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Verzweifelte Partnerin eines an Typ 1 Erkrankten!!

  • Kathrin

    Rang: Gast
    am 18.12.2005 22:08:48
    Hallo,

    ich bin jetzt seit fast zwei Jahren mit meinem Partner (28) seit 13 Jahren Typ 1 zusammen. Bis jetzt habe ich hier immer nur fleißig gelesen, heute möchte ich auch einmal schreiben.

    Ich habe kein Problem mit der Krankheit, allerdings wie er damit umgeht. Anfangs hat er mit allen Mitteln versucht es zu verheimlichen und ich habe oft keine Erklärung für sein Verhalten gehabt. Nach ca. vier Wochen hat er dann endlich erzählt, dass er Diabetiker ist. Da ich mich bis dato mit dem Thema nicht besachäftigt habe und ich im direktem Umfeld niemanden mit Typ 1 kenne hatte ich natürlich viele Fragen, auf die er aber nie so richtig eingehen wollte und ich habe schnell gemerkt, dass man in der Hinsicht ihm gegenüber sehr viel Feingefühl haben muß!......

    Bis er dann eines nachts das erste Mal eine Unterzuckerung mit heftigen Krampf,-zuckanfällen hatte und ich vor Angst fast gestorben bin! Wußte in diesem Moment nicht ob ich ihm etwas Süßes geben soll oder ob das genau das Falsche in diesem Moment ist!! Da es aber immer schlimmer wurde habe ich ihm dann etwas Süßes zu trinken gegeben. Bis der Krankenwagen da war war er wieder im normalen Zustand und die sind dann wieder gefahren!! In dieser nacht war ich sehr fertig und wir haben lange miteinander gesprochen. Er hat mir dann sehr viel erklärt (seitdem habe ich immer eine Notfallspritze im Kühlschrank!) und ich selber habe auch viel zu diesem Thema gelesen. Er hat mir gezeigt wie ich ihn messe, hat mich sich auch spritzen lassen etc.
    Leider kommt es immer wieder zu diesen Unterzuckerungen (der niedrigste BZ war einmal im Schwimmbad 26!!!!, ansonsten nachts oft um die 35!!), aber auch sehr hohe Werte (oft über 200). Hatte anfangs nachts schlaflose Nächte deswegen und bei jeder kleinen Bewegung war ich hellwach!!!, mitlerweile bin ich da schon lockerer geworden und wenn ich denke da stimmt was nicht messe ich ihn einfach.

    Naja aber je mehr ich gelesen habe desto überzeugter bin ich auch, dass er nicht gut mit seinem Diabetes umgeht. Er achtet gar nicht auf die Ernährung (täglich Süßes, wenn wir am Wochenende rausgehen,ca.alle zwei Wochen Alkohol in Massen--sind die Werte zu niedrig puscht er mit nem Liter Fanta oder Schokolade sind sie zu hoch wird kommentarlos gespritzt, ohne mal zu überlegen woran das vielleicht liegen könnte......ist das normal??...ich habe direkt am Anfang auch angeboten dementsprechen zu kochen..er sagt er kann alles essen muß dann nur dementsprechen vorher spritzen.
    Ich habe auch schon gefragt, ob wir nicht zusammen eine Schulung machen sollen (seine letzte ist schon soweit ich weiß Ewigkeiten her).......war er nicht sehr begeistert drüber....

    Glaube auch oft, dass sein Hausarzt nicht gut in diesem Thema bescheid weiß, bzw. weiß auch nicht, inwieweit mein Freund offen und ehrlich über seine Lebensgewohnheiten mit ihm spricht (aber ich bekomme es ja tagtäglich mit und verzweifle immer mehr daran....

    Mache mir auch oft Vorwürfe, weil ich denke ich sehe das zu streng oder steigere mich da rein..........

    ...ich denke oft, wenn man doch selbst einen großteil dazu beittragen kann Folgeschäden zu vermeiden, warum setzt man dann nicht alles daran danach auch zu leben?...erst recht wenn der Partner und die Familie bereit sind einen zu unterstützen?Man hat sein Schicksal zum größten Teil doch selbst in der Hand.....
    ...meine beste Freundin leidet an Multiple Sklerose und weiß nicht was in 10 oder 20 Jahren ist, sie muß sich alle zwei Tage ein Medikament spritzen ohne zu wissen, ob es hilft und ob sie im Rollstuhl landet, sie hat ihr Schicksal nicht selbst in der Hand und wenn man so einen direkten Vergleich hat macht es mich manchmal umsomehr wütend , dass er nicht besser danach lebt.

    Ich liebe meinen Freund über alles und habe noch nie einen Augeblick damit verschwendet ihn wegen DM zu verlassen, im Gegenteil es hat uns in vielen Momenten auch schon näher gebracht, aber es fängt mich immer mehr an zu belasten ihm dabei zuzusehen, wie er auf Folgeschäden hinarbeitet und habe Angst ihm dies vielleicht später als Vorwurf zu machen....

    Bin über jedes Kommentar , jede Kritik sehr dankbar und es tut gut es sich von der Seele zu schreiben (könnte noch so viel schreiben aber das sprengt wohl den Rahmen)....vielleicht kommt es ja den ein oder anderen bekannt vor und weiß was hilft.....

    Liebe Grüsse
    Kathrin
  • julia

    Rang: Gast
    am 19.12.2005 11:21:37
    Hallo liebe Kathrin,
    wo ich gerade deinen text gelesen habe, dachte ich ich seh nicht recht. das hätte ich schreiben können!!!
    würd mich freuen, mich mal mit jemanden auszutauschen, der in der selben situation ist wie ich. möchtest du das?
    lg julia
  • Eva

    Rang: Gast
    am 26.12.2005 14:38:05
    Hallo!
    Ich bin zwar nicht in EURER Situation, aber in gewisserweise in einer ähnlichen wie dein Freund, Kathrin, vielleicht ist es für euch ja auch interessant, einmal die Sicht des Diabetikers zu sehen.
    Ich bin 16 Jahre alt und lebe zu Hause.
    Ich bin - wie ihr euch denken könnt - in einem Alter, in dem die Einschränkungen des Diabetes besonders hart sind, wenn man sieht, was andere Jugendliche können und man selbst nicht.
    Ich habe Diabetes Typ 1 seit nun 5 Jahren und seit 3-4 regel ich meinen Blutzucker ganz selbstständig, ohne meine Mutter- die anfangs mitgewirkt hat.
    Sie - meine Mutter - hat Probleme damit, zu akzeptieren, dass sie keinen Einfluss auf meine Gesundheit hat, weil sie merkt, dass ich das alleine machen möchte und mir nicht rein reden lasse, wir haben schon zahlreiche Streitereien deswegen gehabt.
    Ich muss gestehen, dass ich mich auch nicht ganz vorschriftsmäßig verhalte. Ich trinke beispielsweise fast jedes Wochenende Alkohol, manchmal - und das habe ich natürlich jedes Mal sehr bereut - lief es soweit, dass ich stockbesoffen war, Filmriss hatte und dann von meinen Freunden erfuhr, dass ich mir den Katheter falsch gesetzt habe, und Ähnlihces. Zum Glück ist bisher noh nichts schlimmes deshalb passiert...
    Aber ganz unabhängig vom Alkohol, der gar kien Problem ist, solange ich es nicht übertreibe, der dann wirklich gar keinen Einfluss auf meinen Blutzucker hat, bin ich - schon immer, also seit ich es mit 11 Jahren bekam - eine sehr schwer einstellbare Diabetikerin gewesen. Meine Ärztin bescheinigte mir, dass ich sehr diszipliniert bin, aber dass es eben ein paar Diabetiker gibt, deren Blutzucker große Schwankungen hat und dass ich dazu gehöre.
    Ich habe fast immer Hba1c-Werte um die 8 (!) und es geht mir dementsprechend gesundheitlich nicht gut.
    Ich fange mir jeden Infekt ein, nehme leicht zu von zu viel Insulin (früher wurde Insulin zur Schweinemast verwendet!!!) und wenn ich hohen Blutzucker habe - manchmal drei Tage ununterbrochen um die 300 - dann fühle ich mich körperlich, sowie seelisch einfach furchtbar und kann manchmal einfach nur noch heulen.
    In solchen Situationen kommt meine Mutter dann auch noch mit zahlreichen VOrwürfen, denn sie macht sich Sorgen und will absolut nur das Beste für mich, das weiß ich, aber wenn es einem so dreckig geht, sind Vorwürfe das letzte, was man brauchen kann.
    Ich habe sehr oft das Gefühl, dass ich wirklich jemanden brauche, der mir ganz einfach zuhört, dem ich auch alle Fehler eingestehen kann, ohne Vorwürfe zurückzurkriegen. Aber wenn ich meiner Mutter davon berichten würde, wie schlecht es wirklich um meinen Zucker steht, würde sie sich - das weiß ich - nur furchtbare Sorgen, gar Vorwürfe machen, und das kann ich auch nicht ertragen.
    Ich fühle mich in der Familie, sowie im Freundeskreis einfach auch sehr unvestanden, denn ein Nichtdiabetiker kann enfach nciht nachempfinden, wie es einem mit 400 oder auch 30 geht, und wie man davon betroffen ist, wenn man schlechte Werte hat.
    Ausserdem handelt es sich auch um eine Hormon, Insulin, und das verursacht an sich schon Stimmungsschwankungen physikalisch.
    Es ist daher bekannt, dass Diabetiker launisch sind.
    Noch dazu wird die krankheit in der Öffentlichkeit oder in der Allgemeinheit sehr leicht unterschätzt, weil der Unterschied zwischen Typ 1 und 2 nicht bekannt ist.
    Mein Rat an Partner oder Familienmitglieder eines Typ-1-Diabetikers ist:
    Nicht mit Vorwürfen kommen, sondern Hilfe ANBIETEN (nicht aufdrängen) und viel Verständnis für alles zeigen. Mehr könnt ihr eigentlich nicht tun, denn im Endeffekt ist es Sache des Erkrankten, mit seiner Gesundheit umzugehen.
    Überschätzt eure Aufgabe und Möglichkeiten nicht.
    Dass dein Freund, Kathrin, übrigens versuchte, seine krankheit zu vertuschen, kommt mir sehr vertraut vor.
    Wenn ich neue Leute kennen lerne - vor allem wenn es sich um Gleichaltrige handelt - versuche ich auch, es geheimzuhalten. Man möchte nicht zugeben, dass man eine "Schwäche" hat, die einen "unattraktiver" machen könnte. von Eva
  • Bettina

    Rang: Gast
    am 31.12.2005 21:01:22
    Hallo Katrin,

    ich würde auch gerne einen Beitrag leisten.

    Seit 19 Jahren bin auch ich Typ1 und habe schon ziemlich am Anfang in einer Schulung gehört, dass jeder Diabetiker Eigenverantwortung für seine Krankheit übernehmen muss.

    Soweit so gut. Theoretisch habe ich immer alles gut drauf gehabt, praktisch.... . Da ich meinen Diabetes mit meiner ersten Schwangerschaft bekommen habe und meine beiden Kinder 16 Monate auseinander sind, war vieles nicht sehr leicht. Ich habe meinen BZ oft hoch gehalten um nicht zu unterzuckern und wenn es doch passiert ist, dagegen angegessen. Außenstehende hätten mit Sicherheit oft die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen aber Folgeschäden habe ich bis jetzt "Gott sei dank" noch keine.
    Dies ist mit meinem theoretischen Wissen nicht zu erklären.

    Was ich damit sagen will, ganz so dramatisch muss alles nicht kommen. Seit 15 Jahren bin ich alleinerziehend. Ich weiß nicht, wie oft ich nicht vielleich auch mal nachts krampfe und keiner hat's gemerkt. In einer Beziehung hat mein Partner auch schon mal den Notarzt gerufen, weil er ein Krampfen mitbekommen hat. Allerdings war dem ein Umzug und ein heftiger Streit vorausgegangen. Ich möchte in dem Fall auch nicht in der Haut des anderen stecken.

    Da das Unterzuckern nachts bei mir häufig vorkommt, (bei anderen Diabetikern übrigens auch, liegt daran, dass der Körper nachts zwischen 3 und 4 Uhr den Stoffwechsel hochfährft) habe ich vor 12 Jahren eine Pumpe bekommen.

    Mit ihr ist vieles leichter geworden. Ich kann sie bei körperlicher Anstrengung abstellen und ziemlich diskret alles gegessene abspritzen ohne damit Aufsehen zu erregen oder mich ins Bad zu verziehen.

    Um nach meiner Familienphase wieder Arbeit zu finden, habe ich meinen Diabetes auch immer verschwiegen, weil immer gesagt wurde, mit Diabetes sei es schwierig. Ich wollte nie eine Sonderrolle spielen, weil ich davon überzeugt war, dass ich alles gut im Griff habe. Inzwischen weiß jeder Bescheid und wir reden locker über alles.

    In einer Beziehung ist sicherlich Offenheit und Vertrauen oberstes Gebot. Wie EVA aber auch schon erwähnt hat, Vorwürfe und Lehrmeisterrolle kommt selten gut. Nicht nur während der Pubertät, sondern im ganzen Leben.

    Ein guter Arzt, zu dem dein Partner Vertrauen hat ist wichtig, eine gute Schulung mit eventueller neuer Einstellung ist auch nicht verkehrt. Ich empfehle aus meiner Sicht, den Diabetes zu akzeptieren, um so leichter ist es, damit zu leben. Vergleiche ihn auf keinen Fall mit MS. Er ist kein Damoklesschwert was über deinem Partner schwebt. Von allen Chronischen Krankheiten ist es noch die angenehmste. Man darf natürlich die Folgen nicht ganz aus den Augen verlieren. Der HbA1 ist dabei immer noch das wichtigste, immer zu versuchen ihn wenigstens um 7 zu halten.

    Soweit sollten die "guten Ratschläge" erst mal reichen. Seht's gelassen aber vernünftig. Ich wünsche euch einen guten Rutsch und viel Glück und vor allem Gesundheit im neuen Jahr

    Gruß

    Bettina
  • Frank

    Rang: Gast
    am 05.01.2006 22:01:12
    Hallo Kathrin,

    ich habe seit 5 Jahren Typ1. Anfangs wollte ich auch nicht darüber reden und konnte die Krankheit einfach nicht akzeptieren. Aber nach einem Jahr ist dann doch der Groschen gefallen. Ich habe seitdem optimale Werte aber auch manchmal Unterzucker.

    Ich kann dir nur den Tip geben, deinen Freund so normal wie möglich zu betrachten. Wenn er Unterzucker hat, bekomm keine Panik. Halte einfach was Süsses bereit, das auch schmeckt (z.B. Schokolade, Honig oder was er sonst so mag). Wenn er noch ansprechbar ist, ist ohnehin alles halb so schlimm.
    Ich hatte auch schon Werte um die 26. Es ist einfach ein ziemlich blödes Gerühl und nicht jeder kann einfach so zulassen, daß er in einem so hilflosen Zustand ist.
    Den Krankenwagen kannst Du dir aber sparen. Wenns mal ernst werden sollte, hilft ein Hypo-Kit. Das bekommt Du in der Apotheke. Ich habe auch eines aber noch nie gebraucht.
    Werte über 200 sind auch nicht bedenklich, wenn sie nicht lange anhalten. Nach dem Essen sind solche Werte bei Diabetikern eher normal. Aber nach einer halben Stunde sollten sie wieder im normalen Bereich (60 bis 180 liegen).
    Ich würde mir nicht gerne von jemandem den Zucker messen lassen. Das wirkt eher wie eine Bevormundung.

    In Sachen Ernährung und Alkohol sollte er umsichtiger sein. Ich trinke fast keinen Alkohol mehr, höchstens ab und zu mal ein Glas Rotwein. In Massen ist er auch für nicht Diabetiker nicht gerade gesundheitsfördern. Da würde ich eher ansetzen, sonst fühlt er sich vielleicht wieder mit seiner Krankheit abgestempelt.

    Zusammen eine Schulung zu machen, finde ich prima. Ich wollte, meine damalige Frau hätte sich dafür interessiert und mitgemacht. Aber das war eben nicht möglich. Aber wenn er nicht will, kannst Du ihn nicht zwingen.

    Hausärzte sind meistens mit Diabetes überfordert. Ich weiß nicht, woher ihr seid. In unserer Gegend (Mannheim) sind zwei gute Einrichtungen (Eleonoren-Klinik im Odenwald oder die Diabetes-Ambulanz in Heidelberg).

    Du hast Recht: Man hat sein Schicksal zum größten Teil selbst in der Hand. Gerade bei Diabetes. Die Schwester einer guten Freundin ist daran gestorben, weil sie es jahrelang ignoriert hat. Sie hat sich aufgegeben. Aber das kann man auch ohne Diabetes. Überleg dir mal neue Ziele, für die es sich lohnen würde, zu leben. Ich glaube, man kann mit Diabetes nur richtig umgehen lernen, wenn man mit seiner Vergangenheit in Einklang kommt und seinem Leben einen (neuen) Sinn gibt.

    Ich habs auf jeden Fall geschafft. Und ich wünsch dir und deinem Freund auch, daß ihr gut damit umgehen lernt.

    Viele liebe Grüße

    Frank
  • doro

    Rang: Gast
    am 06.01.2006 18:56:11
    @ eva:

    ich bin 38 und habe seit 28 jahren diabetes typ 1. ich kenne deine schilderungen und probleme genau, bei mir waren es essstörungen und eine zu enge diät während der pubertät, damals gab es ja noch keine intensivierte einstellung und zusätzliche spritzen, wenn man mehr als erlaubt gegessen hat. ich habe mich auch jahre scheiße gefühlt, obwohl ich wie du genau wusste, was richtig ist.

    ich will dir mut machen, denn ich glaube, mit wachsendem alter kriegst du alleine den dreh raus. gehe es jeden tag wieder an, gestehe dir aber auch zu, dass es kleine schritte sind. vielleicht hilft dir eine gruppe an diabetikern in deinem alter, das bringt dich aus der isolierten position. meine tochter ist jetzt 16 und will sich von mir auch nichts sagen lassen, obwohl ich es auch nur gut meine. ich habe verstanden, dass sie ihre eigenen erfolge haben will und die erfolge nichts mehr wert sind, wenn ich stundenlang gelabert habe, sondern nur, wenn sie es selber geregelt hat.

    möchte nichts bagatellisieren, aber ich denke tatsächlich, dass du auf dem richtigen weg bist, du scheinst ahnung zu haben und irgendwann in naher zukunft macht es "klick" und du hast den bogen raus.

    spätestens ab 30 wirst du sehen, dass plötzlich alle um dich rum ihre zipperlein haben und vielleicht bist du dann die fitteste von allen. ;-)

    alles gute
    doro
  • Ludger von der Haar

    Rang: Gast
    am 12.01.2006 22:27:24
    Hallo Kathrin,

    da ich in einer ähnlichen Situation bin und alle Höhen und Tiefen als Nicht-Diabetiker sozusagen miterlebt habe (bin mit einer Diabetikerin seit über 20 Jahren verheiratet), kann ich deine Fragen/Probleme sehr gut nachvollziehen.

    Deine letzte Frage "was hilft?" ist auch für mich schwer zu beantworten und auf den Punkt zu bringen. Man kann viel helfen, sehr viel - auch zu viel! Auch kann man sich sehr viel Sorgen machen, dass schon der Partner/die Partnerin darunter leidet!

    Du hast schon vieles auf den Punkt gebracht und es ist richtig, nicht nur Unterstützung, Verständnis, Sensibilität zu zeigen, sondern seinem Partner auch klar zu machen, dass schwere (nächtliche) Unterzuckerungen und Entgleisungen auch für unser einer kein "Zuckerschlecken" sind. Habe auch des Öfteren den Krankenwagen gerufen, da ich mir manchmal nicht mehr vorstellen konnte, dass derartige Krampfanfälle über längere Zeit körperlich noch zu verkraften sind. Vor allem, was soll man tun, wenn vor lauter Krämpfe kein Traubenzucker mehr gegeben oder gespritzt werden kann? Auch daran kann man manchmal verzweifeln.

    Es gibt sicherlich auch einen sehr schwer einstellbaren Diabetes, aber ich bin der festen Überzeugung, das ein hoher Anteil an den schweren Entgleisungen, die du beschrieben hast, auch mit Disziplin und der inneren Einstellung dazu zu tun hat. Sicher hilft es nicht, (drohende) Folgeerkrankungen als Abschreckung an die Wand zu malen; ich glaube, die möglichen Komplikationen hat jede/r Diabetiker/in im Nacken und ist sich dessen auch bewusst. Vielmehr müsste sich jeder wohl mehr darüber im Klaren sein, dass man selbst etwas zur Verbesserung der Situation tun kann.

    Wir haben uns, als es ziemlich schlimm wurde, darauf verständigt, alle Zucker-/Messwerte, Insulinmengen, BEs etc täglich aufzuschreiben und sind dann - nachdem einige Wochen/Monate dokumentiert waren - damit zu verschiedenen Diabetologen gegangen und haben uns die Schwankungen analysieren lassen! Auch für die Ärzte war es nicht einfach, aber mit viel Geduld und Ausprobieren haben wir ein besseres Insulin, ein besseres Timing (Spritz-Ess-Abstimmung), passendere Insulinmengen etc. gefunden. Ein Arzt konnte uns da gut weiterhelfen und Ratschläge geben. Sehr viele Zuckerschocks konnten so in den letzten Jahren auch vermieden werden, aber selbstverständlich nicht alle, d.h. auch wenn man sich noch soviel Mühe gibt und alles richtig macht, es gibt immer auch Zuckerschwankungen, die total aus der Reihe fallen. Auch dies muss jeder akzeptieren und hierfür trägt niemand die Schuld, am wenigsten natürlich die betroffenen DiabetikerInnen!

    Auf jeden Fall ist das ständige, nachträgliche Korrigieren bzw. "Hinter-schlechten-Zuckerwerten-herlaufen" mit Nach-Spritzen oder Nach-Trinken in den von Dir beschriebenen Mengen sehr waghalsig und kann schnell daneben gehen, wenn die Grundrichtung bzw. Grundmenge nicht stimmig ist.

    Die Pumpe wurde uns auch empfohlen, aber dies sollte (noch) nicht sein bzw. zuviel sollten wir uns auch nicht davon versprechen. Allgemeine Schulungen sind wohl auch nicht der Hit!

    Klar, das ich mir auch viele Vorwürfe mache, nicht immer alles richtig gemacht zu haben, vielleicht oft zu ungeduldig war und vielleicht zu wenig Feingefühl gezeigt habe, aber ich denke, dass ich bzw. du erwarten kannst, dass der Partner wenigstens alle Möglichkeiten nutzt, die sich ihm bieten, um die Situation, wenn auch nur in kleinen Schritten, zu verbessern. Und wenn sich Erfolge einstellen, sollte man die natürlich auch ordentlich "feiern" – klar für die weitere Motivation ;-)))).
    In jedem Fall sollte es im Interesse beider Partner liegen, einen für Beide akzeptablen Weg zu finden!
    Ich finde auch, wenn die Situation für dich zu kritisch wird, dass du auch einfach mal zum Arzt mitgehen kannst. Zu zweit tritt man schon mal etwas selbstbewußter auf und man läßt sich nicht so schnell „abfertigen“.

    Bin mir darüber im Klaren, dass dies alles leichter gesagt als getan ist! Man muss sich wohl auch von der Vorstellung lösen, irgendwann ist alles Perfekt.

    Vieles ließe sich zu Deinem Artikel und zu dem Thema noch schreiben und vertiefen, aber das führt hier sicherlich zu weit. Ich muss zugeben, dass mich insbesondere dein Artikel zu diesen paar Zeilen motiviert hat und ich bisher auch immer nur darüber gelesen habe.

    Ich wünsche dir/euch alles Beste, viel Mut und ein glückliches Händchen für die Zukunft!
    Viele Grüße
    Lucki
  • Olli

    Rang: Gast
    am 21.01.2006 18:39:28
    Ein gut geschulter Diabetiker muss glücklicherweise auf nichts verzichten, auch nicht auf Alkohol oder Süssigkeiten! Ich bin selber erst 26 deswegen wollte ich das mal erwähnen. Diabetes ist kein Lepra, völlig in Ordnung ab und zu mal einen über den Durst zu trinken, du solltest aber drauf achten das dein Freund ab und zu mal was ist oder (zur Not) nen Schlückchen Cola trinkt. Ich kenne mittlerweile viele junge Typ 1er, alle mit 5er Hba1 (Langzeitwert), die alle ganz normal leben. Trick bei der "Seuche" ist halt sich gut zu informieren, dann kann man ganz normal leben. von Olli
  • Olli

    Rang: Gast
    am 21.01.2006 18:40:02
    Ach so, kauf dir vielleicht mal das Buch "Gut Leben mit Typ 1" Diabetes! Dann verstehst du worums geht! von Olli
  • mario

    Rang: Gast
    am 22.02.2006 11:04:04
    Hi Kathrin,

    erstmal vorab: Du bist nicht allein!
    Wie schon einige hier schrieben, ist Dein Freund nicht einer von tausend. Die Einstellungschwierigkeiten haben sehr viele Diabetiker, besonders "jüngere".
    Ich (27) habe seit 10 Jahren Typ 1 und auch schon die von Dir beschriebenen Probleme erlebt. Meine Freundin (5 Jahre zusammen) hat auch schon solche Erlebnisse mitmachen müssen.
    Weil ich etwa das gleiche Alter Deines Freundes habe und mir der Lebensstil an einige Stellen schon bekannt vorkommt, hier vielleicht ein paar Sachen, die imho (nicht) funktionieren.

    - Eine Änderung der persönlichen Einstellung erreicht man nicht von außen. Andere können höchsten einen Auslöser geben, aber ohne die EIGENE Überzeugung ändert sich nur mal kurz aber nicht langfristig etwas.
    Solange der "Schalter nicht umgelegt ist", erreicht man mit Druck von außen nur Streit bzw. Blockade.

    - Je genauer man protokoliert/misst, desto besser werden die Werte. Wenn man nachher im Tagebuch sehen kann, warum der Wert zu hoch/tief war, macht man den Fehler beim nächsten Mal ggf. nicht mehr. (Zusammenhänge erkennen). Habe mir ein OneTouch Ultrasmart gekauft (gibts günstig bei eb*y), welches ähnlich eines PDAs fast alles speichern kann. Profile generiert und am PC läuft. Da kann man schon nach einer Woche sehen, dass z.b. morgens der Wert immer zu hoch ist und dann mit dem Arzt besprechen, was man tun kann (Basal zu niedrig oder ggf. Effekt durch nächtl. Hypo?)
    Diese "PI-mal-Daumen"-Korrektur ist sinnlos und führt zu dem von Dir beschriebenen "Achterbahn" fahren.

    - Unterzuckerung -> Heisshunger. Deshalb zieht man sich meist zuviel rein (Dein Freund halt Cola). Der Heisshunger geht nur langsam weg. Deshalb nur 1 Glas Cola oder 2 traubenzucker essen, dann 2 BE in Form von Brot hinterher. Das reicht schon. Wach bleiben und nach20-30min messen und leicht korrigieren. 1 Flasche Cola sind mind. 10 BE. Zuviel hilft hier NICHT viel.

    - Sport: Wenn er einem Spass macht ist er perfekt um gute Werte zu bekommen. Anfänglich muss man etwas aufpassen, weil Insulinbedarf etc. sich ändern, aber dann werden die Werte meist viel besser. Hat mir geholfen meinen Insulinbedarf um Faktor 3 zu senken, weniger "Zuckerspitzen" zu haben und auch noch abzunehmen (Nein, nicht durch Insulinmangel ;) HBA1C ist gut).

    - Laune:
    -- Zucker zu hoch -> gereizt, aggressiv und körperlich fertig.
    Das hat auch länger gedauert, bis ich es erkannt und mir eingestehen wollte. Ist aber definitiv so. (Nicht, dass Du jeden Streit mit Deinem Freund darauf abwaelzt. ;)) Sind die Werte besser, fühlt man sich besser, fitter: z.b. weniger Schwitzen, weniger Müdigkeit.
    Das ist übrigens eine Erfahrung die einen schnell SELBST zur besseren Einstellung bringt!
    -- Zucker zu niedrig -> unkonzentriert, zittrig, kalter Schweiss. Ähnlich unangenehm aber es wird eher erkannt, dass es am Zucker liegt und dann gehandelt.

    Wenn Interesse an Austausch besteht, einfach mailen.

    Gruss aus Köln
    mario

    PS: Nicht, dass es den Anschein hat, dass mein Lebensstil dem eines Heiligen entspricht. Wochenenden durchmachen/saufen, Party etc. ist alles regelmässig im Programm. Aber man kann es trotzdem in eine vermünftige Richtung schieben.
  • H.Reiser

    Rang: Gast
    am 22.02.2006 19:41:49
    Hallo,
    ich habe jetzt alle Beiträge gelesen. Ich bin seit meinem 4. Lebensjahr Diabetikerin und mit meinen 47 Jahren schon ein "UHU".
    Auch ich kann mich erinnern, dass ich als junger Erwachsene nach etlichen Jahren der Disziplin die "Krankheit" effektiv nicht mehr akzeptiert und negiert habe. Danach leben? Was ist das? Klar weiß man, dass es anders besser wäre, aber je mehr Druck von außen kommt, um so schlimmer wird es. Das ist nicht nur bei uns Diabetikern so. (Denkt an die Raucher!). Erst auf einer Intensivstation, wo ich durch meine Lebensweise und einem zusätzlichen Infekt landetet, habe ich nachgedacht und die Krankheit wirklich akzeptiert. Ich denke an diesen Punkt muss jeder chronisch Kranke kommen, denn seine Situation wird sich nicht mehr ändern.
    Ich habe immer noch einen schwer einstellbaren Diabetes, auch wenn ich diszipliniert bin. Manchmal könnte ich auch Testgeräte, Insulin, Insulinpumpe u.s.w an die Wand werfen. Aber - ich habe zwei gesunde Kinder, einen (meistens) verständnisvollen Partner und lebe ansonsten wie jeder andere Gesunde auch.
    Ich lebe mit der Krankheit und nicht dafür. Letztendlich ist es doch nur wichtig die so gefürchteten Spätschäden zu vermeiden. Auch wenn man mal im Hypo (um dieses unangenehme Zittern, Schwindel, Doppeltsehen, Konzentrationsprobleme u.s.w. zu beenden mal etwas mehr gegen den niedrigen Zucker tut als überhaupt notwendig, ist das in diesem Moment gar nicht schlimm. Beim nächsten Mal macht man es eben wieder besser.
    Ich wollte dies nur mal aus der Sicht einer "alten" Diabetikerin aufzeigen.
    von H.Reiser
  • R. W.

    Rang: Gast
    am 08.03.2006 00:08:45
    Hallo, deine Sorgen verstehe ich. Du liebst deinen Freund und hast Angst um ihn. Darum möchte ich dich trösten. Zuerst: meine Mutter ist 83 Jahre alt und seit über 60 Jahren Diabetikerin Typ1. Da es in den Anfangsjahren eine grottenschlechte Versorgung gab hat sie natürlich einige Spätschäden, aber sie ist voll klar im Kopf und lebt , zwar mit Hilfe, aber allein in ihrer Wohnung. Sie isst was ihr schmeckt. Und das schon immer.
    Zweitens: ich bin 60 Jahre alt und seit über 40 Jahren Diabetikerin. Ob Typ 1 oder 2, darüber können sich die Diabetologen bis heute nicht einigen. Ich habe drei Kinder, alle haben die Krankheit geerbt. Aber wir kommen als Familie gut damit zurecht, essen was uns schmeckt und versuchen dabei die neusten Forschungen zu nutzen. Allerdings, mit Alkohol gehen wir alle sehr behutsam um. Wir sehen Diabetes als etwas an, das eben da ist und machen uns so wenig Gedanken wie möglich.
    Ich finde es schon ein bisschen lustig, wenn meine Enkelkinder (übrigens, alle haben die Krankheit NICHT) vor dem Essen sich erkundigen, ob auch alle gespritzt haben. Es gehört dazu wie die Kuchengabel bei der Torte!
    Also, mach dir keine unnötigen Sorgen. Dein Freund wird nicht am Diabetes sterben, es ist ja keine Infektionskrankheit.
    Liebe Grüße von mir
  • Sandra

    Rang: Gast
    am 14.03.2006 00:07:46
    Grüß dich Kathrin,
    oh mann, ich(26j.) kann deine panik wirklich nur zu gut verstehn.mein partner (21j.)ist auch seit seinem 15 lebensjahr diabethiker.. auch er ernährt sich mehr oder weniger unregelmäßig und nicht immer so bewusst wie man es vielleicht erwarten würde.natürlich haut er sich in gewissen situationen bonbons u schokolade rein...ich glaub wenn du richtig unterzucker hast dann kannst du nicht anders. gegen jede vernunft...der körper verlangt mit aller gewalt danach.
    du hast deinem partner angeboten für ihn geeignete gerichte zu kochen...tus doch einfach...ich finde die rezpte aus diabethikerkochbüchern eigntlich ziemlich lecker und es is nicht nur für ihn gesund!!! mein freund versucht zusätzlich seine zuckerwerte mit fitness, karftsport, bewegung oder einfach jeder art von akivität in den griff zu bekommen. das gelingt ihm auch. bei den regelmäßigen untersuchungen hat er werte (leber...blabla uws.) die keineswegs zu beunruhigungen führen. eigentlich mehr oder weniger wie jeder andere kerl in seinem alter auch. ich hoffe ihr findet einen kompetenten arzt der dir und auch deinem freund die ernsthaftigkeit und die leider notwendigen maßnahmen näherbringen kann. denn er sollte wirklich nicht spritzen für das was er gegessen hat sonder für das essen was er gespritzt hat.hört sich komisch an, aber diese regelmäsigkeit kann ihm auf dauer helfen (natürlich bin ich weder betroffen noch arzt oder sonstiges-doch kann ich aus den erfahrungen meines freundes sprechen.s wird zwischendurch schon auch mal brenzlich,aber er ist ein junger kerl der sich nicht groß einschränken braucht, das leben in vollenzügen und ohne verzicht akzepiert und somit auch genießt. lg von Sandra
  • Eva

    Rang: Gast
    am 14.03.2006 17:52:33
    @doro

    Vielen Dank fürs Mutmachen. Ich gebe mein Bestes ;) von Eva
  • Jutta

    Rang: Gast
    am 18.03.2006 12:53:57
    Hallo Kathrin, ich bin die Mutter einer diabeteskranken Tochter und habe auch so einiges mitgemacht. Meine Tochter ist mit 15 Jahren erkrankt und hat sich um Ihre Krankheit nicht gekümmert. Wir hatten ständig Streit. Als sie mit ihrem Freund zusammenwohnte, wurde alles noch schlimmer. Heute hat sie schwere Spätschäden. Augen unzählige male geläsert. Das linke Auge operiert (Vitrektomie) sie hat jetzt 5% und 30% Sehkraft. Schwerhörigkeit. durch Durchblutungsstörung. Ausserdem hat sie noch einen diabetischen Charcotfuss. Mit ungefähr 30 Jahren ist sie dann zur Besinnung gekommen. Heute spricht sie nicht gern über ihre Fehler und gibt sie auch nicht zu. Das Leben ist für sie sehr schwer geworden und ich unterstütze sie wo ich kann, denn ich liebe sie. Vielleicht ist das eine Warnung für Deinen Partner. Gruß Jutta.
  • Mario

    Rang: Gast
    am 23.03.2006 20:04:18
    Eure ganzen Beiträge machen mich wieder wach. Bin 32 Jahre und seit 20 Jahren Diabetiker Typ 1 . Habe Familie eine Tochter.
    Streßigen Beruf Intensivkrankenpfleger.Meine Zucker Einstellung ist alles andere als bestens.Habe einfach nicht die Disziplin und dementsprechend letzter HbA1c 9,2
    . Dieser Wert hat mich wach gerüttelt jetzt packe ich es an,ich glaube es lohnt sich.
    An alle die wie ich die Krankheit einfach ignorierten GEBT EUCH EINEN RUCK BEKÄMPFT DEN INNEREN SCHWEINHÙND UND LEBT IM EINKLANG MIT DEM DIABETES!!!!!
    Wenn ich meinen HbA1c unter 7 habe melde ich mich wieder.
    Gruß Mario
  • Martin

    Rang: Gast
    am 14.06.2006 20:22:54
    also ich bin männlich habe auch diabetis typ 1 seit dem 13. lebensjahr und bin jetzt 16 jahre alt.Also ich habe so eine Angewohnheit das ich kaum meinen blutzucker messe und mich immer so spritze wie ich mich grade fühle und was ich essen will.Das ist natürlich nich gut habe langzeitwerte von 10!Aber immer wenn ich mir vornehme mich mehr darum zu kümmern mach ich es irgendwie doch wieder so wie vor ein paar tagen.Aber um auf das thema ein zu gehen...Also ich verstehe deinen Freund mir geht es genau so das mir meine Krankheit peinlich ist und ich "normal" sein will vor einem monat ungefähr hatte ich eine Freundin sie hat auch immer gefragt ob ich mich nich spritzen muss e.t.c meistens habe ich mich dann immer heimlich gespritzt wenn ich musste was ja sehr gut mit den Pens geht...Ich weis ehrlich gesagt auch nicht woher das kommt aber mir ist es immer wieder peinlich ich weis echt nich warum warscheinlich weil es mich unatraktiv macht....Aber einige haben mich hier aufgeweckt habe mir grade alles mal durchgelesen und als ich das gelesen hab mit den Folgeschäden bekomm ich richtig Angst davor ;) Naja hoffe ich konnte ein wenig helfen aber mache deinen Freund AUF KEINEN FALL Vorwürfe aber probiere auf ihn einzugehen (nicht übertreiben) von Martin
  • Timo

    Rang: Gast
    am 15.06.2006 20:09:39
    Manchen ist das mit dem Diabetes peinlich, manchen nicht. Aber es kommt eben auch auf die persönlichen Erfahrungen an.

    Ich bin 24 und wurde mit Diabetes geboren, aber eine Freundin fand ich erst vor 4 Jahren. Ich ging recht offen mit meinem Diabetes um, und das schreckte die Mädchen meistens ab. Ich spritzte mich zwar nicht direkt vor ihren Augen sondern wenn ich in der Disko war auf dem Klo. Aber Wenn sie mich mal fragten was das ist, was ich da mit mir rumschleppe, sagte ich es ihnen halt. Erst redeten sie mit mir, aber kaum wussten sie das ich ein Diabetiker bin fiel ihnen ein das sie nach Hause mussten oder irgendwas anderes war wichtig. Ich war dann vergessen. Da kann es schon mal vorkommen das jemand seinen Diabetes geheimhält, aus Angst verlassen zu werden.

    Wenn es bei mir dann doch mal geklappt hat wussten sie vorher noch nichts davon. Aber sobald sie es dann doch erfuhren war der Ofen aus. von Timo
  • Ute Schroeter

    Rang: Gast
    am 30.08.2007 01:21:37
    Hallo, habe gerade mal die diversen Einträge gelsen. Kann nur sagen- das ist als Diabetiker gelesen. Kann nur sagen ich bin jetzt 46 Jahre alt und habe seit meinem 15. Lebensjahr Diabtes.
    Meine Krämpfe werden jetzt nach 32 Jahren immer schlimmer. Ich habe sehr oft Unterzuckerungen- 35-40 mmmol und danach diese Anfälle: Kalter Schweiss, Schüttelfrost, Hitzewallungen etc., ich weiß, wie das ist....

    Mein Mann auch, er wickelt mich immer warm ein und versucht, meine Beine und Zehen zu massieren- leider wird es nicht besser! Gott sei Dank bin ich seit einem Jahr berentet- mit 46 Jahren! (Habe inzwischen alle Spätschäden, wie Netzhautablösung und Nierenschädigung hinter mir oder noch immer? Der Krebs kam dann noch vor vier Jahren dazu- jetzt reicht es wirklich.

    Ich wünsche allen Betroffenen- haltet durch! Das Leben ist noch immer lebenswert!

    Freundliche Grüße Ute aus Erkner!

    von Ute Schroeter
  • h. pietzner

    Rang: Gast
    am 24.11.2009 14:39:04
    Hallo ! Bin 70 Jahre alt und habe seit 52 Jahren Typ 1. Habe weder Netzhautablösung noch offene Beine. Das einzige was mich sehr stört sind die krampfartigen Schmerzen in den Oberschenkeln und die dauernden Kopfschmerzen. Seit dem Jahr 2000. Das verstärkt die Lebensqualitaet. !!! von h. pietzner