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Verhärtungen nach dem Spritzen mit ...
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Sabine
Rang: Gastam 06.01.2006 21:46:43
Nickelallergie ist eine T-Zell vermittelte Allergie vom Spättyp, oder auch Typ IV Allergie. Der erste Schritt bei der Entstehung des Typ 1 Diabetes sind übrigens T-Zellen gegen Insulin (Nature 12.5.05), die sich auch gegen zugespritztes Insulin richten können. Ich kann deshalb nur das in Molekülstruktur abweichende Schweineinsulin verwenden, es wird von den T-Zellen nicht erkannt. Ich habe T-Zellen und IgE -Antikörper gegen Humaninsuline. Übrigens wurde bei mir das Insulin ohne pharmakologische Zusätze getestet. von Sabine -
Daniela
Rang: Gastam 06.01.2006 22:09:56
Das war sehr unangenehm, es waren aber nicht nur Rötungen, man kann es auf dem Bild schlecht sehen, aber es haben sich riesige Quaddeln auf Insulininjektion gebildet. Als ich eines Tages aufstand und Morgenbolus gab, entwickelten sich aus kleinen, mückenstichgroßen Quaddeln riesige Schwellungen, mein Knie war mehr als doppelt so dick..
Der ganze Körper juckte, brannte und mir gings echt beschissen. Das ist IgE-vermittelt, typische Reaktionen sind z.B. Heuschnupfen, Katzenhaare, Wespengift..
T-Zell-vermittelte Unverträglichkeiten sind meist durch Metalle verursacht (Nickel) oder Latex. Man spricht zwar von Kontaktallergien, es sind aber wesentlich komplexerer Vorgänge mit schlecht beschriebenem Ausmaß.
Das Problem an der Sache ist, dass eine IgE-Sensibilisierung auf ein Insulin, war bei mir so, eine Sensibilisierung auf alle Insuline zur Folge hatte (kreuzreaktiv). Ich wurde dann auf Humaninsulin hyposensibilisiert, was auch eine Desensibilisierung anderer Insulintypen zur Folge hatte. Das trifft zwar nicht auf die Beschreibung von Allergologen zu, aber es ist meine Erfahrung.
Ich erwähnte bereits, dass ich Dir keine Angst machen möchte, aber nur ein Insulinwechsel wird Dir nicht weiterhelfen :-(
Analoginsuline sind körperfremde Stoffe, der Ort der Insulininjektion ist fremd, eine Sensibilisierung auf ein Insulin kann leider heftigst ausarten. Du musst versuchen Diagnostik zu veranlassen und Allergenkarenz halten. Das bedeutet, dass der Stoff, der das verursacht, gemieden werden muss. Bei mir war es ursprünglich nur Zinkchlorid, Zink. Es hat sich kaum jemand von den Ärzten darum gekümmert, Danke dafür.
Und lass Dich nicht wegschicken!
Ich kann nur jedem empfehlen sich sofort in ärztliche Behandlung zu begeben um eine Sensibilisierung zu verhindern.
Versteh mich bitte, das, was Du da beschreibst ist harmlos anzusiedeln. Aber es darf kein Dauerzustand werden, da auf Dauer das Immunsystem evtl. nicht so gutmütig reagiert.
Diesem Zustand sind fast 3 Jahre endlose Arztrennerei und Unverträglichkeit vorausgegangen. Ich verstehe die Ärzte nicht, ich kann nicht verstehen, dass Insulin so leichtfertig verordnet wird. Dass Du erst 2 Wochen später reagierst, spricht für eine Sensibilisierung auf einen, Dir bisher, unbekannten Stoff.
In welcher Stadt wohnst Du?
Grüße, Daniela -
Gut-Drauf@
Rang: Gastam 07.01.2006 12:23:37
Hi,
ich wohne in der Nähe von Schweinfurt (Unterfranken - Nordbayern). Ich habe das "Glück", dass alleine in dieser Stadt mit Randgemeinden 6 Diabetes-Ärzte angesiedelt sind. Mein Hausarzt hat seine Assistenz in einer Diabetikerklinik gemacht und kennt sich auch ganz gut aus. Jeden Falls macht das der Eindruck auf mich. Jetzt gehe ich am kommenden Mittwoch früh zu ihm und dann bin ich einmal gespannt. Wenn er nichts unternimmt habe ich dann gleich eine Überweisung zum anderen Arzt!
Ich habe es auch ausgetestet. Wenn ich mir das Levemir spritze tut sich erst überhaupt nichts. Nach ca. 12 Stunden fängt es an langsam anzuschwillen und hat nach weiteren 12 Stunden das Maximum erreicht. Jetzt juckt es auch wie ein Insektenstich. Das dauert dann ca. einen Tag und dann geht es wieder zurück.
Cu, F.U. von Gut-Drauf@ -
Daniela
Rang: Gastam 07.01.2006 12:57:24
Das ist sehr wahrscheinlich Typ IV-Allergie.
Diabetologen sind da kontraindiziert, Du kannst Dich mal auf www.Diabeti-Kuss.de (Forum, Umfrage zu Nebenwirkungen von Insulin) durchlesen welche Tortour manch Diabetiker durchmachen durfte, bis endlich die Diagnose Insulinunverträglichkeit gestellt wurde.
Ich suche noch Leute, die mit uns eine Informationsbroschüre erstellen, da Ärzte bis dato nicht dazu in der Lage sind die Diagnose zu stellen..
Ok, mein Diabetologe ist nach Bayern gezogen, der kennt sich ein wenig damit aus. Ich glaub der sitzt jetzt in Waldkraiburg.
Versuchs mal mit dem. von Daniela -
m.maßny
Rang: Gastam 12.01.2008 00:03:00
lies dir unbedingt den beipackzettel gut durch,meine tochter hat alle nebenwirkungen bekommen die dort beschrieben werden,es fing auch mit geröteten spritzstellen an,wir benutzen kein humaninsulin mehr von m.maßny -
Sven
Rang: Gastam 07.08.2009 01:29:01
Hallo,
mit mehr oder weniger Freude habe ich die Beiträge zum Levemir gelesen. Auch ich habe seit 35 Jahren Diabetes und bin jetzt 44 Jahre alt. Nach Lantus wurde auch bei mir das so hoch gelobte Levemir ausprobiert. Anfänglich lief alles bestens, bis die Spritzstellen anfingen sich zu röten anzuschwellen und das Insulin nach ca. acht Wochen gar keine Wirkung mehr zeigte. Nun bin ich mit dem Lantus dann ganz am Ende, weil es starke Hyperglykämien erzeugte, die noch dazu sehr langanhaltend waren. Ich bin bei einem renomierten Diabetologen in München in Behandlung und wir versuchen es jetzt erneut, mit dem Zusatz von Tavegil. Bisher läuft es ganz gut, aber es sind auch erst drei Wochen herum. Ich habe mich auch etwas schlau gemacht über die Nebenwirkungen der Langzeit insuline und musste mit Erschrecken feststellen, es gibt Studien über die Nebenwirkungen, die keiner so recht ernst nehmen will, noch großartig veröffentlicht werden. Gerade mal Lantus ist jetzt wegen seiner Krebswirkung in die Öffentlichkeit geraten. Bei mir offenbaren sich nämlich nicht nur allergische Reaktionen, sondern auch Veränderungen im gesamten körperlichen Wohlbefinden(Schwindel, Wahrnehmungsstörungen, keine Schockanzeichen mehr). Gerade diese Wahrnehmungen sollen durch die künstlichen Insuline hervorgerufen werden. Nun frage ich mich, was wohl passiert, wenn mein Immunsystem jetzt dann über Jahre durch das Tavegil niedergehalten wird. Wer hat damit ähnliche Erfahrungen?
Gruß Sven