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Noch immer ^^
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pequenja
Rang: Gastam 19.11.2005 21:47:48
wahnsinn...
bin echt sehr enttäuscht von diesem forum...
abgesehen von andreas eintrag!!!!!
dieser hat mich sehr angesprochen, das ist es ja auch: ich will doch nur so leben dass ich zufrieden mit mir+meinem leben bin (bisher ein utopischer gedanke, leider).
ich habe deinen eintrag, andreas, auch überhauptnicht als kritik empfunden, mehr interessiert es mich dass du trotz ähnlicher vorgeschichte, heute sagen kannst dass du jeden tag genießt... ich hoffe jedenfalls dass sich mein bewusstsein es auch schafft sich im positiven sinne zu ändern...
@rosatulpe:
du sagst im ernst dass unsere probleme nicht hierhergehören? wo denn dann bitte? willst du sagen wir sollten uns für unser problem schämen? solche tabu-brechenden themen besser für uns behalten...
?????????????????
...*kopfschüttel*....
rosatulpe, was meinst du eigentlich wieviele leute hier im forum bereits solch eine professionelle therapeutische hilfe in anspruch nehmen?
(so naiv kann man doch nicht sein)
olivia ist 24, ich bin 26 jahre alt und möchte mal behaupten dass ihr (lovely+du) weitaus älter seid, vermute ich mal weil ihr so verständnislos mit diesem problem umgeht, weil ihr dieses offensichtlich nicht habt.
so, meine frage an dich(euch): warum schöpft ihr nicht aus euer guter einstellung die kraft, menschen wie olivia und mich zu motivieren?
aber stattdessen so zu reagieren: beschmutzt unseren sauberen diabetiker-rasen bitte nicht mit so ernsten problemen, ja? wir hier in unserem sauberen club, wollen am liebsten garnichts von solchen diabetiker wie ihr es seid wissen dass es sie überhaupt gibt...
(sorry, neige gern' zum sarkasmus..)
ich glaube dir gerne rosatulpe, dass lovely hier gute beiträge schreibt.
aber ich kenne nur diesen einen eintrag!
willst du ehrlich sagen dass dieser auch ein guter beitrag war??????????????????????
@olivia: geh echt bitte besser zu diabetes-friends.de!!!!!!!!!!!! die sind total nett, verständnisvoll und haben keine angst über ernste probleme zu sprechen!!!
LG pequ von pequenja -
Lovely
Rang: Gastam 20.11.2005 00:26:04
Hallo Ihr beiden.
Normalerweise hätte ich in diesem Thread nicht noch einmal geschrieben, weil ich mich nicht mit Dreck bewerfen lasse, aber ich sehe, dass es Euch beiden, Olivia und pequenja, viel bedeutet.
Das, was ich mit meinem ersten Beitrag bewirken wollte, habe ich erreicht: meine Sätze haben Euch auf 180 gebracht - und das ist allemal besser, als wenn sie Euch kalt gelassen hätten, denn durch diese Reaktion habt Ihr ein Potential einer Veränderung. Dass Ihr mit Eurer Situation nicht zufrieden seid, das bringt Ihr deutlich zum Ausdruck. Dass es in dieser Lage falsch ist, alles "weichzuspülen" wißt Ihr selber, denn sonst hätte Euch mein Beitrag nicht berührt.
Da Ihr gefragt habt, will ich Euch gerne erzählen, dass ich Eure Situation zu genüge kenne. Ich bin 36 J., w, und habe seit 33 J. Diabetes Typ 1. Meine Zuckereinstellung war insbesondere am Anfang miserabel, weil die Medizin noch nicht so weit war. Als die Medizin besser war, war ich in der Pubertät und hatte keine Lust, mich zu kümmern - "Es wird schon gut gehen".
Heute bin ich zutiefst glücklich, dass mein Handeln keine Folgen gehabt hat, Folgen, die eigentlich hätten kommen MÜSSEN. Ich hatte einfach nur Glück - wie ein 6-er im Lotto!
Eine enorme Kehrtwendung hat bei mir damals eine einzige Schulung (unter vielen anderen) ausgemacht. In dieser einen Schulung habe ich begriffen und erfahren, dass es sich mit einem gut eingestellten Zucker besser leben läßt und ich fitter bin, als mit der Scheiss-egal-Einstellung mit der daraus resultierenden Schlappheit. Nach dieser Schulung bekam ich neue Power, die ich vorher nicht hatte, und damit auch neuen Lebensmut.
Die Frage ist, was könnt Ihr ändern? Wollt Ihr etwas ändern oder wollt Ihr in Selbstmitleid versinken und Euch mit Gleichgesinnten über die Trostlosigkeit des Diabetes ausheulen? Wollt Ihr Euch bewegen, ein angenehmeres Leben führen zu können? Was würde Euch motivieren, eine Änderung herbei zu führen? Was sind für Euch die schlimmsten Sachen beim Diabetes und was könntet ihr ändern, um besser mit den negativen Sachen umzugehen? Warum wird der Zucker von Euch nicht akzeptiert und was müßte passieren, damit sich dies ändert? Was wird von euch generell in anderen Lebensbereichen dafür getan, ein glückliches und zufriedenes Leben zu führen? Wo aktiviert Ihr Euch FÜR ein gutes Leben anstatt GEGEN den Diabetes?
Gruß,
Lovely -
Olivia
Rang: Gastam 20.11.2005 13:57:22
Hallo Lovley.
Danke für diesen netten eintrag es geht ja.
Ich werd einfach mal erzählen was ich im moment so mache und wie ich mich ''nicht'' dran halte und noch was, ich würde mich ja schon gern dran halten aber ich kann es eben nicht und ich weiss nicht warum ich es nicht kann.
Ich spritze NUR Rapid, müsste aber auch Insulatard spritzen mach ich aber nicht warum weiss ich nicht weil ich es immer vergesse oder es mir nicht so wichtig is, logischer weisse muss ich dann halt oft Rapid spritzen und von dem spritze is auf jedenfall zuviel, soll heissen mindestens 20 Einheiten, ich mag die niederen BZ werte mehr... war schon öfter Bewusstlos und des KH is mein 2tes zuhause. Im moment pass ich bissi auf das ich halt ned täglich so nieder bin, gestern hatte ich 32BZ und naja.. is halt schon scheisse, aber das gefühl is vielllll angenehmer als bei einem hohen wert.
Wegen dem Zuviel spritzen habe ich leider grosse gewichtsprobleme, wieder ein grund warum mir das alles so am arsch geht... und dann kommen die Phasen wo ich alles richtig machen will
Ich bin FIT Geschult.. also hätte es ja eh ned soo schwer... kann ja alles essen.. muss nur spritzen.. halt richtig spritzen.. die Ärzte haben mir das auf jeden fall so erklärt... das mir dem essen was ich will und so...
Ok... zu meinem Phasen.. dann habe ich eben diese Phasen... spritze richtig, schätze mein essen richtig ab... schreibe sogar BZ-Tagebuch.. und dann ... nach paar wochen... nix... aufeinmal is nix mehr... höre wieder auf... und ich weiss nicht warum das so is... ich weiss es einfach nicht... ich würde gerne aber ich kann es nicht...
also... wie gesagt... ich spritze nur Rapid, mache auch keinen BZ und mach eigentlich was ich will...
und ich weiss das es scheisse is.. aber ich vergesse es dann imma.. ich vergesse das ich Diabetes habe und das is des aller schönste...
Hm.. ja... des war jetz eh viel über mich... aber eines weiss ich... ich weiss das ich mich mal dran halten muss, denn ich will sicher mal kinder haben und da werde ich mich auch dran halten... also soweit bin ich schon...
mein letzter HBA1C wert war 7... also mit runterspritzen gehts ja auch... auch wenn ich weiss das es schlecht is....
Lg Olivia -
pequenja
Rang: Gastam 20.11.2005 15:49:04
hallo lovely,
siehst du, es geht doch! warum net gleich so....
trozdem will ich noch auf eines eingehen:
ich finde es sehr schade, dass du dich mit deinem ersten beitrag bestätigt fühlst.
ja, du hast mich auf 180 gebracht, aus folgendem grund:
du hast auf ein ernstes thema, boshaft und gemein gekontert - ich finde das ist nichts worauf man stolz sein sollte.
konstruktive kritik ist bei mir mehr als willkommen - niveaulose macht mich nur wütend...
ich denke der grund für olivias suche nach "gleichgesinnten" ist lediglich eine suche nach menschen die auch so ein problem haben um zu wissen dass man nicht ALLEINE dasteht....
ich bin auch fit geschult (mehrmals), und solange ich im KH oder auf einer schulung bin(war), läuft alles erste sahne! sobald ich wieder im "gewohnten umfeld" bin werde ich wieder "rückfällig"....
wie ein junkie der nach seinem entzug wieder rückfällig wird...
ich weiß nicht wie es dir damals ging, aber ich fühle mich wie ein versager (ich WEISS doch WIE es geht...warum mach' ich's dann nicht, verdammt nochmal???????)...
in deiner letzten passage sprichst du genau die kernprobleme an!!!!!!! ich wünschte ich könnte diese fragen, die ich mir schon so oft gestellt habe und noch stelle, beantworten...
warum schaffen wir es nicht statt GEGEN den diabetes MIT ihm zu leben????
wie wandelt man liebe in hass um?
ich hasse den DM und kanns net ändern...
ich freue mich dass du es geschafft hast lovely!
(weißt du, alleine sowas zu wissen, gibt mir schon ein bißchen kraft)
alles liebe
pequ von pequenja -
AG
Rang: Gastam 22.11.2005 09:08:25
Moin,
nun mische ich mich auch einmal in diese Diskussion mit ein. Kurz zu meiner Person:
Ich bin 45 Jahre alt, seit knapp einem halben Jahr ein „Süsser“ (Typ 1).
Mich hat es Ende April fast vom Stuhl gehauen, als ich die Diagnose zu hören bekam.
Ich habe mein Leben lang Sport getrieben (Hochleistungssport – sehr erfolgreich), mich eigentlich sehr bewusst und gesund ernährt, sogar mittlerweile zum zweiten Mal (und hoffentlich auch endgültig) Nichtraucher und dann muß ich auf einmal mit „Spritze“ leben… .
Anfänglich habe ich es wohl eher alles über mich ergehen lassen ( so, als würde ich mir selbst von gegenüber zuschauen), wollte es aber einfach nicht wahrhaben, daß ich fortan so leben soll/muss. Ich bin immer noch nicht soweit, dass ich es voll und ganz akzeptiere, was ich für mich aber sogar als Vorteil ansehe. Ich freue mich jedes Mal immer wieder, mit jedem messen, dass ich diese Krankheit nicht akzeptiere und ihr deshalb ein Schnippchen schlage, indem ich sie beherrsche (so nach dem Motto: mit mir nicht!!!). Ich bestimme selber, was mein Messgerät für einen Wert anzeigt!!! Ich beherrsche also meinen Körper und nicht mein Körper mich!!! Auch wenn es mich immer wieder nervt, abzuschätzen, zu zählen, abzuwiegen, zu spritzen, zu kontrollieren …. . Nur eines ist dabei immer in meinem Hinterkopf : MIT MIR NICHT!!! Von dieser Seite aus werde und will ich meinen Diabetes nicht akzeptieren. Es ist also eher ein gegenan als ein mit. Nur dieses gegenan sehe ich für mich als positiv an. Ich will mein Leben mit meiner Familie so leben, wie ich bzw. wie meine Familie es will. Und da lass ich dem Zucker einfach keine Chance. Ich bestimme ihn und lass mich nicht bestimmen!!!!
Generell möchte ich nur noch anmerken, dass ich es nicht verkehrt finde, dass hier manchesmal extrem kontrovers diskutiert wird.
Eines aber sollten wir alle nicht vergessen:
jeder Mensch hat sein Schicksal, seinen Weg – da kann er teilweise machen was er will … es ist nun mal so (egal, ob er „kerngesund ist oder nicht).
Und was mir hier in diesem Forum aufgefallen ist: ich glaube kaum, dass der eine dem anderen hier etwas missgönnt – wir sind doch alle nur hier „gelandet“, weil wir eine Gemeinsamkeit haben – unseren Zucker. Und ich bin mir sicher, dass in jedem Beitrag der Gedanke steckt, dem anderen durch seine Erfahrungen ein wenig beiseite zu stehen (sowohl durch positive – als auch durch negative Anmerkungen).
Carpe diem,
AG
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Bea
Rang: Gastam 03.12.2005 18:55:12
Hallo Olivia, hallo Pequentia,
mir geht es auch so und ich kann Euch voll und ganz verstehen.
Als ich vor fast zwei Jahren von meinem Diabetes erfuhr habe ich auch sofort meine Ernährung umgestellt, mir ein Meßgerät gekauft, schön brav BZ-Tagebuch geschrieben. Mein Arzt hat mir nur diese Urinteststreifen gegeben, womit ich mich einfach nur geekelt habe und es war für mich entwürdigend die Dinger zu benutzen. Deswegen das BZ-Meßgerät, womit ich auch sehr gut klar kam, denn immer wenn der Wert zu hoch war, hat es mich von z.B. Süßigkeiten abgehalten. Und wenn er niedrig war, habe ich nur 1 oder 2 St. Schokolade gegessen, aber immer nur so in Grenzen. Das hat mir sehr geholfen, hatte fast 10 kg runter.
Eines tages aber hat mir meine Psyche einen Streich gespielt, mir war alles egal. Aus finanziellen Gründen konnte ich mir auch keine Teststreifen mehr kaufen (hatte sie bei ebay ersteigert-aber selbst von dort ist es mir zu teuer).
Zwischendurch habe ich noch mal gemessen, als ich die Teststreifen hatte, aber als sie wieder alle waren, hab ich es nicht mehr gemacht, bin nicht mehr zum Arzt weil mein Leben mir eh oft egal ist. Dazu noch was zu schreiben würde hier den Rahmen sprengen. Jedenfalls bin ich seit vielen Jahren psychisch erkrankt und ich falle immer wieder über Süßigkeiten her, brauche sie regelrecht. Habe ich keine da, werde ich nervös und aggressiv.
So Einträge wie Lovely zuerst mag ich auch nicht. Aber ihr zweiter Eintrag war sehr nett, weil sie auch über sich etwas geschrieben hat. Andreas hat auch sehr nett geschrieben und AG auch.
Ich wünsch euch eine schöne Adventszeit.
Liebe Grüße, Bea (nicht aus wien) -
pequenja
Rang: Gastam 08.12.2005 20:14:07
Hallo Bea!!!
...ich habe fassungslos deinen Eintrag gelesen, also dass mit der psyche und lebensmotivation (oder eher "nicht-motivation") kann ich mehr als verstehen, wie du sicher aus meinen vorigen einträgen entnehmen kannst. aber dass eine gute einstellung an der finanzierung scheitert... das macht mich traurig!!!
du sagst selber du hattest einen guten start und dann führen solche probleme, geldprobleme(!) zu einem risiko deiner gesundheit...
enttäuschend, ich dachte wir leben in einem land wo gerade so etwas NICHt passieren kann... *seufz*
da kann dich ich mehr als verstehen dass bei dir alles kurs nach unten nimmt...
wie alt bist du eigentlich bea?
ich würde mich sehr freuen mehr von dir zu hören/lesen, kannst mir auch gerne eine email schicken (siehe oben). da hast du komplette "redefreiheit", und brauchst keine angst haben irgendwelche rahmen zu sprengen ;)
Alles liebe, pequ von pequenja