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Typ1 ohne Beschwerden

  • Lovely

    Rang: Gast
    am 10.01.2005 09:58:26
    Hallo Anonym.

    Jetzt bin ich aber neugierig.
    Welche Alternative Medizin kann den Insulinverbrauch reduzieren? Wenn Du dazu Erfahrungswerte kennst, dann müssen die auch irgendwo dokumentiert sein. Hast Du einen Link oder eine Seite, wo ich mir das mal ansehen kann? Oder gibt es ein Buch darüber?

    Gruß,
    Lovely
  • Hille Mahr-Wessel

    Rang: Gast
    am 10.01.2005 10:06:45
    Hallo Lovely,
    Wir haben die Bauchspeicheldrüse bis jetzt mit einem Konstitutionsmittel, Heilpilzen und einer Kinesiologiologischen MeriDianbehandlung unterstützt. Und das Ergebnis ist nicht von der Hand zu eisen, wenn auch nicht optimal
    Gruß
  • Lovely

    Rang: Gast
    am 10.01.2005 11:08:18
    Hallo Anonym.

    Das Ergebnis IST von der Hand zu weisen.

    Wenn die Werte Deiner Tochter jetzt im Normbereich lägen, dann könnte man sagen, dass die angewendete Alt. Med. etwas bewirken würde. Aber ein Zucker von knapp 200 nach dem Essen ist definitiv schlecht anstatt "nicht optimal". Es gibt keinen Hinweis darauf, dass die im Gegensatz zu vorher jetzt etwas niedrigeren (aber immer noch schlechten) Werte duch Pilze, Bachblüten oder ähnliches bewirkt wurden. Es kann genauso gut möglich sein, dass die bislang noch nicht zerstörten restlichen Zellen der Bauchspeicheldrüse derzeit Unmengen an Insulin produzieren, was eine eine Senkung von durchschnittlich 100 bewirken könnte.

    Was auch immer diese leichte Senkung herbei geführt hat, sie wird sehr wahrscheinlich nicht von Dauer sein.

    Wodurch hast Du überhaupt von den hohen Werten erfahren? Durch eine Routineuntersuchung oder gab es Probleme wie starken Durst oder Schwäche? Bei einem gesunden Kind läßt man ja normalerweise keine Diabetes-Untersuchung durchführen, wenn keine Hinweise vorliegen. Also wie bist Du auf die anfänglichen 300-er Werte aufmerksam geworden? Und wer hatte die Idee mit der Alt. Med., Du oder der Hausarzt oder Der Diabetologe oder jemand anders? Was sagt Euer Diabetologe zu den Werten? Nimmt er 200-er Werte nach dem Essen als "nicht-behandlungswürdig" hin? Wann bekommst Du das Ergebnis von der Antikörper-Bestimmung? Seid Ihr in einer diabetologischen Schwerpunktpraxis oder ist der Diabetologe in einer Diabetes-Klinik?

    Gruß,
    Lovely
  • Astrid

    Rang: Gast
    am 10.01.2005 19:04:52
    Hallo alle!
    Oh, oh! Das sieht ja schlimmer aus, als ich anzunehmen wagte!
    An Anonym: Zweifel hast Du gehabt, sonst hättest Du Dich nicht im Forum geäußert.
    Und Du würdest auch nicht Deine Methoden so vehement hochloben.

    Noch ein kurzer Hinweis - denk mal an den Fall Krebskind Domenik und Dr.Rath.
    Irgendwie klingt das ähnlich.
    Domenik ist inzwischen tot.
    Auch da wollten die Eltern mit Sicherheit das beste.

    Ich vermute, daß Du irgendwie fremdbestimmt bist. da gibt es jemanden, der Dich beeinflußt.
    Ich hoffe für Dich und Dein Kind, daß eine Änderung stattfindet.
    Auch ich biete dir an, ein persönliches Gespräch zu führen.
    Alles Gute!
    Astrid
  • Hille Mahr-Wessel

    Rang: Gast
    am 10.01.2005 20:47:54
    Hallo Astrid,
    Ich finde es ja nett ,daß ihr euch alle Sorgen macht Aber: 1. Wenn meine Tochter Insulin braucht wird sie es bekommen
    2. Sie steht unter fachärztlicher engmaschiger Kontrolle
    3. Sie ist zur Zeit weder Schlapp, abgemagert o.ä.
    4 Ich bin vielleicht im Gegenteil zu dir nicht fremdbestimmt sondern handle in kooperativer Zusammenarbeit mit Ärzten
    5. Es gibt vielleicht auch noch andere Wege mit Krankheiten umzugehen und zu guter Letzt beschäftige ich mich schon lange mit alternativen Heilansätzen und hinterfrage einfach die gängigen Methoden, was nicht heißt, daß ich meiner Tochter Eine Behandlung mit Insulin vorenthalte.

    Schade finde ich,daß indiesem Forum anscheinend kein Platz für Mit und Querdenker gibt. Deshalb steige ich aus und melde mich wenn sichb unsere Situation verändert hat.So oder So
    vG
  • Marc

    Rang: Gast
    am 11.01.2005 16:22:51
    Hallo Anonym,

    wie verhält sich Der Diabetologe bei der Therapie ohne Insulin?
    Welche alternativen Mittelchen werden genau verwendet?

    Ich tippe mal, dass Deine Tochter ganz am Anfang mit Insulin behandelt wurde um die hohen Werte zu reduzieren und als die Werte sich stabilisiert hatten, wurden alternative Methoden angewendet. Mit Sicherheit wird Deine Tochter auch körperlich aktiv sein, richtig?

    Ihr befindet euch in der Emissionsphase, die Bauchspeicheldrüse produziert noch Insulin und auch ohne Mittelchen und viel körperlicher Aktivität sind fast normale Werte zu erzielen. Bloß nicht mehr allzu lange. Um jedoch diesen Zustand lange zu erhalten, kann ich Dir nur einen kleinen Tipp geben. Wenn Deine Tochter Kohlenhydrate zu sich nimmt, spritz ein wenig Insulin. Auch wenn es nur eine Einheit ist. Durch eine geringe Insulingabe kannst Du die Bauchspeicheldrüse entlasten, sie muss nicht soviel arbeiten und mit viel Glück kannst du den Zustand lange so erhalten. Ich habe 4 Jahre lang nur zum Essen gespritzt, ich brauchte kein Langzeitinsulin. Für 4 Broteinheiten habe ich teilweise nur 2 IE spritzen müssen.

    Führe bitte ein bissel Insulin zu. Das Insulin wird auf keinen Fall schaden, es wird nur helfen. Alles andere, was Du sonst noch Deiner Tochter gibst, kann begleitend gegeben werden. Aber ohne Insulingabe wirst Du und sämtliche Therapeuten die Emissionsphase am schnellsten beenden.

    Bitte sage uns allen, was spricht gegen eine Insulingabe? Überlege es Dir bitte ganz genau, was DU Deiner Tochter geben und nehmen möchtest. Ich tippe mal, spätestens in einem Jahr wird die Bauchspeicheldrüse kein eigenes Insulin mehr produzieren.

    Nimm diesen Hinweis nur zur Kenntnis, Du willst Ja nicht mehr antworten und brauchst es auch nicht.


    von Marc
  • Ines

    Rang: Gast
    am 11.01.2005 16:57:14
    ich finde es schlimm, daß einige hier immer nur auf der schulmedizin-schiene fahren und immer nur 1 meinung gelten lassen.
    der mutter hier fahrlässigkeit unterjubeln zu wollen, halt ich schlichtweg für unverschämt.
    ich denke, es gibt noch tausende dinge, die durch alternative methoden in griff zu kriegen sind - allein die ernährung macht so viel aus.
    nur wissen wir das nicht, weil mit teuren medikamenten ordentlich zu verdienen ist ... von Ines
  • Lovely

    Rang: Gast
    am 12.01.2005 00:00:27
    Mensch, Ines, begreif es doch endlich, Typ 1 ist nicht ohne Insulin zu behandeln!!!

    Ohne Insulin stirbt man mit Typ 1, egal wie viel man seine Ernährung umstellt. Punkt. Das ist Fakt. Bitte lies mal Bücher dazu oder Webseiten. So schwer ist das nicht zu verstehen, dass es einen Unterschied zwischen Typ 1 und 2 (also Deinem) Diabetes gibt. von Lovely
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 12.01.2005 18:21:21
    Ich schließe mich erstmal Ines an, wir wissen zuwenig als dass wir urteilen können und dürfen.
    Wenn die Therapie so gut ist, wie es bisher scheint (Werte um die 300 sind beim Typ I auch nicht immer mit Insulin zu vermeiden) und diese Werte nicht dauerhaft bestehen, ist es erstmal nicht lebensgefährlich.

    Aber, jetzt kommt ein sehr großes Aber.
    Du tust Deiner Tochter mit Akzeptanz dieser Werte keinen gefallen. Eine Unterstützung mit Insulin wäre schon sinnvoll, man kann zusätzlich mit den Ärzten alternative Medizin praktizieren.

    Beim Typ I muss kein Durst auftreten, auch mit Werten > 500 tritt bei mir KEINERLEI DURST AUF. Aber die Gefahr eines diabetischen Komas besteht trotzdem, die Nieren finden solche Werte absolut nicht witzig. Es sind eben nicht die momentanen Beschwerden, die einen Diabetes gefährlich machen.

    Liebe Mutti, versuche doch mal sämtliche Nach-Essen-Werte aufzuzeichen und das im 30 Minuten-Takt bis zu 5 Stunden, oder bis er wieder sinkt. Sollten dabei Werte größer 300 mg/dl auftauchen musst Du Deiner Tochter die Unterstützung mit Insulin (zuminedest für das Essen) zukommen lassen wenn Du möchtest, dass sie ihr Augenlicht behält, sie ihre Beine benutzen kann und nicht in den nächsten 3 Jahren am Diabetischen Koma versterben soll. Diese Werte siehst Du ihr leider nicht an, es gibt Diabetiker, die kurz vorm Abnippeln (BZ > 700 mg/dl) völlig gesund wirken, alles eine Frage der Übung.
    Bitte lasse es nicht soweit kommen, messe die Werte nach dem Essen sehr eng und wenn Du solche Werte findest, handele, sonst wirst Du im Ernstfall nie wieder glücklich :-((((

    Euch beiden wünsche ich viel Kraft und Erfolg. Alles Liebe, Daniela
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 12.01.2005 18:31:36
    Nochwas:
    Es gibt momentan Studien mit Immunsuppression, es wäre echt gut wenn Du das in Anspruch nehmen würdest (wenn es ginge). Dann kann die Zerstörung der Inselzellen evtl. verhindert werden und Deine Tochter kann mit sehr wenig Insulin auskommen oder sogar ohne, je nachdem wieviel Insulin sie noch hat.

    Werte um die 300 sprechen für grenzwertige Insulinproduktion wenn der BZ von alleine sinkt, das ist aber kein akzeptabler Zustand, auf Dauer.
    Die Sache mit der Immunsuppression ist leider noch in der Studienphase, aber es ist eine Chance die man in Anspruch nehmen sollte wenn man sie hat.
    Nimm mit der nächsten Uniklinik Kontakt auf und lasst euch beide schulen, damit Du besser weißt was Du tun kannst und wie hohe Werte vermieden werden können wenn es denn noch geht.
    Als Laborwerte sind C-Peptid, Antikörper (GAD, IAK) und viele andere Parameter (IgF, Cortisol, Eisen) zu untersuchen. Es könnte auch sein, dass sie ausreichend Insulin produziert, der Körper es aber angreift. Das solltest Du alles untersuchen lassen um eine geeignete Therapie und Hilfe zu erhalten.

    Wenn ihr beiden Glück habt besteht nämlich genug Insulinproduktion und es ist eine andere Erkrankung die Ursache, die man anders und gut behandeln kann (unter 3 aufgeführte Diabetestypen, z.B. Stiff-Man-Syndrom, Hämatochromatose..).

    Ein juveniler Diabetes ist juvenil aber nicht immer ein Typ I mit absolutem Insulinmangel, mal so zur Anregung für alles Mitschreibenden..

    Nochmals alles Gute! von Daniela