Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

"Punkte" im Auge ...

  • BaBa

    Rang: Gast
    am 03.02.2010 00:12:30
    Hallo ihr lieben,

    ich habe derzeit einiges zu packen an Sorgen und habe mich sehr schwer getan mich hier zu "verewigen".

    Ich muss aber etwas ausholen, ich hoffe, dass ihr mir das verzeihen könnt. Ich versuche mich trotzdem kurz zu fassen.

    Ich habe mit 16 erfahren, dass ich an DM Typ1 erkrankt bin. 3 Jahre ging es relativ gut, ich habe damit gelebt, mich gekümmert.

    ICh möchte nicht jammern, aber ich habe noch nie ein einfaches Leben gehabt und habe schon viele schwere Schicksalsschläge und eine seltsame Kindheit gehabt, was sich jetzt im Laufe auf meinen "Erwachsenenstatus" auswirkt bzw. ich mir dessen jetzt bewusst werde.

    Nun gut, ich habe mich dann gut 4 Jahre nicht um diesen Scheiß DM gekümmert, weil das so der letzte Schlag ins Gesicht war. Die Diagnose hat mein Leben komplett geändert und vollständig zerstört.

    Ich habe "nach Gefühl" gespritzt, wenig gemessen.. Keine Diabetologen-Besuche.

    Nun bin ich ca. im Frühjahr wegen Schmerzen in der Seite zum Haus-Doc, der meinte das wäre eine Nierenirgendwas .. Ich dachte an eine Nierenentzündung, deswegen ging ich hin (hat auch den Urin getestet, der war erhöht, aber ich hatte auch vorher was gegessen..)
    Der überwies mich gleich zum Diabetologen (ist ein Stock über ihm)

    Nun ja,, Seit dem kümmere ich mich mehr, aber es geht mir schlechter dabei.
    Ich ging dann auch wieder zum Augendoc. Das war Ende September '09.
    DIAGNOSE 1:
    Der stelle nichts fest. Ich war glücklich.

    Dann, eines Abends, hatte ich einen Punkt im rechten Auge. Ganz plötzlich.
    Ich bin am nächsten Tag zu einem anderen Augenarzt gegangen, weil ich eh wechseln wollte und mir so auch gleich eine zweite Meinung holen konnte.
    Dieser Arzt war sehr unfreundlich, sehr grob und war sehr ... fies von seiner Art.

    DIAGNOSE 2:
    ER stellte ein Loch in der Netzhaut fest und wollte mich wenig später lasern. Da ich aber solche Angst vor diesem Arzt hatte, wollte ich mich nicht bei ihm lasern lassen und mein Freund fuhr mich in eine Augenklink (Asklepios Klinik Nord)

    DIAGNOSE 3:
    Dort erzählte ich alles der Reihe nach.
    Ärztin 1 sah nix in Richtung Loch und ließ die Oberärztin auch noch mal drüber sehen.
    Diese sah eine "Abnormalie" in der Netzhaut, was aber nix schlimmes sei. Dafür stellte sie dann eine .. ich zitiere mal den Bericht:
    "R/C Diabetische Reti ... (milde nicht prof. Dia. Ret.)

    Sie sagte zu mir, dass bisher nix gemacht werden müsse. Nicht an der Abnormalie und nicht an der Dia.Ret.)

    ***

    Nun habe ich vor ca. 2 Monaten einen kleinen Punkt im linken Auge bekommen und habe vor ca. 1-2 Wochen beim "Schneetv" (also dieses Schneebild) festgestellt, dass ich überall kleine Punkte habe, die ich aber nicht sehe. Ich weiß nicht, ob diese auch schon im Oktober da waren, da ich sonst nie auf das Schneebild gestoßen bin.

    Heute kam ein etwas größerer im rechten Auge dazu, der mich aber nur ab und zu "stört".

    Ich weiß,dass ich bald wieder zum Augendoc muss (diesmal wieder zu einem anderen...) und zur Quartalsuntersuchung sowieso.

    Ich weiß auch, dass ich an all dem hier "selbst Schuld" bin, aber das hilft mir nicht. Ich fühle mich schrecklich und will natürlich nicht blind werden, denn das wäre für mich nicht mehr lebenswert.
    Derzeit habe ich keine Einschränkungen, ich kann lesen, arbeiten etc.

    Ich kann aber auf der anderen Seite mit dieser Krankheit nicht leben... Ich hatte schon eine Gesprächstherapie, der gab aber iwann auf und verwies mich an einen "richtigen" Psychologen. Da bin ich nie hingegangen und mir fällt dieser Schritt auch schwer.

    Ich fühle mich elend, wenn andere trinken und essen können was sie wollen, wann sie wollen.. ich habe diesen Scheiß immer im Hinterkopf, fühle mich wie ein halber Mensch, eine "tickende Zeitbombe". Das schlimmste ist, dass ich das nie wieder los werden kann...

    Ich weiß gar nicht, ob ich hier richtig bin.. Ich hoffe, ihr verzeiht mir den langen Text und könnt mir etwas zu dem "Augenproblem" sagen.. Die Oberärztin sagte, dass das "verschwinden" kann und nach "unten" rutscht wenn die werte gut werden und bleiben.

    Ich muss dazu sagen, dass ich einen HBA1c Wert von .. ich glaube ca. 7,3 habe und meine BZ Werte im Schnitt zwischen 90 und 250 (mit Ausnahmen drunter und drüber) liegen.

    Ich versuche noch besser darauf zu achten, aber es fällt mir verdammt schwer... zusätzlich zu dem ganzen anderen was ich zu wuppen habe :(

    Naja, ich bin gespannt was ihr mir so sagen könnt. Habe ich eine Chance oder bin ich bald blind? von BaBa
  • Hella

    Rang: Gast
    am 03.02.2010 10:19:26
    Hier eine gute Info zum Thema diabet. Retinoathie:

    www.augentagesklinik.com/de/informationen/patienten/diabetes_und_auge.php

    Nach der Aussage einer Ärztin im letzten Teil deines Beitrags handelt es sich bei den Punkten vermutlich um Glaskörpertrübungen, die i.d.R. harmlos sind. Diabetiker sollten aber mind. 1x jährlich zum AA gehen.

    Ich weise noch auf das Netzhaut-Selbsthilfe-Forum hin, wenn dort auch überwiegend Nichtdiabetiker über ihre Netzhaut-Probleme berichten.

    Und dann gibt es noch das Augen-Forum von Prof. Brewitt, AA, der alle Fragen kompetent beantwortet.

    Im Gegensatz zu vielen anderen Krankheiten kann man mit Diabetes doch gut leben, weil man sie selbst positiv beeinflussen kann. von Hella
  • xyz

    Rang: Gast
    am 24.03.2010 04:27:11
    Geh zum Augenarzt und lass dich untersuchen!
  • BaBa

    Rang: Gast
    am 24.03.2010 09:43:46
    Du hast meinen Beitrag aber schon gelesen, oder? von BaBa
  • peter

    Rang: Gast
    am 24.03.2010 13:03:46
    das ist das ankeproblem in diesem forum,
    sie kann nicht lesen-jedenfalls versteht sie nicht was dort steht - daher nicht beachten.
    zu deinen augenproblemen :
    es klingt hart aber man muß sehr suchen um einen geeigneten und vor allem kompetenten aa zu finden.
    grundsätzlich würde ich alle drei in die tonne werfen.
    1. bei diabetischen netzhautproblemen, wird zu allererst eine fluoreszensangio gemacht,
    da hast du ein großes farbfoto der netzhaut =istzustand, und erst dann entscheidet ein kompetenter aa ob gelasert werden muß oder nicht.
    -- das fehlt in deiner aufzählung -
    2. vor dem lasern sofern es nötig ist braucht man keine angst zu haben(natürlich ist eisessen schöner)
    3. für die ersten schüsse nahe der makula (denn dort ist es am wichtigsten aber auch am gefährlichsten) geht man in eine gute augenklinik,
    gute aa schicken dort hin, der rest wird dann beim aa gemacht.
    mein tipp suche eine echte schwerpunktpraxis für diabetes , und frage den arzt dort - dieses gespräch dauert 20 sec. (keinesfalls ratschläge der tresentussis anhören) die spezis haben die besten erfahrungen mit aa die sie kennen.
  • BaBa

    Rang: Gast
    am 24.03.2010 13:10:45
    Ach, Unsinn.
    Ich habe ja selbst gemerkt, dass meine bisherigen (ich war ja nur bei dem ersten & dann spontan bei dem mit dem Loch)..


    Dein erster Punkt sagt mir nichts. Kannst du vielleicht sagen was da genau gemacht wird? Vor den ersten Punkten hat der Arzt überhaupt nichz richtig untersucht, aber dem war ich mir nicht bewusst. Das ist schon echt.. naja.. und dabei habe ich 2x gesagt, dass ich wegen einer Dia-Augenuntersuchung komme.

    Naja.. Das sagen alle. Aber es ist trotzdem ein komisches Gefühl, wenn da jemand an Deine Augen geht. Aber das wird wohl erstmal nicht passieren.

    Ich bin in einer Dia-Schwerpunktpraxis. Aber die konnten mir beim letzten mal keinen wirklichen Doc nennen. Die Sprechstundenhilfen sind im übrigen in meiner Praxis sehr kompetent, da die auch Beratungen und zB. die Quartalsuntersuchungen machen.

    Bald steht aber meine Quartalsuntersuchung an, dann werde ich im Nachgespräch mal nachhorchen. Die letzten beiden Nachbeprechungen konnte ich nicht wahrnehmen.


    Darf ich mal fragen, ob Du sowas auch schon machen lassen musstest?


    ps: Ankeproblem klingt witzig :) von BaBa
  • Hella

    Rang: Gast
    am 25.03.2010 09:47:11
    Eine Fluoreszenzangiografie ist leider nicht ohne Risiko, so die Meinung von Prof. Brewitt, in dessen Augen-Forum auch schon entsprechend negative Erfahrungen von Patienten zu lesen waren. von Hella
  • peter

    Rang: Gast
    am 25.03.2010 11:51:40
    hella bitte erläutere mal wo ein risiko bei einer fluoreszensangio sein soll ?
    zur frage ja ich habe zweimal angio, und 14 lasersitzungen hinter mir, weiß also wovon ich schreibe. vor allem mit dem erfolg, seit über drei jahren jetzt ohne lasern ohne aneurismen und ohne sehbeeinträchtigungen. und ich werden alle drei monate kontrolliert. von peter
  • zoppo trump

    Rang: Gast
    am 27.03.2010 04:41:11
    ich kann peters ausführungen eigentlich nur bestätigen, zumal ich sogar noch ein paar mal drauflegen kann. ob die punkte, die er sieht potentiell geplatzte, also zu lasernde äderchen sind, sei mal dahingestellt. wenn der aa jedoch auch ohne mikroangiografie sieht, was zu lasern ist, dann macht er das. keine ahnung, woher die meinung kommt, dass in kh "bessere" ärzte als draussen arbeiten. das war vor jahren ganz einfach dadurch bedingt, dass es lasergeräte nur in kliniken gab. die zeiten sind aber lange vorbei. augenärzte mit eigener praxis können (und ich habe 3 davon erlebt) genauso kompetent arbeiten. auch ich bin das letzte mal vor 6 jahren gelasert worden. also such dir einen aa, der sich mit dir befasst, dir genau erklärt, was zu machen oder lassen ist und gut is! und vor allem versuch deinen dm im griff zu haben, dann kann dir viel erspart bleiben (ganz nebenbei gibt es in deutschland ca. 145.000 blinde und ca. 500.000 sehbehinderte, die nicht glauben, dass ihr leben deshalb nicht mehr lebenswert wäre). von zoppo trump
  • BaBa

    Rang: Gast
    am 27.03.2010 09:25:39
    Also ich habe nie gesagt, dass es dort bessere Ärzte gibt :)

    Aber die Klinik wurde mir aus der Familie meines Freundes empfohlen, weil eine Frau dort auch des öfteren wegen ihrer Augen war. Und die haben dort auch einen besseren Eindruck gemacht als die beiden letzten "Augenärzte".
    Vor allem der letzte, der dermaßen grob und unfreundlich war, dass ich richtig Panik hatte daran zu denken, das der mit einem Laser "auf mich los geht".

    Diese "Fluoreszenzangiografie" habe ich noch nicht gemacht. Hat mir auch noch nie jemand von erzählt, dass es das gibt. Klingt aber sehr seltsam :)

    ich versuche es auch in den "Griff" zu bekommen. Aber.. und das scheint nie jemand zu verstehen.. für mich ist es eine riesen belastung- vor allem von der Psyche her. Ich schäme mich, wenn ich spritze, weil ich Angst habe, dass die Leute Mitleid oder Ekel empfinden. Ich fühle mich unglaublich "bevormundet" etc. Da hilft es auch nix, zum 10. mal zu hören "och, das ist doch eine Volkskrankheit".
    Das ist nicht böse Euch gegenüber gemeint, aber mal so als Anstoß. Nicht jeder steckt sowas einfach weg. Und zu dem was ich bisher durchmachen musste, ist das noch ein weiterer Tritt, denn ich nicht verarbeiten kann..Weil es nicht "nachlässt".
    von BaBa