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Was wenn?
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Sinah
Rang: Gastam 23.02.2005 19:13:44
Hallo,
ich bin Diabetiker TypII und bin Herzkrank und mußte schon des öfteren eine Katheteruntersuchung gehabt.
Jetzt habe ich gehört,wenn man Metformin nimmt, darf man sowas nicht machen lassen wegen des Kontrastmittels,da könne das Blut übersäuern.
Was tun, wenn es nun doch gemacht werden muß? oder gibt es andere Untersuchungen um die Kranzgefäße dar zu stellen?
Danke,
LG, sinah von Sinah -
Ines
Rang: Gastam 23.02.2005 20:13:55
Hallo,
Wie wär´s mit einem anderen Medikament?
Ich an Deiner Stelle würde meinen Diabetologen fragen. Metformin wird ja nicht von allen vertragen und hat auch so einige Nebenwirkungen. Warum nicht auf Insulin umsteigen?
Soviel ich weiß, gibt es aber auch Tabletten, die nicht metrforminhaltig sind.
Gruß Ines
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Sinah
Rang: Gastam 23.02.2005 20:32:53
Hallo Ines,
das stimmt, es gibt andere Mittel,aber alle haben den Zusatz mit dem Kontrastmittel.
Nur Insulin will meine Diabetologin nicht,denn ich neige unter Insulin zur Zunahme und das kann ich mir nicht leisten.
Ich spritze abends 6 IE und bin davon nachts unterzuckert,dann habe ich eine Gegenreaktion und habe morgens dann wieder 140.
LG. Sinah -
Ines
Rang: Gastam 23.02.2005 20:48:16
Hi Sinah,
Reicht es denn nicht für die Herzkatheter- untersuchung aus, das Metformin für ein paar Tage abzusetzen, vielleicht sogar erst im Krankenhaus, und dann in dieser Zeit unter ärztlicher Aufsicht mit Insulin zu behandeln?
Hier bei uns git es ein Diabeteszentrum, welches gleichzeitig auch Zentrum für Herzerkrankungen ist - wäre ja für sowas ne ideale Kombination.
So eine Untersuchung dauert ja nicht solange, und ich kann mir nicht vorstellen, daß man im Krankenhausstreß zunehmen kann.
Liebe Grüße Ines -
sinah
Rang: Gastam 23.02.2005 20:50:29
Hallo Ines,
ja, eigentlich kein Problem, aber letztes Jahr hatte ich einen Herzinfarkt und mußte innerhalb von 3 Stunden einen Katheter haben, damit die Verengung aufgemacht werden konnte.
Das geht natürlich unter Metformin nicht und der Infarkt würde nicht so "glimpflich" ablaufen.
LG. Sinah von sinah -
Reinhard
Rang: Gastam 24.02.2005 09:29:12
Hi Sinah,
es gibt Alternativen zur Katheteruntersuchung,es sei denn, es muß eine Dilatation vorgenommen bzw. ein Stent eingesetzt werden. In Deutschland werden ohnehin viel zu viele Katheteruntersuchungen gemacht, verglichen mit anderen europäischen Ländern, bringt natürlich ne Menge Geld in die Kasse.
Ich würde ohnehin Metformin nicht schlucken, Insulin ist auf Dauer die besere Behandlung, zumal bei Deinen Folgeschäden. von Reinhard -
Ines
Rang: Gastam 24.02.2005 11:04:35
Hallo Sinah,
Du schreibst, Du könntest Insulin nicht anwenden, weil Du zu Gewichtszunahme unter Insulin neigst.
Hast Du schon mal über eine Ernährungsumstellung nachgedacht? Ich weiß, von vielen Diabetologen wird die kohlenhydratreiche Ernährung propagiert - aber die "falschen" Kohlenhydrate setzen an - und nicht nur Fett etc. Das haben jetzt sogar die Ernährungswissenschaftler kapiert.
Wie wäre es denn mit einer kohlenhydratreduzierten Kost? Brot und Getreideprodukte werden reduziert, Produkte aus Weißmehl sollten am wenigsten verzehrt werden, Vollkornprodukte sind besser.
Als Alternative zum Brot kann man z.B. gekochtes Getreide (Hirse, Reis, Amaranth, Hafer ...) essen mit Obst oder Gemüse.
Ich spritze auch Insulin und neige sicherlich bei "normaler" Esserei auch zum Zunehmen oder hätte ständig auf irgendwas Hunger.
Nach meiner Ernährungsumstellung hab ich ständig abgenommen und erreiche bestimmt im Frühling mein Normalgewicht - es fehlen noch ganze 3 Kilo.
Gruß Ines -
Susi
Rang: Gastam 24.02.2005 11:16:43
@Reinhard
Aus welchen Gründen würdest Du Metformin nicht nehmen?
Gruß Susi
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Anke S.
Rang: Gastam 24.02.2005 14:54:51
Hallo Sinah,
einer geplanten Herzkatheteruntersuchung (die zur Beurteilung der Herzkranzgefäße tatsächlich sehr gut geeignet ist) sollte die Metformin-Therapie nicht im Wege stehen, da man es einige Tage vor der Untersuchung (die Wirkungsdauer von Metformin ist recht lang) absetzen und zeitlich begrenzt sicher durch Insulin ersetzen kann - am besten in einem Zentrum.
Unvorhergesehene Ereignisse (du hast, glaube ich, irgendwo den Infarkt angesprochen) kann man natürlich nicht planen ;-).
Zum einen bedeutet ein von dir angesprochener Infarkt aber nicht unbedingt eine weitere Katheteruntersuchung. Zum anderen würde es sich ohnehin sicher lohnen, gemeinsam mit der Diabetologin eine Nutzen-Risiko-Abwägung zu treffen. Abhängig davon, wie gut deine Herzleistung und wie hoch die tägliche Metformin-Dosis ist.
Ist die Dosis bei dir hoch (die Spannweite liegt zwischen 500 bis über 2500mg täglich) könnte man z.B. auch eine Kombination von Sulfonylharnstoffen und Metformin oder Insulin und Metformin überlegen, um den Anteil der Stoffe, die eine Übersäuerung begünstigen, zu senken.
Viele Grüße Anke von Anke S. -
Reinhard
Rang: Gastam 25.02.2005 09:59:25
Hi Susi,
Metformin senkt nicht den BZ wie Insulin, sondern manipuliert die Verdauung, um so niedrigere Werte zu erreichen. Es treten Nebenwirkungen auf wie Blähungen und Durchfall und, was auch gefährlich werden kann, eine Übersäuerung des Körpers (s. Beipackzettel). Metformin wird meist übergewichtigen Diabetikern verschrieben. von Reinhard