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Jürgen
Rang: Gastam 13.08.2009 21:36:30
Moin Joa,
Metformin hat als wesentliche Wirkung die Behinderung der Leber an der Ausgabe von Zucker. Auf diese Weise mildert es, in dem Maße, in dem die durch die erhöhte Zuckerausgabe verursacht werden, die Auswirkungen des Insulinresistenz-Syndroms bei Typ2. Und mit weniger unnötig umlaufendem Zucker wird weniger unnötiges Insulin ausgegeben.
Nach der von Jule vorgetragenen Erklärung müsste Metformin die Ausgabe von Insulin behindern. Dadurch würde sich beim Einsatz bei Typ2 kein Blutzucker-Nutzen messen lassen, und die Gabe von Metformin zusammen mit Mitteln zur Steigerung der Insulinsekretion, Standard bei Typ2, hätte absolut keine therapeutische Grundlage.
Das schließt nicht aus, dass Metformin in einer anderen als der vorgetragenen Weise positiv bei PCO wirkt. Wenn Du da mehr wüsstest, könnte ich mir keinen Grund vorstellen, warum Du das hier nicht verständlich in die Diskussion einbringen wolltest. Stattdessen hinterlässt Du eine hohle Andeutung und kneifst und ziehst dich auf das Forum zurück, in dem Du mit hausherrschaftlicher Autorität bestimmen kannst, wer mit Dir diskutieren darf und wer nicht.
Damit wir uns nicht missverstehen: Im guten DDG-Rahmen finde ich das diabetesinfo absolute Spitze, und empfehle es häufig als umfassendste und verständlichste DM-Infoquelle in allen Foren, an denen ich teilnehme. Ebenso super sind viele Beiträge im zugehörigen Forum und auch manche von Dir, obwohl Du immer den der jeweiligen Therapiemaßnahme selbstverständlich innewohnenden Medizinverstand zum von oben herab Abwiegeln zu bemühen pflegst, wenn Logik und Hintergrund der Maßnahme weiter hinterfragt werden, als Du zu folgen wagst.
Bisdann, Jürgen -
Joa
Rang: Gastam 14.08.2009 00:35:35
Moin, moin Jürgen,
> Jürgen schrieb:
> Metformin hat als wesentliche Wirkung die
> Behinderung der Leber an der Ausgabe
> von Zucker. Auf diese Weise mildert es, in > dem Maße, in dem die durch die erhöhte
> Zuckerausgabe verursacht werden, die
> Auswirkungen des Insulinresistenz-
> Syndroms bei Typ2.
- Metformin erhöht den Glucoseverbrauch im Darm und verringert den Nettotransfer aus dem Darm.
- Metformin führt Blutglukose verstärkt den Muskel- und Fettzellen.
(Normalisierung der Rezeptor-Tyrosinkinase-Aktivität und Erhöhung der Glukosetransporte)
- Metformin steigert die Inkretinwirkung,
(Erhöhung der GLP-1 Plasmakonzentration um 75%).
> Nach der von Jule vorgetragenen
> Erklärung müsste Metformin die Ausgabe
> von Insulin behindern.
Wo hast Du denn das her?
Das Metformin soll bei Ihr, wie beim Typ 2, an den Resistenzfaktoren ansetzen und darüber die Insulinspiegel senken helfen.
> Das schließt nicht aus, dass Metformin in
> einer anderen als der vorgetragenen
> Weise positiv bei PCO wirkt. Wenn Du
> da mehr wüsstest, könnte ich mir keinen
> Grund vorstellen, warum Du das hier nicht
> verständlich in die Diskussion einbringen > wolltest.
Die oben dargestellten Metforminwirkungen sind, soweit ich das erkennen kann, auch der Kernpunkt des therapeutischen Einsatzes bei PCOS. Minderung der Resistenzfaktoren!
Und das sind schlicht die aktuellen Metformin-Basics!
Sofern Du über Metformin nur bruchstückhaft "vorträgst", sehe ich das alleine als Dein Problem und mich nicht dafür verantwortlich, Dich oder Euch zu schulen.
Zumal diese Basics bei einer Google-Sichtung ganz schnell zu finden sind.
Irgendwie stinkt der Fisch vom Kopp her.
Ach ja, noch eine Wahrnehmungsverarbeitungsschwierigkeit Deinerseits:
> ... und ziehst dich auf das Forum zurück, in
> dem Du mit hausherrschaftlicher Autorität
> bestimmen kannst, wer mit Dir diskutieren
> darf und wer nicht.
Gruß
Joa -
Verwunderung
Rang: Gastam 14.08.2009 09:39:34
Hallo Joa,
Zitat:Sofern Du über Metformin nur bruchstückhaft "vorträgst", sehe ich das alleine als Dein Problem und mich nicht dafür verantwortlich, Dich oder Euch zu schulen.Ende
--
Bitte entschuldige, aber ich finde: Ganz schön arrogant.
Also ICH lege keinen Wert darauf, von Dir geschult zu werden und andere hier sicher auch nicht. Die Fragestellung der Erstposterin war irritierend und irreführend, da sie nicht schrieb: Ich nehme metformin wegen PCO, sondern es in Verbindung mit "zuviel Insulin" erwähnte.
Und es ist nicht das erste Mal und wird auch nicht das letzte Mal sein, dass hier eine Frage nicht "sauber" gestellt wird, aber eine saubere Antwort oder Zauberlösung erwartet wird. Beim Arzt bekommen diese Leute oft MUTMAßLICH die Klappe nicht auf, weil sie einfach nicht eloquent sind oder der Grundwortschatz sehr beschränkt ist, aber im Forum vergessen sie nicht, die Leute, die sich Gedanken um eine Lösung machen, dann auch noch anzupissen und Inkompetenz zu unterstellen.
Sie hätte auch schreiben können: Leute, ich habe mich falsch ausgedrückt, hab mich vertan. oder: Ihr habt mich falsch verstanden.
Mich wundert eh, dass du dich herablässt und hier schreibst...Sommerloch in deinem Stammforum? Du vermittelst einen irgendwie sehr gefrusteten Eindruck. Als wärest du auf Krawall gebürstet.
Aber bitte trage deine Querelen privat aus, das wäre COOL. Wir sind froh, dass nach der IP-Einführung hier das Forum -gottseidank- wieder an Qualität zu gewinnen scheint.
Und, falls du etwas Zeit hast, gib mal im Suchfenster ein: Diabetesinfo.de. Dann kannst du lesen, dass wir sehr oft!!! Jörgs Forum empfehlen, als das zur Zeit Beste im Net überhaupt.
Nichts für ungut.
von Verwunderung -
Jürgen
Rang: Gastam 14.08.2009 11:45:11
Moin Joa,
super, dass Du entgegen Deiner Ankündigung weiter diskutieren magst :-)
Die große Herausforderung in der Wirkbewertung von Metformin und allen übrigen Tabletten für den flacheren und niedrigeren Blutzucker-Verlauf besteht darin, dass Tabletter selten ihren Blutzucker messen und noch seltener allen Input und alle Aktivitäten im Vorlauf so zusammenhängend protokollieren, dass sich wirklich nennenswert auf die Wirkung und Wirkweise der Medikation schließen lässt. Und körpereigenes Insulin oder wenigstens sein messtechnischer Platzhalter C-Peptid werden wegen ihrer Kurzlebigkeit und der entsprechend aufwändigeren Verfahren noch seltener bestimmt und noch seltener im direkten Stoffwechselzusammenhang bewertet. Daher steht auf Waschzetteln und im Google viel Wunschwirken.
Stellvertretend nur mal ein Punkt. Du schreibst:
> - Metformin steigert die Inkretinwirkung,
> (Erhöhung der GLP-1 Plasmakonzentration um 75%).
Das liest sich gewaltig. Wenn dem wirklich nennenswert so wäre, würde schon seit Jahrzehnten mit Metformin und nicht erst seit 2-3 Jahren mit den Inkretin-Mimetika wie allen voran Byetta eine erhebliche Verringerung der Blutzucker-Spitzen nach den Mahlzeiten erreicht.
Allerdings ausschließlich unter der Voraussetzung, dass noch eine eigene Insulin-Ausgabe erhalten ist, die sich ausreichend verstärken lässt. Denn die Inkretinwirkung besteht darin, dass unabhängig von der jeweiligen Blutzuckerhöhe zur Übergabe der neuen Glukose aus dem Darm in den Blutkreislauf zeitlich und mengenmäßig super passend die entsprechende Menge Insulin ausgegeben wird, was beim Typ2 nicht mehr automatisch funzt. So treffen Glukose und Insulin in der Pfortader auf dem kurzen Weg in die Leber zusammen, wo sie wie beim Stoffwechselgesunden zum größten Teil direkt verarbeitet werden, so dass der Blutzucker anschließend deutlich weniger als ohne ansteigt. Also mit Inkretin-Effekt direkt nach dem Essen die größere Insulin-Ausgabe :-(
Aber lass uns doch einmal ganz sachlich unabhängig vom Metformin schauen, was es mit der Idee auf sich hat, dass PCO durch Insulinresistenz begründet würde. Wenn dem so wäre, müsste eine kohlenhydratreduzierte Ernährung einen um Welten größeren Erfolg haben, als die Gabe selbst eines Mittels, dessen Reduzierung des Insulinumsatzes eindeutig messbar wäre. Denn den größten Teil unseres Insulinumsatzes machen wir uns mit dem Input von Brot und allem mit Mehl, Kartoffeln, Reis. Das ist alles verdauungstechnisch nichts anderes als Zucker. Ich weiß, dass auch Eiweiß und Fett zu ihrer Verstoffwechselung Insulin brauchen und dass wir auch dann Insulin brauchen, wenn wir total fasten.
Alles Insulin ausschalten geht nicht und ist ja auch gar nicht der Punkt. Aber für einen Zeitraum von etwa einem viertel oder halben Jahr den KH-Verzehr um die Hälfte reduzieren und damit den Insulinumsatz um ein Vielfaches von dem reduzieren, was bei völlig gesundem Blutzucker-Verlauf mit einem Medikament überhaupt möglich wäre, ist voll und ohne Hungern und ohne jede Mangelerscheinung machbar. Und damit müsste sich wieder ein regelmäßiger Zyklus einstellen, wenn denn zutrifft, das zu viel Insulin den verhindert. - Klar haben viele Frauen diese Logi-Probe schon gemacht - mit für die Insulintheorie erschreckend wenig überzeugendem Ergebnis: sie sind offenbar weit von mehrheitlich zu ihrem gewünschten Eisprung gekommen :-(
Bisdann, Jürgen -
Joa
Rang: Gastam 14.08.2009 14:05:03
Hallo Verwunderung,
> Verwunderung [???] schrieb:
> Und es ist nicht das erste Mal und wird
> auch nicht das letzte Mal sein, dass hier
> eine Frage nicht "sauber" gestellt wird,
> aber eine saubere Antwort oder
> Zauberlösung erwartet wird.
Hier eskalierte die Situation als die fragende Jule sich darüber beklagte, dass von "Fachleuten des Forums", offensichtlich ohne dass diese überhaupt einen Plan von der Sache hatte um die es ging, der Arzt ihres Vertrauens - mehr oder weniger - als Trottel hingestellt wurde.
Und ich muss sagen, dass ich es auch schlicht verantwortungslos finde, unbekannten Patienten, bei unbekannten Sachzusammenhängen ihr Vertrauen in einen behandelnden, unbekannten Arzt, mit ebeso erst mal unbekanntem Therapie, bei auch noch offensichtlich fehlenden eigenen Kenntnissen der zugrunde liegenden Krankheit/Störung, massiv madig zu machen.
> Beim Arzt bekommen diese Leute oft
> MUTMAßLICH die Klappe nicht auf, weil
> sie einfach nicht
> eloquent sind oder der Grundwortschatz
> sehr beschränkt ist
Fällt Dir was auf an Deiner Ausführung?
> aber im Forum vergessen sie nicht, die
> Leute, die sich Gedanken um eine
> Lösung machen, dann auch noch
> anzupissen und Inkompetenz zu
> unterstellen.
Inkompetenz musste da in keiner Weise unterstellt werden. Die wurde schlicht unter Beweis gestellt.
Aber klar, wer in einem unmoderierten Forum Fragen stellt, muss nicht nur mit diversen (anderen) Anonymussen der Trollfraktion rechnen, sonder auch auf die "Regulars" gefasst sein.
In diesem Sinne ist die- oder derjenige natürlich genauso selber Schuld und sollte sich auch nicht drüber beklagen. :-(
Gruß
Joa -
Joa.
Rang: Gastam 14.08.2009 14:23:36
Moin Jürgen,
> hj(ürgen)t schrieb:
> Alles Insulin ausschalten geht nicht und
> ist ja auch gar nicht der Punkt. Aber für
> einen Zeitraum von etwa einem viertel
> oder halben Jahr den KH-Verzehr um die
> Hälfte reduzieren und damit den
> Insulinumsatz um ein Vielfaches von dem
> reduzieren ...
> Und damit müsste sich wieder ein
> regelmäßiger Zyklus einstellen, wenn
> denn zutrifft, das zu viel Insulin den
> verhindert.
Schau an. Das finde ich, ist ein konstruktiver Gedankengang.
Auch wenn ich mit LOGI selber nichts am Hut habe.
Aber Vorsicht, nicht nun sofort wieder in den Absolutheitsmodus verfallen, es ginge nur mit LOGI Logik dem PCOS beizukommen.
Als Gedanke an ein Mittel der freien Wahl, wäre das im sachlichen Zusammenhang völlig ok gewesen. Statt einer Ärzteschelte.
Was aber Metformin als weiteres Instrument aber keineswegs ausschließen täte.
Gruß
Joa
von Joa. -
Jürgen
Rang: Gastam 14.08.2009 15:59:31
Moin Joa,
Du schreibst:
> Aber Vorsicht, nicht nun sofort wieder in den
> Absolutheitsmodus verfallen, es ginge nur mit
> LOGI Logik dem PCOS beizukommen.
Versteh ich nicht. Ich hab geschrieben, dass Logi den Insulinumsatz sehr viel mehr verringert, als das alle bisher bekannten Medis machen, und dass es deswegen einen SUPER Erfolg bringen müsste, wenn die Insulintheorie für PCO zuträfe - und dass sich der Erfolg - bei PCO-Patientinnen - aber offenbar in erschreckend engen Grenzen hält.
Wieso sollte ich damit nun auf die Idee kommen können und Logi für PCO propagieren wollen?
Bisdann, Jürgen -
Joa
Rang: Gastam 14.08.2009 18:02:35
Danke, mit Hilfestellung kann ich das jetzt auch erlesen. :-)
Gruß
Joa