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Insulin einem Nichtdiabetiker spritzen => Auswirkungen
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Stefan
Rang: Gastam 15.05.2006 22:39:31
Hi!
Ich bin schon seit längerer Zeit Diabetiker, und immer wieder passiert es, dass mich ein "Normalsterblicher" fragt, was denn passiere, wenn er sich Insulin spritzt.
Ich würde mal folgendes vermuten:
5-10 Einheiten würden ihm nicht weh tun, wenn ich ihm aber ca. 100 Einheiten spritze könnte er ernste Probleme (Unterzucker mit Bewusstlosigkeit) bekommen.
Liege ich da richtig, oder vermute ich falsch!
Hoffe diese Frage wurde noch nicht allzu oft gestellt ;-)
Danke
MfG
Stefan -
Heiko
Rang: Gastam 16.05.2006 00:24:46
Wenn ich daran denke, dass ich als Typ 1 Diabetiker einen 300 Wert je nach Tageszeit mit 3 Einheiten herunterspritze, dann frage ich mich, warum einem Nichtdiabetiker 5-10 nicht weh tun sollten. von Heiko -
Kirtarga
Rang: Gastam 16.05.2006 11:49:35
hallo,
mich würds auch mal tierisch interessieren, wie ein normaler auf insulin reagieren würd.
befürchte aber, dass du ihn mit 5-10 einheiten schon ziemlich zum schwitzen bringst. vielleicht sogar koma???
so weit ich weiss, sind normale noch ein stückchen insulinempfindlicher.
außerdem ist es auch bei mir ähnlich, wie bei meinem vorredner, eine einheit senkt mienem bz um ca. 70. würd also nem normalen erstmal vielleicht eine einheit geben, und ne cola in griffweite halten.
(will aber natürlich nicht zu irgend nem blödsinn aufrufen ;-))
ps.
hab vor einigen wochen in irgend nem forum mal ne ähnliche frage gelesen, sofort waren irgendwelche unheilapostel da und haben sich nach dem motto "medikamente einem gesunden spritzen; seid ihr verrückt" zu wort gemeldet.
meiner meinung nach ist der kern der aussage nicht ganz falsch, aber insulin ist ein körpereigener stoff. und auch das analog ist eigentlich das gleiche (und wirkt im vergleich zu dem insulin eines gesunden, welches aus der bsd abgegeben wird immernoch sehr lahmarschig). denke, man kann es nicht wirklich mit zb. einem blutdruckmedikament vergleichen. von Kirtarga -
Johanna
Rang: Gastam 16.05.2006 12:54:22
Hallo!
Hab erst kürzlich von einem Versuch gelesen, da wurde Stoffwechselgesunden EINE Einheit Insulin verabreicht. Der BZ sank auf rund 40 - 50. Danach mussten sie natürlich dagegenessen.
Der Grund für das Experiment: Man wollte herausfinden ob Hypos Einfluss auf die Nahrungsaufnahme haben. Und tatsächlich die Personen, die Insulin injeziert bekommen haben nahmen danach mehr Kalorien zu sich als die Kontrollgruppe.
Ach ja, ich glaub mit 100 Einheiten könntest du auch mich umbringen. Außer ich trink die nächsten 3 Stunden permanent Cola ;-).
lg Johanna -
Sylvia
Rang: Gastam 16.05.2006 13:12:30
Ich finde solche Versuche völlig geschmacklos. Ich kann ja auch nicht einfach sagen, ich möchte mal wissen für einen Tag mal Krebs zu haben, oder Aids. Ist jetzt vielleicht hart, aber wer solche Versuche macht, sollte sich nicht wundern, auf die Nase damit zu fallen. Ich würde gern mit jemanden tauschen, der kein Zucker hat, man kann zwar mit Diabetes leben, aber mir wäre es doch viel lieber, wenn ich es nicht hätte. Ein Gesunder kann sich auch mal einen Tag nur von Wasser ernähren, viel Sport machen, und absolut nichts essen, dann wird auch er eine UZ bekommen, und die Symthome merken.
Sylvia -
Stefan
Rang: Gastam 16.05.2006 14:37:38
Hallo,
ich finde es gut, dass diese Frage hier mal gestellt wurde. Auch ich habe mir schon oft die Frage gestellt was passiert, wenn ein Nichtdiabetiker ein Isulinanalogon gespitzt bekommt. Auch ich wurde schon oft danach gefragt. Wenn ich mir gerade in gesellschaftlicher Runde den Pen gebe, dann werden die Leute immer sehr neugierig. Dann finde ich es immer schade, dass ich keine genaue Antwort geben kann.
Es geht hier ja nicht darum wieviel Einheiten ich jemand spritzen muss damit er ins Schwitzen kommt. Wenn man dieses Thema mit einer bösen Absicht diskutieren möchte, dann ist es natürlich nicht angebracht. Wichtig finde ich es zu wissen welche Gefahren für andere Bestehen und welche Auswirkungen es hat. Und wie man dann helfen könnte.
Ich denke, dass es auch ganz stark vom Stoffwechsel der betreffenden Person abhängt wie stark das Extra-Insulin wirkt. Ich kann mit einer Einheit meinen BZ um ca. 30-40 senken. Und je nach Person kann die Leber auch eine bestimmte Unterversorgung an Glukose ausgleichen.
Es ist auf jeden Fall eine sehr interessante Frage.
Ich wünsche noch einen schönen Tag,
Stefan -
Sylvia
Rang: Gastam 16.05.2006 15:18:51
Wenn mich jemand fragen würde, was passiert wenn er sich Insulin spritzen würde, was kann man dann wohl antworten?
Ja eins geht ja wohl nur, dein Insulin geht runter wie bei mir. Und es kann zu einer UZ kommen
Ich verstehe nicht was daran so schwierig sein soll. Ich würde auf jeden Fall keinen Nichtdiabetiker Insulin geben, nur damit sie wissen, wie es sich wohl anfühlt. Jeder hier kennt wohl das Gefühl, wie es ist eine UZ zu haben, die kann man doch erläutern.
Ich bin deshalb auch so dagegen, denn ich habe von einer Bekannten die auch Diabetikerin ist, gehört, was passiert, wenn man einen Insulin verabreicht. Ihre Freundin ist ins Koma gefallen, und sorry, dafür habe ich kein Verständnis.
Sylvia -
Milena
Rang: Gastam 16.05.2006 16:01:36
Hallo,
ich denke bei einem gesunden Menschen sind
a) die Glukose-Depots in den Muskeln und in der Leber ganz gefüllt, weil er nicht oft unterzuckert, evtl. mal nach dem Sport und
b) hat er eine große Pufferzone, da er selber ja eine große Insulinsekretion hat.
Wenn man Insulin spritzen würde, würde diese eigene Sekretion erstmal zurückgehen, bzw. völlig eingestellt werden, da das ja ein geregelter Automatismus ist. Trotzdem vermute ich, dass du zwar mehr Insulin als beim Diabetiker brauchen wirst, um den nicht-Diabetiker in eine Hypo zu spritzen, aber 100 Einheiten wird auch kein gesunder Stoffwechsel aufzufangen wissen. Probiert es lieber nicht aus. von Milena -
Heiko
Rang: Gastam 16.05.2006 17:08:10
Zitat von Kirtarga:
aber insulin ist ein körpereigener stoff. und auch das analog ist eigentlich das gleiche (und wirkt im vergleich zu dem insulin eines gesunden, welches aus der bsd abgegeben wird immernoch sehr lahmarschig).
Oh Mann... da muss ich einiges richtig stellen:
Insulinanaloga sind gentechnisch VERÄNDERTE Insuline, damit sie entweder über einen langen Zeitraum gleichmäßig wirken (Basalanalogon) oder möglichst schnell wirken (Kurzzeitanalogon).
Im Gegenteil: Ein Normalinsulin (Actrapid etc.) entspricht am ehesten dem menscheneigenen Insulin. Es wirkt bei einem gesunden Menschen nur daher so schnell, weil es genau da abgegeben wird, wo es benötigt wird. Wenn wir uns Insulin Subkutan spritzen, dann muss es erst einmal aus dem Unterhautgewebe in die Leber gelangen. Und das macht die Verzögerung aus! von Heiko -
Sunny
Rang: Gastam 16.05.2006 17:13:24
sicher is insulin ein körpereigener stoff, dennoch bzw. gerade deswegen bin auch ich der meinung, dass man in einen gesunden stoffwechsel nicht von aussen eingreifen sollte... von Sunny