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Wenn die BZ - Teststreifen bei Typ1 nicht reichen ?

  • Gast

    Rang: Gast
    am 16.03.2013 11:22:52
    Hallo,

    bei mir ist es so, dass ich seit 27 Jahren Typ I bin und seit 2 Jahren eine Insulinpumpe besitze. Der Teststreifenbedarf stieg mit der Insulinpumpe und je nach Tagesablauf.
    Ich habe bis vor kurzem auf Montage gearbeitet.
    Hier mal so ein Wochenablauf:
    Mo 3 Uhr messen, 4 Uhr Arbeitsbeginn (Fahrt mit LKW), 6 Uhr Messen Essen, Bolus evtl. Korrektur, 9 Uhr, 12 oder 13 Uhr, 15:30, 19 Uhr dito. Nachtmessung keine.
    Von Di bis Fr das Gleiche nur dass 6 Uhr nüchtern gemessen und gefrühstückt wurde. Abweichend am Freitag kommt die Rückfahrt hinzu und die Arbeitszeit dauerte für mich immer so bis ca. 20 Uhr. Also durchschnittlich 5 - 6 mal am Tag die Messung, bei Unterzuckerung oder bei Essen in unbekannter Kantine dann halt öfter.

    Nach der 2 wöchigen Pumpenschulung waren die Werte eigentlich recht ordentlich und der HBA1 lag so bei 7,0 -7,5, man hat zu diesem Wert geraten da ich eine Unterzuckerungswahrnehmungsstörung habe. Ich merke dies meist wenn der später geprüfte Wert bei 3,0 mmol/l oder etwas darunter liegt. Mein niedrigster Wert lag bei 1,5 mmol/l. Mein höchster 23,4 mmol/l nach unbekanntem Essen, trotz korrektem Bolus.

    Nun kann man sich bei dieser Art der wechselnden teils körperlichen oder stressigen Arbeit (Papierkram) die nicht nach Plan abläuft, die TBR absenken oder nicht. Die Schwankungen sind annähernd gleich weil das Ganze ja bekannter Maßen mit Verzögerung abläuft.

    Seit Januar arbeite ich nicht mehr, ich gestehe mir ein dass diese Art der Arbeit nichts mehr für mich ist.

    Während der Arbeit habe ich die Werte aus der Pumpe abends ins Buch nach getragen um es bei Korrekturen beim nächsten Mal besser zu machen. Meinen DiaDoc haben meine Bücher noch nie interessiert, ihm ist nur der jeweilige Nüchternblutzucker und halt HBA1 wichtig.

    Spätschäden habe ich auch schon, an beiden Augen hier wurde ich schon operiert und Mitte des Jahres noch mal. Bei der letzten Untersuchung der Adern auf Ablagerungen wurde auch etwas gefunden, aber anscheinend ist es nicht so schlimm oder muss nicht behandelt werden.

    Da meine Werte jetzt wieder zu hoch sind und auch stark schwanken habe ich meine Basalrate und die KH/IE etwas angepasst, aber das bekomme ich irgendwie zu Hause nicht 100%ig in den Griff.

    Der Antrag auf stationäre Korrektur der Pumpe wurde abgelehnt. Widerspruch ist eingelegt mal sehen was daraus wird.

    Vor kurzem wurde ich von meinem Diabetologen darauf hingewiesen dass man nicht mehr Teststreifen als 350 im Quartal verordnen könne. Momentan messe nur noch 5x am Tag.

    Wie ich das Problem lösen soll, mit weniger Teststreifen, weiß ich nicht. Meine Feststellung ist je öfter man misst desto öfter kann man Korrekturen geben. Auf Grund der Situation stehe ich jetzt erst um 8 Uhr auf und frühstücke, korrigieren tue ich nur vor den Mahlzeiten und bei der Spätmessung. So komme ich auf 5 Messungen pro Tag
  • Gast

    Rang: Gast
    am 16.03.2013 11:51:47
    dein arzt kann dir auch mehr teststreifen verschreiben, er muss es nur begründen. im forum "insulinclub" gibt es dazu einige Threads, schau einfach mal da rein.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 16.03.2013 14:29:17
    natürlich "kann" der arzt mehr streifen aufschreiben (die 350/qu sind ja völlig neu) garantiert erfunden. die entscheidende frage ist aber immer : "will" er mehr aufschreiben.
    ich mußte dies problem durch arztwechsel lösen.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 16.03.2013 18:10:32
    Moinmoin,

    1. Die weltgrößte Diabetes Orga ADA, die sich selten fortschrittlich bekleckert, hat in diesem Jahr die Losung ausgegeben, dass Typ1 Pumpis durchaus im Schnitt 10 Streifen am Tag verbrauchen können müssen. Bis unsere DDG dem folgt, kann durchaus noch 1-2 Jahre dauern. Und dann könnten sich Beton-Doks immer noch auf den Standpunkt stellen, dass 2 oder 3 Messungen am Tag für die Einstellung völlig ausreichen, die sie für gut befinden. Da kann nur ein Arztwechsel helfen.

    2. Du schreibst, dass Du mal nen Wahnsinns-BZ produziert hast, und zwar trotz korrektem Bolus. Das passt nicht zusammen. Denn jeder Bolus war nur dann korrekt, wenn nach seinem Wirkauslauf (nach größeren Dosen durchaus deutlich mehr Stunden!) wieder der selbe BZ anliegt, wie vor dem Essen.

    3. Dein Missverständnis von korrekt lässt mich vermuten, dass Du noch nie selbst systematisch ausgetestet hast, wie viel Insulin Du zu welcher Tageszeit bei welcher Tätigkeit pro BE wirklich brauchst. Die Antwort darauf kann Dir keine neue und womöglich noch stationäre Pumpen-Einstellung geben. Aber dazu kann Dich ein guter Diabetologe, nach dem Du dringend suchen solltest, bestimmt anleiten :)

    Daumendrück, Jürgen
  • Gast

    Rang: Gast
    am 16.03.2013 19:20:54
    Hallo,
    das erste Problem ist dass es hier in unserer Kleinstadt nur 2 Diabetologen gibt und keiner neue Patienten aufnimmt. Die nächsten sind ca. 30 km entfernt.

    Bei dem von mir genannten korrekten Bolus war höchstwahrscheinlich die Einschätzung des unbekannten Essens der Fehler.

    Ich bin mit der Pumpeneinstellung aus der Reha bis ca. vor einem halben Jahr "realtiv" gut zurecht gekommen. Experimente um die Einstellung zu verbessern waren auf Montage bei einem 12h-Tag und als Fahrer nicht möglich.

    Dass der Arzt eine stationäre Pumpeneinstellung anstrebt hatte ich auch schon geschrieben, wurde abgelehnt. Widerspruch läuft.

    Wegen den Teststreifen werde ich den Arzt mal drauf ansprechen.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 13.04.2013 13:04:08
    So am Freitag den Arzt damit konfrontiert das bei 5 Messungen am Tag man im Quartal 450 Streifen benötigt und somit die genannten 300 max. 350 zu wenig seien.
    Antwort: Bei Sonderfällen die ich dokumentieren kann, verordne ich evtl. 50 Streifen mehr.
    Soll heißen wenn die 350 Streifen verbraucht sind, muss ich mit meinem Diabetikertagebuch dem Arzt die verbrauchten Streifen und die Unterzuckerungen wegen des Mehrverbrauchs nachweisen.
    Die Kasse zahlt nach einer Anfrage auf jeden Fall die benötigten Teststreifen, der Arzt muss sie nur verordnen. Auch dass hat den Arzt nicht weiter beeindruckt.

    Mir wurde jetzt die statinoäre Reha zur Neueinstellung der Pumpe genehmigt, nur der Termin steht noch nicht fest.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 13.04.2013 18:49:02
    in diesem fall mußt du dir die frage stellen ---> willst du dich dein leben lang von diesem ignoranten verarschen lassen, wenn ja nimms hin, wenn nein wechsle den doc , egal mit welchen umständen, denn so leid es mir für dich tut -mit jammern wird nichts anders-
    da es im zweiten fall sowieso egal ist kannst du ihm noch sagen daß er ein riesengroßes arschloch ist, der mit der gesundheit seiner patienten schindluder treibt um seine persönlichen marotten zu befriedigen. und daß du in allen foren vor ihm warnen wirst,
    der kk mitteilst was er für ein mieser arzt ist, der die gesundheit der patienten gefährdet.
    es wäre ein weckruf der dir nicht mehr aber ev den anderen nutzt.