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Diskussion bei IQWiG wegen Insulinanaloga!
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Miri
Rang: Gastam 29.10.2006 18:50:17
Hallo zusammen!
Ich habe vom IQWiG eine Einladung zur wissenschaftlichen Erörterung im Bezug auf meine Stellungnahme erhalten . Ich werde am 13.11.06 nach Köln fahren und versuchen, meine und Eure Meinung bestmöglich zu vertreten. Gibt es hier in Forum noch weitere zu dieser Veranstaltung geladene Personen?
Bitte schreibt mir per Email an: lysi4@web.de eure Argumente und Erfahrungen mit und für die Insulinanaloga Humalog NovoRapid und Apidra (auch Wiederholungen sind erlaubt, denn ich werde daraus Rückschlüsse ziehen können welche Kriterien Euch am wichtigsten sind). Auch Fachliches und hinweise auf Studien sind erwünscht, ich bin im März mit meinem Medizinstudium fertig und außerdem selbst betroffene Typ 1 Diabetikerin.
Vielen Dank für Eure Mithilfe!!!!
Gruß Miri -
Wilfried
Rang: Gastam 29.10.2006 18:53:49
Hallo Miri,
ganz soweit ist es bei mir nicht gegangen.
Unsere Bundes-Ulla hat mir auf meine letzte Mail zu diesem Thema, "nur" eine zweiseitige schriftliche Antwort geschickt.(oder schreiben lassen)
Außerdem habe ich mein zuständiges MdB angeschrieben und auch da habe ich tatsächlich eine schriftliche Antwort aus Berlin bekommen.
Der Einzige, von dem ich keine Rückmeldung bekommen habe, ist der kleine mit der Fliege, Prof. Karl Lauterbach. Über diesen Mann, kann man aber auch trefflich streiten.
Wenn Du Interesse hast, diese Antworten zu lesen, sende ich sie Dir als PDF Datei.
Ansonsten wünsche ich Dir gute Argumente in der Anhörung und einen schönen Sonntag.
Wilfried -
Miri
Rang: Gastam 29.10.2006 19:21:50
Hallo Wilfried!
Klar, bitte schicke mir Deine Antworten per Mail an lysi4@web.de!
Danke! LG Miri -
Heiner
Rang: Gastam 30.10.2006 09:34:11
Hallo Miri,
Insulinanaloga sind die logische Entwicklung zur allgemeinen Verbesserung der Lebenssituation der Diabetiker. Insbesondere Arbeitnehmer haben einen erheblichen Vorteil. Wer in einer Besprechung ist, muß nicht mehrmals eine Pause einlegen, um seine Versorgung zu gewährleisten sondern kommt mit einer Pause hin. Darüber hinaus sorgt es egenerell für ein höchst mögliches Mass an Flexibilität. Ein ebenfalls wichtiger Aspekt ist die schnelle Reaktionsmöglichkeit bei - warum auch immer - hohen Werten.
Ich möchte Dich ja in deinem Enthusiasmus nicht bremsen, aber cih verspreche mir nicht viel von Argumentation gegenüber Leuten, die gar nicht beurteilen können, worum es eigentlich geht. Das IQWiG, der Bundesausschuss etc sind alles Institutionen mit Bürokraten, die im vorliegenden Fall höchstens rudimentäre Kenntnisse haben, diese aber als den letzten Stand des Wissens verkaufen. Ein m.E. aussichtsloses Unterfangen.
Trotzdem viel Erfolg,
Gruß Heiner -
FunnyTinkabell
Rang: Gastam 01.11.2006 14:22:44
Ich versteh den Sinn dieser Diskussion nicht so ganz. Die Insulinanaloga werden doch weiterhin von den Krankenkassen bezahlt soweit diese einen Rabattvertrag abgeschlossen haben (was meines Wissens die meisten bereits gemacht haben) damit dir Preise niedrig gehalten werden. Oder geht es dabei um etwas anderes? von FunnyTinkabell -
Wilfried
Rang: Gastam 01.11.2006 18:49:11
Hallo FunnyTinkabell,
bis jetzt ist es so, dass die TK und die Barmer Novo Rapid und Novo Mix wieder übernehmen. Alle anderen 148 Krankenkassen (oder so ähnlich) verhandeln noch mit den Pharma Firmen über Rabatte.
Von Humalog z.B., ein von mir verwendetes Insulinanaloga, habe ich noch keine Infos.
Außer, dass meine BKK mir mitgeteilt hat, man ist am Ball aber ob das in diesem Jahr noch etwas wird, kann man mir nicht sagen.
Wie sagt der Kaiser noch: Schaun mer mal!
Wünsche einen angenehmen Abend,
Wilfried -
klausdn
Rang: Gastam 01.11.2006 19:19:08
halo an alle, wilfried,
1. mit lilly(humalog) war der "erste" vertrag der tkk,
2. gehe mal auf -diabetes news- dort findest du eine liste aller krankenkassen, die inzwischen rabattverträge abgeschlossen haben, sind inzwischen so viele ums hier zu schreiben, und mm nach ist die bkk mit dabei.
mfg klaus von klausdn -
Wilfried
Rang: Gastam 04.11.2006 18:56:31
Hallo Klaus,
besten Dank für diese Info, werde mich sofort schlau machen und meine Kasse überprüfen.
Gemütlichen Samstag,
Wilfried -
Sugar
Rang: Gastam 06.11.2006 17:02:13
Hallo,
mein Hausarzt hat mich auch letztens wegen der Verschreibung meines Humalog Insulins Lispro angesprochen mit der Bitte ich sollte es mit meiner Krankenkasse klären! Ich lese aber immer wieder, dass es sich um TYP2 Diabetiker handelt, die Probleme mit den Kassen haben? Gilt es auch für TYP 1???
Beste Grüße
Sugar
Erste Kassen erstatten kurzwirkende Insulinanaloga
Pharmaindustrie gewährt erste Rabatte
Die Pharmafirma Lilly und andere Hersteller von Insulinanaloga haben mit aktuell sechs gesetzlichen Krankenkassen bzw. Landesverbänden von Kassen Direktverträge geschlossen, nach denen Versicherten die schnell wirkenden Kunstinsuline weiter erstattet werden.
Kurzwirkende Insulinanaloga für Typ-2-Diabetiker dürfen eigentlich seit Ende September nicht mehr zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung verordnet werden. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen beschlossen. Betroffen sind die Insuline Lispro (Fa. Lilly), Aspart (Fa. Nov0o Nordisk) und Glulisin (Fa sanofi-aventis).
Auf Initiative der Firma Lilly kamen in den letzten Tagen die ersten Ausnahmeverträge zustande (vgl. Meldungen vom Vortag). Versicherten der Techniker Krankenkasse und der Deutschen BKK (nach eigenen Angaben größte deutsche Betriebskrankenkasse) wurde als ersten durch einen Rabattvertrag weiterhin die Erstattung des Lilly-Insulins Lispro (Humalog®) auf Kassenerezept ermöglicht. Daraufhin klopften weitere Kassen bei Lilly (und weiteren der Pharmahersteller) an - mit dem Ergebnis, dass aktuell (17. Oktober 15h) mit sechs gesetzlichen Krankenkassen bzw. Landesverbänden von Kassen Rabattverträge abgeschlossen wurden.
Die Liste umfasst
Barmer Ersatzkasse
BKK Landesverband Hessen (mit 15 Betriebskrankenkassen)
BKK Landesverband Rheinland Pfalz & Saarland (mit 11 Betriebskrankenkassen)
Deutsche BKK
IKK Baden-Württemberg und Hessen
IKK Rheinland Pfalz & Landwirtschaftliche Krankenkasse Hessen Rheinland Pfalz
Techniker Krankenkasse
Damit profitieren nach Auskunft von Lilly schon ca. 20% aller Versicherten von der Erstattungsregelung. Die Direktverträge ersparen Typ-2-Diabetikern, die bei den genannten Krankenkassen versichert und auf Humalog® eingestellt sind, eine nicht medizinisch begründete Umstellung auf Humaninsulin. Die Regelung gilt auch für Patienten, die künftig auf das Insulin eingestellt werden. Nach gültigen Leitlinien werden Typ-2-Diabetiker bei Bedarf zunächst auf ein Humaninsulin eingestellt.
Nach der Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses dürfen gesetzliche Kassen die Kosten für kurzwirksame Insulinanaloga grundsätzlich nur noch dann übernehmen, wenn sie nicht teurer sind als kurzwirksames Humaninsulin. Für Humaninsulin existiert kein Festbetrag. Über die Einzelheiten der Lieferpreise für Insulin Lispro an die genannten einzelnen Kassen schweigt sich Lilly aus; jedoch bedeuten die Direktverträge nicht, dass der Preis für das Kunstinsulin, der etwa 30% über dem von Humaninsulin liegt, generell gesenkt wurde. -
Miri
Rang: Gastam 25.11.2006 21:06:11
Hallo zusammen!
Ich war beim der Diskussion des IQWiG zu Insulinanaloga bei Typ 1 anwesend und habe dazu einen Bericht verfasst. Der Link hierzu:
http://home.arcor.de/volcapone/Bericht_IQWiG.pdf
Das Thema geht inzwischen alle Insulinversorgten Diabetespatienten an!
Ich bin selbst Betroffene, werde bald mein Medizinstudium beenden und war zu besagter Erörterung als Stellvertreterin der Stuttgarter Diabetes Initiative angereist.
Grüße von
Mirjam Steigenberger von Miri