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Cozmo Datenauswertung

  • Jochen

    Rang: Gast
    am 07.08.2006 11:55:22
    Hallo,

    habe letzte Woche den Tipp bekommen, dass man mit der Software SiDiary (www.sidiary.de) die Daten des CozManagers auslesen und schön darstellen kann.

    Habe am Wochenende getestet und bin vollauf begeistert. Es werden automatisch auch Katheter- oder Batteriewechsel etc. übernommen.

    Die EUR 20,- für das Programm lohnen sich aus meiner Sicht auf jeden Fall. Schade, dass ich das Programm nicht schon früher gefunden habe, den Smiths Medical kooperiert seit Feb./März 2006 mit SiDiary.

    Es gibt übrigens eine 30-Tage-Testversion.

    Jochen

    PS: Nein, ich bekomme keine Provision.
  • Ulrich

    Rang: Gast
    am 07.08.2006 12:21:47
    Ja Cozmo ist auf jeden Fall die beste Pumpe was das Datenmanagement angeht.

    Wie bist n sonst mit der dicken Pumpe mit dem etwas weniger robusten Gehäuse zufrieden?

    Grüße
    Ulrich
  • Jochen

    Rang: Gast
    am 07.08.2006 19:01:49
    Hallo Ulrich,

    ich hab die Cozmo in der Hosentasche und da stört sie nicht wirklich. Sie ist zwar etwas dicker, dafür aber auch kleiner.

    Auf keinen Fall möchte ich - neben dem Datenmanagement - auf die große Anzeige mit den vielen Infos verzichten.

    Nachdem ich SiDiary entdeckt habe brauche ich nicht mehr viel, um der optimalen Pumpe für mich sehr nahe zu kommen (u.a. BE-Faktoren statt IE pro KH).

    Gruß

    Jochen
  • Ulrich

    Rang: Gast
    am 08.08.2006 20:41:38
    das mit den BEs ist ja sowieso eien Philosophie Frage....

    Ich finde die KHEs sind halt 1000 mal angenhemer zum Rechnen als BE's

    Aber das ist einmal im Leben so eine unangenehme Umstellung wie die Verwendung von mmol/l anstelle der mg/dl. Aus welchem Grund auch immer die Westdeutschen hier ein anderes Maß verwenden als alle anderen...

    Aber wenn das alles ist....

    Aber ich geb Dir recht - im Großen und Ganzen war ich mit der Pumpe auch sehr zufrieden udn angenehm überrascht. Schade finde ich, dass Cozmo kein eigenes CGMS System entwickelt - aber nachdem Sie ja mit Abbott zusammenarbeiten kann man auch hier guter Hoffnung sein.

    Ansonsten - ja die Batterielebensdauer war noch suboptimal...

    Ansonsten echt ein guter Newcomer auf dem Pumpenmarkt...

    Grüße von Ulrich
  • Jochen

    Rang: Gast
    am 09.08.2006 12:10:59
    Hallo Ulrich,

    was die Batterie betrifft, gebe ich Dir vollkommen Recht.

    Den Gruscht mit BE/KH habe ich nie ganz kapiert, als Wessi nun aber mal BE gelernt. Für die Cozmo habe ich mir den Workaround eingerichtet, dass ich für 1 BE 10g Kohlenhydrate eingebe. In SiDiary lässt sich das auch prima importieren und ich bekomme wieder meine BE angezeigt.

    Bei CGMS schlagen zwei Herzen in meiner Brust: Eine kontinuierliche Messung wäre zwar toll und sicher auch wünschenswert, aber angesichts der Kosten bin ich nicht wirklich überzeugt, dass die Krankenkassen das zahlen.

    Der liebe Prof. S. mit seinem Qualitätsinstitut hat ja schon bei den Analoga keinen therapeutischen Vorteil entdecken wollen, wie soll es dann bei einem ungleich teureren System sein?

    Und mal ehrlich: Das mit dem Messen mit Teststreifen klappt bisher ganz gut und die Ergebnisse sind nicht schlecht. Sicher könnte eine kontinuierliche Messung eine genauere Steuerung des BZ-Verlaufs ermöglichen, aber heißt das unterm Strich wirklich eine Verbesserung sprich leben wir z.B. länger? Nur eine qualitative Verbesserung zählt in unserem System, persönliches Befinden wie "Ich weiß genauer wo ich stehe" oder "Ich habe Angst vor dem Stechen zur Blutgewinnung" spielen dabei keine Rolle.

    Unser Gesundheitssystem sollte ja auch bezahlbar bleiben oder wollen wir wirklich künftig an die 30% Beitrag zahlen (Zahl mal frei aus der Luft gegriffen). Ich denke, dass auch wir chronisch Kranken einen kleinen Teil dazu beitragen können, die Kostenexplosion zu stoppen ohne das wir uns über die Maßen einschränken müssen.

    Jochen
  • Ulrich

    Rang: Gast
    am 09.08.2006 14:47:25
    Hm,

    zum Thema CGMS:

    qualitative Therapieverbesserung durch zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt.

    plausibel, da - bei abweichenden Werten, eine Warnung ausgegeben wird und somit viel schneller reagiert/korrigiert werden kann. Dieses spiegelt sich logischerweise im HbA1c nieder.

    Welcher wirtschaftliche und gesundheitliche Nutzen von verringertem HbA1c ergibt ist auch in zahlreichen wissenschaftlichen Studien belegt. Wenn ich mich recht entsinne verringert sich das Risiko um einen Herz Kreislauf Kollaps um Faktor 2,5 je Prozentpunkt beim HbA1c.

    Kosteneinsparungen für Dialyse, Augenlasern etc. sollten diesen Einsatz allemal rechtfertigen.

    Aber ich stimme Dir zu, was Medtronic dafür verlangt (54 Eus/3Tagessensor) ist absolut überzogen. Neue Technologie war allerdings noch nie günstig - wenn ich nur dran denke was die -mit Verlaub - "schwachsinnigen" 4D Ultraschalls von der Setupphase meiner Tochter kosten. Aber anscheinend wusste der Azrt was er zu schreiben hatte - denn bei jedem Frauenarztbesuch gab es neue gestochen scharfe Bilder...
    Aber ich denke, dass Abbott und Roche u.a. in absehbarer Zeit hier mit Alternativen kommen werden, die günstiger sein werden - bzw. ohne laufende Kosten auskommen werden.

    Zu dem Punkt der Kostenminimierung im Gesundheitswesen allgemein. Da gibt es mit Sicherheit Zahlen, die ich aber gerade nicht vorliegen habe. Aber sicher ist, dass die Kosten von Diabetikern erschreckend gering sind im Vergleich zu Verwaltungsgebühren, Kassenärztliche Vereinigung und Gebühren durch Doppeluntersuchungen etc.

    Ich bin auf jeden Fall ein Freund der Kostenminimierung, aber das sollte auch ohne drastische Serviceeinschränkungen gehen - da gibt es so viel Potenzial!

    Ich hab vor kurzem ausgerechnet, dass der Diabetes, trotz Pumpe und Humalog noch günstiger ist als das was ich monatlich einzahle.

    Der Sinn eienr Krankenkasse ist sicher auch nicht, dass jeder sich selbst finanziert oder das könnte. Der Sinn ist vielmehr der soziale Faktor - Die Gesunden finanzieren die Kranken mit...

    Und noch ein Wort zu Sawicki, dem Freund aller T2 Diabetiker:
    Ich muss gestehen, dass das Analoginsulin bei der T2 Therapie in der Tat wenig Vorteile bringt - auch wenn mancher T2er das anders sieht. Aber da der Großteil des Insulins das ein T2er benötigt,vom Körper selbst produziert wird und zum richtigen Zeitpunkt bereitgestellt wird, ist fraglich ob die Unterstützende Spritze wirklich mit Analoginsulin gefüllt werden muss.
    Da gibt es offensichtlich keine Studie, die das belegen würde und somit spart der sawicki halt gerne 30%. Sehr schade, dass man mal wieder beim Patienten und den Leistungen anfängt zu sparen anstelle von den oben genannten Milliadengräbern.

    Komisch bleibt aber weiterhin warum man das Insulin in einer Apotheke kaufen kann und so den Geldbeutel wesentlich mehr belastet als wenn man es per Versand beziehen würde. Das wäre auch mal ne gute Einsparmöglichkeit.

    Grüße

    Ulrich