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Umfrage zu Nebenwirkungen von Insulinen
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Anke
Rang: Gastam 14.08.2004 22:32:40
Hi Daniela !
Ich sehe, dass du dich inzwischen zur Fachfrau für Typ-III allergische Reaktionen profilierst ... während meine Tips nun wirklich aufgebraucht sind :-((( Sobald ich noch eine schlaue Idee haben sollte (bzw. von jemandem kriegen sollte!), werd´ ich mich natürlich bei dir melden. Ich hoffe, dass du bei den Experten, die du im In-und Ausland zu kennen scheinst, eine erfolgreiche Therapie empfohlen bekommst !!! Ich drücke dir fest die Daumen !!! Bis dahin bleibt nicht viel, als auf antiallergische Medikation zurück zu greifen, wobei Cortikosteroide mit ihrer BZ-erhöhenden Wirkung wirklich keine gute Lösung für DiabetikerInnen sind.
Nein nein, ich bin längstens überzeugt, dass es sich bei dir nicht um gelegentliche Unterzucker-Reaktionen handelt, da brauchst du, wie in der letzten Mail, wirklich keine weiter Überzeugungsarbeit mehr zu leisten. Mein Kommentar zu Hypo-typischer Symptomschilderung hat sich auf einen Beitrag in deinem Forum bezogen :-).
Bis auf weiteres viele Grüsse und alles Gute !
Anke -
Daniela
Rang: Gastam 15.08.2004 00:10:12
Hallo Anke,
tja, Antihistamin bringt bei einer IgG-vermittelten Reaktion wohl nicht viel, wenn überhaupt, bei Glukokortikoiden weiß ichs nicht, sollten aber was bringen, sind ja entzündungshemmend.
Schaun mer mal was passiert...
Was mich verwundert ist, dass soviele ähnliche Symptome haben, damit habe ich echt nicht gerechnet!
Ich dachte da kommen Ödeme, Gewichtszunahme, Hypos..
Wenn Analoga sowas hervorrufen können wieso sind sie dann so verbreitet im Einsatz?
Das kann lebensbedrohliche Folgen haben, hast Du eine Vorstellung wie man sich im Straßenverkehr daneben benehmen kann wenn man urplötzlich an Verwirrungszuständen und Wahrnehmungsstörungen leidet?
Oder was geschieht wenn man urplötzlich so starke Herzbeschwerden bekommt und echt einfach umkippt, am Steuer, auf der Straße, auf Arbeit an der Maschine, whereever..
Und wieso ist das in Deutschland kein Thema, aber in der Schweiz so bekannt?
Wieso werden Mediziner, die diese Thematik ansprechen mundtot gemacht?
Wer hat ein Interesse daran, dass das weiterhin verschwiegen bleibt?
Vor allem aber, das ist die Härte, wieso werde ich wegen Hypoglykämie krank geschrieben obwohl im Bericht des Krankenhauses eindeutig als Diagnose "untypische allergische Reaktion" steht, weiter unten steht dann noch original die Behandlung auf anaphylaktischen Schock..
Also so wie ich das sehe und wenn sich noch mehr melden, ist das ein Fall für die Staatsanwaltschaft!
An die Presse geht es ja bereits. Es gibt zahlreiche Berichte über genau diese Nebenwirkungen von Human-, Analoginsulin!
Bitte glaube jetzt nicht, dass ich an Paranoia leide, was ich an Berichten darüber in den letzten Tagen gelesen habe, ich kann einfach nicht glauben, dass die Deutschen Diabetologen das abstreiten, ganz einfach, dafür muss es einen Grund haben. JeDer Diabetologe ist letztendlich Mediziner und hat demnach auch eine medizinische Grundausbildung genossen, jetzt kann man darüber spekulieren ob die medizinische Ausbildung Schrott ist oder ob Strategie dahinter steht, nimms einfach mal so hin..
Alles Liebe und Gute, Daniela -
Anke
Rang: Gastam 17.08.2004 00:03:34
Hi Daniela !
Schick mir doch deine eMail an die o.g. Adresse, dann antworte ich dir gern noch mal direkt :-)
Viele Grüsse Anke -
Sabine
Rang: Gastam 12.09.2004 17:30:15
Hallo Anke,
was bei Deinen Vorschlägen fehlt, ist der Vorschlag eine Umstellung auf tierisches Insulin. Die Nebenwirkungen sprechen für eine Unverträglichkeit gentechnisch hergestellter Insuline, die unter der Behandling mit tierischem Insulin in der Regel verschwinden. Ich habe selbst eine seit 15 Jahren bekannte Unverträglichkeit gentechnischer Insuline. Auf eine vor zwei Jahren gegebene Infusion mit Humaninsulin reagierte ich mit akutem Nierenversagen, Hirnschwellung und Atemstillstand. Die Symptome verschwanden nach Umstellung auf Schweineinsulin! von Sabine -
Anke
Rang: Gastam 12.09.2004 22:49:44
Hi Sabine !
Wurde nun im Hinterkopf abgespeichert, danke für den Hinweis !
Ehrlich gesagt bin ich sehr erstaunt, dass ausgerechnet auf tierisches Insulin (das ein Fremdeiweiss darstellt) keine allergische Reaktion erfolgt. Aber Daniela hatte mir bereits gleichlautendes gemailt und getreu dem Motto: "man lernt nie aus !" hab ich´s zur Kenntnis genommen ...
Viele Grüsse Anke -
Sabine
Rang: Gastam 12.09.2004 23:31:41
Hallo Anke,
hochgereinigtes Schweineinsulin unterscheidet sich nur in einer Amminosäure vom menschlichen Insulin. Leider ist tierisches Insulin zugunsten von gentechnisch hergestelltem nahezu vom Markt verschwunden. Für Diabetiker wie ich, die nur mit diesen Insulinen leben können, ist die medizinische Versorgung nicht mehr gesichert. Noch produziert Berlin Chemie und ich kann Insuline von Novo Nordis (Actrapid MC suis und Insulatard MC) oder CP Pharma aus der Schweiz importieren, allerdings mit einer Lieferzeit von 14 Tagen. Da tierische Insuline in deutschen Kliniken nicht mehr vorrätig sind, kann es zu lebensbedrohenden Situationen kommen. Genau das ist mir vor zwei Jahren passiert. Wußtest Du, daß es in Deutschland ca. 30000 diabetische Hunde gibt, für die wegen einer Unverträglichkeit von gentechnisch hergestellten Insulinen uneingeschränkt hochgereinigtes Schweineinsulin produziert wird? von Sabine -
Anke
Rang: Gastam 13.09.2004 15:16:04
Hi Sabine !
Ja, die Bezugsquellen für tierisches Insulin hatte ich auch raus gesucht, als ich mit Daniela in Kontakt stand. Ist wirklcih ärgerlich, dass es so viel Mühe bedarf, um ans "tägliche Insulin" zu kommen.
Kennst du Statistiken, wie häufig Insulinunverträglichkeiten auftreten ? Welche Insuline oft und welche selten betroffen sind ? Untersuchungen darüber, wie zwischen einer Unverträglichkeit auf das Insulinmolekül selber und auf die Inhaltsstoffe unterschieden wird ?
Falls du da Quellen weisst, würde mich das sehr interessieren.
Nein, die Behandlung diabetischer Hunde ist mich nicht vertraut ... ;-)
Viele Grüsse Anke -
Anke
Rang: Gastam 13.09.2004 15:21:54
P.S.: Wie ist das zu verstehen, dass "die medizinische Versorgung mit tierischem Insulin nicht gesichtert ist" und zugleich für Hunde "uneingeschränkt produziert wird" ? Auf welche Quellen beziehst du dich da ?
LG Anke -
Sabine
Rang: Gastam 13.09.2004 18:28:47
Hallo Anke,
die wichtigsten Studien dazu hat hat Professor Teuscher (Bern) gemacht: www.insulin.ch Sie betreffen die Unverträglichkeit gentechnisch hergestellter Insuline (Insulinmolekül) bei 10 % der insulinabhängigen Diabetiker. Im englischsprachigen Raum wird von besonderen Problemen mit Humalog berichtet. Infos unter.
www.iddtinternational.org und www.members.tripod.com/diabetics_world. Berichte über Todesfälle (dead-in-bed-syndrom) kommen auch aus Canada. Aus mir unerklärlichen Gründen wird in Deutschland die Problematik ignoriert und negiert. In Zentraleuropa sind 10000 Diabetiker abhängig von tierischen Insulinen, in Deutschland 1% von 1,4 Mio. insulinpflichtigen Diabetiker, 9% haben teilweise massive Probleme mit gentechnisch hergestellten Insulinen, die von den Behandlern nicht in Zusammenhang gebracht werden. Die seit zwanzig Jahren von den Herstellern geforderten Studien zu Unbedenklichkeit sind bis heute nicht erfolgt. Ignoriert wird die Problematik auch von der DDG, DDU und DDB, die Einfluß nehmen könnten über Publikationen und Informationen an die Diabetologen (DDG). Ich hatte vergangene Woche ein Gespräch mit dem International Insulin Task Force (IDF) Prof. Mbanya. IDF wird die Betroffenen unterstützen durch Verhandlungen mit den Herstellern tierischer Insuline und durch Veröffentlichungen. Derzeit entscheidet die EU Kommission über die Sicherung der Verfügbarkeit tierischer Insuline. Hiltrud Breyer (MEP) hat die Anfrage für mich eingereicht. Eine Petition von mir wurde vom EU Parlament geprüft und genehmigt und zur Bearbeitung ebenfalls an die EU Kommission gegeben. Drück die Daumen!
Das Insulin für den Hund ist Caninsulin (30/70) von der Firma Intervet (ehemals Insulin Hoechst aus der Humanmedizin) von Sabine -
Anke
Rang: Gastam 14.09.2004 14:44:23
Hi Sabine !
Vielen Dank für die Links ! Zwar bin ich momentan noch am Umziehen und werde vor Oktober nich grossartig Zeit für meine sonstigen Interessen haben, habe mir "für danach" aber alles einmal ausgedruckt.
Nachdem die Unveträglichkeit offenbar ein immer wieder anzutreffendes Thema ist, erstaunt mich selber auch, dass sie nicht zum Thema gemacht wird. Den einzelnen Ärzten kann man das gar nicht unbedingt zum Vorwurf machen: ich weiss aus eigener Erfahrung, dass man zu diesem Thema im Rahmen von Fortbidungsveranstaltungen etc. einfach nichts erfährt - und deshalb bei der Diagnosen-Suche natürlich auch nicht dran denkt. Offen bleibt allerdings auch für mich immer noch die Frage: ist das Insulin selbst oder sind die Inhaltsstoffe für die allerg. Reaktion verantwortlich (was einfach viel wahrscheinlicher scheint). Aber da finde ich dann ja sicher Infos zu auf den Seiten, die du mir genannt hast.
Danke und viele Grüsse !
Anke