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Neu hier!Hyperinsulinämie Fragen über Fragen
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Stephanie H.
Rang: Gastam 15.06.2003 17:39:58
Hallo,
möchte mich mal vorstellen.
Ich bin 27 Jahre alt. Zur Zeit geht es mir schlecht und ich brauche Rat, hoffe das Ihr mir ein bißchen helfen könnt.
Habe eine Hashimoto Thyreoiditis, Autoimmunerkrankung der Schilddrüse,
diese blieb ca. 10 Jahre unerkannt, in dieser Zeit ging es mir immer schlechter und ich nahm immer weiter zu, inzwischen habe ich schon einen BMI von 45.
Achte auf die Ernährung, nehme aber immer weiter zu.Außerdem habe ich starke Wassereinlagerungen die mir sehr zu schaffen machen, die aber keinen Arzt wirklich interessieren. Ich bat meinen Endokrinologen(Schwerpunkt Diabetes)
bei mir einen Blutzuckerbelastungstest zu machen, da ich schon von vielen Hashis gehört habe das sie eine Hyperinsulinämie haben. Letzte Woche erfuhr ich dann, das ich auch eine Hyperinsulinämie habe.
Beim Gespräch mit meinem Endo erhoffte ich mir dann eine Ernährungsberatung. Wie soll ich soviel Gewicht reduzieren ohne ärztl. Überwachung.
Aber alles was er sagte war:Frau Holznagel sie sollten abnehmen (ja is mir auch klar).
Als ich nach der Diät fragte, sagte er nur: Sie kennen sich doch als Kinderkrankenschwester aus mit Kalorien und so.
Sag ich: Ja schon, aber sollte ich nicht etwas auf den Glykämischen Index achten.
Er: ja schon, aber der Index ist auch nicht alles.
Ich: habe gelesen das wenn man mit dem Glykämischen Index abnehmen will, sollte man in der Abnehmphase nur Dinge essen mit einem Index unter 35, stimmt das ?
Er: Nöööööööööööööööööööööööööööööööö
Das war mir irgendwie ein bischen wenig Ernährungsberatung für eine Endo Praxis mit Schwerpunkt Diabetes.Wie soll ich mich nun ernähren ?
Außerdem würde mich interessieren ob es nicht ratsam wäre, während einer Metformin-Therapie den Blutzucker auch zu Hause zu kontrollieren?
Davon hat er nix gesagt.
Ich hänge jetzt grad irgendwie in der Luft obwohl ich schon ewig zu dem Thema gegoogelt habe.
Außerdem steht im Beipackzettel von Metformin das man es vor Eingriffen mit Kontrastmittel nicht nehmen soll.
Nun habe ich am Dienstag ein MRT Sellink, zum Ausschluß Morbus Chrohn, sollte ich dann erst am Mittwoch anfangen?
Außerdem will mein Gastroenterologe ( ein Traum von Arzt) noch einen Glucose atemtest machen, da sollte ich wohl auch keine Metformin nehmen oder? Wie lange davor absetzen?
Ich schreibe Euch mal meine Symptome auf, viele hängen mit der Schilddrüse zusammen, aber nur der Vollständigkeit:
Abgeschlagenheit, ständig müdeund trotzdem schlaf ich nicht wirklich gut nachts, nicht leistungsfähig, trockne Schleimhäute (SiccaSyndrom), sehr viele stimmungsschwankungen,chronischer Durchfall seit 7 Jahren, Ödeme, Muskel- und Gelenkschmerzen, sehr trockne Haut, viel Durst,serh vergeßlich, Konzentrationsprobleme,Arme und Beine schlafen schnell ein,Hitzewallungen das Wetter der vergangenen Tage macht mir sehr zu schaffen,bis vor ein paar Monaten noch starke Zyklusprobleme, besser seit Schilddrüsenhormon einnahme. So das sollte alles sein, reicht auch.
Ich möchte mich bedanken das Ihr den langen Text gelesen habt.
Viele liebe Grüße
Stephanie
von Stephanie H. -
Andreas
Rang: Gastam 15.06.2003 21:00:13
Hallo Stephanie!
Es stellt sich ja immer die Frage, was die Folge wovon ist.
Wenn wir mal davon ausgehen, daß die Unterfunktion bei Hashimoto die Ursache für die Gewichtszunahme war, dann wird wahrscheinlich diese zur Insulinresistenz und damit zur Hyperinsulinämie geführt haben. Die erhöhte Insulinausschüttung wird dann zu einer weiteren Gewichtszunahme beigetragen haben.
Damit kennst du, im Gegensatz zu den meisten übergewichtigen Menschen, die Ursache.
Die hormonelle Therapie der Thyroiditis sollte also eine Gewichtsreduzierung herbeiführen. Wenn dann die Hyperinsulinämie bzw. die diabetische Stoffwechsellage tatsächlich als Folge aufgetreten ist, besteht durchaus eine Möglickeit zur Normalisierung.
Symptome wie Müdigkeit und Abgeschlagenheit sind unter anderem auch Diabetes-Symptome, da durch den relativen Insulinmangel die Glukose nicht in die Muskelzellen aufgenommen werden kann (der hohe Blutzucker spielt dabei natürlich auch eine Rolle). Metformin wird sicherlich den Blutzucker senken und unter Umständen auch zur Gewichtsreduzierung beitragen. Ob sich jedoch diese Symptome damit restlos beheben lassen, halte ich für fraglich. Andererseits wäre eine Insulintherapie zum jetzigen Zeitpunkt wahrscheinlich auch nicht ratsam, da hierbei unter Umständen eine weitere Gewichtszunahme zu erwarten wäre.
Was ist ein Glukose-Atemtest? Meinst du den H2-Atemtest bzw. den Wasserstoff-Exhalationstest?
Bei einer Therapie mit Metformin wird der Blutzucker nicht regelmäßig gemessen bzw. die Krankenversicherung übernimmt nicht die Kosten für Meßgerät und Teststreifen. Es kann aber auch keine Hypoglykämie eintreten! Jedenfalls nicht ursächlich durch die Einnahme von Metformin.
Mit der Einnahme würde bis nach der MRT warten.
In deiner Situation wird es sicherlich auch ein psychisches Problem geben. Vielleicht könnte ein Gedankenaustausch mit anderen betroffenen Menschen bei der Bewältigung hilfreich sein.
Herzliche Grüße
Andreas -
Georg
Rang: Gastam 15.06.2003 21:17:49
Hallo Stephanie,
schau mal Ende Mai, da gab's das
Thema schon mal.
Poste Deinen Beitrag doch mal in die
diabetische newsgroup
de.sci.medizin.diabetes
da ist viel mehr los als hier.
von Georg -
Stephanie H.
Rang: Gastam 15.06.2003 22:34:09
Hallo Andreas,
danke für Deine Antwort.
Glucose Atemtest will mein Gastroenterologe machen, H2 Atemtest hatte ich schon, zum Ausschluß Laktoseintoleranz. Funktioniert wohl irgendwie genauso.Genaueres kann ich leider auch erst nach dem Test sagen.
Meine Hormelle Therapie läßt meine Gewicht gerade mal stagnieren, aber abnehmen geht nicht.
Wäre jetzt eine Ernährung die sich nach dem Glykämischen Index richtet, richtig?
Meinst Du psychisches Problem aufgrund der Situation?
Liebe Grüße
Stephanie von Stephanie H. -
Stephanie H.
Rang: Gastam 15.06.2003 22:43:50
Hallo Georg,
danke für den Tipp mit der Newsgroup,
hab sie auch schon in meinem Outlook drin, aber ich habe ein Problem: Ich kann es lese, aber ich kann nix hinschicken?
Habe mich auch schon im Internet umgesehen aber ich werde nicht schlauer?
Vielleicht hast Du noch einen Tipp für mich?
Liebe Grüße
Stephanie von Stephanie H. -
Andreas
Rang: Gastam 16.06.2003 01:02:27
Hallo Stephanie!
Natürlich meine ich ein psychisches Problem aufgrund der Situation. Das ist eben so eine Vermutung, weil ich mir nicht vorstellen kann, daß man bei dieser Symptomatik ganz einfach zur Tagesordnung übergeht.
Wenn man davon ausgeht, daß die Hyperinsulinämie zum Übergewicht beiträgt, wäre eine Ernährung nach dem glykämischen Index sicherlich sinnvoll.
Auch einer fructosehaltigen Diät wird nachgesagt, daß sie zur Verbesserung der Insulinempfindlichkeit beiträgt und somit die Insulinausschüttung reduziert.
Herzliche Grüße
Andreas
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Georg
Rang: Gastam 16.06.2003 09:01:49
Hi Stephanie,
lies mal hier nach:
http://www.diabeticus.de/divers/newsgroup/
Ich meine aber nicht die diabeticus-newsgroup
(das ist ein Clübchen für sich), sondern die
öffentliche dsmd.
von Georg -
Stephanie H.
Rang: Gastam 16.06.2003 09:56:21
Danke schön Georg,
ich werde mich heute abend mal ausführlich damit beschäftigen.
Liebe Grüße
Stephanie von Stephanie H. -
Daniela
Rang: Gastam 22.06.2003 01:28:29
Hallo Andreas,
(muss jetzt mal entgegen des Themas antworten ;-))
Hatte leider viel um die Ohren, u.a. habe ich einen anderen Arzt aufgesucht, der mich zum Diabetologen schickt..
Naja, jedenfalls ist Dank meines Chaoses Deine Emailadresse weg :-(
Aktuelle Blutwerte: Hba 1c 12,1 %
Es ist zum Heulen..
Liebe Grüße, Daniela -
Wilhelm Klasmeier
Rang: Gastam 29.06.2003 14:53:43
Ich habe gehört, Fruktose sei der Glucose gleichzusetzen und damit für Diabetiker schädlicher als normaler Haushaltszucker.
Auf einer Schulungsveranstaltung habe ich daraufhin nach dem Sinn der vielen Diätprodukte "mit Fructose - für Diabet." gefragt . Etwas derb wurde geantwortet, hierzu gebe eine Diätverordnung o. ä., auf die sich eine umfangreiche Industrie berufe. Den Unterweisern bei solchen Schulungen sei es deshalb nicht gestattet, auf diese Fragen einzugehen. Wenn das stimmt ... wirtschaftliche Interessen sind das Eine und in unserer Gesellschaft ja auch nicht verboten, aber sie auf Kosten von Gesundheit und evtl. Leben von Kranken mit derartigen Maulkorb-Erlassen zu sichern: Fragwürdige Gesinnung!?! Wie gesagt, wenn das alles stimmt. STIMMT'S??? von Wilhelm Klasmeier