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Trotz Diabetes in die Chefetage?
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Anonym
Rang: Gastam 27.11.2002 13:20:28
Hallo zusammen,
ich bin schon lange Zeit Typ 1-Diabetiker und bin nun mit 50 % als schwerbeschädigt eingestuft worden. Vor dieser Einstufung stellte man mir in Aussicht, beruflich weiterzukommen, d. h., dann direkt für die Geschäftsleitung zu arbeiten. Natürlich habe ich mich sehr gefreut, doch als Auswahlkriterium wird sicher auch die Schwerbeschädigung unter die Lupe genommen, oder?? Ab diesem Grad muss man es ja seinem Arbeitgeber mitteilen. Ich habe dadurch jetzt 5 Tage mehr Urlaub und ein wenig Steuerermäßigung.
Wer hat Erfahrung oder kann mir mitteilen, wie die Arbeitgeber damit umgehen? Die meisten Firmen schreckt es doch ab, so jemanden überhaupt einzustellen und der Gedanke, hier handelt es sich um jemandem, bei dem man 100%-ig mit Arbeitsausfällen zu rechnen hat, kommt sicher auch nicht von ungefähr. Es zählt jetzt sicher auch gar nicht, dass ich in 4 Jahren die ich dort bin, nur 12 Tage krank war, im Gegensatz zu Gesunden, die im Durchschnitt bei 20 Tagen innerhalb 4 Jahren liegen.
Den Behinderten-Antrag hatte ich nun gestellt, da unsere Firma umstrukturiert hat, was Entlassungen zur Folge hatte. Mit den 50 % genießt man auch etwas mehr Sicherheit in Bezug auf Kündigungsschutz, auch das war mir der Antrag wert. Schließlich möchte ich gerne dort bleiben bzw. arbeiten.
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Hanne
Rang: Gastam 27.11.2002 17:06:29
Hallo.
Man braucht sich nicht zu schämen einen
Behindertenausweis zu besitzen.
Jede Firma muß eine Prozentzahl an Schwerbehinderte einstellen. Das ist Pflicht.
Rede mal mit Deinem Betriebsrat. Der wird das wissen.
Gruß Hanne. -
diabetesmm
Rang: Gastam 28.11.2002 10:14:57
Hallo,
der arbeitgeber bekommt geld fuer dich, bzw. das er einen schwerbehinderten menschen beschaeftigt. du bist damit auch finanziell interessant. das ist doch ein argument, oder? von diabetesmm -
Reinhard
Rang: Gastam 28.11.2002 11:31:24
Hallo Anonym,
in der heutigen Zeit ist so ein
Behindertenausweis nicht mehr viel
wert. Es werden ganze Abeilungen
oder Filialen stillgelegt etc.
Einem Bekannten,beschäftigt bei
IBM, wurde schon bedeutet, daß
er als Diabetiker wohl nicht mehr
im Außendienst verantwortlich
tätig sein könnte. Er befürchtet,
man will ihn loswerden ... von Reinhard