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Blutzuckersturz beim Sport
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peter
Rang: Gastam 17.02.2011 18:11:45
hallo astrid,
bitte beachten der fragesteller ist "kein" typ 1,
der fragesteller nutzt "kein" insulin oder andere oad.,
"weshalb" sollte er vor dem sport etwas essen, es gibt dafür keinen grund, er hat auch keinen bz-absturz gehabt.
und für einen t2 ist 80 nicht niedrig sondern normal.
es gibt auch t1 die nicht mit überhöhten werten mit sport anfangen, und nicht unterzuckern.
damit sich der frager an normale werte gewöhnen ist das gegenan essen kontraproduktiv.
daß wer sport treibt ununterbrochen tz -fressen- muß ist ein reklametrick von dextro, und sinnfrei.
es gibt für pumpenträger eine basalabsenkung-sportanpassung. für pennutzer genauso praktikable lösungen.
denn auch t1 haben eine glykogenreserve von 300-500g. die genauso hoch ist wie bei nicht dmlern.
(hängt vom trainingszustand ab) -
bhgftr
Rang: Gastam 17.02.2011 19:17:57
Was mich etwas gewundert hat, war folgendes:
"Zu Hause angekommen hatte ich bei der BZ-Messung einen Wert von 80 (10 min nach 2 Knäcke)."
Das 1 BE Knäcke nach 10min irgendeine Veränderung des BZ erzeugt, möchte ich bezweifeln. Und wenn der BZ durch 30 min Walking um 17mg/dl (97->80) fällt, kann man doch nicht von einem BZ-STURZ sprechen. Auch habe ich noch nie gelesen, dass durch eine "Hypo" die Finger anschwellen (weiche Knie - okay). Allerdings kenne ich nach "Anstrengung" dieses "zappelige" Gefühl von meiner (restlos gesunden) Mutter. -
Joa
Rang: Gastam 18.02.2011 01:06:29
Hallo Astrid,
> aber das ist wirklich erwiesen, daß ab BZ 80
> die Insulinausschüttung beginnt (auch die
> Rest-Insulinproduktion bei Typ 1ern )?
Ja. Das ist so.
> BZ 80 finde ich für mich sehr knapp, da brauche ich
> nur mal zwei Treppen schnell hochzugehen
> und dann hab´ich ´ne Hypo.
Das lässt vermuten, dass bei Dir zu große Insulinmengen am Start ist. Zwei Treppen upstairs sollten allenfalls auf Gipfelwirkung eines Bolus in Richtung Hypo schwirren können.
Lies Dir doch einfach mal den Teupe-Artikel zur Insulinanpassung an Bewegung durch?
> Sport fange ich nicht unter BZ 200 an, und das
> reicht nur für 20 Min. Ausdauertraining bei mir.
Auch da kommt es wieder auf Insulinwirkung, aktives Bolusinsulin und weitere Umstände an.
Es gibt durchaus individuelle Unterschiede.
Da solltest Du Fragen aber vielleicht eher in den Themenboards zum Sport von passenden Foren stellen? ;-)
Gruß
Joa -
Astrid
Rang: Gastam 18.02.2011 11:17:52
Hab´das schon richtig gelesen, deshalb ja auch der Zusatz " passt nicht ganz".
1.Ich esse überhaupt keinen Traubenzucker...
2. Ich weiß, daß die Leber Glykagon rausschiebt, wenn der BZ abstürzt, trotzdem ist das ja ein "Sch...-gefühl"..
3.zu Joa: ich trainiere nur bei auslaufendem Basal ( 2x am Tag 6 IE Levemir)
4. und ich plane natürlich auch den anstehenden Sport mit dem vorherigen Essen beim Bolus-Insulin ein ( spritze dann für 6 BE, 3 IE ), von zuviel Insulin im Körper kann da wohl keine Rede sein.
Mein BZ reagiert eben absolut extrem auf Bewegung, und nicht nur auf Sport, auch ganz normale Einkauf-und Haushaltstätigkeiten.
Die Teupe-Seite kenn´ich in- und auswendig, aber Diabetes ist eben bei Jedem anders und ab und an einfach nicht berechenbar. Ich weiß nicht ob es hier Typ 1er gibt, die ihren BZ konstant um 80 halten können. Wäre mal interessant zu erfahren ?
mfg von Astrid -
Jürgen
Rang: Gastam 18.02.2011 13:50:01
Moin Astrid,
die Alpha-Zellen schieben das Glucagon raus, das die Leber zur Ausgabe von Glycogen (Speicherform von Glucose) stimuliert. Das ist ein beständiger Prozess, der 24 von 24 Stunden läuft und nur in seiner Intensität variiert: Wenn mehr Glucose verbraucht wird, wird von den Alpha-Zellen direkt mehr Glucagon ausgegeben und auf diese Weise von der Leber mehr vom Glycogen bzw. von der per Gluconeogenese (Leber und Nieren) auch fortlaufend neu produzierten Glucose zugegeben.
Da passiert nichts plötzlich neu, wenn jemand zuviel gespritzt hat. Im Gegenteil kann zuviel gespritztes Insulin tun, was das eigene nie tun würde, nämlich diesen Glucose-Ausgabe-Prozess behindernd überlagern.
Und IMMER, wenn der BZ tiefer als geplant sinkt, ist in dieser Situation zu viel Insulin aktiv am Werk, also vom INSULINER dafür zu viel gespritzt worden.
Wenn man die Einheiten dafür nach Plan richtig gerechnet hat und der BZ tiefer sinkt, hat der Plan für die Situation dann eben um die Menge Insulin nicht gepasst, für die dann vor- bzw. nachgegessen wird. Für seltene Ereignisse ist das zusätzliche Essen ein vernünftiger Ausgleich. Bei regelmäßigerem Vorkommen wäre allerdings das systematische Erarbeiten der persönlich passenden Insulinierung die optimale Empfehlung.
Bisdann, Jürgen -
am 28.11.2012 07:36:07
Vielleicht kannst du zum Arzt gehen...
Dann weißt du alles