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Diagonose Diabetes

  • Markus Nerger

    Rang: Gast
    am 14.10.2009 00:47:16
    Na, das ist doch mal eine Aussage mit der ich was anfangen kann. Herzlíchen Dank für deine Ausführungen. Mit anderen Worten könnte man sagen: "Sei doch froh, wenn du weniger spritzen mußt..." Ok das nehme ich mir zu Herzen, weil wenn das so weiter geht, gehen meine IE gegen Null. OK akzeptiert ich beobachte und korrigiere...Danke nochmal... von Markus Nerger
  • Rainer

    Rang: Gast
    am 14.10.2009 12:10:33
    Hallo Markus,

    falls du doch Typ 2 sein solltest, dann ist die zeitige Insulinbehandlung für dich ein riesiger Vorteil. Das haben dir hier ja schon mehrere gesagt, aber in diesem aktuellen Focus-Artikel ist das sehr gut beschrieben:

    "Experimente haben bestätigt: Diabetes-Patienten, die zu einem frühen Zeitpunkt ihrer Erkrankung eine hohe Dosis Insulin bekamen, konnten das Hormon später für einen Zeitraum komplett absetzen. „Das Insulin funktioniert hier wie ein Gipsverband, der die Beta-Zellen schützt und die Krankheit in eine Art Remission versetzt“, erklärt Böhm."

    Um zu dem Artikel zu gelangen, musst du nur "focus insulin gips" googeln. von Rainer
  • Markus Nerger

    Rang: Gast
    am 14.10.2009 13:00:13
    Nun das hört sich ja eigentlich gut an. Im Grunde hatte ich noch Glück... Herzlichen Dank für die Anregungen... von Markus Nerger
  • Insider

    Rang: Gast
    am 14.10.2009 13:37:08
    @Katja`s Beurteilung trifft ohne Einschränkung am ehesten zu.

    von Insider
  • Joa

    Rang: Gast
    am 14.10.2009 19:55:14
    Hallo Katja,

    > Katja schrieb:

    > Remission und so weiter...

    Hier mal ein ganz interessanter Artikel zum frühzeitigen Insulineinsatz und zur Remission (=Honeymoon) beim Typ 2 Diabetes.

    http://www.medicalforum.ch/pdf/pdf_d
    /2008/2008-47/2008-47-158.PDF

    Gruß
    Joa
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 15.10.2009 13:49:02
    Moin Katja,

    dass der Typ2 zu viel Insulin habe, wird ähnlich penetrant und sinnfrei nachgeplappert, wie die Mär vom vielen Eisen im Spinat. Dabei geht der Urheber der Insulinresistenztheorie in den 80ger Jahren des vorigen Jahrhunderts, Dr. DeFronzo, heute längst davon aus, dass auch ein Typ2 bei Erreichen der Diagnosereife nur noch 20% der Betazellmenge eines gesunden Menschen gleichen Geschlechts und Alters und gleicher Statur hat.

    Eine einfache standardmäßige Fehlmessung bestätigt übrigens bei jeder C-Peptid-Bestimmung das Vorurteil, denn da wird der Nüchternwert eines Gesunden (gesunde Vorgabe) verglichen mit dem Nüchternwert eines Typ2, und der ist dann selbstverständlich deutlich größer. Der gesunde C-Peptid-Wert entspricht aber einem BZ von 70-90 mg/dl und der vom Typ2 dem bei 120-140 mg/dl. Würde man als gesunden Vergleichswert den C-Peptid-Wert des Gesunden bei gleichen 120-140mg/dl heranziehen, wäre der deutlich kleinere mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichhkeit beim Typ2 zu messen.

    Bisdann, Jürgen
  • Joa

    Rang: Gast
    am 16.10.2009 00:54:25
    Hallo Jürgen,

    > Jürgen schrieb:

    > Dass der Typ2 zu viel Insulin habe, wird ähnlich
    > penetrant und sinnfrei nachgeplappert, wie die
    > Mär vom vielen Eisen im Spinat. Dabei geht der
    > Urheber der Insulinresistenztheorie in den 80ger
    > Jahren des vorigen Jahrhunderts, Dr. DeFronzo,
    > heute längst davon aus, dass auch ein Typ2 bei
    > Erreichen der Diagnosereife nur noch 20% der
    > Betazellmenge eines gesunden Menschen gleichen
    > Geschlechts und Alters und gleicher Statur hat.

    Was ich schon etwas in Zweifel ziehen möchte.

    Allerdings scheint es mir dann doch müßig zu
    disputieren, ob der Typ 2 bei Manifestation des Diab
    nun 20, 25 oder vielleicht gar 40% seiner ehemals vorhandenen Betazellkapazität verfügbar hat.

    Denn *mehr* Insulin als der Gesunde braucht er resistenzbedingt allemal.

    Insofern hat er gegenüber dem Referenzbereich des "Gesunden" ein "Zuviel" an Insulin oder auch an C-Peptid.

    Und dazu auch noch ein Zuviel an Proinsulin, dessen noch gebundenes C-Peptid nicht im C-Peptid-Wert erscheinen sollte.

    Wir erinnern, dass Proinsulin nur etwa 10% Insulinwirkung bringt.

    Gruß
    Joa
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 16.10.2009 01:12:11
    Moin Joa,

    jeder C-Peptid/Insulin-Vergleich zwischen Typ2 und Gesunden bei gleichen 130 mg/dl (beim Typ2 nüchtern und beim Gesunden per Glukose-Infusion) bringt mehr Insulin auf der gesunden Seite. Wenn Du irgendwo mal einen Vergleich anstoßen kannst, tu es einfach.

    Anders rum könntest Du auch den gesunden Nüchternreferenzbereich mit einem Typ2 mit auf 80 mg/dl runter gespritztem BZ vergleichen und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen wesentlichen Unterschied zwischen beiden C-Peptids finden.
    Für Neue zur Erklärung: Gespritztes Insulin kommt ohne C-Peptid, so dass nachgewiesenes C-Peptid nur aus der Eigenproduktion kommen kann.

    Hey, bist Du schon zurück, oder schreibst Du aus dem Urlaub?

    Bisdann, Jürgen
  • Joa

    Rang: Gast
    am 16.10.2009 01:57:21
    Hallo Jürgen,

    > Jürgen schrieb:

    > Hey, bist Du schon zurück, oder
    > schreibst Du aus dem Urlaub?

    Bin aus dem Urlaub retour. :-(((

    Zu den anderen Sachen sag ich mal nix weiter, weil wir da um Kaiseres Bart diskutieren täten.

    Klar ist, dass der Typ 2 durch pathologische BZ-Werte auffällig wird, wenn entsprechend viele seiner Betas abgeraucht sind.

    Schon lange zuvor wird er anhand erhöhter Proinsulinspiegel diagnostizierbar. Wobei auch schon massig Betazellmasse abhanden gekommen sein dürfte.

    Kann, insbesonder der Übergewichtige Typ 2 dann die Faktoren der Insulinresistenz reduzieren, kommt er zumeist noch recht lange mit dem Rest seiner Betas ganz gut zurecht.

    Das ist dann eine Form der Remission des Typ 2.

    Wenn das gut läuft, sollte auch das weitere Sterben von Beta-Zellen reduziert sein.

    Und, bis auf die Resistenzfaktoren, bzw. die Beteiligung von autoimmunen Prozessen unterscheiden sich da Typ 1 und 2 nicht so sonderlich. Denke ich. ;-)

    Gruß
    Joa
  • Katja

    Rang: Gast
    am 17.10.2009 20:17:59
    Hallo Jürgen,

    Du schreibst: "Dabei geht der Urheber der Insulinresistenztheorie in den 80ger Jahren des vorigen Jahrhunderts, Dr. DeFronzo, heute längst davon aus, dass auch ein Typ2 bei Erreichen der Diagnosereife nur noch 20% der Betazellmenge eines gesunden Menschen gleichen Geschlechts und Alters und gleicher Statur hat."

    Warum bekommen dann nur frisch diagnostizierte Typ-1-Diabetiker ein ketoazidotisches(!) Koma und nicht auch die frischen Typ-2er??? Wenn ein frischer Typ-2er ein Koma hat, handelt es sich um ein hyperosmolares Koma. Das widerspricht deutlich der Annahme, daß auch bei Typ-2ern das große Betazellensterben eingesetzt hat. Der zweite Widerspruch liegt darin, daß die meisten Typ-2er problemlos jahre- und jahrzehntelang ohne gespritzes Insulin auskommen. Ein Typ-1er kann das bekanntlich nicht.

    Übrigens: ich habe nie behauptet, daß ein Typ-2er zu viel Insulin habe! Er hat nur mehr als ein Gesunder, aber trotzdem einen relativen Insulinmangel. Und es gibt auch physiologische Gründe, warum er mehr Insulin braucht! Beim Gesunden wird die Zuckerfreisetzung der Leber bei Beginn einer Mahlzeit gestoppt, beim Typ-2-Diabetiker nicht! Seine Bauchspeicheldrüse muß also nicht nur die Kohlenhydrate der Mahlzeit abdecken, sondern zusätzlich den immer noch freigesetzten Zucker der Leber!

    Woher stammen Deine Aussagen bezüglich der Fehlmessung des C-Peptids?

    Viele Grüße

    Katja