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Hilfe Insulin wirkt scheinbar nicht
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FunnyTinkabell
Rang: Gastam 26.10.2006 12:35:27
Ich brauche dringend einen Rat.
Seit ca. 20 Jahren habe ich Diabetes Typ II der die ganze Zeit gut im Griff war durch Diät. Ich habe monstermäßig abgenommen von 136 auf 78 Kilo und bewegte mich mit meinem Blutzucker immer so zwischen 120-160. Auf Anraten meines Arztes habe ich jedoch letztes Jahr aufgehört mit dem Rauchen, da das ja besonders für Diabetiker schlecht sein soll, und seitdem begann das Elend. Ich habe, obwohl ich nicht mehr esse als früher, sondern eher weniger, über 15 Kilo zugenommen und muss deswegen jetzt auch Insulin spritzen weil der Blutzucker komplett entgleiste bis auf Werte um die 360. Nachdem ich angefangen habe Insulin zu spritzen sank zwar der Blutzuckerspiegel aber habe ich weiter zugenommen mittlerweile schon auf 104 Kilo und ein Ende scheint nicht in Sicht zu sein. Dafür scheint aber nach nur 10 Wochen die Wirkung des Insulins bereits aufzugeben. Ich habe morgens wieder Werte ab 170 aufwärts, spritze zum Frühstück 18 IE Bolusinsulin, esse 2 KE und habe nach 4 Stunden trotzdem BZ-Werte um die 200. Meine Diabetologin nimmt mich nicht ernst und hat mir sogar indirekt schon unterstellt ich würde heimlich Süßes essen und icvh wäre viel zu ungeduldig. Ich bin totungglücklich und suche nach einem Weg diesem Teufelskreis zu entgehen. Denn je mehr ich zunehme um so weniger scheint das Insulin zu wirken. Um so mehr muss icjh spritzen und um so dicker werd ich.
H I L F E von FunnyTinkabell -
Molly
Rang: Gastam 26.10.2006 15:26:21
so geht es mir auch. Ich spritze seit 4 Jahren Insulin, habe am morgen nüchtern Werte von 9.3 spritze immer mehr Insulin, Langzeit am abend 40 E, esse bald nichts mehr und werde immer dicker und dicker.
Mein Arzt rät mir immer 2 E mehr zu spritzen aber habe trotzdem keine traumhaften Werte.
Es ist echt ätzend und man wird auch nicht ernst genommen. Nach 2 Bürli habe ich 2 Stunden später einen Blutzucker von 18.....
Nachher fällt er ab auf 7.5, also auf's und runter....
Das kann ja nicht gut gehen. von Molly -
klausdn
Rang: Gastam 26.10.2006 16:28:09
hallo ihr beiden,
da ja die therapie mit insulin und sentisiser in deutschland nicht offiziell anerkannt wird , im übrigen europa rundherum aber mit erfolg praktiziert wird.
gibt es auch bei uns einige diabetolgen die sowas machen. so einen solte man sich im fall extremer resistenz suchen.
ansonsten wißt ihr bestimmt daß man mit sportlicher bewegung die resistenz verringern kann(viele).
mfg klaus
auch durch weniger spritzen-wegen kh verzicht über eine gewisse zeit werden die zellen wieder insulinempfindlicher(up-regulation n. teupe) von klausdn -
Molly
Rang: Gastam 26.10.2006 17:22:51
Ich habe während 3 Monaten einfach nicht mehr gespritzt. Und was kam dabei heraus, meine Werte waren super ! Gut, ich habe extrem vorsichtig gegessen, nach einer Grippe haben dann die Werte wieder ausgeschlagen.
Also für was denn eigentlich Insulin ?
von Molly -
FunnyTinkabell
Rang: Gastam 26.10.2006 20:24:47
Hallo Klausdn,
wo findet man denn solch einen Diabetologen. Ich verzweifel nämlich bald.
Ich kann es nicht hinnehmen, dass ich mich 20 Jahre lange abgemüht habe um alles im Lot zu halten um dann innerhalb von einem Jahr alles vor die Hunde gehen zu sehen. von FunnyTinkabell -
klausdn
Rang: Gastam 26.10.2006 20:40:03
hallo,
das geht nur durch fragen und anregen, besser bei schwerpunktpraxen, oder an instituten.
die landläufigen docs haben da meist angst.
bitte auch mal nachlesen chrostek/teupe up und down regulation.
daß durch aufhören mit rauchen das gewicht ansteigt "ohne" mehr zu essen sollten inzwischen alle docs wissen.
daß viele docs ihren patienten nicht glauben ist auch bekannt - das sind die gleichen die sich klagen daß diese nichts mehr sagen.
auch die umstellung auf insulin sollte von den ärzten ernährungstechnisch besser vermittelt werden.
vorher nur auf fett achten, danach bringt jede be/khe eben ein mehr an insulunbedarf und mehr insulin auch gewicht.
mfg klaus von klausdn -
rosatulpe
Rang: Gastam 27.10.2006 12:47:42
Eine Neueinstellung ist gerade bei längerer Diabetesdauer durchaus angesagt und sehr hilfreich. Eine stationäre Kur in einer Diabetesklinik bietet neben dem intensiven Bewegungsprogramm, der Ernährungsschulung und Insulindosierung auch einfach eine Überprüfung der eigenen Lebensweise unter etwas kontrollierten Bedingungen. Ich nehme das (immer wieder) gerne in Anspruch und lerne sehr viel dabei. Obwohl ich schon lange Pumpe trage ändert sich mit dem Alter und den wechselhaften Tagesablauf bzw. Lebensumstände die Insulinempfindlichkeit , damit ändert sich der Basalbedarf , damit auch wieder der BE-Faktor und auch der Korrekturfaktor. Ausserdem habe ich festgestellt, dass ich bei der BE-Berechnung bzw abschätzung immer leicht schiele (oder ein Auge zudrücke) und mich da schon ziemlich verschätzt habe. Dies hat natürlich dann wieder Auswirkung auf mein Gewicht, usw, diese Kreislauf kennt ja jeder dm-ler. Also immer wieder Schulung und Bewegung und Änderung anstreben und sich dabei "professionelle" Hilfe holen. D.H. bei der Kasse eine stationäre Kur beantragen. Es gibt tatsächlich Kliniken, die einiges bieten, man muss halt auch die vorhandenen Angenote annehmen, kooperativ sein, lernbereit , aufmerksam und selbstkritisch.
Alles Gute rosatulpe