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mal wieder ratlos...
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July
Rang: Gastam 07.02.2011 21:36:08
Hallo ihr Lieben,
Vor etwa einem 3/4-Jahr habe ich hier bereits ein Thema gestartet und sehr nützliche Informationen bekommen.
Zur Vorgeschichte, ich hatte seit 2003 einen latenten Diabetes der sich letztes Jahr manifestiert hat (1c über 6.5...)
2010 nun ging ich zum Diabetologen, es wurde ein Autoimmun Typ 1 festgestellt mit einem c-peptid von 2. Die Werte lagen so zwischen 70 vor bis 200g/dl 2 std nach dem Essen...
Daraufhin wurde ich weggeschickt mit der Aussage, wiederkommen zu sollen wenn die Werte extrem hoch steigen.
Inzwischen messe ich täglich mindestens einen Wert der über 250 mg/dl 2 Std nach dem Essen ist. Das seltsame ist aber, dass mein Körper mit seinem eigenen Insulin das schafft das wieder in den normalen Bereich zu senken so dass es dreimal täglich ein schönes auf und ab gibt mit meinem eigenen Insulin.
Jetzt will meine diabetologische Praxis durch neu durchgeführte Tests herausfinden ob es tatsächlich Typ 1 ist oder was das sonst sein soll.
Ich würde gerne wissen was dieses auf und ab eurer Meinung nach noch bedeuten könnte... versteht mich nicht falsch, aber nachdem mir etwa 8 Jahre lang bei jedem Bluttest von jedem behandelnden Arzt
gesagt wird: "Oh! Sie haben einen Diabetes! Und mir keiner sagt wie ich ihn behandeln soll bin ich ein klein Bisschen am Durchdrehen... weil ich glaube dass diese Werte um 300mg/dl gar nicht vorkommen dürfen, auch wenn mein eigenes Insulin das bewältigt...
Vielen Dank im Voraus...
July -
Vany
Rang: Gastam 07.02.2011 22:45:40
Nein, also solche Werte sollten nicht vorkommen!
Vielleicht hast du einen LADA Diabetes, das ist eine Form des Typ 1. Offensichtlich produzierst du noch relativ viel Insulin, deshalb schafft dein Körper es, die hohen pp-Werte zu senken, gesund ist das allerdings nicht.
Ich halte es für die beste Lösung, deinen Körper durch etwas externes Insulin (entweder Langzeit oder Bolus) zu unterstützen, dadurch kann auch die Lebensdauer deiner restlichen Beta-Zellen verlängert werden.
Such dir einen ordentlichen Diabetologen, denn es ist wirklich nicht gesund, mit solchen Werten ewig rumzulaufen!
Alles Gute und liebe Grüße,
Vany -
peter
Rang: Gastam 07.02.2011 23:35:19
volle zustimmung,
plädiere für bolus, auch wenns ab und an nicht gerne gehört wird, der typ ist völlig egal, der bz ist entscheidend (o- ton chef der diabetologie im kh)
bei unserer schulung auf die frage nach welchem typ - "ob man mit 5ie oder mit 20ie einen guten bz - fährt ist völlig egal , hauptsache es ist gut. von peter -
Jürgen
Rang: Gastam 08.02.2011 00:07:34
Moin July,
weiß nicht, was ich Dir damals geschrieben hab, aber
JEDER Diabetes mellitus Typ zeichnet sich dadurch aus, dass der BZ häufig oder immer über den für die Diagnose definierten Grenzwert ansteigt. Und JEDER Diabetes mellitus Typ zeichnet sich dadurch aus, dass er bei Erreichen der Diagnosereife/Grenzwertüberschreitung wenigstens 50% weniger Beta-Zellen hat, als ein Nichtdiabetiker gleichen Geschlechts und Alters mit ggf. gleichem BMI und ggf. gleicher Insulinresistenz.
Bis der Betazell-Rest auf etwa 20% geschrumpft ist, schafft der noch bei nicht allzu großer Last, den BZ in häufigen Fällen immer wieder, und bei gezielter Entlastung sogar voll in den gesunden Rahmen zu senken. Das funktioniert so lange, wie die Betas noch in Zeiten mit niedrigerem Insulin-Bedarf wieder etwas Insulin speichern und damit die größten Spitzen so weit kappen können, dass die Restproduktion anschließend wieder bis für bis auf die gesunde Talsole reicht.
JEDER BZ über gesund kann krank machen, je höher, desto mehr, und gesund siehst Du hier http://www.phlaunt.com/diabetes/16422495.php Umgekehrt gleicht jede Maßnahme jede mögliche Schadwirkung jedes Diabetes aus, die den BZ gesund begrenzt - z.B. auch der Ersatz von KHs durch Fett und Eiweiß. - Das ist ein Stück Grundübung, und mancheiner kommt damit erstaunlich weit, wie Du bei dem Markus hier sehen kannst medizin-forum.de/phpbb/viewtopic
.php?f=22&t=99527&p=467018&sid=
75104308f093bf3dba6ffe4e9a117324#p467018
Bisdann, Jürgen