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Wenn die BZ - Teststreifen bei Typ1 nicht reichen ?

  • rhbrjubu

    Rang: Gast
    am 19.04.2010 02:44:46
    euch beiden praktischen theoretikern ist aber schon bewußt ,daß es hier um bz-meßstreifen geht. selbst wenn das alles so ist ,wie ihr schreibt ,was hilft das beim wissen ,daß die meßstreifen angeblich nicht reichen ,weil sich arzt und kk stets widersprechen. da hilft das wissen über hepatische gegenregulation ungemein. anderswo heißt es dann immer: back to topic!
    thx!
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 19.04.2010 10:23:55
    Topic is abgehandelt:

    niemand hat (nicht nur) in unserem System einen einklagbaren Anspruch auf eine irgendwie definierte Anzahl Teststreifen. Es gilt zwar, dass der Arzt entscheidet, was notwendig ist. Aber das gilt wirtschaftlich erträglich nur in dem Rahmen für ihn, in dem er sich - übrigens nicht nur bei BZ-Teststreifen - an die Vorgaben seiner Kassenärzlichen Vereinigung hält.
    Die Vorgaben der Kassenärzlichen Vereinigungen werden im Rahmen der Selbstverwaltung gesetzt, zu dem es von außen keinen Zugang gibt.

    Nachdem das so weit klar war, haben wir hier angefangen drum zu diskutieren, wie sich vielleicht ein gleich gesunder BZ-Verlauf mit weniger Streifen steuern lässt. Und dazu müssen wir selbstverständlich all das beachten, was unseren BZ-Verlauf beeinflusst, findest Du nicht? von Jürgen
  • Christina

    Rang: Gast
    am 19.08.2010 12:58:22
    Katja, Du sprichst mir aus der Seele!!!!!!

    Was für eine arroganter Quatsch, mit einer bestimmten Anzahl von Streifen auskommen zu müssen, "sonst hätte man es nicht drauf".

    Ich stimme Dir sowas von zu!!!!!!

    Das Leben ist nicht immer gleich, jede(r) reagiert anders und wenn ich Sicherheit haben möchte, dann messe ich eben. Vor, während, nach dem Sport usw. Vor, während, nach einer längeren Besprechung usw. usf.

    Christina
  • Angi

    Rang: Gast
    am 09.09.2010 20:15:23
    Das kann nur ein Nichtdiabetiker schreiben, der keine Ahnung hat... oder ein glücklicher Mensch, der keinen allzu abwechslungsreichen Tagesablauf hat und nur nach starren Regeln lebt.
    Sicher können auch 1000 Streifen keinen guten BZ garantieren, aber eine engmaschige Kontrolle ist z.B. bei aktiven Menschen im Außendienst mit viel Verantwortung im Straßenverkehr und auch bei sportlich aktiven Menschen mit Typ-1 unablässlich; und somit kommt man als verantwortungsbewußter Mensch nunmal auf mehr als 6-7 Messungen pro Tag!!!
    Mein Mann(42) hat vor nunmehr 15 Monaten durch Gallensteine eine schwerste Pankreatitis gehabt, durch die seine Bauchspeicheldrüse fast vollständig zerstört wurde... seitdem ist er Insulinpflichtiger Diabetiker!, Schwankungen sind hierbei oft und manchmal unberechenbar!
    Um allen Mut zu machen: das Leben geht weiter... wir gehen wieder Tauchen, Skifahren, Arbeiten etc... das ist allerdings nur möglich, wenn in Extremsituationen aber auch sehr gewissenhaft der BZ eingestellt und auch kontrolliert wird.
    1 Tauchtag kann bis zu 15 Messungen bedeuten. 1 Tag im Außendienst erfordert eigentlich BZ-Messung vor jedem Fahrtantritt!
  • BE

    Rang: Gast
    am 08.12.2010 14:49:12
    Hallo,
    wenn man einige Beiträge ließt, könnte man denken, sie kommen von Leuten die absolut keine Ahnung von Diabetes haben. Ich brauche auch meine 10-15 am Tag und das sind knapp 1000 im quartal. Es gibt Leute, die haben eine extreme Insulinempfindlichkeit, niedrige Dosen (1-1,5 IE pro Mahlzeit und 10 IE Lantus) die sind schon mehrfach im Krankenhaus zum einstellen gewesen und es bescheinigt jeder Arzt...schwer Einstellbar. Pumpenantrag läuft nun auch schon 3 Monate. Gerade in der Remissionsphase kann soetwas passieren. Die betroffenen sind sicher nicht meßgeil...die Leute haben teilweise alle 2 Tage ne Hypo...z.B. nur weil sie mal 30 statt 15 minuten gelaufen (nicht gerannt) sind.
    Und jeder der schonmal ne Hypo mit kurz vor oder Sogar Bewußtlosigkeit...mißt lieber einmal mehr....
  • Gast

    Rang: Gast
    am 16.03.2013 11:22:52
    Hallo,

    bei mir ist es so, dass ich seit 27 Jahren Typ I bin und seit 2 Jahren eine Insulinpumpe besitze. Der Teststreifenbedarf stieg mit der Insulinpumpe und je nach Tagesablauf.
    Ich habe bis vor kurzem auf Montage gearbeitet.
    Hier mal so ein Wochenablauf:
    Mo 3 Uhr messen, 4 Uhr Arbeitsbeginn (Fahrt mit LKW), 6 Uhr Messen Essen, Bolus evtl. Korrektur, 9 Uhr, 12 oder 13 Uhr, 15:30, 19 Uhr dito. Nachtmessung keine.
    Von Di bis Fr das Gleiche nur dass 6 Uhr nüchtern gemessen und gefrühstückt wurde. Abweichend am Freitag kommt die Rückfahrt hinzu und die Arbeitszeit dauerte für mich immer so bis ca. 20 Uhr. Also durchschnittlich 5 - 6 mal am Tag die Messung, bei Unterzuckerung oder bei Essen in unbekannter Kantine dann halt öfter.

    Nach der 2 wöchigen Pumpenschulung waren die Werte eigentlich recht ordentlich und der HBA1 lag so bei 7,0 -7,5, man hat zu diesem Wert geraten da ich eine Unterzuckerungswahrnehmungsstörung habe. Ich merke dies meist wenn der später geprüfte Wert bei 3,0 mmol/l oder etwas darunter liegt. Mein niedrigster Wert lag bei 1,5 mmol/l. Mein höchster 23,4 mmol/l nach unbekanntem Essen, trotz korrektem Bolus.

    Nun kann man sich bei dieser Art der wechselnden teils körperlichen oder stressigen Arbeit (Papierkram) die nicht nach Plan abläuft, die TBR absenken oder nicht. Die Schwankungen sind annähernd gleich weil das Ganze ja bekannter Maßen mit Verzögerung abläuft.

    Seit Januar arbeite ich nicht mehr, ich gestehe mir ein dass diese Art der Arbeit nichts mehr für mich ist.

    Während der Arbeit habe ich die Werte aus der Pumpe abends ins Buch nach getragen um es bei Korrekturen beim nächsten Mal besser zu machen. Meinen DiaDoc haben meine Bücher noch nie interessiert, ihm ist nur der jeweilige Nüchternblutzucker und halt HBA1 wichtig.

    Spätschäden habe ich auch schon, an beiden Augen hier wurde ich schon operiert und Mitte des Jahres noch mal. Bei der letzten Untersuchung der Adern auf Ablagerungen wurde auch etwas gefunden, aber anscheinend ist es nicht so schlimm oder muss nicht behandelt werden.

    Da meine Werte jetzt wieder zu hoch sind und auch stark schwanken habe ich meine Basalrate und die KH/IE etwas angepasst, aber das bekomme ich irgendwie zu Hause nicht 100%ig in den Griff.

    Der Antrag auf stationäre Korrektur der Pumpe wurde abgelehnt. Widerspruch ist eingelegt mal sehen was daraus wird.

    Vor kurzem wurde ich von meinem Diabetologen darauf hingewiesen dass man nicht mehr Teststreifen als 350 im Quartal verordnen könne. Momentan messe nur noch 5x am Tag.

    Wie ich das Problem lösen soll, mit weniger Teststreifen, weiß ich nicht. Meine Feststellung ist je öfter man misst desto öfter kann man Korrekturen geben. Auf Grund der Situation stehe ich jetzt erst um 8 Uhr auf und frühstücke, korrigieren tue ich nur vor den Mahlzeiten und bei der Spätmessung. So komme ich auf 5 Messungen pro Tag
  • Gast

    Rang: Gast
    am 16.03.2013 11:51:47
    dein arzt kann dir auch mehr teststreifen verschreiben, er muss es nur begründen. im forum "insulinclub" gibt es dazu einige Threads, schau einfach mal da rein.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 16.03.2013 14:29:17
    natürlich "kann" der arzt mehr streifen aufschreiben (die 350/qu sind ja völlig neu) garantiert erfunden. die entscheidende frage ist aber immer : "will" er mehr aufschreiben.
    ich mußte dies problem durch arztwechsel lösen.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 16.03.2013 18:10:32
    Moinmoin,

    1. Die weltgrößte Diabetes Orga ADA, die sich selten fortschrittlich bekleckert, hat in diesem Jahr die Losung ausgegeben, dass Typ1 Pumpis durchaus im Schnitt 10 Streifen am Tag verbrauchen können müssen. Bis unsere DDG dem folgt, kann durchaus noch 1-2 Jahre dauern. Und dann könnten sich Beton-Doks immer noch auf den Standpunkt stellen, dass 2 oder 3 Messungen am Tag für die Einstellung völlig ausreichen, die sie für gut befinden. Da kann nur ein Arztwechsel helfen.

    2. Du schreibst, dass Du mal nen Wahnsinns-BZ produziert hast, und zwar trotz korrektem Bolus. Das passt nicht zusammen. Denn jeder Bolus war nur dann korrekt, wenn nach seinem Wirkauslauf (nach größeren Dosen durchaus deutlich mehr Stunden!) wieder der selbe BZ anliegt, wie vor dem Essen.

    3. Dein Missverständnis von korrekt lässt mich vermuten, dass Du noch nie selbst systematisch ausgetestet hast, wie viel Insulin Du zu welcher Tageszeit bei welcher Tätigkeit pro BE wirklich brauchst. Die Antwort darauf kann Dir keine neue und womöglich noch stationäre Pumpen-Einstellung geben. Aber dazu kann Dich ein guter Diabetologe, nach dem Du dringend suchen solltest, bestimmt anleiten :)

    Daumendrück, Jürgen
  • Gast

    Rang: Gast
    am 16.03.2013 19:20:54
    Hallo,
    das erste Problem ist dass es hier in unserer Kleinstadt nur 2 Diabetologen gibt und keiner neue Patienten aufnimmt. Die nächsten sind ca. 30 km entfernt.

    Bei dem von mir genannten korrekten Bolus war höchstwahrscheinlich die Einschätzung des unbekannten Essens der Fehler.

    Ich bin mit der Pumpeneinstellung aus der Reha bis ca. vor einem halben Jahr "realtiv" gut zurecht gekommen. Experimente um die Einstellung zu verbessern waren auf Montage bei einem 12h-Tag und als Fahrer nicht möglich.

    Dass der Arzt eine stationäre Pumpeneinstellung anstrebt hatte ich auch schon geschrieben, wurde abgelehnt. Widerspruch läuft.

    Wegen den Teststreifen werde ich den Arzt mal drauf ansprechen.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 13.04.2013 13:04:08
    So am Freitag den Arzt damit konfrontiert das bei 5 Messungen am Tag man im Quartal 450 Streifen benötigt und somit die genannten 300 max. 350 zu wenig seien.
    Antwort: Bei Sonderfällen die ich dokumentieren kann, verordne ich evtl. 50 Streifen mehr.
    Soll heißen wenn die 350 Streifen verbraucht sind, muss ich mit meinem Diabetikertagebuch dem Arzt die verbrauchten Streifen und die Unterzuckerungen wegen des Mehrverbrauchs nachweisen.
    Die Kasse zahlt nach einer Anfrage auf jeden Fall die benötigten Teststreifen, der Arzt muss sie nur verordnen. Auch dass hat den Arzt nicht weiter beeindruckt.

    Mir wurde jetzt die statinoäre Reha zur Neueinstellung der Pumpe genehmigt, nur der Termin steht noch nicht fest.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 13.04.2013 18:49:02
    in diesem fall mußt du dir die frage stellen ---> willst du dich dein leben lang von diesem ignoranten verarschen lassen, wenn ja nimms hin, wenn nein wechsle den doc , egal mit welchen umständen, denn so leid es mir für dich tut -mit jammern wird nichts anders-
    da es im zweiten fall sowieso egal ist kannst du ihm noch sagen daß er ein riesengroßes arschloch ist, der mit der gesundheit seiner patienten schindluder treibt um seine persönlichen marotten zu befriedigen. und daß du in allen foren vor ihm warnen wirst,
    der kk mitteilst was er für ein mieser arzt ist, der die gesundheit der patienten gefährdet.
    es wäre ein weckruf der dir nicht mehr aber ev den anderen nutzt.