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Schwiegermutter hat Diabetes
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katie543
Rang: Gastam 17.12.2004 21:11:06
Hallo,
ich habe mal eine allgemeine Frage zu Diabetes. Meine Schwiegermutter hat seit ca. 25 Jahren Diabetes Typ I. Sie unterzuckert regelmäßig, weil Sie angeblich nicht mehr merkt, wann Sie etwas essen muß. Nun hatte sie am letzten Freitag einen Zuckerschock und wurde eigentlich nur durch Zufall von einer Nachbarin gefunden. Es ist noch einmal alles gut gegangen. Ich bin nun jedoch sehr besorgt, dass so eine Unterzuckerung wieder passieren könnte, wenn unser Sohn (18 Monate) bei ihr zu Besuch ist. In meinen Augen ist sie sehr verantwortungslos. Sie unterzuckert eigentlich ständig, weil Sie nie auf die Uhr schaut. Eine Alarmklingel ist ebenfalls nicht vorhanden. Zu einem Spezialisten geht sie auch nicht. In den letzten 25 Jahren war sie immer nur beim 'Dorfarzt'.
Ich habe nun entschieden, daß unser Sohn nur noch zu ihr darf, wenn Schwiegervater ebenfalls zu Hause ist, da ich meinem Kind ein event. traumatisches Erlebnis ersparen möchte. Mein Mann findet mein Verhalten nun unmöglich, da er der Meinung ist, ich würde die ganze Geschichte aufbauschen. Für ihn sind solche Zuckerschocks ja leider auch ziemlich normal, da er damit aufgewachsen ist.
Mich würde nun mal die Meinung von Betroffenen / Großmüttern interessieren, ob ich die ganze Angelegenheit zu ernst nehme oder ob ich auf meinem Standpunkt bestehen bleiben soll.
Vielen Dank für's Lesen. Das Thema beschäftigt mich sehr, da ich doch sehr um mein Kind besorgt bin.
Danke + Gruß
Katie von katie543 -
Lovely
Rang: Gastam 17.12.2004 22:18:30
Hallo Katie.
Einen psychischen Schaden wird Dein Kind nicht bekommen, nur weil er eine Unterzuckerung bei seiner Großmutter miterlebt. Und je früher er sieht, dass die Welt anders ist, als sie z.B. in der Werbung suggeriert wird, desto besser gewappnet ist er fürs Leben.
Aber mir würde etwas anders Bauchschmerzen bereiten. Ich weiß zwar nicht, wie stark die Unterzuckerungen bei Deiner Schwiegermutter ausgeprägt sind, aber wenn es bis zur Bewußtlosigkeit kommt, dann ist Dein Sohn praktisch unbeaufsichtigt, was mit 18 Monaten definitiv nicht geht!!!
Darum halte ich Deine Konsequenz nicht für übertrieben. Allerdings solltest Du Deiner Schwiegermutter (und Deinem Mann!) auch genau erklären, warum Du so handelst und ihr außerdem sagen, dass die jetzige Regelung sofort aufgehoben wird, wenn sie sich anders verhält, ihre Essenszeiten einhält, und es somit nicht mehr zum Unterzucker kommen kann.
Wobei Du wissen musst, dass Unterzucker, selbst bei sehr guter Einstellung, niemals ausgeschlossen werden kann. JEDER Diabetiker hat mal Unterzucker. Allerdings sind das dann solche, die NICHT in die Bewußtlosigkeit führen, sondern relativ schnell auch wieder ausgeglichen werden können. Das ist normal. Aber nicht normal sind UZ mit Bewußtlosigkeit. Hier muss man einfach genauer hinschauen, erst recht, wenn sie häufiger auftreten, so wie das anscheinend derzeit bei Deiner Schwiegermutter der Fall ist.
Abgesehen von Deinem Sohn halte ich es für unbedingt notwendig, dass sie zu einem "Spezialisten", also Diabetologen, geht. Sie braucht eine Schulung, wo sie auch lernt im Alltag mit dem Zucker umzugehen.
Des weiteren sind solch starke Zuckerschwankungen fast schlimmer, als wenn der Zucker permanent zu hoch wäre!!! Also für die Gesundheit Deiner Schwiegermutter ist ein Umdenken absolut wichtig, schon allein um Spätschäden wie Blindheit, Dialyse, Nervenschädigungen usw. zu vermeiden.
Ich hoffe, mein Rat hilft Euch weiter.
Gruß,
Lovely -
katie543
Rang: Gastam 17.12.2004 22:56:28
Danke für deine Antwort. Letzte Woche hatte der Notarzt einen Wert von 28 bei ihr gemessen.
Ich werde meinem Mann morgen mal Dein Posting zeigen. Vielleicht hilft das. Ich denke allerdings, dass die ganze Familie mit der Krankheit eher verdrängend umgeht. Ich meine, dass gerade Diabetes eine Krankheit ist, mit der man gut zrechtkommen kann, wenn man halt konsequent ist, mal auf die Uhr schaut, regelmäßig isst usw.
Nochmals danke + Gruß
katie
von katie543 -
katie543
Rang: Gastam 17.12.2004 23:11:20
noch etwas: Ins Krankenhaus zum Einstellen geschweige denn zur Beratung kommt für sie auf gar keinen Fall in Frage. Sie nimmt seit April ein neues Insulin (vom Hausarzt zu Hause eingestellt) und seitdem ist sie eigentlich fast jeden Tag unterzuckert, d.h. die Nachbarin sagt ihr mind. 1x am Tag, dass sie etwas essen muß. Im Sommer war sie schon einmal in der Küche ohnmächtig geworden. Davon wußte ich aber bis ltzte Woche gar nichts. von katie543 -
klausdn
Rang: Gastam 18.12.2004 14:09:54
hallo katie,
erstens, hat lovely recht , und ich muss als selbst dmler sagen, dass es keine diskriminierung ist wenn du dein kind vor gefahren bewahren willst.
a b e r !!!
und das soltest du deinem mann zeigen und auch deinem schwiegervater: diabetiker , und das weiss ich von mir(meiner frau) sind besonders im uz aber auch sonst ganz furchtbar uneinsichtig, deshalb soltet ihr bitte fuer sie mittdenken. ganz hoeflich ausgedrueckt scheint euer arzt auch nicht das gelbe vom ei zu sein.
zur schulung sollte auch einer von euch mitgehen, das kostet nichts hilft aber zu verstehen, zu helfen.
nur zum verstaendnis, mit dem begriff einstellen ist unter nicht dmlern ein voellig falscher eindruck , da der mensch keine maschine ist die man einstellen kann.
wenn deine schw.m. auf ct ist was ich anneheme,
ist sie auch starr an die gespritzte insulinmenge gebunden. die entsprechenden
be (broteinheiten) muessen aber nicht brot sein , sonder sind nur eine recheneinheit, es reicht also im normalfall auch etwas zu trinken
zb apfelsaft/ orangensaft der hat in 0,2 litern ca 2 be .auch obst ist sehr nuetzlich in dem fall und zudem noch gesund.
und noch etwas: wer eine hypo hatte merkt die naechste fuer drei tage nicht kommen, und fuer sieben monate erst verspaetet. das ist auch das problem bei euch .
bitte setzt euch durch, auch im interesse der gesundheit eurer schwiegermutter und geht gemeinsam zu einem diabetologen.
die stehen im in ode im tel.buch.
ich druecke euch die daumen und schoene weihnachten klaus
bitte mal anrufen auf- 0800/1115728-
das ist die hotline von novo-nordisk(ins.herst). und um zusendung der kohlenhydrataustaschtabelle bitten.
das ist kostenlos. wissen ist immer gut.
von klausdn -
Thomas 2002
Rang: Gast -
Sabine S.
Rang: Gastam 19.12.2004 00:23:00
Hallo Katie,
daß Du Dein 18Monate altes Kind nicht mehr alleine zu Deiner Schwiegermutter gibst, ist goldrichtig. Muß hier den Vorrednern zustimmen und finde das Verhalten von Deinem Mann etwas verantwortungslos.
Was mich besonders an Deiner Erzählung stört, ist, dass Deine Schwiegermutter ständig gezwungen wird zu essen. Das kanns ja wohl nicht sein. Das Insulin muss dem Essen angepaßt werden und nicht umgekehrt. Das Ganze schreit sowas von WEG VOM HAUSARZT UND REIN IN DIE DIABETESKLINIK.
Kümmert Euch um Eure Mutter/Schwiegermutter ! Ich wünsche Euch viel Glück dabei.
Viele Grüße
Sabine
von Sabine S. -
Marion
Rang: Gastam 20.12.2004 20:10:31
Hallo Katie, es ist richtig das du unter dieser Zuckereinstellung deinen Sohn nicht alleine zur Oma lassen willst.
ich schließe mich den vorschreiberinnen an und sage das sie richtig von einen dianbetelogen eingestellt werden sollte denn tägliche ständige schwehre unterzuckerungen sind ein zeichen das sie "nicht" die richtigen dosen " im Verhältniss zum Eßverhalten und ihren Diabets hat.. Klar ihr Mann und der sohn (also dein Mann ) sind dieses gewohnt aber so eingestellt spielt sie it ihrer Gesundheit und den Leben.
Ich denke da sie immer auch vergisst ist es auch eine pychische Einstelllung zum diabets an der gearbeitet werden muß.
nur wenn sie ihn akzeptiert und sich mit ihn arangiert kann man mit ihn gut leben.
Diabets kann eine art anders zu Leben sein.
Ich bin selber Typ 1 Diabetikerin und habe ein 9 monate alte Tochter. Deshalb habe ich meine diabets so eingestellt das ich wenig unterzuckere . Was meistens klappt und ich nicht zu hohe Werte haben
Es kann mir auch mal passieren klar genauso wie durch das Baby das spritzen vergessen(böse böse). aber mein Diabeteloge ist mit mir und diesen werte vollsten zufrieden.
da ich die anzeichen auch durch wenige unterzuckerungen merke kann ich mein Kind dann im Laufstall verfrachten wo sie dann solange in Sicherheit bleiben kann.
Mein mann kommt ja immer gut nach hause das sie im extremsten Fall wohl einige Stunden drin wäre aber mehr nicht.
dieses ist mir aber nur durch einen gründliche Schulung und immer wieder neuses lernen z.B. fachsimpeln mit den diabetelogen . I-Net usw. kann. also einmal gründlich lernenn am ball bleiben und sie kann trozt diabetes alles machen was sie will.
wenn sie die unterzuckerungen nicht mehr spürt wäre auch ein Unterzuckerungstraning nicht schlecht wo sie lernt wieder auf die Zeichen zu achten
Je nach dem wo ihr wohnt kann ich Das Deutsche diabetische Forschungsinstitut in Düsseldorf empfehlen. die arbeiten sehr gut und gründlich in Sachen Einstellung Behandlung und Schulungen und versuchen einen zu einen eigenverantwortlichen Umgang zu schulen damit man mit den Arzt arbeiten kann nicht er nur einen was vorgibt.
liebe grüße
Marion -
Daniela
Rang: Gastam 24.12.2004 00:30:06
Ah neee, so ganz stimmt das nicht. Man braucht eigentlich nicht so sehr auf die Uhr zu schauen, oder regelmäßig essen. Und ob man gut damit leben kann, das solltest Du denen überlassen, die das Pech haben Hypos nicht zu merken. 28 hatte ich auch schon, ätzend!
Auch bei guter ärztlicher Aufsicht sind Unterzuckerungen normal, so z.B. wie ich es gerade heute den ganzen Tag hatte, mein Arzt hat gegen meinen Vorschlag das Insulin zu reduzieren erhöht und da isse, die Konsequenz!
Ich stimme Loveley vollkommen zu. Was mir aber zu denken gibt ist, dass sie die Hypos nicht merkt, wenn Du helfen möchtest, dann tu das insofern, dass sie mindestens 3 Tage keine Unterzuckerung hat und die Werte besser etwas höher eingestellt werden. Das sensibilisiert sie wieder etwas.
Und ich möchte Dir noch etwas von wegen Verantwortungslosigkeit sagen, für sie ist das alles normal, da sinkt die Angst, sie beschäftigt sich nicht mehr so mit dem Thema weil sie seit Jahrzehnten damit lebt.
Die Krankheit bestimmt nicht ihr Leben und das ist auch gut so. Ständig auf die Uhr zu schauen schränkt ein!
Du solltest aus Deiner Vorwurfperspektive herausgehen und es mit ehrlicher, aufrichtiger Hilfsbereitschaft, vor allem aber mit Verständnis versuchen!
Grüße, Daniela