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24 Stunden nach der Diagnose Diabetes und viele Fragen...
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am 14.05.2011 18:27:59
Hallo ersteinma,
nun ist es knapp 24 Stunden her, dass ich mit dem Problem des Blutzuckers selbst konfrontiert wurde.
Kurze Vorgeschichte:
Eigentlich wollte ich nur bei meiner Tochter sein, welche eine Kniespiegelung bekam, als ich ein leichten Schwindel spührte. Da ich mich in der Klinik befand, dachte ich es schadet nichts, wenn ich mal kurz meinen Blutdruck messen lasse, während ich warte.
Dieser befand sich gerade mal bei 230 zu knapp 250, was die Mitarbeiter veranlasste nun mich hinzulegen und nach einiger Zeit (wobei ich mich wieder fit fühlte) mir Blut abzunehmen. Nun kam der Befund mit einem Blutzucker von 540 zurück.
Als ergebnis davon sitze ich nun hier im Krankenhausbett.
Nun habe ich viele Fragen, wobei die "persönlichen" am Montag mir bestimmt (zumindest hoffe ich das) beantwortet werden.
Doch daneben gibt es einige Fragen welche ich hoffe hier beantworte zu finden.
Als weitere Information möchte ich noch erwähnen, dass ich journalist bin und dieses Thema nicht nur für mich selbst, sondern auch eventuell auch für andere "Neu-"Betroffene aufgreifen möchte.
1. Messen
Im Internet findet man natürlich eine Vielzahl von Messgeräte vom kleinen Preis beginnend.
Wo sind die großen Unterschiede?
Ich fand im Netz einige Andeutungen auf Geräte, welche ohne Streifen auskommen, aber kein Gerät oder Preis hierfür?
Gibt es Geräte mit automatischem Tagebuch? und PC anschluß ?
Welches nutzt ihr / könnt ihr Empfehlen und warum ?
Gibt es in den Insulinspritzen unterschiede ?
Danke für Eure Antwort -
Gast
Rang: Gastam 14.05.2011 19:20:51
es ist nichts besonderes so wie du "entdeckt zu werden", das geht vielen so(zur beruhigug)
bei den bz-geräten probiert man aus mit welchem man am besten klar kommt, kosten tun fast alle nichts(werden auf anfrage zugeschickt. es gibt nur eins "ohne" streifen, denn da sind die streifen auf einem band (in einer kassete) die meinungen dazu 50/50 - von klasse-
bis unbraubar.
mit einmalspritzen hantiert man im notfall, akut mit pens, und die sind auf den hersteller des insulins abgestimmt (außer nur penhersteller) -
Gast
Rang: Gastam 14.05.2011 19:29:19
anhang zu obigem,
wenn du wirklich journalistisch tätig bist, bitte verschaff dir einen soliden überblick (mind 6 monate) bevor du etwas zu diesem thema verfasst, und informiere dich überall . denn 99,9% aller "veröffentlichugen" in print und tv sind falsch bzw irreführend. -
am 14.05.2011 20:26:43
Moin Journamax,
willkommen im Club ;-)
Klar, dass Du da nicht rein wolltest, wollte wohl keiner von uns, aber es gibt eindeutig schlechtere. Schön, dass Du schreiben kannst und über Deine Erfahrungen mit Deinem neuen (und wahscheinlich tatsächlich schon etwas älteren) Lebenspartner schreiben willst. Im deutschsprachigen Raum wärst Du wahrscheinlich der erste Profi. Im Englischen finde ich professionell besonders interessant diabetesmine.com (mehr Typ1) und mendosa.com (mehr Typ2) und bei den Amateuren den Typ2 Kopfständler Alan mit seinem loraldiabetes.blogspot.com Wenn Du bei denen mal reinschaust, bekommst Du schon einen guten Eindruck von Deiner neuen persönlichen und schreiberischen Herausforderung :-)
Blutzucker kann man nur messen.
Nicht fühlen, nicht schmecken, nicht tasten, nicht riechen, nur auf der Anzeige des Testgerätes sehen, wenn man da zuvor einen Teststreifen rein geschoben, sich in den Finger gepiekt und aus dem Tropfen Blut dann das Reaktionsfeld des Streifens getränkt hat. Das ist tatsächlich nicht halb so dramatisch, wie es immer für Nichttester aussieht, tut auch meistens nicht wirklich weh, und wird von vielen Millionen Betroffenen häufig sogar jeden Tag mehrmals absolviert. Trotzdem träumen natürlich alle seit Jahren von der unblutigen Messung, zu der es schon die verrücktesten Ansätze gegeben hat, aber noch nicht eine Lösung, die auch nur annähernd so gut funktionieren würde, wie die üblichen Blutteststreifen.
Also müssen wir weiter bluten - und aufschreiben! Denn man spricht zwar immer vom Blutzucker-Spiegel, aber tatsächlich verläuft auch der gesunde Blutzucker gar nicht immer in einer konstanten Höhe, sondern ist häufig ein bisschen in Bewegung. So steigt er in der Stunde nach dem Essen von Stärke (Brot und alles mit Mehl, Kartoffeln, Reis) und Zucker für ein paar Minuten zu einem kleinen Hügel an und sinkt dann rasch wieder auf die persönliche Grundhöhe ab.
Konkrete Zahlen? Etwa gut 60 bis gut 80mg/dl ist die gesunde Grundhöhe, beim einen vielleicht eher 62, beim anderen eher 83 und bei vielen irgendwo dazwischen. Maximal bis etwa 120-140mg/dl steigt der Blutzucker bei gesunden Menschen nach dem Essen von Stärke=Zucker an. Und damit wird auch deutlich, warum man zum Erkunden des eigenen Blutzucker-Verlaufes den Tag mit den jeweiligen Zeiten und Mengen aufschreiben sollte, wann man wie viel wovon isst und wann man welchen Wert misst. Denn etwa 1 Stunde nach dem Essen sind 140 noch im gesunden Rahmen, während sie 2 Stunden oder noch länger danach völlig ungesund raus stehen würden. Denn da wäre der gesunde Blutzucker ja schon längst wieder auf seiner Grundhöhe zwischen etwa 65 und 85mg/dl zurück.
Diabetes wird dagegen erst diagnostiziert/ernannt, wenn folgende Grenzwerte überschritten werden:
Morgens nüchtern 125 mg/dl und 2 Stunden nach dem Trinken einer Testlösung mit Traubenzucker 200mg/dl. Und die meisten unserer Ärzte haben noch mit den Grenzwerten morgens nüchtern über 140 gelernt und mit 2 Stunden nach dem Zuckerwasser über 270.
Dein Blutzucker bewegt sich noch weit über allen diesen Werten. Dein Ziel wird sein, ihn allmählich Richtung gesund zu bewegen und schließlich immer mehr Stunden von 24 im gesunden Rahmen zu halten - Dein Weg für die nächsten 4-8 Wochen :-)
Daumendrück, Jürgen -
Gast
Rang: Gastam 15.05.2011 14:46:19
schrieb:
wenn du wirklich journalistisch tätig bist
ist er sicher nicht, bei der rs und densatzstellungen...
journamax schrieb:
als ich ein leichten Schwindel spürte. Blutdruck ... befand sich gerade mal bei 230 zu knapp 250, ... nach einiger Zeit (wobei ich mich wieder fit fühlte) mir Blut abzunehmen. Nun kam der Befund mit einem Blutzucker von 540 zurück.
also ich möchte anzweifeln, daß bei einem blutdruck von 230/250 nur ein leichter schwindel zu spüren ist, zumal der dauerdruck nicht höher sein kann, als der auswurfdruck des herzens. somit hätte der bd 250/230 sein müssen. und nur vom kurz hinlegen bei diesen drücken, fühlt man sich kaum wieder fit - schon gar nicht bei einem bz von 540 mg/dl. im übrigen sind all die fragen schon hunderttausend mal beantwortet und wozu zahlen wir geld für kassen und ärzte, wenn die nicht helfen, derartige fragen zu beantworten. da wäre "journalistische" recherche angesagt... -
Gast
Rang: Gastam 15.05.2011 14:52:27
anhang: unser dauerschwätzer hjt scheint es mal wieder langweilig gewesen zu sein. wieder ellenlang sein "wissen" geschwurbelt und nicht eine frage des "schreiberlings" beantwortet - schön, dass er nun auch hier alle "normalos" vertreibt... -
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am 15.05.2011 17:14:32
Jürgen schrieb:
Also müssen wir weiter bluten - und aufschreiben! Denn man spricht zwar immer vom Blutzucker-Spiegel, aber tatsächlich verläuft auch der gesunde Blutzucker gar nicht immer in einer konstanten Höhe, sondern ist häufig ein bisschen in Bewegung. So steigt er in der Stunde nach dem Essen von Stärke (Brot und alles mit Mehl, Kartoffeln, Reis) und Zucker für ein paar Minuten zu einem kleinen Hügel an und sinkt dann rasch wieder auf die persönliche Grundhöhe ab.
Du musst "aufschreiben", Jürgen? Mein BZ-Messer speichert das ab... und wie kommst du auf den Gedanken, dass der BZ-Spiegel ein konstanter Wert ist? Ist er nicht der jeweils gemessene? Auch glaube ich, dass "rasch" bei uns unterschiedliche Bedeutungen hat - in einer Stunde ist doch nicht rasch, oder? -
am 15.05.2011 18:14:30
Moin Rudi,
was für einen BZ-Messer hast Du, dass der speichert, wann am Tag Du wie viel wovon isst und wann am Tag Du wie lange was körperlich tust?
Und findest Du im Gegensatz zu dem Diagnose-Grenzwert-Spiel mit den mehr als 200 noch 2 Stunden nach dem Input das Sinken von 140 auf um 80 in ner Stunde nicht vergleichsweise rasch?
Bin neugierig ;-) Jürgen -
am 15.05.2011 20:56:57
Erst einmal vielen Dank für eure vielen Antworten.
Natürlich hat sich bei meinem Bluthochdruck ein Tippfehler eingeschlichen : Nicht 230 zu 250 sonder 150 war der richtige Wert.
Der Rest stimmt soweit und außer ein kleiner Schwindel war wirklich nichts spürbar.
Außer demdurchgehend Durst in den letzten Wochen und die häufigen Toilettengänge (welche ich auf das übermäßige Trinken abtat.
Wie bereits einer schrieb ist es Sinnvoll nicht gleich einen Bericht zu schreiben, aber ich habe bereits begonnen die Gefühle und die Hilfen der Ärzte etc. aufzuschreiben ...
Heute bekam ich von meiner Ärztin auch noch eine Menge Infobroschüren von Roche (nur Roche) und je mehr ich lese, desto mehr fragen gibt es ...
Wenig hilfreich sind die guten Freunde, welche mit vielen tips kommen, die laut Ärztin "schwachsinn"sind .. unter dieser Kathegorie fallen leider auch einige Dinge aus meinem "Wissen".
Ab Morgen gibt es eine Einweisung in das Thema.
Dennoch ist es hilfreich Erfahrungswerte von Geräten zu erhalten.
Was mich wundert ist, dass (zu mindest fand ich noch keins) es noch kein Gerät mit (z.B.) Touchscreen gibt, wo ich das ganze Tagebuch eintragen kann und auch die Werte automatisch dazu abgespeichert werden....
So nun gibt es erstmal eine neue messung am bett
Gruß
Max