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Erklärung der Pumpe? Bitte um Hilfe
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Barbara
Rang: Gastam 14.07.2003 01:04:31
Hallo
Ich suche jemanden der mir kurz und klar erklären kann was das ist. Wie sie funktioniert. Ich möchte einer Freundin helfen die ständig Unterzucker und dann wieder über Zuckert ist.
Gruß Barbara -
Andreas
Rang: Gastam 14.07.2003 16:10:49
Hallo Barbara!
Die Pumpe ist etwa so groß wie zwei Streichholzschachteln. Sie wird am Körper getragen und ist über einen dünnen Schlauch mit einem Dauerkatheter im Fettgewebe verbunden.
In der Pumpe befindet sich ausschließlich Kurzzeitinsulin. Es wird kontinuierlich in geringen Abständen eine konstante oder variable Basalrate abgegeben. Die Bolusdosis wird individuell angepaßt und manuell abgegeben.
Als Indikation für eine Pumpe bzw. CSII (continuous subcutaneous insulin infusion)bezeichnet man immer langfristige Situationen, wenn eine ICT (intensivierte konventionelle Insulintherapie) nicht ausreicht wie z.B. Schwangerschaft, schwere Unterzuckerungen bei geringem Insulinbedarf, Wechsel des Biorhythmus (durch Schichtarbeit) oder ein deutliches Dawn-Phänomen (STH-Ausschüttung am Morgen).
Ob eine Pumpe für die betreffende Person unbedingt hilfreich ist, läßt sich mit den wenigen Informationen jedoch nicht sagen. Dazu müßte man schon den genauen Ablauf der Über- bzw. Unterzuckerungen und deren Ursachen kennen.
Herzliche Grüße
Andreas
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Barbara
Rang: Gastam 14.07.2003 16:59:04
Hallo Andreas
Ich denke das sie nicht einmal einen richtigen Diabetologen hat, sie erzählt mir immer nur von ihrem Hausarzt. Sie versteht es selber nicht warum ihr Zucker immer mal ganz "ohne" Grund nach oben oder unten geht. Samstag bei der Arbeit war sie mal wieder bei 25 mit dem Zucker und das passiert sehr oft, genauso wie er plötzlich hoch geht , da reicht oft schon ein bisschen aufregung. Kontroliert dieses Gerät denn auch gleichzeitig den Zucker?
Ich hatte ihr vorgeschlagen eine Reha zu beantragen damit sie mal richtig eingestellt wird und das man mal schaut warum das bei ihr so ist. Was hälst du davon???
Gruß Barbara -
Barbara
Rang: Gastam 14.07.2003 20:04:45
Hallo Andreas
Ich habe jetzt schon mal mit ihr eden können ,also ihre KK hatte sie auch schon aufgefordert zum Fachmann zu gehen aber sie magnicht, versteh ich im augenblick zwar nicht aber das bekomme ich noch raus. Sie spielt da ganz schön mit ihrer Gesundheit, wenn es bei mir Probs gibt gehe ich ja auch zum Neuro und nicht zum Zahnarzt, ich habe MS und kann sie da nicht so ganz verstehen.
Erstmal Danke für die Infos.
Barbara -
Andreas
Rang: Gastam 15.07.2003 20:57:56
Hallo Barbara!
Einen Anstieg oder Abfall der Blutglukose "ohne" Grund kann es nicht geben. Ein Anstieg durch Streß ist physiologisch. Das dabei freigesetzte Adrenalin baut Fett in Glukose (Förderung der Lipolyse) um und fördert ebenso den Abbau der Zuckerreserven in der Leber.
Ein auf den ersten Blick grundloser Anstieg des Blutzuckers kann auch eine Reaktion auf eine Unterzuckerung sein.
Ich denke mal, daß er erste Weg zu einem Diabetologen führen sollte.
Herzliche Grüße
Andreas -
Daniela
Rang: Gastam 15.07.2003 22:47:50
Hallo Barbara,
die Pumpe wurde Dir ja schon erklärt, aber meinst Du nicht, dass Du Dir zuviele Sorgen um Deine Freundin machst?
Wenn sie selbst sich doch so garkeine macht...Wieso sorgst DU DICH?
Ich denke es wird sie nicht weiterbringen, wenn sie die Verantwortung ständig auf andere oder Unerklärliches abwälzt, sie muss den Grund selbst herausfinden und das tut sie ganz einfach indem sie in eine Klinik geht und sich einstellen und schulen lässt!!!!!!!!!!!!
Du kannst nicht für sie in eine Klinik gehen, alles was Du sagst ist in denWind gesprochen, weshalb informiert sie sich nicht selbst, ist sie lebensunfähig oder strunzdumm?
Diabetes ist eine Krankheit mit der der Betroffene selbst agieren muss, der Kranke muss die Verantwortung für sich selbst übernehmen, hohe oder niedrige Blutzuckerwerte kommen nicht einfach so, es sei denn sie nimmt Tabletten gegen den Blutzucker, dann kann es zu solchen seltsamen Reaktionen kommen.
Mit Insulin und der entsprechenden Ernährung kann es eigentlich nicht sein, dass der Blutzucker so stark schwankt, wenn sie von einem Diabetologen eingestellt wird und ihren Blutzucker regelmäßig misst.
Deine Freundin scheint zu glauben, dass ein Arzt sie einstellen kann, das geht nicht, es geht nicht, weil der Betroffene lenren muss, was wann wie in seinem Körper abläuft und er muss sein Leben darauf einrichten, sich und seine Gewohnheiten ändern.
Meinungen wie: "Die sollen mich mal einstellen, zuhause mache ich das sowieso wieder anders.." sind es, die zu beschissenen Werten führen, meine Güte, wir sind doch Herr unseres Selbst, schau hin und Du wirst sehen.
Dir kann ich nur den Tipp geben Deiner Freundin aus dem internet abschreckende Beispiele herauszusuchen was mit einer so schlechtn Stoffwechseleinstellung passieren wird und ihr de Leviten zu lesen, tut sie dann noch immer nichts, kümere Dich um Dich selbst, denn eine MS ist kein Pappenstiel, die kannst Du leider kaum beeinflussen, oder?
Deine Freundin muss auch sehen, dass Du mindestens genauso krank bist, aber leider nicht das Glück hast, duch ein Medikament auf lange Sicht qualitativ zu leben.
Liebe Grüße an Dich, wünsche Dir alles Gute und Deiner Freundin, dass sie die Augen auch zum Sehen benutzt :-) von Daniela -
Werner
Rang: Gastam 15.07.2003 23:57:32
Hi,
jeder ist für sich selbst verantwortlich, und Motivation gehört ja auch zu einer guten BZ-Einstellung, manche wollen halt nicht.
Grüße, und BZ nicht über 120 ;-)) von Werner -
Barbara
Rang: Gastam 16.07.2003 00:10:14
Danke für eure Hilfe, heute war sie hier und ich hab mit ihr gesprochen, ich denke doch das sie jetzt zum Facharzt geht. Ich habe bald Urlaub und dann pass ich auf das sie geht. Sie ist nun mal so das sie sich für unwichtig hält und alles nicht so schlimm ansieht was sie selbst betrifft.
Vieleicht hat sie ja auch Angst ich weiss es nicht aber ich werde ihr beistehen und ihr helfen den Weg zum Dr. zu finden. Vieleicht ist es ja auch nur die überwindung beim ersten mal.
Bis dann Barbara -
Daniela
Rang: Gastam 16.07.2003 18:17:00
Ihc verstehe und glaube es ist Angst, mir musste mein Arzt auch in den Allerwertesten treten, damit ich endlich zum Insulin komme, denn mit Tabletten gings nicht mehr und ein Hba1c von etwa 13 % ist echt keine gute Sache.
Ich kann ihren Hausarzt nicht verstehen, der müsste die Behandlung eigentlich ablehnen und sie überweisen..
Hoffentlich klappts und sie geht wirklich.
Was Du ihr echt klarmachen solltest ist, dass es nicht schlimmer kommen kann wenn sie in fachärztliche Hände geht, es wird aber hundertprozentig schlimmer OHNE Behandlung!
Und wenn sie reden will, kann sie ja auch mal hierher kommen, ich denke ziemlich viele hier hatten Angst ;-) von Daniela