Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Abends KH, morgens niedriger Blutzucker?
-
Gast
Rang: Gastam 12.03.2011 08:27:02
Hallo,
bei mir wurde vor ca. 4 Wochen eine Insulinresistenz diagnostiziert, mein Langzeitwert lag bei 6,3. Ernährungsumstellung und Sport gehören bei mir jetzt zum Programm.
Ich habe seitdem ab und zu hier mitgelesen und schon einiges gelernt. Nun habe ich auch eine Frage. Ich hatte es bisher so gehandhabt, dass ich wenig Kohlehydrate, dafür mehr Eiweiß und gesunde Fette zu mir genommen habe. Fisch, mageres Fleisch, viel Gemüse etc. Abends hörte ich früher als sonst auf zu essen - ich war früher ein Spätesser, 22 Uhr war für mich keine Zeit... Nun ist um 20 Uhr Schluss. Das klappte auch gut, mein BZ tagsüber blieb immer unter 140. Allerdings ging der Nüchternwert immer weiter rauf, zwar nicht in übermäßige Höhe, aber höher als sonst, meist so 115. Vorher war er auch erhöht, schwankte aber zwischen 90 und 110. Nun hatte ich abends einmal 'gesündigt' und eine kh-reiche Mahlzeit (mit Zucker) gegessen. Der BZ stieg an bis 165. danach machte ich noch mein kleines Sportprogamm, und er ging runter auf 95. Die nächsten Stunden und einen Salat später kletterte er noch einmal auf 135. Heute früh hatte ich einen Nüchternwert von 95... Ist es jetzt so, dass die Leber die Info bekam, dass sie nichts produzieren muss? Und ist es dann generell besser, abends eine kleine Spite von 165 zu haben, dafür morgens einen niedrigeren Nüchternwert? Bin jetzt ein bißchen durcheinander, wie ich es richtig mache, und würde mich über Rat freuen. Ist ein bißchen lang, tut mir leid. -
am 12.03.2011 09:53:14
Hallo anonymer Gast,
der Nüchternwert wird in seiner Bedeutung oft überbewertet.
165 ist sehr viel höher als 115 - entscheide selbst, ob eine Spitze von 115 bein NBZ schlimmer oder besser ist, als eine Spitze von 165 nach einer Mahlzeit.
Beste Grüße, Rainer -
Gast
Rang: Gastam 12.03.2011 10:55:23
Das stimmt schon. Ich weiß eben nicht, ob man die Leber irgendwie 'konditionieren' kann, langfristig weniger zu produzieren, so dass dann der Nüchternwert irgendwann in den Normalen bereich rutscht. 165 war nur ganz kurz. -
am 12.03.2011 12:26:39
Die 115 vom Nüchternwert sind auch nur relativ kurz.
Mit Metformin würdest du den NBZ runterkriegen. Die Frage ist nur, ob das so sehr viel bringt.
Ansonsten könntest du probieren, was bei dir den Nüchternwert niedriger ausfallen lässt. Z.B. einen KH-Snack oder besser Eiweißsnack zum späten Abend, Sport oder keinen Sport am Abend u.s.w. Die Wirkung ist bei jedem anders, deshalb kannst du das nur für dich rauskriegen. Die Frage ist auch hier, ob das so sehr viel bringt. Über eine 115 nach den Mahlzeiten würdest du jubeln, warum beunruhigt die dich beim NBZ so doll? -
Gast
Rang: Gastam 12.03.2011 16:42:02
Naja, weil es doch heißt, mit einem Nüchternzucker ab 110 ist man Diabetiker, und irgendwie habe ich in mir die Hoffnung, wenn ich drunter liege, habe ich 'nur' eine Insulinresistenz... -
am 12.03.2011 17:15:06
Alle Diagnose-Werte im Zusammenhang mit Diabetes sind verwaltungsmäßig definierte Grenzwerte. Keiner davon bezeichnet eine Schwelle, unter der deutlich weniger diabetische Folgen als darüber auftreten. Schon mit dem Durchlaufen des Bereichs zwischen noch gesund 85mg/dl und Überschreiten von 125 als Diabetes-Diagnosereife entwickeln gut 10 von 100 Betroffenen wenigstens eine voll ausgebildete diabetische Folgekrankheit.
Also macht sich die besten Chancen auf keine Folgekrankheit nicht, wer krampfhaft versucht, unter dem Diagnose-Grenzwert zu bleiben, sondern wer seinen BZ möglichst viele von 24 Stunden im wirklich gesunden Rahmen hält.