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Metformin
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Ines
Rang: Gastam 08.07.2005 15:21:53
Hallo an alle,
mir geht es wie Oliver.
Und ob spritzen wirklich immer und insbesondere auch für Typ-II-Diabetiker richtig ist, möchte ich bezweifeln. Schließlich haben die meisten Typ-II-Diabetiker genügend eignes Insulin - die meisten haben eine Insulinresistenz. Dagegen kann man erfolgreich, zunächst mit Medikamenten, langfristig aber besser mit Ernährung und viel Bewegung angehen, wie Oliver bereits ausgeführt hat. Das jeder Mensch natürlich anders ist und anders reagiert, brauch ich an dieser Stelle nicht noch einmal ausführen. Ich bin sowohl Insulin alsauch Metformin los - ich bin froh darüber, auch wenn der Weg, dies zu erreichen der anstrengendere ist.
Gruß Ines -
Thomas
Rang: Gastam 10.07.2005 00:30:44
Hallo zusammen,
zunächst herzlichen Dank für Eure Beiträge.
Was für mich klar daraus hervorgeht ist das, was mir vor längerem schon klar geworden ist: Eigenverantwortung ist der beste Arzt.
Mir lief es doch ein wenig kalt über den Rücken als ich gelesen habe, daß Insulin das A und O ist. Ich persönlich neige eher dazu soweit zu kommen, daß ich auch keine Tabletten mehr brauche anstatt mich auf die Zeit zu konzentrieren in der es ohne Insulin nicht mehr geht. Ich kann nicht so "locker" damit umgehen nach dem Motto "Nehme ich halt Insulin, na und ?". Denn Insulin ist der Moment, wo es eben mit Tabletten nicht mehr geht, heißt: wo mein Körper die Insulinherstellung mehr oder weniger von alleine nicht mehr kann. Erfreulich finde ich das nicht.
Mir ist aber durch die Beiträge eines klar geworden: ich werde mir einen neuen Diabetologen suchen - Berlin ist gross.
Danke nochmals.
Thomas -
rudi
Rang: Gastam 10.07.2005 12:01:35
hallo thomas,
es geht nicht allein darum, ob du genug insulin produzierst.
das ganze system ist gestört, dann einfach mit tabletten oder insulin draufschlagen ist gang und gebe.
die aussage: metformin oder insulin finde ich laienhaft.
oliver ist das beispiel, dass es auch anders geht.
bei mir wird genug insulin produziert, nur kommt es zu spät an.
also esse ich weniger und öfter. mit viel bewegung ist dm zurückzudrängen.
wünsch dir einen guten diabetologen,
gruss rudi -
Frank
Rang: Gastam 11.07.2005 01:51:46
Hallo Thomas,
>Eigenverantwortung ist der beste Arzt.
ist eigentlich die Kernaussage.
Es gibt zwei Dinge, die man unterscheiden muss. Das sind absoluter und relativer Insulinmangel.
Leidest du unter absolutem Insulinmangel, hast du keine Chance. Du musst auf Medikamente, auch Insulin, zurückgreifen.
Liegt bei dir relativer Insulinmangel vor, d.h. du produzierst genug Insulin, was aber nicht angenommen wird, solltest du dich mehr um die Ursachen kümmern.
Der Insulinverbrauch eines gesunden Menschen liegt weit unter 100 Einheiten körpereigenem Insulin, meist sogar unter 50 Einheiten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Insulingaben, die das mehrfache der natürlich benötigten Menge ausmachen, auf längere Sicht gesund sind. Auch wenn man damit gute Glukosestoffwechsel-Laborwerte erreicht. Ein zu hoher Hormonspiegel ist nie gut.
Frank
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Babette
Rang: Gastam 11.07.2005 11:46:41
Hallo an alle!
Ich (seit einem Jahr Typ 2) kann nur bestätigen, was Oliver und Ines schreiben. Nachdem ich mich gesünder ernähre, auf diese Weise 20 kg abgenommen habe, mich (etwas) mehr bewege und so auf einem Hb1ac von 5,6 gelandet bin, nehme ich seit zwei Wochen kein Metformin mehr. Nach vier Tagen, in denen die BZ-Werte etwas schwankten - aber immer nur im grünen Bereich - liege ich jetzt unter 100 nüchtern und bis 120, selten 130 pp. Das klappt sicher nicht bei jedem, aber wenn die Voraussetzungen stimmen, geht es schon. Ich freue mich einfach darüber und genieße es, solange es geht!
Liebe Grüße!
Babette -
Babette
Rang: Gastam 11.07.2005 12:01:38
Da waren meine Finger wohl etwas zu schnell! Soll natürlich heißen: Hba1c
Babette -
paramedic
Rang: Gastam 16.07.2005 14:06:22
Hallo Thomas,
deine Bedenken gegen Insulinspritzen sind nicht unberechtigt. Falls du noch im Berufsleben stehst, sollte dir klar sein, daß Insulinpflichtige Patienten durchaus Einschränkungen im Straßenverkehr (Personenbeförderung) und im Bereich der Schichtarbeit hinnehmen müssen. Mein Arbeitsmediziner hat mir mitgeteilt, das ich meinen "geliebten" Schichtdienst aufgeben müsste für den Fall das ich spritze.
Ich hab es aber auch nur mit Tabetten im Griff. Durch Ernährung und Sport habe ich meinen Metformin Bedarf auf abends eine halbe Tabl. Amaryl gesengt mit dem Ziel bald das Zeug ganz ab setzen zu können. Auch wenn das viel Schweiss und eine grosse Überwindung des inneren "Schweinehunds" bedeutet hat, es hat sich für mich gelohnt.
Viel Erfolg von paramedic