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Wann Pumpe beim Kind

  • Ulla

    Rang: Gast
    am 19.11.2002 23:27:55
    Julian ist 12 und hat seit Geburt diabetes. Sein Zucker ist altersbedingt schlecht einstelbar, war besser als er klein war und nur das aß was ich ihm gab... Wer findet es sinvoll ihm eine Pumpe anzulegen, möchte er nämlich selber gerne. Er ist sehr aktiv draußenmensch, Fußball, Bande/Klique, Jugenddisco usw. ein Streuner also.. Ist es da sinnvoll eine Pumpe zu haben? Bitte helft mir von Ulla
  • Diawolf

    Rang: Gast
    am 13.12.2002 14:18:37
    Hallo, ich bin zwar schon etwas älter aber die
    Probleme bei körperlicher Belastung dürften ja
    relativ altersunabhängig sein. Ich bin kein Arzt,den würde ich an Ihrer Stelle aber auf jeden Fall noch mal dazu befragen.
    Als ich noch keine Pumpe hatte und Altinsulin und ein Verzögerungsinsulin sptritzte, war die
    körperliche Toleranz gegenüber Belastungen deutlich größer-bedeutet, daß ich mich über längere Zeit belasten konnte ohne zu unter-
    zuckern.( verschärfte Gartenarbeit und Jogging)
    In der Pumpe wird ein sehr steil wirkendes Insulin verwendet was bei mir dazu führt, daß ich dem o.g. Belastungsprofil nicht mehr ohne weiteres gewachsen bin .Anpassung der Basalrate
    ist eine Möglichkeit, die die Pumpe bietet -ist aber auch nicht ohne Prbleme da körperliche Belastungen sich auch nach Stunden noch auswirken. Ich habe mich entsprechend darauf eingestellt und die Belastungen reduziert bzw. anders verteilt.
    Bei Ihrem Sohn ist das natürlich in diesem Alter
    nicht ganz so einfach, erstmal prinzipiell einzusehen, daß man nicht immer bis an die Grenze
    gehen kann, dann die hormonelle Umstellung in der Pubertät, die weitere Probleme bereitet und seine wechselhaften körperlichen Aktivitäten .
    Ich glaube es ist sehr wichtig, ihm zu verdeutlichen, eine gewisse Regelmäßigkeit in seinen Tagesablauf zu bringen.
    Man darf natürlich nicht nur Probleme
    sehen, sondern muß auch den Nutzen einer Pumpe
    betrachten. Für mich überwiegt der gegenüber allen Einschränkungen und bedeutet bess`re Insulinversorgung im Basalbereich, mehr Flexibilität ganz allgemein, Steigerung des körperlichen Wohlbefindens, besserer Schlaf und nicht zuletzt die Möglichkeit, daß sich beginnende Schäden zurückbilden oder zumindest stagnieren.
    Unterzuckerungen in den Griff zu bekommen ist nicht schwierig, wenn Ihr Sohn es rechtzeitig merkt. Daß sie vielleicht aufgrund o.g. häufiger auftreten, würde ich für möglich halten, aber diesen Umstand nicht als Gegenargument zur Pumpe werten.
    Vielleicht habe ich Ihnen ein wenig geholfen sich im Einklang mit dem Arzt für die Pumpe zu entscheiden.
    M.f.G.Diawolf