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Bluthochdruck mit 19
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Erika
Rang: Gastam 17.08.2002 22:10:16
Hallo Andreas,
mich würde interessieren, welche Alternativen zur Schulmedizin und Tabletteneinnahme es bei Bluthochdruck geben soll.
Erika -
Andreas
Rang: Gastam 18.08.2002 10:31:04
Hallo Erika,
was ich in erster Linie an der Schulmedizin kritisiere ist die Tatsache, daß immer wieder lediglich Symptome unterdrückt werden (wie leider auch so oft bei Diabetes), ohne überhaupt nach der Ursache zu fragen.
Wie ich schon erwähnte, lautet in fast 90 % der Fälle die Diagnose: "essentielle Hypertonie". Also ein Blutdruck, der sich selbst falsch reguliert, ohne das es eine Ursache geben soll? Wenn man dann diese Patienten betrachtet, dann sind es oftmals Menschen, mit einer gehörigen Portion Lebesangst, die durch jede Kleinigkeit in Streßsituationen geraten. Hier haben wir die psychische Ursache für den Hochdruck. Ich solchen Fällen kann man sich in die Hände von Psychotherapeuten begeben und natürlich auch selbst an sich und seinen Problemen arbeiten.
Weiterhin werden in der Alternativmedizin als Ursachen z.B. Cadmium aus Wasserleitungen sowie Störfelder durch Zahnersatz aus Metall diskutiert. Tatsache ist sicherlich, daß im Blut gelöste Metalle in den Nieren herausgefiltert werden. Somit wäre es naheliegend, daß es hierbei zu einer Funktionsstörung der Nebennieren mit erhöhter Aldosteronausschüttung kommen kann. Auch wenn solche "Thesen" mangels Beweisen nicht therapierelevant sein sollen, hindert uns nichts daran, hier einen Versuch zu unternehmen.
Abschließend möchte ich hier noch etwas erwähnen, das zum Nachdenken anregen soll: ich habe gelernt, daß der Blutdruck liegend und in Ruhe gemessen wird und so wird es auch in der schulmedizinischen Fachliteratur beschrieben. Folglich haben Messungen sitzend, aus einem Gespräch heraus, ohne daß es gelungen ist, den Patientenin in einen Ruhetonus zu versetzen, eigentlich keine Aussagekraft. Bei mir messen Ärzte nun schon seit fast 30 Jahren einen Blutdruck von 180/100. Nach der anfänglichen Aufregung weiß ich jedoch heute, daß diese Messungen unsinnig sind. Denn wenn ich wirklich ständig einen solchen Blutdruck hätte, müßte zumindest längst eine Herzvergrößerung nachgewiesen werden können.
Herzliche Grüße
Andreas -
Erika
Rang: Gastam 18.08.2002 13:47:45
Hallo Jürgen,
vielen Dank für deine Informationen. Da ich eher als junger Mensch stressgeplagt war und sich der Hochdruck erst entwickelt hat, als ich so um die 40 war, glaube ich nicht an Stress als Ursache. Meine Nebennieren wurden auch untersucht und arbeiten offenbar normal. So kann ich leider für mich nichts profitieren.
So einen Blutdruck wie du schreibst, könnte ich für mich nie akzeptieren. Da halte ich mich dann doch lieber an die Tabletten.
Trotzdem vielen Dank!
Erika -
Erika
Rang: Gastam 18.08.2002 15:23:02
Hallo Andreas,
es sollte natürlich "Andreas" und nicht "Jürgen" heißen - sorry. Ich weiß gar nicht, wie ich auf Jürgen komme.
Erika -
Andreas
Rang: Gastam 18.08.2002 16:02:14
Hallo Erika,
ich sagte ja bereits, daß jeder für sich eine akzeptable Lösung finden muß und ich hoffe, daß sich hier niemand angegriffen fühlt, wenn ich von meiner Lösung berichte.
Ich akzeptiere meinen Blutdruck, weil er für mich normal ist! 180/100 sind für mich, in einer Arztpraxis gemessen normal. Wenn bei mir eine Langzeitmessung durchgeführt wird, finden ganz normale Ruhephasen statt und wenn ich Beta-Blocker nehme, ändert das nichts an meinem Blutdruck. Man kann nichts ändern, was physiologisch ist!
Mich würde so ziemlich jeder (manchmal sogar auch ich selbst) als äußerst ruhig, ausgeglichen und psychisch belastbar bezeichnen. Wenn ich jedoch hinter meine eigene Kulisse schaue, dann ist es eigentlich genau das Gegenteil.
In unserem Körper geschieht nichts ohne Grund!
Ich möchte mich hier nicht weiter zu einer Diskussion hinreißen lassen, da ich es für unseriös halte, per Internet Therapievorschläge zu erarbeiten. Wer sich mit Alternativmedizin beschäftigt, wird ohnehin nach einem geeigneten Therapeuten suchen und wer der Schulmedizin vertraut, der soll hier keineswegs verunsichert werden.
Herztliche Grüße
Andreas -
Doro
Rang: Gastam 18.08.2002 19:56:06
Hallo Andreas,
hoher Blutdruck mag sicher bei
manchen Menschen psychisch
bedingt sein.
Dein Vertrauen in die Psychotherapie
in allen Ehren, es gibt sicherlich
gute. Da ich eine Reihe von schwer
psychisch Kranken kenne, mußte
ich lernen zu akzeptieren, daß
für viele keine Hilfe möglich ist,
leider.
von Doro -
Andreas
Rang: Gastam 18.08.2002 21:03:58
Hallo Doro,
sicherlich sollten wir uns davor hüten zu glauben, daß wir schwere psychische Erkrankungen heilen könnten, zumal uns als Medikamente auch hier wieder nur solche zur Verfügung stehen, die Symptome unterdrücken.
Wir haben jedoch eine gute Chance, Menschen ihre Angst zu nehmen, die letztendlich für viele psychosomatische Krankheiten verantwortlich sein kann.
Gerade hier im Diabetes-Forum möchte ich deutlich darauf hinweisen, daß inzwischen auch aus schulmedizinischer Sicht Streß und Depressionen für eine diabetische Stoffwechsellage verantwortlich sein können und deshalb sage ich, daß wir immer nach der Ursache suchen müssen.
Herzliche Grüße
Andreas -
Reimar Worch
Rang: Gastam 19.08.2002 12:01:47
Hallo, Stefanie, ich bin 58 Jahre und seit 1983 Diabetiker Typ I, nicht einstellbar. Mein Blutdruck haengt immer so bei 140/75. Ich hab das auch mit der Schilddruesenueberfunktion, hatte ich aber schon vor Diabetesausbruch, wobei ich davon ausgehen muß, dasss ich als Kind schon Diabetiker war aber nach 1945 wer wußte schon was davon? Ich bin regelmaessig beim Roentgenolöogen und lass meine Schilddruese untersuchen. Da ist ne Entzuendung mal staerker mal schlechte. Mit meinen Medikamenten zum Blutdrucksenken fahr ich ganz gut. Es ist sicherrlich so, das da beides zusammenspielt. Geh mal regelmaessig zuum Roentngenologen und lass das untersuchen. Die machen das mit einer Ueberweisung des Hausarztes. von Reimar Worch