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Aufgefangen werden

  • wettergott

    Rang: Gast
    am 14.02.2004 13:40:10
    Hallo an alle Lesenden,

    ich habe mich aufgerafft hier im Forum meine Gedanken zu erläutern,in der Annahme,daß jemand dazu Stellung nehmen möchte.

    Bin 35 Jahre jung/alt,seit 1986 Typ-I-Diabetiker und lebe in einer Partnerschaft.

    Um diese Partnerschaft geht es,denn ich liebe meine Freundin sehr,und sie mich auch.

    Manchmal,wenn ich starke Zuckerschwankungen habe,dann habe ich das Gefühl mir wird der Boden(meist bei Unterzuckerungen) unter den Füßen weggezogen.
    Es braucht dann eine Weile,bis ich mich wieder regeneriere,daß heißt ich bin manchmal verwirrt und kühl,so daß ich meine Gefühle zu meiner Freundin nicht klar ausdrücken kann.Nun kennen wir uns seit über 6 Monaten und sie lernt dazu,wie sie mit mir umgehen kann.

    Seit dieser Zeit,hat sie öfters mal Bekannte zu sich nach Hause eingeladen(z.Z.t wohnen meine Partnerin und ich noch voneinander getrennt).
    Ich habe gemerkt,daß ich mich schwer tue Bekannte von ihr kennenzulernen.Ich weiß nicht wieso,ich habe einfach Angst,daß ich als merkwürdig abgestempelt werde,wenn ich Zuckerschwankungen habe.
    Ich habe das Gefühl,Angst zu haben auf Leute zuzugehen.

    Ich bin in psychotherapeutischer Behandlung,da man mir nahegelegt hat,daß ich den Sozialkontakt nicht suchen würde,sondern mich eher zurückziehen würde.
    Die Therapeutin ist keine Diabetesberaterin sondern eine allgemeine Psychotherapeutin.

    Ich bin weder alkohol-noch zigarettenabhängig!

    Wer kennt ungefähr dieses Problem bzw. wer würde sich dam it auskennen?
    Einen Seelenklempner brauche ich nicht,nur jemand,der mir Unterstützung geben kann.

    Johannes

    von wettergott
  • Reinhard

    Rang: Gast
    am 14.02.2004 16:15:02
    Hallo Johannes,

    Dein Text ist sehr schwer zu lesen,
    bitte auf "Western" einstellen.

    M.E. liegen bei Dir Defizite im Umgang
    mit dem Diabetes vor. Häufig
    schwankende Werte und insbesondere
    schwere Hypos sind auf Dauer schäd-
    lich, vor allem für die Augen.

    Hast Du keinen guten Diabetologen,
    der Dich dahingehend unterstützt,
    oder bist Du schwer einstellbar?
    Dann würde eine Pumpe womöglich
    helfen. von Reinhard
  • Marga

    Rang: Gast
    am 15.02.2004 08:57:13
    Guten Morgen, Johannes,

    ich lese aus Deiner Schilderung zweierlei Problemfelder - einerseits
    die offenbar unsichere oder schwierig
    zu therapierende BZ-Einstellung -
    hier sollte Dein Diabetologe helfen
    können - und andererseits eine unab-
    hängig vom Diabetes bestehende
    Kontaktscheu/Kontaktschwierigkeit
    und mangelndes Selbstbewußtsein.
    Bei letzterem sollte Deine Psycho-
    therapeutin Rat wissen.

    Es gibt übrigens auch Psycho-Experten, die sich auf Diabetiker spezialisiert haben:

    http://www.diabetes-psychologie.de/ptplz.htm

    Viel Erfolg! von Marga
  • wettergott

    Rang: Gast
    am 16.02.2004 00:58:23
    Hallo,

    danke für eure Hilfe.
    Wie Marga erkannt hat,habe ich manchmal und manchmal auch öfter Schwierigkeiten mit der Akzeptanz zu meinem Diabetes.

    Ich habe Angst vor Schwankungen,gerade wenn ich niedrigen Zucker habe,dann bin ich sehr zurückhaltend,weil ich dann auch Gefühlsschwankungen habe.Es ist ein wahrer Kamp.Manchmal bin ich sehr aufgeschlossen,unterhalte mich gerne und plötzlich ziehe ich mich zurück.

    Wenn ich dann zu Hause bin und alleine bin,dann kann es mal sein,daß ich einfach drauf los weine,weil ich mich wegen meiner Unsicherheit so elend fühle.Aber wenn ich dann mal wiederum zuviel Selbstbewußtsein habe,dann bin ich manchmal etwas zu überschwenglich.

    Die Psychotherapeutin,bei der ich zur Zeit bin, wurde mir zugeteilt(ich bin in einer Klinik einer Psyschotherapie).

    Ich hatte vor ihr eine Sitzung bei einem Therapeuten,nur einmal,der aber wegen anderen wichtigen Patienten mich nicht annehmen konnte.

    Dieser Therapeut hatte selbst Diabetes,ich hatte das Gefühl,daß er mich besser verstehen konnte.


    Johannes





    von wettergott
  • Marga

    Rang: Gast
    am 16.02.2004 09:18:50
    Hallo Johaannes,

    war das zufällig Dr. Axel Hirsch?

    Dessen Bücher kann ich Dir nur wärmstens empfehlen.
    Er ist auch Diabetiker und Psychotherapeut an einem
    Hamburger Krankenhaus. von Marga
  • wettergott

    Rang: Gast
    am 16.02.2004 14:13:39
    Hallo Marga,

    ich komme aus Hessen nahe Frankfurt und in Frankfurt ist diese Ambulanz.
    Aus Hamburg kenne ich niemanden.

    Gruß

    Johannes von wettergott
  • Matteo

    Rang: Gast
    am 16.02.2004 22:07:40
    Hallo Wettergott

    Ich bin auch ein Typ 1 Diabetiker (21 Jahre alt) der schon eine halbe Ewigkeit (17 Jahre) mit der Krankheit beschäftigt. Seit ca. 6 Monaten bin ich Pumpenträger. Bevor ich mich für die Insulinpumpe entschieden hatte ich auch viele Hypos und mein leben war irgendwie nicht mehr lebenswert. Ständig hatte ich Angst wieder in ein "Loch" zu fallen.

    Da ich mein Hobby (Gleitschirmfliegen) zu meinem Beruf gemacht habe, ging ich natürlich enorme Risiken ein. Aber das war eigentlich das einzige bei dem ich meine Krankheit vergessen konnte. Mit der Pumpentherapie die ich begonnen habe bekam die krankheit einen ganz anderen Stellenwert in meinem leben. Ich bin total flexibel kann durch das meinen Pilotenberuf besser war nehmen.
    Unter dessen werde ich von der Pumpenfirma gesponsert.

    Ich möchte dir dabei nur sagen das du dir in deinem Leben vieleicht ein Ziel setzen möchtest das du verfolgen kannst und dadurch "fast" alles vergessen kannst. von Matteo
  • Richard

    Rang: Gast
    am 20.02.2004 10:30:40
    Hallo Marga,
    mit einer psychologischen "Behandlung" wird sich auch nicht viel ändern. Ist vielleicht nur ein Pflästerchen! Er sollte sich sogenannte "Normalmenschen" als Gesprächspartner suchen.
    Hatte ein ähnliches Problem und heute lächele ich nur noch wenn ich daran denke. Ich war bei verschiedenen Psychologen, deshalb meine Zweifel. Wenn noch etwas realistisches Denkvermögen ( sachliches Einschätzungsverhalten) vorhanden ist, kommt er darüber weg!
    Gruß Richard
  • Marga

    Rang: Gast
    am 20.02.2004 21:58:59
    Hallo Richard,

    tja, eigentlich bin ich auch Deiner
    Meinung, habe aber leider zu viele
    Leute kennengelernt, denen nur
    Profis helfen konnten, z.B. wegen
    kognitiver Blockade. Da nützt alles
    gute Zureden nicht ... von Marga
  • Richard

    Rang: Gast
    am 20.02.2004 22:07:19
    Ja Marga dann weißt Du mehr als ich, weil ich nicht so viele Menschen kenne die so ein Problem haben. Ich bin denen auch immer aus dem Weg gegangen ( Diabetesklinik Bad Mergentheim), wohlwissend das bei solchen Kontakten nichts heraus kommen kann. Bin 59, ach was 60 Jahre und verlaß mich auf mein "Gesundungswillen". Positiv denken, auch wenn es einem noch so schlecht geht! von Richard