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Diabetes und Alkohol

  • Bianca

    Rang: Gast
    am 25.05.2004 12:16:40
    Hallo,

    kann mir jemand sagen, wie das bei Diabetikern mit dem Alkohol ist?

    Mein Lebensgefährte ist Typ 1 und ich habe jedemal Panik , wenn er auch nur ein bisschen Alkohol trinkt. Vorallem nachts kann ich dann nicht schlafen, weil ich Angst habe, daß er eine Hypo kriegt.

    Ist Alkohol absolut tabu für Diabetiker?

    Wie verhält sich eine Hypo unter Einwirkung von vorherigem Alkohokonsum?

  • Georg

    Rang: Gast
    am 25.05.2004 19:18:24
    Die meisten Typ 1er kennen sich doch gut mit ihrem
    Diabetes aus und haben es nicht gern, wenn sie bevor-
    mundet werden.

    Selbstverständlich dürfen Diabetiker Alkohol - in Maßen -
    trinken, vorzugsweise beim Essen. Vermutlich ist er
    geschult und weiß, wie er damit umzugehen hat.
    von Georg
  • Lars-Hendrik

    Rang: Gast
    am 26.05.2004 16:19:17
    Bin selbst seit 4 Wochen Typ 1er und trinke gern mal n Bier. Da das alles recht frisch ist, hatte ich auch so meine Sorgen, dabei eher um mich, da ich allein wohne und nicht absacken will. Habe auf ner Party 4 Flaschen Bier (ergo 2l) getrunken, ohne daß sich irgendwie der morgendliche Zucker anders als sonst zeigte.
    Erfahrung von anderen Diabetikern ist, daß zwar jeder unterschiedlich drauf reagiert, aber normalerweise man schon nen derben Schlag machen muß, um sich wirklich zu sorgen. Und selbst dann kann mit mit ein paar BE zusätzlich das ganze wohl entspannt abfangen.
    Also, prost!

    Lars-Hendrik
  • Rudi

    Rang: Gast
    am 26.05.2004 22:44:32
    Die Gefahr einer Hypo ist immer gegeben auch ohne Alkohol. Auf die Mengen kommt es an. Nur in Verbindung mit Diabetes ist Alkohol nicht empfehlenswert da dieser ein Zellgift und erst später in Erscheinung tritt. Aber das merkt man dann schon an Händen und Füssen. Dann sind die Folgeschäden plötzlich da.
    Gruß Rudi
  • Elsbeth

    Rang: Gast
    am 27.05.2004 10:21:29
    Hi Rudi,

    das passiert bei Alkoholmißbrauch, aber nicht bei
    kultiviertem Konsum zum Essen. von Elsbeth
  • Katja

    Rang: Gast
    am 02.06.2004 22:58:25
    Hallo!
    Mein Freund ist auch seit 16 Jahren Typ I-Diabetiker. Er trinkt zwar sonst nix, aber ich hab gehört, dass es z.B. möglich ist, dass eine Glukagonspritze nicht wirkt, wenn ein Diabetiker etwas mehr Alkohol getrunken hat, weil dann die Leber damit beschäftigt ist, den Alkohol abzubauen anstatt Zucker zu verarbeiten bzw. auszuschütten. Habe aber selbst meinen Freund noch nie nach Alkohol spritzen müssen.
    Ciao
    Katja
  • Marc

    Rang: Gast
    am 30.06.2004 17:48:08
    Hallo zusammen!

    Also, ich bin seit drei Jahren Diabetiker, und trinke auch hin und wieder mal Alkohol.

    Da kann es auch schonmal vorkommen, das ich ein wenig abstürze, Karneval zum Beispiel!
    Bis jetzt ist noch nix passiert!

    Ganz wichtig ist: Nicht übertreiben! Es stimmt wirklich, daß die Leber sich zuerst um den Alkohol kümmert, und danach um den Zucker! Wer also viel trinkt, und dazu noch isst, könnte irgendwann zu einem späteren Zeitpunkt ein Problem bekommen, wenn die Leber anfängt den Zucker abzubauen. Das sollte man nicht aus den Augen verlieren.

    Ausserdem sollte man mit einer solchen Krankheit dafür sorgen, daß man selbst nicht den Überblick verliert, damit nicht andere gezwungen werden, Entscheidungen zu treffen, die nachher übel Enden können!
    Ich habe bis jetzt immer aufgehört zu trinken, wenn ich das Gefühl hatte, diese Schwelle zu überschreiten.

    Meistens hat es dann auch wirklich gereicht!

    Ziemlich übel stelle ich mir die Situation vor, wenn man definitiv zu viel getrunken hat, Insulin spritzt und sich dann irgendwann übergeben muss. Dann ist das Essen raus aus dem Magen, das Insulin ist noch drin, zieht den Zuckerspiegel runter und man Unterzuckert dann wahrscheinlich ziemlich schnell!
    Deshalb: Besser nicht ausser Kontrolle geraten lassen!
    :-) von Marc
  • Harry

    Rang: Gast
    am 30.06.2004 20:35:55
    Hi Marc,

    wenn du so weitermachst, wirst du
    wohl bald die Folgen zu spüren be-
    kommen: Nämlich die unangenehmen
    Auswsirkungen der Polyneuropathie.
    Hauptursachen: Alkohol und Diabetes.
    Heilmittel bei PNP gibt es derzeit nicht.
    von Harry
  • Marc

    Rang: Gast
    am 01.07.2004 02:16:36
    Hallo Harry,

    entschuldige bitte, falls man mich falsch verstanden haben sollte.
    Wenn ich mich recht erinnere, habe ich niemandem dazu geraten sich jeden Abend volllaufen zu lassen!
    Die Polyneuropathie tritt sehr häufig im Zusammenhang mit Diabetes und ALLKOHOLMISSBRAUCH auf.

    Wenn ich einmal im Jahr, oder las es zweimal sein, einen über den Durst trinke, und sonst mal hin und wieder ein Bier oder ein Glas Wein, dann dürfte das wohl noch keinen Allkoholmissbrauch darstellen. Weiterhin sollte mein Körper dann in der Lage sein, die angestauten Giftstoffe über normale Wege wieder auszuscheiden.

    Sagte ich, daß ich viel Sport mache, und mich Gesund ernähre? Vielleicht sollte man diese Punkte auch mit in Betracht ziehen, nur um vielleicht einen Gesamteindruck zu bekommen, bevor man jemandem sagt, daß er schon bald noch viel kränker sein wird!?

    Ich denke auch, daß es nicht gerade angebracht ist, in einem solchen Forum Leute derart zu verunsichern, indem man mit Fachbegriffen um sich wirft, die nur wenige richtig einordnen können.

    Ich möchte deinen Einwand nicht einfach so von der Hand wischen, er ist durchaus gerechtfertigt.
    Vielleicht solltest du aber das nächste mal nicht einfach einen Begriff in den Raum werfen, sondern auch ein paar Erklärungen dazu. Das würde sicher weiterhelfen.

    Gruß
    Marc
  • Sabrina

    Rang: Gast
    am 06.07.2004 12:44:55
    Hallo,
    wer trinkt, muss auch mehr messen als Diabetiker, um Gefahren auszuschließen. Wenn mir das zu lästig ist (manchmal ist es das wirklich nach 38 Jahren Diabetes Typ 1), lasse ich es eben sein.
    Es kann nichts passieren, wenn dein Partner mal was trinkt und den Diabetes im Griff hat.
    BZ-Messen ist das A und O. Wenn ich in geselliger Runde bin, messe ich alle 1,5 bis 2 Stunden den BZ. Das habe ich mir zur Pflicht gemacht, um Entgleisungen zu vermeiden. Einmal war ich aber wirklich blau, da habe ich dann nen Harnzucker-Teststreifen genommen. War ne Ausnahme, so soll es auch bleiben.
    Folgeschäden habe ich keine. Ich kenne aber Diabetiker die nichts trinken und Folgeschäden haben.
    Man muss auf jeden Fall Maß halten können, das lebt sich auf jeden Fall besser und gesünder. Ich denke auch, dass dein Partner das macht.
    Also, Kopf hoch und gönne ihm ab und an ein Tröpfchen. Ihr wisst ja beide, wie das richtig kontrolliert wird.
    S.
    S. von Sabrina
  • Humboldt

    Rang: Gast
    am 06.07.2004 13:00:00
    Was Polyneuro. und diverse Folgeschäden bei Diabetes und Alkohol betrifft, danach müsste ich nach 35 Jahren Diabetes und Alkohol ja schon gelähmt sein. Also mal ganz logisch gesehen:
    wenn du trinkst und deinen Stoffwechsel in Ordnung behälst (ich spreche hier nicht vom täglichen Vollrausch und Besäufnissen) dann hat die Polyneurophatie schlechte Karten. Die meisten, die gerne einen trinken machen den Fehler, ihren BZ nicht zu checken. Ab nen gewissen Pegel ist es den Menschen egal, was mit ihrem BZ ist. Man liest zwar oft über den Unterzucker nach dem Trinken, doch dass Bier, Liköre usw. Anrechnung haben und der Zucker manchmal dann über 200 liegt, sollte man auch mal dringend (!!!) erwähnen. Wenn der mal über 200 bzw. höher ist, fällt keiner durch trinken so schnell in den Unterzucker, sondern verpasst sich die genannten Folgeschäden. Ich denke, hier ist die Ursache eher zu finden, dass Alkohol und sein mehr oder minderer Mißbrauch zu Polyneuro auf Dauer führen.
    Und du brauchst doch nichts zu trinken, genauso wenig, wie du andere deshalb verurteilst bzw. mit Vorwürfen um dich haust. Oder zwingt dich etwa einer zum Trinken?
    Gruß vom Humboldt aus Essen
  • Mad

    Rang: Gast
    am 17.07.2004 02:00:00
    Faustregel sind die 2 handelsüblichen Gläser Alkohol, die im grünen Bereich liegen. Je besser der Körper drauf ist, desto besser die Chancen, den Alkohol ohne Probleme zu überleben. Der goldene Mittelweg und eine gesunde Selbsteinschätzung helfen, Jeder verhält sich schließlich anders. Man sollte bedenken, das der Körper bei übermäßigem Alkoholkonsum erstmal ca. 12 Stunden mit dem Abbau beschäftigt ist. Die Leber kann sich um nichts anderes kümmern. Auch kann sie in dem Zeitrahmen keine Not-Glucose abgeben, falls man abstürzt. Regelmäßig testen ist zu empfehlen. Wenn man vor dem Schlafengehen nochmal testet, kann auch ein erhöhter BZ in Kauf genommen werden, vielleicht braucht der Körper den noch, wärend man schläft. Wenn ich Alkohol trinken wollte, habe ich einen möglichst stabilen Tages-BZ gebraucht und bin meinen abendlichen Alkoholkonsum mit leicht erhöhten Werten gestartet. Step by Step, taste dich langsam an deine Grenzen, dann behältst du die Kontrolle. Jeder verträgt das anders! Ich habe "früher" (18-22) viel getrunken am Wochenende. Hab auch dem Notarzt des öfteren mal "Guten Morgen" gesagt, aber ich lebe noch! heute trinke ich kaum noch, weil ich einfach keinen großen Geschmack mehr daran finde. Ab und an mal `n Alcopop, bin mehr so`n Genuß-Trinker, wie Schokolade, oder Kaffee, nur wenn ich Schnüff drauf hab, just for the Taste of it. (Interpretationen mit "Langweiler" verbiete ich mir, Mad kommt nicht von irgendwoher.Nur so als Nebeninfo) Grüsse
  • christoph

    Rang: Gast
    am 21.07.2004 14:24:10
    laos ich stimme dem zu was lars-hendrik sagt. ich wohne auch alleine mitten aufm campus, was dazu führt das um einen rum ständig partys sind. natürlich kann man auch ohne alkohol spaß haben. ich mache es so das ich trinke, dabei meinen bz öfters kontrolliere und aufhöre sobald ich merke das der "blick nachzieht". dann hab ich ein level bei dem ich angetrunken bin, aber immernoch im vollen besitz meiner sinne, zumindest so viel das ich nicht abstürze. posititv ist dann das kater ausbleiben und man trotzdem feiern konnte, so wie vor dem dm! :) von christoph
  • Hans W.

    Rang: Gast
    am 24.11.2004 21:15:30
    Wenn Alkohol dann bitte nur in geringen Maßen, Alkohol , steht ja auch im zusammenhang mit Zucker. Also Vorsicht

    von Hans W.
    Bearbeitet von Moderator am 20.12.2012 09:01:14. Grund: Nicht angegeben
  • Nina

    Rang: Gast
    am 25.12.2004 16:18:51
    Hallo!!

    Ich hoffe, dass ich hier Hilfe bekomme.
    Mein Freund ist seit 3 Jahren Typ 1-Diabetiker, aber er findet sich damit nicht ab.
    Er hält sich nicht an gewisse Einschränkungen beim Essen, isst und trinkt, wann er will und spritzt sich, wenn er mal dran denkt. Es ist auch schon vorgekommen, dass er 2 Tage gar nicht gespritzt hat.
    Ich bin noch nicht lang mit ihm zusammen, kenne mich mit Diabetes auch wenig aus, aber ich nehme das ernster als er.
    Kurz vor Weihnachten hat er sich so volllaufen lassen, dass er plötzlich vom Sofa gekippt ist und das ATmen aufgehört hat. Ich war mit der Situation ziemlich überfordert und habe den Notarzt gerufen.
    Und morgens, als er auf der Intensivstation aufgewacht ist (ich war die ganze Nacht da), hat er mich angeblafft, es sei doch nichts gewesen und warum er denn hier sei.... Er wäre ja nur ein bißchen unterzuckert gewesen...
    Er trinkt jedes Wochenende soviel und er passt überhaupt nicht auf den Zucker auf.
    Ich kann machen, was ich will, er findet sich damit nicht ab.
    Aber ich möchte auch nicht erleben, dass er mir mal unter den Händen ins Koma fällt. Die Nacht im Krankenhaus hat mir gereicht.
    Ich weiß nicht, was ich noch tun soll, ich weiß nur, dass ich das nicht mehr lang aushalte, ständig diese Angst, dass der wieder zusammenklappt. Er fordert es ja geradezu raus...
    Vielleicht kennt hier jemand diese Ablehnung und kann mir helfen...


    von Nina
  • Birgit

    Rang: Gast
    am 26.12.2004 08:53:01
    Hi Nina,

    mit einem Alkoholiker wirst du deines Lebens nicht froh,
    noch dazu einem, der seinen Diabetes nicht ernst nimmt. Such dir einen anderen ...in deinem eigenen Interesse! von Birgit
  • Rudi

    Rang: Gast
    am 26.12.2004 16:44:17
    Hallo Nina,

    da hat Birgit schon recht mit dem Alkoholiker.
    Würde ihn, bevor Du ihn fallen lässt, vor die Wahl stellen:
    Entweder Du oder der Alkohol.
    Er ist bestimmt unglücklich und versucht zu verdrängen, dass er dabei bewustlos wird, nimmt er selber nicht wahr.
    Wenn Du ihn liebst und meinst, dass es sich für beide lohnt,
    muss er sich entscheiden, nur so kann er mit Dir weiterleben.
    Frage ihn doch mal vorsichtig, ob er mit anderen partnern vor Dir Probleme hatte und ob er will, dass es mit Dir genau so endet??
    Eine vertrauensvolle Partnerschaft kann stärker sein als Diabetes, nur muss man auch wollen und daran arbeiten.

    Wünsche Dir viel Erfolg
    Rudi
  • peti

    Rang: Gast
    am 24.01.2005 13:35:01
    Hallo an alle hier.
    Ich hab eine für mich sehr wichtige Frage bzw. die Antwort darauf ist für mich wahnsinnig wichtig.
    Ich litt in meiner Schwangerschaft unter einem s.g. Schwangerschaftsdiabetes, mußte rund um die Uhr spritzen und mein Kleiner mußte in der 37.SSW geholt werden, da die Gefahr für ihn zu groß wurde.
    ( Er ist übrigens kerngesund und war bei der Geburt nur leicht unterzuckert). Ich mußte weiterhin Insulin spritzen, kontrollierte meine Werte und sie lagen deutlich über der Norm. Soweit-so gut. Nach einer Geburtstagsfeier mit mäßigem Konsum an Alkohohl ging es mir sehr schlecht. Ich hatte Kreislaufprobleme, Schweißausbrüche und einen ständigen Brechreiz. An essen war nicht mehr zu denken. Mein Meßgerät zeigte noch immer deutlich erhöhte BZ- Werte an und so spritzte ich weiter. Mir gings immer schlechter und ich versuchte es mit süßem Likör, was zur Folge hatte, daß ich mich besser fühlte, zumindest für einige Stunden. Dann wieder dieser Zustand, ich trank wieder etwas sehr süßen Alkohol, mir ging es wieder besser...usw. Das Spielchen machte ich drei Tage mit. Endkonsequenz: Krankenhaus. Diagnose: Alkoholentzugssyndrom. Ich war entsetzt. Später hat sich herausgestellt, daß mein Meßgerät defekt war und immerhin einen BZ- Wert um 3-4 höher anzeigte als er reell war.

    Meine Vermutung: Ich habe mich ständig in die Unterzuckerung gespritzt und dann mittels zuckerhaltigem Alkohol zumindest vorübergehend den BZ wieder nach oben getrieben. Liege ich da richtig???

    Wäre schön, wenn ich ein paar Antworten von Euch "Erfahrenen" bekäme. Danke schon einmal.

    LG
    Peti
  • Albrecht Lauener, Naturarzt NVS (Schweiz)

    Rang: Gast
    am 27.06.2005 17:38:51


    Liebe Fragerin

    Es ist mir lediglich möglich, aus meiner Sicht und Erfahrung eine Antwort zu geben...

    Ein Diabetiker sollte wenn immer möglich auf Alkohol verzichten...; erstens wegen der Säurebildung und zweitens wegen dem Blutzuckerspiegel... Vorallem Bier treibt ja den Blutzuckerspiegel in die Höhe.........

    Herzliche Grüsse, Albrecht Lauener 01 683 23 30 von Albrecht Lauener, Naturarzt NVS (Schweiz)
  • Thess

    Rang: Gast
    am 22.07.2007 14:44:11
    hallo ihr lieben!
    mein freund hat sein anfang des jahres diabetes typ 1. erst hatte er sich vorgenommen, nie einen über den durst zu trinken, weil das ja jetzt nicht mehr ginge. trotzdem ist es in letzter zeit so, dass er bei jeder sich bietenden gelegenheit eine flasche bier in der hand hat (vorzugsweise dann , wenn er die nachbarn trifft und ein schwätzchen mit ihnen hält oder so). jetzt war es sogar so, dass er in den letzten zwölf tagen zweimal sturzbetrunken war, einmal davon gestern abend. er hat sich einfach nur ins bett gelegt und sogar vergessen, sein basisinsulin zu spritzen! ich musste ihn dann noch zweimal daran erinnern! mein problem ist, dass ich weiß, dass diabetiker lieber nicht zuviel alkohol trinken sollten. ich sehe aber, dass mein freund das macht. er trinkt schon regelmäßig sein bier und ich mache mir deswegen große sorgen. gegen ab und zu sagt man ja nichts. aber ich finde, bei ihm nimmt das langsam überhand. ich kann aber auch nicht richtig mit ihm darüber reden, er blendet die gefahr aus und reagiet gereizt (er möchte nicht immer auf seine krankheit angesprochen werden). ich weiß nicht, was ich jetzt tun soll, ich will mir das auch nicht immer schweigend mit ansehen, wenn wir auf parties gehen. gestern war ich nicht dabei, also konnte ich auch nicht sagen, dass es langsam reicht. aber muss er das denn nicht auch selber wissen? er sagt immer, er habe alles im griff und es ist nicht schlimm, ab und zu mal einen zu heben. aber ich denke, er macht das dann doch ein bisschen zu oft. ich bin ziemlich verzweifelt...vielleicht kann mir jemand von euch einen rat geben, ob ich mir übertrieben viele sorgen mache oder ob sie berechtigt sind und er was ändern muss. ich habe sehr viel verständnis für ihn und seine krankheit, dass heißt doch aber nicht, dass ich 24h am tag seine krankenschwester sein muss, oder? er muss doch selbst wissen, was gut für ihn ist und was nicht?! lg, thess von Thess
  • anonym

    Rang: Gast
    am 26.06.2009 16:38:56
    hallo!
    ich bin seit einem jahr diabetiker typ1 und möchte gerne wissen was ich machen soll wenn ich alkohol(eristof,klopfer,usw...)trinke!denn bald habe ich abschlussfeier und dann wird mit alkohol gefeiert!
    muss ich spritzen?
    wird mein BZ höher oder niedriger?
    lg von anonym
  • Coarl

    Rang: Gast
    am 20.12.2012 00:07:55
    Also das Problem mit übermäßigem Alkoholkonsum liegt daran, dass die Leber mit dem Abbau des Alkohols beschäftigt ist und so weniger Zucker ausstößt. Nun spritzt man aber das Basisinsulien, welches dafür sorgt den von der Leber ausgestosenen Zucker zu senken, trotzdem ganz normal wirkt, und man deswegen in der Nacht sehr schnell in den Unterzucker kommt. Wenn man jetzt aber sehr betrunken ist, wird man durch die Unterzuckerung nicht wach und man kann ernste Probleme bekommen, vor allem wenn man alleine Schläft. Wenn man dazu noch zu viel für die Getränke spritzt, ist es echt blöd.

    Ich persönlich trinke auch mal am Wochenende -auch nicht an jedem- gerne zu viel, hatte in den 5 Jahren aber noch keine Probleme, außer die ein oder andere Starke Überzuckerung.
    Wenn ich was trinke, messe ich fast jede stunde meinen BZ und nehme dann aber auch einen etwas erhöhten BZ in kauf, vorallem vor dem schlafen, wenn er da normal ist esse ich dann lieber nochmal 2 BE...
    Ganz wichtig ist auch, dass die freunde bescheid wissen, und was sie machen sollen wenn etwas mit einem nicht stimmt.

    Ich denke jeder muss sich da selber ganz langsam rantasten, und schauen wie er damit zurecht kommt
  • Gast

    Rang: Gast
    am 21.12.2012 12:47:37
    Den gleichen Schmarrn habe ich doch eben in einem anderen Thread gelesen!

    Vermutlich sind die Partys, um die es in diesem Thread vor 8 oder auch 3 Jahren mal ging längst vergessen.
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 4
    Mitglied seit: 08.01.2013
    am 08.01.2013 21:45:45
    Hi,

    Alkohol und Diabetes passen schlecht zueinander, daß wird jedem klar sein. Ich trinke regelmäßig und brauchte Jahre um den Alkohol richtig zu spritzen. Es bedarf ungemein viel Erfahrung, mit Alkohol und Zucker umzugehen. Das Bier bringt zuerst den Zucker nach oben um dann nachts wieder zu fallen (Gluconeogenese), um dann die richtige Rate an IE zu ballern, braucht es ungemein viel Erfahrung und einen Körper, der dir die richtigen Signale bei drohender Unterzuckerung sendet.
    LG
    Michael
    Bearbeitet von User am 08.01.2013 21:46:27. Grund: Nicht angegeben
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 10.01.2013
    am 10.01.2013 14:26:41
    Hallo,

    ich bin vor einiger Zeit zum Suchtberater ausgebildet worden. Deshalb hier zwei Ratschläge: Erstens ein Alkoholiker verspricht alles, solange er noch Sprit im Kopf hat. Wird aber nie halten was er verspricht. Zweitens nicht vor die Wahl stellen entweder oder sondern handeln. Am besten sofortige Trennung, aus der Wohnung werfen und die Firma muss den Arbeitsplatz kündigen. Das hört sich alles brutal an, ist aber notwendig. Ein Alkoholiker muss erst in den Dreck getreten werden, bevor er begreift das etwas geändert werden muss. Wer bei ihm bleibt und noch unterstützt macht sich zum Co- Alkoholiker. Der Alkoholiker merkt es geht auch ohne Entzug. Wir Personalräte haben nach dieser Ausbildung der Kündigung wegen Alkohol immer zugestimmt, aber immer die Bedingung gestellt, dass die betroffene Person wenn sie "trocken" ist wieder eingestellt wird.