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Diagonose Diabetes
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Markus Nerger
Rang: Gastam 17.10.2009 22:35:58
nach einigen Stunden investierter Zeit und vielen Menschen, die einfach keine Ahnung haben aber vorgeben, welche zu haben hatte ich am Freitag einen Termin bei Diabetologen, der dies bereits seit den späten Achtzigern praktiziert. Aufgrund der vorliegenden Diagnose des Krankenhauses und der Befunde attestierte er einen Tpy 1 Lada und bestätigte den Befund. Plötzlicher Zusammenfall der BZ Werte, großer Gewichtsverlust und eine Keto sind eindeutige Nachweise auf Typ 1. Am heutigen Tag benötige ich 7 Einheiten Actrapid und lasse das Protaphane komplett weg. Auch der Arzt sagt, das würde sich bald ändern. Meine eigene Theorie und die bis jetzt gesichteten Beiträge lassen mir meine eigenen Rückschlüsse zu. Der Arzt sagte auch, dass die wenigsten Patienten die Insulindosis anpassen und einfach weiter spritzen. Dann folgt die Unterzuckerung und die meisten kennen nur Traubenzucker als Ausgleich. Ist ja klar, dass die dann zunehmen. Natürlich ist das nicht wissenschaftlich fundiert und vielleicht auch totaler Quatsch. Jedenfalls schaute der Doc wie ein Auto, weil ich das Insulin zu jeder Mahlzeit angepasst haben. Viele der Berichte im Internet zeugen einfach von Frustration und Unwissenheit. Da werden die Berliner verdrückt und man bekommt ja immer die Bestätigung. Keine Diät, Ihr könnt alles essen.... Viele vergessen die Fett und Eiweißwerte und wundern sich, warum sie zunehmen. Da kommt das Insulin gerade recht um zu sagen, das Insulin macht dick. Also ich habe unter Insulin angenommen und das nicht schlecht. So das war mal meine Meinung.... Danke allen, die mir diese krankheit näher gebracht haben. Und noch was: Viele Fremdwörter machen keinen Arzt und verwirren die Menschen, die von der Materie gar noch nichts wissen... von Markus Nerger -
Jürgen
Rang: Gastam 18.10.2009 00:51:59
@ Markus
gratuliere zu Dok-Auto ;-)
@ Katja,
der Unterschied hat sicher was mit der Art des Abnibbelns zu tun. Beim Typ1 werden die Betas gefressen und müssen in kurzer Zeit immer mehr leisten, was sie in der Gegend von 20% einfach zusammenklappen lässt. Wenn dann der BZ mit gespritztem Insulin wieder normalisiert und die übergroße Last so und mit passender Futterauswahl gelindert wird, reichen die verbliebenen und immer wenigeren 20% oft noch für mehrere Honigmonate und manchmal sogar manches Honigjahr.
Beim Typ2 mit praktisch keiner Entdeckung durch Ketoazidose hat der Organismus über Jahre bis Jahrzehnte Zeit, sich nach und nach verträglicher auf immer weniger Insulin einzustellen. Da kommt es selbst mit dem berühmten Sekundärversagen zu keiner Typ1 gleichen Keto. - Mithin taugt der Keto-Vergleich nicht zum Vergleich der Betazellmasse :-(
Zum C-Peptid-Vergleich Gesunder/Typ2 such doch einfach mal, wo Du eine Untersuchung findest, die den verschiedenen Ausgangs-BZs beim Nüchtern-Vergleich Rechnung trägt oder gar der ja auch von Dir beschriebenen Mehrausgabe an Zucker durch die Leber. Sorry, ich hab Monate danach gesucht und mit mir einige Ärzte. Dochdoch, wir hatten dann tatsächlich was gefunden, Forschungsversuche, in denen der BZ wirklich auf gesund nüchtern abgesenkt wurde - um sicherzustellen, dass dann auf der Typ2-Seite nicht Typ2-typisch zu viel Glukagon ausgegeben und damit die Leber zu zu großer Zuckerausgabe stimuliert würde. ABER obwohl alles haarklein dokumentiert wurde, ist für keinen dieser Versuche dokumentiert, wie die gesunde Glukagonausgabe der Alphas für die Untersuchungsdauer wirklich überwacht wurde :-( von Jürgen -
markuis nerger
Rang: Gastam 06.02.2011 16:13:48
Guten Tag alle miteinander,
wollte nur mal so nach einem Jahr einen kleinen Erfahrungsbericht abgeben. Mein BZ ist auf dem Stand eines normalen Menschen 1c liegt bei ca 5,6. Mein Gewicht habe ich bis auf 95 KG reduziert und ich benötige seit damals keinerlei Insulin. Nach jeder BE Aufnahme versuche ich mich etwas zu bewegen. 1 h nach Essen BZ ca. 100 nach 2 h ca. 60-70. manchmal habe ich sogar Unterzucker. Niedrigster Wert war 48.
Ich kann jedem raten, seine Ernährungs- und Bewegungsabläufe strikt zu überdenken. Bei mir jedenfalls ist der DM weg und zwar seit über einem Jahr und würde man den Diabetikern nicht schon im KKH sagen, dass alles ok ist und man alles genau so weiteressen kann, würden sich vielleicht viele Diagnosen in Luft auslösen.
ich wurde viel belacht und aus einigen Foren rausgeworfen... der einzige der nicht gelacht hat, war mein Diabetologe. Der sagte mir, ich solle ein Buch schreiben... Aber nichts davon zur Insulinindustrie.... könnte ärger geben...
MEIN Fall hat sich somit erledigt, obwohl ich jeden Tag noch messe und alles dokumentiere.....
jeder der weiteres Interesse hat, kann sich gerne melden: markus.nerger@web.de.
Am Anfang versteht man nur Bahnhof und nun ist man geistig weiter als der eigne Diabetologe.
Gruß markus
von markuis nerger