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  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    am 28.04.2011 15:16:01
    Ostern ist vorbei und ich dachte ich mach mal ein neues Thema auf.
    Gast schrieb:
    nur bitte nicht über schulungen wundern


    Um gleich vorweg ein Missverständnis auszuräumen... ich will hier nicht an Schulungen kritisieren und mir schon garkein Urteil darüber erlauben.
    Aber ich denke da taucht wiedermal ein grundsätzliches Problem auf dass sich über alle Lebensbereiche erstreckt. Ob das Diaschulen, Fahrschulen, Officekurse, Studiengänge etc. etc. die Schule allein macht noch garnichts.
    Nicht jeder hat es gelernt sich selbstständig Wissen anzueignen. Und genau das sollte eine gute Schule auch lehren
    Bearbeitet von User am 28.04.2011 15:19:43. Grund: Nicht angegeben
  • Gast

    Rang: Gast
    am 28.04.2011 15:49:02
    deine frage ist voll berechtigt, aber hast du mal in einer ruhigen minute über beide varianten nachgedacht ?
    ausgangsproblem 1 - der bildungstand der betroffenen, der geht von nv -- intelligent.
    und da gibt es bei nv die die wollen und die die sich nur berieseln lassen.
    bei den intelligenten die die auch kritisch sind und die die dem vortragenden alles glauben(ist ja schließlich -experte-
    ausgangsproblem 2 - die vortragenden, sind das praktiker oder eunuchen(die haben mal gelesen wie es geht)
    problem 1+2 --> wir sindin d, und da soll es eine -standardschulung- geben ergebnis ein recht armseliger mischmasch. (ausnahmen bestätigen die regel, zb die 18 tage in althausen,
    und es gibt noch einige andere gute)
    meine kritik im anderen thread galt der fehlenden halben stunde um einnige wenige wichtige grudlagen -in praxis- --> vormachen - nachmachen.
    und dem abschneiden überholter zöpfe. zb basisinsulin -muß- in den os.
    (und zum nachschauen- bei -bd- unter injektionstechnik)
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    am 28.04.2011 16:21:19
    hallo Gast,
    Problem1/2 ... natürlich hab ich darüber nachgedacht ;-)
    Und ich geb dir vollkommen recht.

  • Bild User
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    am 28.04.2011 17:37:04
    Moinmoin,

    auch die mental schwächeren unter uns schaffen in aller Regel den Führerschein mit Theorie und Praxis. Und sie schaffen auch, sich ne Stunde nach dem Essen zu pieksen und zu messen und im Rahmen 1 Woche ihren Futter-Input so einzurichten, dass ihr BZ zu keiner Zeit nach dem Essen mehr über z.B. 180 (klar können die das dann auch noch weiter optimieren) geht, wenn ihnen das als Ziel plausibel verargumentiert wird. Natürlich nur die, die's wollen. Aber die schaffen die Verbesserung damit sehr viel zuverlässiger, als mit dem Auswendiglernen dieser Pappteller, die den meisten Platz im DDG-Schulungskoffer einnehmen.

    Allerdings würde jeder Arzt mit dem Weitergeben dieser einfachen Anleitung seine Einstellungshoheit aus der Hand geben, und das kann nicht sein. Zumal die fachoffizielle Pappteller-Theorie vor dem Hintergrund der individuellen Praxiserfahrung häufig genug recht alt aussehen würde.

    Bisdann, Jürgen
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    am 29.04.2011 00:04:40
    Einen schönen Abend hier,

    ich denke ihr habt recht wie aber auch nicht. Es gibt in D wie auch in A mehr oder weniger gute Schulungen die am Anfang ein Basiswissen abdecken. Nicht mehr und nicht weniger. Jene die mit ihrer Situation nicht glücklich sind und daran glauben dass sich ihre Situation verbessern läßt suchen nach Möglichkeiten. Sei es eine Gruppe der sie sich anschließen oder auch ein Forum wo Informationsaustausch erfolgt. Damit wird sich ihre Situation automatisch verbessern. Ich hatte meine letzte Schulung vor 33 Jahren und bin so keck zu behaupten dass ich keine Schulung finden werde die meinen Wissensdurst stillen kann. Also sind meine Quellen seit Jahren Publikationen in med. Fachzeitschriften meißt aus den USA. Dazu habe ich selbsverständlich einen Arzt mit dem ich mein tun bespreche, der mich oftmals einbremst und weil auch er zu mir Vertrauen hat mich meinen Weg gehen läßt. Oft wäre mein Weg für andere ein nicht vertretbares Risiko.

    Wenn ich hier als Beispiel meine Therapie vorstelle:

    Basis-Bolustherapie mit Pumpe, Mahlzeiten mit hohem GI werden mit Superbolus (Basalshifting) abgedeckt, Rapid Basalreduction und fraktioniertes Spritzen für Hi BG. Zielwert T75-N80 -> (HbA1c 5,5-6,0%)

    Da werden nur wenige wissen was ich tue und genau soviele könnten dies Schulen und noch weniger Menschen könnte ein Zielwert von 75-80 geraten werden da das Eis bei diesem MBZ sehr dünn wird.
    Da gehört aber auch Verantwortung wahrnehmen gegenüber anderen dazu. Ich tauche, fahre Auto und würde eventuell bei verantwortungslosem Umgang mit meinem DM andere gefährden.
    Es ist aber möglich mich hier in einem Forum mit Menschen die ähnlich unterwegs sind auszutauschen und sogar nach 33 Jahren dazuzulernen oder mein Wissen weiter zu geben. Das läßt sich nicht standardisieren.

    LG Erwin
    Bearbeitet von User am 29.04.2011 02:26:07. Grund: Nicht angegeben
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
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    am 29.04.2011 07:35:58
    hallo Erwin,
    Erwin schrieb:
    Oft wäre mein Weg für andere ein nicht vertretbares Risiko


    ja, das halt ich auch für wichtig anderen nicht seinen Weg aufdrängen. Selbst googeln sollte gelernt sein insbesondere bei Krankheiten.

    Danke für den Beitrag ;-)

    --- heute Hochzeit.... nix wie weg ---
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    am 29.04.2011 08:05:25
    Moin ErWien ;-)

    finde echt super, wie Du's machst und was Du erreichst und wie Du's beschreibst. Klar wirst Du keine Schulung finden, die vermitteln könnte, was Du jeden Tag selbstverständlich anwendest. Selbstverständlich verantwortungsvoll. Es gibt ja auch keine Fahrschule, die den Umgang mit dem Auto im Umfang mehrjähriger alltäglicher Routine vermittelt. Aber Fahrschulen vermitteln ausreichend theoretische und praktische Fertigkeiten dafür, dass man mit zunehmender Praxis immer besser im alltäglichen Verkehr zurecht kommt, auch wenn man mal das Auto wechselt oder die Fahrstrecke. Dass man in eigener Verantwortung die entsprechende Routine entwickelt.

    Im Gegensatz dazu sehe ich die meisten ärztlichen Zucker-Einstellungen wie das Einüben einer bestimmten Wegstrecke mit einem bestimmten Fahrzeug. Wenn man Fahrzeug oder Wegstrecke ändert, muss man zur Neueinstellung. Und die Verantwortung bleibt beim Arzt, der sie an Leitlinien deligiert. Die Standard-Schulung nach den Leitlinien der Deutschen Diabetes Gesellschaft reicht einzig dazu, sich möglichst widerspruchslos in diesen rigiden Rahmen einzupassen und die Idee gar nicht erst aufkommen zu lassen, dass es darüber hinaus andere Möglichkeiten geben könnte, besser mit dem eigenen Diabetes auszukommen.

    Bisdann, Jürgen
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
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    am 29.04.2011 11:32:32
    @havier,
    einen ganz besonders schönen Tag und Gottes Segen
    Erwin
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    am 29.04.2011 22:43:56
    hallo Jürgen,
    Wenn ich eine Änderung vornehme dann rede ich allerdings schon mit meiner Ärztin.
    Ansonsten unterschreibe ich alles.

    @Erwin Danke
    Aber ich seh grad... seit 1979 ? Das werden die Schwarzseher aber nicht gerne lesen ;-)
    Meine Mutter übrigens hatte glaub ich so gute 15-20 Jahre Dia und machte (im Nachhinein gesehen) so ziemlich alles falsch was man falsch machen kann. Sie wurde 84. Letztendlich starb sie aber mindestens indirekt an den Folgen der Dia)

    Grüße

  • Gast

    Rang: Gast
    am 30.04.2011 13:14:57
    jede noch so gute schulung kann das selbsttätige denken nicht zur gänze ausschließen.