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Forum für Notfälle einrichten
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Astrid
Rang: Gastam 15.05.2005 21:34:52
Hallo an alle!
Beim Duchlesen der vielen Einträge stellte ich fest, daß die meisten ein Austausch von Erfahrungen sind unterbrochen von echten HIlfeschreien.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß man ganz schnell in eine Situation kommen kann, wo man verzweifelt überlegt, wen um HImmels willen, man zu einer Notlage befragen kann, ohne daß sofort ein Arzt kommen muß.
Nun mein Vorschlag - ein Forum nur für echte Notanfragen einrichten.Wer sich dort meldet, der braucht ganz schnell und dringend einen helfenden Rat.
Was haltet Ihr davon?
zumindest wäre es sicherlich eine Diskussion wert. oder?
Ich grüße Euch aus einer Kleinstadt, die im Pfingstregen fast ertrinkt!
von Astrid -
Hans
Rang: Gastam 15.05.2005 23:25:53
Hallo Astrid,
nun lass mal die Kirche im Dorf. Wenn eine Anfrage ein Notfall ist, gehört sie bestimmt nicht hier her sondern zu einem Arzt.
Ein solches Forum würde widerum eine schnelle und kompetente Reaktion voraussetzen. Allein aus rechtlichen Gründen ist das nicht möglich.
Hier geben betroffene Laien ihre Erfahrungen weiter. Manches ist richtig, manches auch falsch. Es sind halt Meinungen.
Grüße von Hans -
klausdn
Rang: Gastam 16.05.2005 14:47:27
hallo astrid,
gebe dir voellig recht, der hinweis auf arzt ist nicht immer erfogreich, da viele docs mit dm nicht viel anfangen koennen, oder im ausland nix verstehen.
wenn hilfe gebraucht wird ist das auch wichtiger als irgendwelche rechtlichen bedenken.
zb spritzplan bei hyper, wie wirkt das insulin das ich hier bekomme(ausland) usw
mfg klaus von klausdn -
ANONYM
Rang: Gastam 17.05.2005 09:49:00
Und wer soll dann Tag und Nacht im Forum Wache schieben??? Und wer bezahlt das?
Vor einiger Zeit schrieb in einem dieser Foren hier nachts eine Frau (Abaka), daß ihr diabet. und blinder Mann nachts aus dem Haus gelaufen sei. Abgesehen davon, daß diese Meldung erst nach einiger Zeit überhaupt eine (fragende) Antwort bekam, wer und wie sollte ihr in dieser Notsituation aus dem Forum heraus helfen? von ANONYM -
Astrid
Rang: Gastam 17.05.2005 15:53:23
Hallo!
Na klar, muß das gut überlegt sein, aber ich bin durch ein Schlüsselerlebnis darauf gekommen.
Hatte vor ein paar Wochen einen Magen-Darm Infekt. Es kam alles überall gleichzeitig.
Anruf beim Arzt (Typ1 bekannt)
"Das wird sich schon wieder beruhigen!"
Hat's aber nicht.
Nachdem ich über 24 Stunden nichtmal einen Schluck Wasser bei mir behalten habe, Notarzt angerufen.
"Dia, Typ 1? Sehen Sie zu, daß Sie ins krankenhaus kommen!"
Spätestens an dieser Stelle wollte ich ins Forum, habe dann aber gedacht, wer weiß, wer wann etwas liest und überhaupt!
Also Tasche genommen (Ist immer gepackt ) und ließ mich in die Notaufnahme fahren.
Das war um 14.30.
Um 18.30 hatte ich ein Bett aber noch keinen Arztkontakt.
Um 19.30 Arzt.
Den ZUcker habe ich meistens mit meinem eigenen Gerät gemessen. (dreimal am Tag war nur von der Station vorgesehen!)
Das Infusionsgerät gab den Geist auf und ich lag da drei Tage rum, ohne Behandlung,
Am 4. Tag konnte ich wieder etwas bei mir behalten, solange habe ich von schluckweise Tee mit tRaubenzucker gelebt.
Irgendwelche Tipps, zur Zuckerregulierung???NEIN!! ich habe alles selber entschieden und gemacht.
Ich bin heute noch entsetzt!!
Wenn ich mir noch einmal so etwas einfange, werde ich weder einen Arzt fragen , geschweige denn in ein Kr. gehen!
Aber einen guten Rat von einem gut informierten Betroffenen werde ich mir gern holen!
Es soll ja auch nur angeregt werden, daß die Forumnutzer dann einmal öfter in das bewußte F.schauen, ob da vielleicht gerade jemand ein dickes problem hat. Was soll daran so kompliziert sein? Letztlich ist doch jeder für sich selber verantwortlich und entscheidet, ob er etwas macht oder es läßt!!
Bis irgendwann!!
Astrid
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Hans
Rang: Gastam 17.05.2005 18:14:41
Hallo Astrid,
wenn Du nur eine halbwegs vernüftige Schulung erlebt hättest, wäre diese Situation für dich schnell handelbar gewesen.
Grüße von Hans -
Astrid
Rang: Gastam 17.05.2005 21:19:07
Hallo!
Eigentlich ist es schade, daß hier alle soooo klug sind und sich kaum dazu herablassen, ein paar höfliche, geschweige denn nette Worte für oder gegen meine Idee zu finden.
Ich hoffe, daß so viel geballtes Wissen ausreicht, um Abnehmwillige und Penunkundige von Verzweifelten und Gefährdeten zu unterscheiden und daß dann der Wille und die HIlfsbereitschaft vorhanden sind, um beratend zu helfen.
Nun denn!
Es soll halt nicht sein.
Bis irgendwann einmal!
astrid von Astrid -
Babette
Rang: Gastam 18.05.2005 17:26:15
Hallo Astrid,
also ich finde diese rigorose Ablehnung doch etwas erstaunlich. Natürlich wird niemand in einer lebensbedrohlichen Situation ins Forum schauen statt den Notarzt zu rufen. Aber es gibt ja auch die "kleineren Notfälle", bei denen ein schneller Kontakt zu Gleichgesinnten einem schon enorm weiterhelfen würden - und sei es psychisch.
Allerdings müßten dann wirklich alle Bereitwilligen etwas regelmäßiger einen Blick in dieses "Notfall-Forum" werfen. Aber das dürfte doch kein Problem sein?!
Liebe Grüße
Babette
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Oliver Fliesgen
Rang: Gastam 24.05.2005 17:25:41
Hallo Hans,
tolle Bemerkung! Wenn sie hätte..bla bla...selbst wenn das stimmte, was hilft ihr das in dieser Situation? Geht es hier um schuldhaftes Verhalten? Machst Du Leuten, die akut Hilfe brauchen, dann auch diesen Vorwurf "Hättest Du mal..."? Zumal Astrid damals Ärzte um Rat gebeten hat...
In jedem Fall möchte ich Dir, Hans, in einer Notlage nicht begegnen, geschweige denn von Dir Antworten im Forum erhalten.
@Astrid
Ich bin der Meinung, dass der Vorschlag diskussionswürdig ist. Kann natürlich sein, dass man im Forum nicht sofort eine Antwort bekommt, aber selbst die Panik nach der Diagnose DM ist eine echte Notlage. Mir haben damals die meisten Antworten geholfen.
Gruß
Oliver von Oliver Fliesgen -
Hans
Rang: Gastam 24.05.2005 19:40:37
Hallo Oliver,
es geht hier um die Qualität von Schulungen für Diabetiker und nicht um vermeintliche Vorwürfe gegenüber Betroffenen.
Die Erhöhung von Blutzuckerwerten infolge einer Infektion gehört zu einer Situation die einfach mit jedem Betroffenen im Rahmen einer Schulung besprochen werden muss.
Dr, Teupe gibt dafür sogar klare Handlungsanweisungen wie solche erhöten Werte fachgerecht heruntergespritzt werden können. Dabei muss viel beachtet werden, Zu schnelles herunterspritzen kann auch zu sehr gefährlichen Komplikationen (Augen, Gehirn) führen.
Im Rahmen einer Schulung ist das alles lernbar, nicht aber durch einen Beitrag in einem (Notfall) Forum.
Möchtest Du die Verantwortung tragen, dass ein Mensch erblindet oder infölge eines Gehirnödems verstirbt?
Ich jedenfalls nicht.
Grüße von Hans