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Habe morgends zu hohen Blutzucker! Lebenserwartung???

  • Gast

    Rang: Gast
    am 08.01.2012 11:12:30
    Oft ist es aber so , das Ärzte weniger wissen und weniger Ahnung über Diabetes haben. als die betroffenen selber, die mehr Erfahrung damit haben u tag täglich Erlebnisse haben die ein Arzt einfach nicht mitbekommt !!!
    darum geht es in einen guten Forum , ein Arzt kann Hilfestellung nur geben,, so ein gutes Forum ist für mich viel mehr Wert, denn hier habe ich nicht eine Meinung sondern sehr viele und kann selbständig für mich entscheiden was gut für mich u meinen Körper ist.
    Dadurch finde ich es sehr schade wenn die meisten ihren Mund halten . WIR KÖNNEN NUR AUS GUTEN ERFAHRUNGEN BESSER LEBEN !!!
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 930
    Beiträge: 367
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 09.01.2012 07:38:31
    hallo #11
    dass Ärzte weniger wissen bzw. weniger Ahnung haben würde ich jetzt nicht so "krass" sagen. Aber es ist schon richtig dass der Betroffene selbst natürlich viel mehr Möglichkeiten der Einflussnahme auf seinen BZ hat da er praktisch direkt "vor Ort" ist.
    Und das hat natürlich etliche Vorteile.

    Allerdings setzt das auch einiges Wissen über DM voraus dass man sich heute ja relativ leicht übers Internet aneignen kann sofern man denn weiss wie man sich "schlau" macht und wie man die richtigen aus der Vielzahl von Informationen rauspickt.

    Grüße
    Havier






  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 318
    Beiträge: 36
    Mitglied seit: 06.11.2011
    am 09.01.2012 15:46:40
    Hallo said94,

    hast Du schon mal über eine Pumpe nachgedacht? Damit kannst Du einen erhöhten Insulinbedarf in den frühen Morgenstunden problemlos abdecken. Allerdings nimmt einem die Pumpe weder das Nachdenken noch das Kontrollieren ab! Vor dem 18. Geburtstag sind auch die Chancen besser, eine Pumpe genehmigt zu bekommen. Allerdings solltest Du Protokolle über die vorangegangenen drei Monate vorlegen können, die BZ-Werte, Insulingaben samt Uhrzeiten und Kohlenhydrate usw. enthalten. Diese Protokolle werden darauf überprüft, ob sie zum HbA1c passen.

    Zum Thema Lebenserwartung: ich denke, daß sie bei normnaher Einstellung genauso hoch ist wie bei Gesunden. Mir hat ein Nephrologe mal gesagt, daß sie - wie bei einem starken Raucher - um 10 bis 15 Jahre verringert sei. Ich erinnerte ihn dann an seine nur wenige Minuten alte Aussage, daß er nie erwartet hätte, Diabetiker mit mehr als 40jähriger Diabetesdauer, aber ohne jegliche Folgeschäden zu sehen!

    Ich gehe jedenfalls davon aus, das Alter meiner Eltern zu erreichen: meine Mutter wird jetzt 87, mein Vater starb vor zwei Jahren mit 88. Warum sollte mich mein Diabetes daran hindern? Er begleitet mich seit 49 Jahren und hat keinerlei bleibende Spuren hinterlassen! Eine Anfang der 90er Jahre beginnende Retinopathie hat sich wieder völlig zurückgebildet und ist in den letzten zehn Jahren nicht wieder aufgetaucht. Ebenso lange ist mein HbA1c im Normbereich. An meinem 87. Geburtstag wird mein Diabetes 85,5 Jahre alt sein. Aber bereits jetzt gibt es Diabetiker, die seit mehr als 80 Jahren Insulin spritzen. Und die haben den 2. Weltkrieg einschließlich sämtlicher Mangelversorgungen (zeitweise auch beim Insulin!) mitgemacht und alle Irrwege der Diabetologie seit den 20er Jahren samt jahrzehntelanger Blindflugphasen.

    Geschenkt gibt es das lange Leben aber nicht. Es erfordert Wissen und immer wieder neu aufzubauende Motivation. Ich weiß aus eigener Erfahrung, daß das mit 17 gar nicht so einfach ist. Man muß akzeptieren, daß der BZ nicht immer so verläuft, wie man das gerne möchte, aber trotzdem am Ball bleiben. Schließlich haben auch Wachstums- und Sexualhormone (auf jeden Fall bei Frauen) noch ein Wörtchen mitzureden, und die sagen einem nun mal nicht vorher, daß sie den Insulinbedarf heftig ansteigen lassen werden :-( Also rennt man immer wieder hinterher. Noch ein Tip zur Motivation bei all den Schikanen: Langfristige Ziele wie langes Leben oder Folgeschädenfreiheit nützen einem kaum etwas. Ich motiviere mich dadurch, daß mein nächster HbA1c wieder eine 5 vor dem Komma haben soll. Das ist natürlich ein sehr hohes Ziel, und Du mußt es auf Deine Verhältnisse anpassen. Aber auch dann kannst Du Dir für jedes Quartal eine kleine Verbesserung vornehmen. Damit verhinderst Du, in schlechten Phasen einfach aufzugeben - schließlich willst Du ja Dein Ziel erreichen ;-) Und falls es doch mal nicht klappt: im nächsten Quartal hast Du eine neue Chance :-)

    Viele Grüße

    Katja