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Diabetes - und nun?
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Ralf
Rang: Gastam 08.03.2005 18:39:51
Hallo an alle!
Ich wurde heute mit der Diagnose "Diabetes" (Typ II) konfrontiert und steh noch etwas unter Schock.
Allerdings hab ich mir dies wohl selbst eingebrockt durch jahrelanges hohes Übergewicht und wenig Bewegung sowie Arztbesuche nur, wenns ziemlich wehtat.
Mein Nüchtern-BZ war 258 und der Hba1c 12,2.
Ich bin 184 cm groß, wiege 125 kg (war schon bis 145 kg schwer), 41 Jahre alt.
Man hat mir (für die nächsten 14 Tage, in denen mein Hausarzt Urlaub hat), eine Packung "Diabesan" 850 mg (Metformin) mitgegeben. Davon soll ich diese Woche abends immer eine und ab kommenden Sonntag morgens und abends eine nehmen.
Am darauffolgenden Dienstag hab ich morgens einen Termin mit einem Vertretungsarzt zum Nüchtern-BZ-Messen.
Auf meine Fragen, wie es denn jetzt weitergeht (nach den ersten 14 Tagen) bekam ich keine klare Antworten. Man müsse erstmal die 14 Tage abwarten.
Ich hab etwas Furcht vor dem Insulin spritzen - und dem ständigen In-die Finger-stechen.
Typische Diabetes-Symptome konnte ich bisher eigentlich nicht an mir feststellen (z. gesteigerter Durst oder Empfindungsstörungen, Sehprobleme) und ich war auch minimal krank in den letzten Jahren.
Tja - und jetzt das. Muß erst noch begreifen, was da alles auf mich zukommt.
Ich bitte mein Posting hier nicht als Selbstmitleid mißzuverstehen - obwohl ich zugegeben etwas niedergeschlagen bin.
Vielleicht hat mir jemand gute Ratschläge?
Zum Beispiel ist mein gemessener BZ-Wert bedrohlich? Und kann der mit Tabletten bis auf Normal-Niveau gesenkt werden? Oder
bin ich schon sicher ein Fall für die Spritze?
Sind das dann richtige Spritzen (oh Gott) oder gibts da schon was besserer? Was kommt an Kosten für die Behandlung auf mich zu?
Freue mich über jede Antwort.
Grüsse, Ralf
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Ralf
Rang: Gastam 08.03.2005 18:39:51
Hallo an alle!
Ich wurde heute mit der Diagnose "Diabetes" (Typ II) konfrontiert und steh noch etwas unter Schock.
Allerdings hab ich mir dies wohl selbst eingebrockt durch jahrelanges hohes Übergewicht und wenig Bewegung sowie Arztbesuche nur, wenns ziemlich wehtat.
Mein Nüchtern-BZ war 258 und der Hba1c 12,2.
Ich bin 184 cm groß, wiege 125 kg (war schon bis 145 kg schwer), 41 Jahre alt.
Man hat mir (für die nächsten 14 Tage, in denen mein Hausarzt Urlaub hat), eine Packung "Diabesan" 850 mg (Metformin) mitgegeben. Davon soll ich diese Woche abends immer eine und ab kommenden Sonntag morgens und abends eine nehmen.
Am darauffolgenden Dienstag hab ich morgens einen Termin mit einem Vertretungsarzt zum Nüchtern-BZ-Messen.
Auf meine Fragen, wie es denn jetzt weitergeht (nach den ersten 14 Tagen) bekam ich keine klare Antworten. Man müsse erstmal die 14 Tage abwarten.
Ich hab etwas Furcht vor dem Insulin spritzen - und dem ständigen In-die Finger-stechen.
Typische Diabetes-Symptome konnte ich bisher eigentlich nicht an mir feststellen (z. gesteigerter Durst oder Empfindungsstörungen, Sehprobleme) und ich war auch minimal krank in den letzten Jahren.
Tja - und jetzt das. Muß erst noch begreifen, was da alles auf mich zukommt.
Ich bitte mein Posting hier nicht als Selbstmitleid mißzuverstehen - obwohl ich zugegeben etwas niedergeschlagen bin.
Vielleicht hat mir jemand gute Ratschläge?
Zum Beispiel ist mein gemessener BZ-Wert bedrohlich? Und kann der mit Tabletten bis auf Normal-Niveau gesenkt werden? Oder
bin ich schon sicher ein Fall für die Spritze?
Sind das dann richtige Spritzen (oh Gott) oder gibts da schon was besserer? Was kommt an Kosten für die Behandlung auf mich zu?
Freue mich über jede Antwort.
Grüsse, Ralf
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klausdn
Rang: Gastam 08.03.2005 20:52:30
hallo ralf,
zur beruhigung es gib schlimmeres.
ob und wie lange du ums insulin herumkommst kann dir keiner sagen.
aber: heutzutage wird mit "pens" gesprizt , sehen aus wie dicker kugelschreiber, die nadeln sind so duenn
0,25mm die merkt man nicht.
das bz messen ist laestig aber auch nicht sooo
schlimm, nie !! in die mitte, immer an den seiten picken und wechseln--mittelfinger, ring ,kleiner,
was du tun kannst: abnehmen(langsam), essen : mehr in richtung gemuese -obst, kohlenhydrate mit langsamer wirkung(vollkornbrot, pellkartoffeln...)
schneller als zucker kartoffelpamps- vermeiden.
wichtig ! ! ! alles an infos sammeln was es gibt,
und das ist eine menge, alle hersteller haben ueberwiegend sehr gutes infomaterial(kostenlos)
und :bewegung , vorsichtig anfangen aber durchhalten, besser jeden tag etwas als heute rennen wie verrueckt und dann sessel druecken.
schicke mir ne mail, zurueck kommt adressen liste,
hast du messgeraet? auch schreiben.
habe absichtlich auf fachbez. verzichtet, kommt von selbst.
mfg klaus von klausdn -
Anke S.
Rang: Gastam 08.03.2005 21:47:17
Hallo Ralf !
Erst einmal: keine Panik :-)))
Sicher kommt - je nachdem wie ernst du das Thema selber nimmst - ein tüchtiger Schwung Neues auf dich zu. Sicher kommen anfangs auch mehr Fragen auf, als du auf die Schnelle Anworten finden wirst ... aber don´t worry - wie bei allen anderen, die auf einmal wie du vor dieser Diagnose stehen, wird sich der neue Alltag schließlich - gut - finden !
Da der der Blutzuckerspiegel bei Nicht-Diabetikern nüchtern höchstens bei 110 mg/dl liegen sollte, ist ein Wert von ca 260 mg/dl schon recht hoch. Ebenso der HbA1c, dessen Normalwert bei max. 6,0 liegt. Gut eingestellte Diabetiker sollten wegen der sonst drohenden Spätfolgen einen HbA1c von möglichst nicht über 6,5, keinesfalls aber über 7,5 erreichen.
Schade, dass dein Hausarzt ausgerechnet jetzt in Urlaub geht ... da du früher oder später um eine gute Einstellung und Schulung nicht herum kommen wirst, wäre es allerdings sicher nicht schlecht, den Urlaub des Hausarztes schon einmal sinnbringend zu nutzen und sofort eine kompetente Anlaufstelle (diabetologische Schwerpunktpraxis oder Diabeteszentrum einer Klinik) aufzusuchen. Unter www.schwerpunktpraxis.de kannst du nach Adressen in deiner Nähe gucken.
Für einen Gang zum Diabetologen/ Aufenthalt in der Klinik würde
* zum einen die kompetente Entscheidung "Insulin ja oder nein" sprechen (es ist leider nicht unbedingt zu erwarten, dass Metformin als Therapeutikum ausreicht)
* die Möglichkeit sprechen, dass du auf evtl. bereits vorhandene Spätschäden untersuchen lassen bzw. sie ausschließen lassen kannst (man fühlt sie bei Diabetes nicht immer ... um so wichtiger sind die frühzeitigen (!) entsprechenden Untersuchungen)
* und vor allem hättest du dort in Schulungen die Möglichkeit, kompetente Antworten auf das Warum und Was und Wie im Alltag zu bekommen. Zwar bedeutet das den "absoluten" ein- bis zweiwöchigen Sprung ins Thema Diabetes - aber viele Unsicherheiten lassen sich dadurch gleich am Anfang ausschließen. Der Austausch mit Leidensgefährten ist sicher auch nicht ganz schlecht ;-).
Keine Angst vorm Spritzen ... es ist nicht ein Achtel so schlimm, wie man es sich vor dem ersten Mal vorstellt ! Heute verwenden Diabetiker sog. "Pens", die wie Kugelschreiber aussehen und mit denen man sich ohne große Vorbereitung und mit einer hauchdünnen Nadel immer und überall Insulin spritzen kann.
Keine Angst vorm Messen ... wenn dir die Fingerbeere gar nicht behagt, kannst du spätestens bei der Selbstkontrolle mit eigenem Gerät (FreeStyle- und Accu Chek-Geräte bieten meines Wissens diese Möglichkeit) auch einen winzigen Tropfen Blut vom Unterarm oder dem Daumenballen gewinnen.
Also nicht verzweifeln !
... aber auch nicht tatenlos abwarten ;-) Du bist viel zu jung, um durch eine halbherzige Therapie Spätfolgen provozieren zu dürfen !
Alles Gute und viele Grüße !
Anke von Anke S. -
Reinhard
Rang: Gastam 09.03.2005 09:42:43
Hallo Ralf,
ich habe Dir schon im anderen Forum geantwortet. von Reinhard -
Ralf
Rang: Gastam 09.03.2005 21:38:19
Ein Blutzuckermessgerät (akkuCheck) hab ich mir besorgt.
Habs allerdings noch nicht eingesetzt.
Herzlichen Dank erstmal für die Ratschläge.
Grüsse, Ralf
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Ralf
Rang: Gastam 09.03.2005 21:46:09
Hallo Anke,
herzlichen Dank für Deine Ratschläge. Ich werde mich dann wohl mal an einen Facharzt wenden - mir ist auch nicht wohl dabei, noch 14 Tage mit diesen Werten rumzulaufen.
Leider hab ich gestern hier ein Doppelposting produziert, unabsichtlich - Du hast es sicher schon bemerkt.
Grüsse, Ralf
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Ralf
Rang: Gastam 09.03.2005 21:58:28
Ich hab unter www.schwerpunktpraxis.de mal nachgesehen - da gibts nur einen einzigen Eintrag in meiner Nähe - und das ist eine bekannte Internisten-Praxis. Eigentlich müßte ich mich doch gleich dorthin wenden können - notfalls zahl ich halt nochmal 10 Euro Praxisgebühr, darauf komMTS mir jetzt wirklich nicht an.
Grüsse, Ralf
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klausdn
Rang: Gastam 09.03.2005 23:16:14
hallo ralf,
1. mitteilung: der bz-normwert ist 100, der entsprechende hba1c 5,5%
deine werte sind jenseits, aber !!! langsam senken
zu schnelles senken schadet den augen.
im notfall(infektion oder keto ) muss man schnell runter.
wichtig! augendoc, durchblutung beine messen,
2. frage: warum misst du nicht?
nuechtern- 2h nach dem essen
alles gute klaus von klausdn -
Anke S.
Rang: Gastam 10.03.2005 12:59:00
Hallo Ralf,
ja, würde ich unbedigt machen :-)
Wie weit du eine Überweisung evtl nachreichen müsstest, kann dir der Internist sicher auch sagen.
Viele Grüße Anke von Anke S.