalat,Fenchel,
    Gurken,Grünkohl, Kürbis,Mangold, Pfifferlinge,Radicchio,Radieschen,
    Rettich,Rhabarber,Rosenkohl,Rotkohl,Sauerkraut,Schwarzwurzeln,Spargel, Spinat,Sreinpilze,Tomaten,Weißkohl,Wirding,Zucchini,Zwiebeln.


    von Haschi
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 22.01.2007 14:26:28
    hallo heike,
    wenn der morgenwert in ordnung ist, nach deinem bericht noch der beste, würde ich die höheren einheiten abends beibehalten.
    insulinmengen werden immer nach trial and error,
    bestimmt, und angepaßt.
    und bitte nur nichts über sündigen usw einreden,
    deine mutter ist nicht übergewichtig, die kann doch essen , und wenn dann sollte das insulin angepasst werden, man sollte nach mm einen fast 80jährigen menschen nicht mit irgendwelchen diätvoeschriften schikanieren, denn dann akzeptiert er den dm nie !
    mfg klaus
    von klausdn
  • Haschi

    Rang: Gast
    am 22.01.2007 15:17:50
    Hallo Heike,

    Ergänzung:

    Mit Insulin behandelte SeniorInnen mit 80 Lenzen und mehr, zudem noch schlank und rank, brauchen sich in der Tat nicht bei der Ernährung zu kasteien oder gar bestimmte Diätvorschriften umzusetzen.

    Natürlich sollte bei der Einstellung und bei CT vorzugsweise die Insulinmenge und deren Mischungsverhältnis auf die gewohnte Kost angepasst werden.

    Die Ernährung sollte keinerlei Verbote enthalten zum Nachteil bestimmter Vorlieben, allenfalls eine Empfehlung zu einer Kost , die den Blutzucker nur langsam ansteigen lässt.
    von Haschi
  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 22.01.2007 21:01:49
    hallo heike,

    ist deine mutter nicht mehr geistig flexibel, daß ihr eine ct verordnet wird?

    sollte sie in der lage sein, selbsbestimmt zu handeln, währe eine ict zielführender, da flexibler. wenn nicht, ist es besser, wenn sie überhaupt insulin drinnen hat. von thomas2002
  • Chris

    Rang: Gast
    am 10.02.2007 14:20:16
    Bad Mergentheim hat eine sehr gute Diabetesklinik! von Chris
  • Heike C.

    Rang: Gast
    am 11.02.2007 11:35:19
    Hallo,
    lieben Dank für alle Eure Tips- inzwischen hat sich alles ein wenig eingespielt. Also Entwarnung *freu*
    Nach drei Tagen zu Hause mit sehr hohen Werten hatte sich der Körper meiner Mutter dann doch bequemt das Insulin mal anzunehmen. Inzwischen spritzt sie sogar abends etwas weniger, um nicht über Nacht zu unterzuckern.
    Ein Pflegedienst war 14 Tage morgens und abends da um ihr "das Spritzen beizubringen"- gelernt hat sie es erst als die nicht mehr kamen und sie da wirklich alleine ran mußte ;-) Was ich da mitbekommen hab hat mich einmal mehr arg an unserem Gesundheitssystem zweifeln lassen. Meine Mu hat irgendwann aufgehört zu zählen, fast jedesmal kam wieder eine neue Dame von nett und fähig bis hysterisch und völlig unfähig. Zwei eklatante Fehler sind da passiert *grusel*
    Meine Mutter war dann beim Spritzen so verkrampft (nicht wg. dem Spritzen an sich, sondern um nur ja nichts verkehrt zu machen) , dass sie dachte sie hätte nicht genug Kraft, inzwischen geht es aber recht gut.
    Gestern haben wir einen langen Spaziergang im immerhin ein wenig winterlichen Wald gemacht. Vorher gut gegessen, hinterher noch ein Schinkenbrot und alles war gut :-) Es sind zwar noch nicht immer perfekte Werte aber es wird immer besser und ich sehe es genauso (ihr Arzt anscheinend auch) -mit 80 muß man sich über Spätfolgen nicht mehr so den Kopf zerbrechen sondern sein Leben so schön wie möglich gestalten
    Ganz liebe Grüße und noch mal herzlichen Dank!
    Heike C.