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Freundin mit D Typ1

  • Esther

    Rang: Gast
    am 11.04.2005 22:38:56
    Hallo!
    Ich hab schon mehrmals ins Forum hineingeschnuppert., denn ich habe eine Freundin mit Diabetes Typ 1. Mich selbst plagt eine andere Erkrankung, diev öllig anders gelagert ist und um die sich mein Leben dreht- und dreht und dreht. So als ob nur das wichtig ist. Aber manchmal, wenn meine Freundin mit ihren Zuckerwerten Achterbahn fahren muß, stehe ich ohne Worte daneben. Ich weiß den medizin Hintergrund von Typ 1D. aus Büchern; doch, um ehrlich zu sein, kann ich zuwenig damit anfangen, um wirklich zu begreifen, was die neusten Pumpsysteme für meine Freundin emotional bedeuten. Ich spüre ihre Hoffnung, und doch habe ich das Gefühl, das reicht nicht, denn in diesem Moment ist unsere Nähe nicht ganz so fühlbar. Weil ich mich einfach nicht so gut auskenne, um diese Fortschritte wirklich und echt als positiv bewerten zu können. Mich interessiert, was ihr von Euren Freunden, die nicht betroffen sind, erwartet und wünscht. So hatte ich zb ein wenig scheu, hier im Forum zu posten- obwohl dies ja offensichtlich keine geschlossene Gesellschaft ist. Manchmal muß allerdingsman sich mit seinem Schicksal abgrenzen, einen eigenen Raum bewahren, wo man sich zurückziehen und regenerieren kann. Aber andererseits möchte man ihn auch seinem Nächsten öffnen- so geht es jedenfalls mir mit meiner Sache. Auch um der Normalität willen.
    viele Grüße
    esther von Esther
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 12.04.2005 00:30:23
    hallo ester,
    auch wenn wir uns hier nicht immer einig ueber werte, oder andere sachen sind .
    ueber eins sind wir uns alle einig=
    wer hilfe braucht bekommt hilfe, hier ist keiner alleine
    auf fast alle fragen gibt es antworten.
    was jeder fuer sich nutzt , das ist jedem ueberlassen
    aber gerade die vielfalt der meinungen ist enorm wichtig, das ist information, und das ist gerade bei zb dm das allerwichtigste.
    meine meinung zu deinem problem(das deiner freundin)
    eine pumpe ist etwas hervorragendes fuer uns .
    aber: sie ist nur so gut , wie sie programmiert ist, wie sie gesteuer wird. das ist fuer viele ein problem
    (nicht jeder ist ein gelernter regeltchniker, und gleichzeitig arzt)
    die beste schulung fuer eine pumpe(nach meinung vieler) ist bei doc teupe in althausen.
    die zweitbeste in bad mergentheim.
    aber du wirst sehen es gibt noch andere erfahrungen
    auch dein problem kannst du hier zur frage stellen, wir haben nicht nur dm, und trotzdem leben und lachen wir.
    mfg klaus von klausdn
  • Thomas2002

    Rang: Gast
    am 12.04.2005 00:30:51
    normalität ist ein gutes stichwort. typ 1 heist sich zu überlegen, was man vorhat, um sich die richtige menge an insulin und kohlehydrate für das geplante reinzuziehen. nicht mehr und nicht weniger. kein verzicht auf ein abendessen, kino, balearen und was weis ich sonst noch.

    was die pumpe betrifft, so kommen die meisten nach einer gescheiten schulung mit ihr besser zurecht als zuvor.

    bangemachen gilt nicht.

    zum schmökern:

    http://www.health24.com/medical/Condition_centres/777-792-808-1536,16928.asp von Thomas2002
  • Elsbeth

    Rang: Gast
    am 12.04.2005 11:25:12
    Hallo Esther,

    aus meiner Sicht würde ich sagen: Ich regele meine Diabeetestherapie selbst und möchte nicht, daß mein Mann sich da einmischt, obwohl er ein ganz lieber ist. Er weiß gut Bescheid und könnte im Notfall helfen, Ansonsten ist mein Diabetologe zuständig. Ich bin der Ansicht, daß die meisten gut informierten und therapierten Diabetiker keine Einmischung möchten, was Information nicht ausschließt, die dann vom Diabetiker kommen müßte. von Elsbeth
  • esther

    Rang: Gast
    am 12.04.2005 11:26:59
    Hallo!
    Dann werde ich mich noch genauer informieren. Immerhin weiß ich nun, daß Halle Berry und Typ 1 Diabetes zusammengehört. In Schulungen komme ich ja als Nicht-Betroffene schlecht rein....:-). Muß auch nicht sein, nicht wahr?
    Seht ihr den Diabetes eher als Erkrankung oder Behinderung?
    Vielen Dank,
    esther
  • esther

    Rang: Gast
    am 12.04.2005 11:35:34
    hallo elsbet!
    Ins Therapiekonzept Betroffener einmischen geht auch aus meiner Sicht fzu weit und hat nichts mit Freundschaftsdienst zu tun. Dennoch möchte ich schon nicht einfach Infos an den Kopf geknallt bekommen wie: "die eine Pumpe tut nicht weh ist aber nicht so gut wie die andere mit den stahlkanülen". Damit kann ich nix anfangen und es wäre blöd, wenn ich jedesmal genau nachfrage, bis auch ichs endlich begriffen hab. Das ist wie, wenn einer sagt, "ich hab schlimme Depressionen! Nimms zur Kenntnis!" Da möchte ich schon gern die näheren Umstände wissen, sonst fühle ich mich, wenn das sehr oft vor, ziemlich benutzt. In dem Moment ist es aber auch mist, den Leidenden (so möcht ich s mal nennen) da Infos wie ein Arzt herauszuquetschen, wo das doch eine Situation ist, die sich mehr auf emotionaler als auf sachlicher Ebene abspielt. Verstehst Du, was ich meine?
    viele Grüße
    esther
  • rudi

    Rang: Gast
    am 12.04.2005 11:51:19
    hallo ester,

    dass meine partnerin über meinen diabetes bescheid weis, finde ich gut.
    besonders wenn probleme auftreten, z.b. unterzuckerungen.
    auch beim zubereiten von speisen ist sehr wichtig, dass keine hohen blutzuckerspitzen auftreten.
    finde es echt toll, dass du dich informierst und damit besser bescheid weist.
    meine frau therapiert mich nicht, aber ich schätze es, dass sie sich dafür interessiert und das beruht auf gegenseitigkeit, da jeder eine andere beeinträchtigung hat.

    viele grüsse, rudi

  • esther

    Rang: Gast
    am 12.04.2005 13:23:37
    hallo rudi und co!
    Muß, glaub ich, mal was klarstellen: meinefreundin ist nicht meine Partnerin. Wir haben uns bei der Ausbildung kennengelernt und sind halt sehr gut befreundet, eben so.
    Aber es tut echt gut, soviel feedback von Euch zu bekommen.
    vG
    esther
  • Thomas2002

    Rang: Gast
    am 12.04.2005 13:33:03
    was wesentlich währe, ist zu erkennen, wann eine unterzuckerung anfängt. der betroffene bekommt das manchmal sehr spät mit. es währe gut, wenn die symptome bekannt sind. auch das spritzen von glucagon und insulin sollte für den notfall besprochen und geübt werden. das essen richtet sich in erster linie an die diabetiker.

    was den rest betrifft, so ist das eher eine sache des zwischenmenschlichen feelings. _oberlehrerhaftes_ einmischen haben die geringsten sympathiewerte ;-) von Thomas2002
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 12.04.2005 15:33:10
    hallo ester,
    so wie halle berry versorgt wird, ist es nicht fuer alle in usa. und anderen laendern.
    mit einem guten doc ist man hier schon zur einen haelfte optimal drauf.
    die andere haelfte und die ist das leben , das sind wir mit dm , da findest du das gesamte spektrum.
    wer seinen dm gut haendeln will, muss gut informiert sein, es gibt viele die wie ich selbst entscheiden, was und wieviel wann gespritzt wird.
    das ist der sinn und zweck der ict, wir sind weder krank noch behindert, noch leiden wir.
    uns fehlt insulin das ist alles.
    und von da an findest du alle die , es nicht koennen, wollen , angst haben. und auch ganz alte die mit ct
    noch exzellente werte erreichen.(koennen)
    noch drei infos:
    zu einer guten schulung kann man auch jemanden mitbringen(bei uns war das kein problem).
    meine frau mischt sich grundsaetzlich nicht ein,
    aber wenn sie das gefuehl hat ich liege zu niedrig, legt sie mir wortlos das messgeraet hin.
    und mit den pumpen und kathetern lass dir nix erzaehlen- es gibt fuer jede pumpe- jeden katheter- /stahl-teflon- katheterlaenge-schlauchlaenge-----
    mfg klaus
    von klausdn