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Diabetes und Angst
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matusa
Rang: Gastam 01.02.2005 19:27:55
Hallo Leute,
ich bin zum ersten mal heute in diesem Forum und bin sehr begeistert.
ich habe ein Problem. Und zwar komme ich mit meinen messungen absolut nicht zurecht und frage mich ständig, ob ich der einzige bin, der das nicht hinkriegt? laut meinem arzt jedenfalls schon.
ich bin seit 3 jahren typI-diabetiker. Ich benötige ca 25 testsreifen am Tag, was bedeutet, daß ich nicht einmal ein halbes quartal mit den mir zustehenden 600 hinkomme und sie mir dann selber kaufe, was eine starke finanzielle belastung ist.
eigentlich hatte ich schon bevor ich zucker bekam mit gelegentlichen angstattacken zu tun. mitlerweile habe ich keinerlei gefühl mehr für meinen körper. ob ich hoch oder niedrig bin weiß ich nie. und dann kommt die panik und ich messe. versuche ich es zu unterdrücken, geht es garnicht. am schlimmsten ist es wenn ich zum beispiel einkaufen muss. ohne vorher zu messen geh ich garniergens rein, auch wenn ich mich gut fühle. wenn ich drinn bin bekomme ich dann panik, was dazu geführt hat, daß ich schon einen echt guten tag haben muss um überhaupt noch in ein geschäft zu gehen.
mitlerweile habe ich immer mehr das gefühl, daß ich auch irgendwie auf das insulin reagiere. seit ich diabetiker bin, gehts mir körperlich oft schlecht. ich fühl mich schlapp und hab kreislaufproblem, bin vollkommen lustlos, was eine einschätzung meines zuckers nicht gerade begünstigt.
ich spritze 2 mal tagsüber und 1 mal abends langzeit. vieleicht bilde ich es mir ein, aber wenn das insulin seine höchstwirkung erreicht, fühle ich mich am schlimmsten.
jedenfalls hat dies für mich nichts mehr mit lebensqualität zu tun, und jeder versuch mich zusammenzureißen schlägt fehl. ich wäre dankbar, wenn mir jemand einen tipp geben könnte. Hat jemand ähnliche erfahrungen? Kann es sein, daß dies vom Insulin kommt? ich habe den eindruck, daß hier sehr nette menschen posten und hoffe jemand hat ähnliche erfahrungen und ein paar tips für mich. von matusa -
Lovely
Rang: Gastam 01.02.2005 23:38:14
Hallo matusa.
Meine Güte, Du hast es wirklich nicht leicht. Dein Posting hat mich sehr berührt.
Bevor ich dir ausführlich antworte: Bist Du in therapeutischer Behandlung wegen der Angst- und/oder Zwangserkrankung? Wie lange hast Du sie schon?
Gruß,
Lovely -
matusa
Rang: Gastam 01.02.2005 23:40:59
das geht schon länger so.
ich weiß, daß ich langsam mal einen Arzt aufsuchen sollte.
ich frage mich halt, ob das auch mit dem Insulin zutun haben kann. von matusa -
Elsbeth
Rang: Gastam 02.02.2005 08:42:21
Du solltest unbedingt einen Psychotherapeuten aufsuchen, am besten natürlich einen, der sich auch mit Diabetes auskennt.
http://www.diabetes-psychologie.de/ptplz.htm
von Elsbeth -
Markus
Rang: Gastam 02.02.2005 12:47:04
Hallo Matusa,
also ich bin auch der Meinung Du solltest Dir dringend Hilfe suchen und auch annehmen.
25 Teststreifen am Tag das ist schon eine hohe Menge.
Mir ging es nach einer schweren Hypo vor
2-3 Jahren auch nicht besonders. Ich habe so um die 10-12 Teststreifen pro Tag gebraucht. Letzendlich habe ich mich aber noch sehr zurückgehalten, sonst hätte ich wohl auch noch viel mehr Teststreifen gebraucht. Dabei ging es mir dann natürlich nicht besonders gut.
Ich habe mich auch nur bis zu ca. 15 Minuten nach der Messung wohlgefühlt, danach hatte ich teilweise auch schon Zweifel ob es nicht doch niedrig war.
Ich bin nicht ohne 9 -12 Blöcke Traubenzucker irgendwo hingegangen.
Zum Glück habe ich einen super Arzt der mich zu der Zeit sehr gut unterstützt hatte.
Ich habe an einem Hypoglykämiewarnehmungstrainung (kurz BGAT) in einer Klinik teilgenommen.
Bei diesem Training lernt man den BZ anhand von Symptomen/Anzeichen abzuschätzen.
Mir hat das damals meine Sicherheit zurückgebracht und geholfen.
Sehr nette Leute findest Du übrigens auch in diesem Forum :
http://www.diabetesinfo.de/forum
Grüße
Markus
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matusa
Rang: Gastam 02.02.2005 15:49:48
hallo leute,
danke für die netten antworten.
ihr habt mich bekräftigt mal mit meinem arzt zu sprechen. hat denn jemand eine erfahrung mit humalog-unverträglickeit? ich hab da zwar ein paar sachen drüber gelesen, aber weiß nicht ob dies echt stimmt, da wohl die meisten ärzte anderer ansicht sind.
gruß
matusa -
Sandra
Rang: Gastam 02.02.2005 17:38:12
Hallo Matusa,
ich habe auch Panikattacken und Diabetes.
Suche Dir bitte einen Psychotherapeuten, eine Therapie hilft gut bei Angst-und Zwangsstörungen. Zum Glück wurde ich erst auf Insulin eingestellt, als ich die Angst einigermaßen im Griff hatte. (Ich habe Typ 2)
Außerdem kann man auch mit Medikamenten die Angst erträglicher machen, lass Dir bitte helfen.
Ich komme ich jetzt ganz gut zurecht, und ich habe mir einen Pen ausgesucht, bei dem man "kontrollieren" kann , wann ich wieviel gespritzt habe. DAs gab mir auch eine gewisse Sicherheit von Anfang an.
Glaub mir, man kann es in den Griff bekommen.
Liebe Grüße und alles Gute
Sandra
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Dirk
Rang: Gastam 03.02.2005 00:32:49
Hi,
ich komme ganz gut zurecht, habe höchstens mal beim Sport Únsicherheiten. Deshalb kann ich Dir dazu auch nichts raten.
Zusätzlich zu therapeutischer Hilfe, muss natürlich auch die Zuckereinstellung richtig sein. Was ist das eigentlich für eine Therapie, bei der Du 2x täglich spritzt? Was ist das für Insulin und wie oft isst Du?
cu,
Dirk
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matusa
Rang: Gastam 03.02.2005 01:14:16
hallo dirk,
ich spritze protaphan als langzeitinsulin. früher waren es morgens 12 einheiten und abends vorm schlafen 12. da ich nachmittags immer probleme hatte und mittags, wo es die höchste wirkung hatte, schon essen musste um den zucker oben zu halten, meinte meine diabetologin, ich solle morgens, so um acht, 6 einheiten und mittags so um 13.00 6 spritzen. das reicht dann bis abends so um neun.
um 00.00 spritz ich dann für die nacht. das geht eigentlich sehr gut, da ich nun eine basisversorgung habe, die den ganzen tag reicht. allerdings denke ich über eine pumpe nach. ich esse sehr oft und unregelmäßig. eigentlich nie 3 mal richtig, sonder eher 7-8 mal etwas weniger. da ich beruflich keinerlei geregelten altag habe ist es auch kaum möglich immer gleich zu essen, jedoch halte ich so oft wie möglich die gleichen zeiten. von matusa -
Gothika
Rang: Gastam 05.02.2005 04:25:15
Bitte sagt mir dass das nicht wahr ist! GIbt es einen Zusammenhang zwischen Angstkrankheit und Zucker?
Mir wurde letztes Jahr eine Angstkrankheit diagnostieziert was absoluter Schwachsinn war. Die Diagnose hat mich total fertig gemacht, kann man nicht beschreiben. Nach 3 Monaten hab ich es beschlossen, es auf 'meine' Art und Weise zu regeln und seit dem keinen einzige Panikattacke mehr gehabt.
Aber was mit meinem Körper los war bzw. ist (kurz vor meinen Tagen bin ich mehr als unruhig und muss schon sehr aufpassen nicht wieder in Angst zu verfallen, gelingt aber durch emotionale Contenance)... weiß ich bis heute nicht.
Da mein Zuckerbedarf dermassen extrem erhöht ist... bin ich mal hierher gekommen. Mich nimmt ja nach der damaligen Diagnose keiner mehr ernst. Die Diagnose war wohl übrigens auf Vorurteilen begründet...Jemand, der in meinem Alter (28) noch als "Gothic" rumläuft kann ja nicht normal/gesund sein...hat mir eine Therapeuten damals so wörtlich gesagt.
Das Problem ist: Wenn man keinen Ärzen mehr traut und versucht sich selbst zu informieren: Es kann ja ALLES mögliche sein... szf.