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der erste Tag mit Insulin
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Gast
Rang: Gastam 26.11.2011 20:51:27
Hallo,
bin nicht selbst betroffen, mein mann hat vor vier wochen die Diagnose Typ2 bekommen, es fing mit Tabletten an, nach routinechek hieß es die nieren sind geschädigt und nun muss er spritzen, heute der erste tag.... er kann sich nicht überwinden selbst zu spritzen, ich bin aber nicht immer da und ich finde er muss da durch und sich nicht abhängig machen. hat jemand einen tipp?
vielen dank -
am 27.11.2011 00:42:33
hallo,
welches "Gerät" wird denn verwendet ?
Habt ihr Infos wie man richtig spritzt ?
Wenn es ein PEN oder ähnliches ist, dann sollte es eigenlich kein Problem sein. Das tut noch nichtmal weh. Der Einstich beim Messen ist wesentlich "schlimmer", wenn man hierbei überhaupt von schlimm reden kann.
Grüße
Havier
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Gast
Rang: Gastam 27.11.2011 03:27:09
Der Pen war auch für mich ein Riesenproblem. Es ist zwar richtig, dass der Schmerz ehr gering ist, aber die Überwindung, mir selbst die Nadel in den Bauch zu stechen war ein allabendliches Drama. Obwohl ich ehr hartgesotten bin, brauchte ich mitunter eine halbe Stunde, um endlich zuzustechen. Es war einfach nur grausam.
Zwischenzeitlich habe ich die Lösung gefunden - sie ist hier zu finden:
www.spritze-ohne-nadel.de
Das geht fast schmerzfrei und man muss nicht stechen. Ich bin sooooo froh, dass ich diesen Pen gefunden habe. Ohne den würde ich vermutlich schon am Rad drehen.
Vielleicht ist das ja auch für deinen Mann eine Lösung!
Viele Grüße -
Gast
Rang: Gastam 27.11.2011 09:25:20
wir hatten mal den INJEX in der shg zum testen, und er wurde wieder zurückgegeben.
die heutigen kanülen sind so fein daß man drin ist bevor mans merkt.
zudem gibt es den diapen wo man keine nadel sieht und die injektion automatisch läuft, und die autocover kanülen von novo , wo auch keine nadel zu sehen ist.
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Gast
Rang: Gastam 27.11.2011 10:10:31
Mach Deinem Mann klar, dass Dialyse und Erblindung auch nicht weirklich ein Vergnügen sind. Unsere Männer können ganz schöne Weicheier sein.
Gruß, Marlies -
Gast
Rang: Gastam 27.11.2011 13:17:35
Warum habt ihr den INJEX denn zurück gegeben?
Ich finde auch die feinen Kanülen schmerzhaft, besonders wenn man eine Hautfalte bildet und in diese spritzt. Dann hält der Schmerz oft eine Stunde oder länger an...total schlimm für mich...
Lass dich nicht entmutigen, ich denke mal, dass der Injex für deinen Mann der richtige Weg sein kann... -
Gast
Rang: Gastam 27.11.2011 15:57:00
Das INJEX-System würde ich schon mal gerne ausprobieren. Für rund 110 Euro sind die Pens im Internet zu bekommen. Fallen weitere Kosten für Verbrauchsmaterial an. Wenn ich es richtig verstehe, fülle ich meine komplette Ampulle, z.B. Actrapid, in den Pen um. Und spritzen kann ich ganz normal in den Bauch oder in den Oberschenkel. Geht das auch in die Wade oder in den Unterarm? Das wäre natürlich toll. Ein Hosenbein oder ein Ärmel ist schnell hochgekrempelt. Ist die Methode denn immer absolut schmerzfrei. Ich kann mir momentan nicht vorstellen, wie sich das anfühlen könnte.
Gruß, Rudi
PS.: Ich glaube, ich lasse mir so ein Ding mal zu Weihnachten schenken. :) -
am 27.11.2011 16:18:46
Das ist reine Träumerei. Du füllst in die Patrone immer nur die Menge für den aktuellen Schuss. Und die Patrone wird anschließend entsorgt. Für den nächsten Schuss nimmst Du die nächste Patrone. Aus der Insulinampulle befüllst Du ein Zwischenbehältnis, aus dem Du dann die jeweilige Schussmenge in die nächste Patrone drücken kannst.
Ich habe auch probiert, eine Patrone mehr als einmal zu benutzen, aber nach spätestens 3mal ist die Dichtung des Kolbens darin so zerschossen, dass nicht mehr die ganze Dosis nach vorn raus gedrückt wird.
Das Gefühl ist etwas intensiver als das mit meinen Diapens und 5mm Kanülen. Auch damit greife ich keine Wulst, sondern setze auf und drücke ab. Mit dem INJEX ist für die ordentliche Funktion sehr viel mehr Aufsetzdruck erforderlich, als mit dem Diapen. Und während ich mit dem Diapen mit 20 Schüssen vielleicht 2 blaue Flecken produziere, schaffe ich mit 20 Injex-Schüssen vielleicht 2 Spritzstellen, die nicht farblich anlaufen.
VORTEIL, den ich gegenüber dem Pen bei mir gemessen habe: z.B. zum Frühstück, wo ich mit dem Pen einen SEA von 40-50 Minuten einhalte, mit dem Injex kein SEA notwendig, sondern Wirkeintritt passend zum Essen nach 15-20 Minuten. Weil ich den großen SEA aber nur zum Frühstück habe und ich damit gut zurecht komme, ist mir diese Verkürzung den Injex-Aufwand nicht wert. -
Gast
Rang: Gastam 27.11.2011 17:17:44
@Rudi, du musst dir das nicht schenken lassen, der INJEX ist Kassenleistung, dein Arzt kann ihn dir verschreiben. Muss allerdings aufs Rezept schreiben, dass du eine Spritzenphobie hast. Zubehör wird ebenfalls verschrieben, so viel du brauchst.
Und nein, es wird nichts in ein Zwischenbehältnis gefüllt. Auf den üblichen Pen schraubst du einen Adapter, darauf die Ampulle und befüllst sie mit der Menge Insulin (oder sonstwas) die du brauchst. Das allerdings musst du bei jedem Spritzvorgang neu machen, also wie Jürgen schreibt, für jeden Schuss einzeln abfüllen.
Den Adapter schraube ich auf, wenn ich einen neuen Pen öffne und lasse ihn drauf, bis der Pen leer ist. Er wird mit dem leeren Pen entsorgt. Allerdings spritze ich nur einmal täglich, mag sein, dass Leute, die öfter spritzen, öfter einen neuen Adapter brauchen.
Die Ampullen befülle ich in der Regel zwei mal, beim dritten mal ist es genau so, wie Jürgen es beschreibt. Es ist allerdings auch so vorgesehen, dass man für jeden Schuss einen neue Ampulle nehmen soll.
Ja, du kannst es überall hin spritzen. Er wird ja beispielsweise auch von Zahnärzten benutzt, um die Betäubung ins Zahnfleisch zu spritzen.
Den Schmerz (man kann ihn eigentlich gar nicht so nennen) kannst du in Etwa nachvollziehen, wenn du dir einen Bleistift mit dem stumpfen Ende in den Bauch drückst - das ist alles.
Ich benutze ihn jetzt seit Juli und habe seit dem keine blauen Flecken mehr. Man muss halt darauf achten, dass man genau gerade aufsetzt und abschießt, ohne rumzuwackeln. Dann gibts auch keine blauen Flecken und es ist auch tatsächlich alles unter der Haut.
Ich hoffe, ich konnte helfen. Falls nicht, einfach nochmal nachfragen.
Viele Grüße aus Franken
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Gast
Rang: Gastam 27.11.2011 19:46:24
Ich bin kein Kassenpatient., von daher zahle ich alles selbst. Trotzdem, danke für die Infos. Ich bleibe aber wohl doch lieber beim Pen. Das scheint mir dann doch weniger umständlich in der Anwendung. Vielleicht hat mein Diabetologe ja mal ein Exemplar zum Testen. Aus reiner Neugierde würde ich das doch gerne mal ausprobieren.
Gruß, Rudi -
Gast
Rang: Gastam 27.11.2011 19:48:15
wir haben ihn zurückgegeben da drei von vier leut mehr blaue flecken hatten als mit pen, außerdem war das spritzen unangenehmer. wir spritzen alle normal 5mal/d ev noch korrektur.
mit pen gibts kaum flecken, jedenfalls unsere erfahrung.
für mich besonders unpraktisch da ich basal mit halbschritten spritze, und wenig am tage noch weniger. und wie gesagt einer von uns hat sowas wie nadelphobie der benutzt autocover, prblemlos. auch war ich oft nicht sicher wegen der dosiergenauigkeit, macht ev nichts bei mengen von 20ie und mehr aber bei 4 oder 5ie war das nicht so sicher. -
Gast
Rang: Gastam 27.11.2011 22:12:40
ääähm liest sich alles ziemlich kompliziert, hab keine Ahnung, was das alles ist. Anscheinend hab ich einen wesentlich unkomplizierteren Diabetes als ihr.
Bei der Dosiergenauigkeit fühle ich mich mit dem INJEX sicherer, weil ich es genau ablesen kann. Beim Pen habe ich keine Kontrolle, ob die 8 oder 10 IE, die ich eingestellt habe auch tatsächlich herausgekommen sind. Denn ich merke ja, dass beim Befüllen der Ampulle nicht immer die korrekte Menge drinnen ist. So kann ich noch ein oder zwei IE nachlegen. Ohne würden sie mir fehlen, ohne es zu wissen.
Blaue Flecken gibt es wirklich nur, wenn man nicht exakt im 90-Grad-Winkel zur Bauchdecke aufgesetzt hat oder beim Abschießen wackelt. Da habe ich auch zwei oder drei Tage gebraucht, aber zwischenzeitlich passiert es nicht mehr. -
Gast
Rang: Gastam 28.11.2011 21:46:47
Danke für eure Rückmeldungen :0)
nach 3 Tagen hat er nun seine Hemmschwelle überwunden und nun ist das spritzen kein problem mehr. Aller Anfang ist schwer ;0)
Es wird schon werden.
Im Moment ist die Angst das die Werte nicht richtig eingeschätzt werden und eine Unterzuckerung entsteht. Besondere Sorge macht die Nacht. Aber auch das, denke ich wird sich einspielen.
dankende Grüße, Andrea