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Diabetesverdacht, ja oder nein?

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    am 08.12.2011 11:51:28
    Die meisten Frischlinge kommen mit beginnendem Typ2. Und da ist
    1.die Info wichtig, wie sich gesunder BZ bewegt, damit passend eingeschätzt werden kann, wenn der Dok meint, dass nüchtern 120 und nach dem Essen an die 200 halt ein bisschen Zucker seien.
    2.die Info wichtig, wie man den eigenen BZ sehr weitgehend ohne Medis Richtung gesund steuern kann.
    3.die Info wichtig, dass umso weniger Medis notwendig sind, je gesünder man seinen BZ steuert. Das funktioniert bei den meisten Typ2 Frischlingen nämlich noch sehr einfach und zuverlässig und völlig ohne Medis und völlig ohne Unterzuckerungsgefahr :-)

    @shonar
    Du hast recht, am Typ2 sind mehrere Faktoren beteiligt.
    Du hast unrecht, wenn Du meinst, dass man sich ja immer noch besser um den Blutzucker kümmern könnte, wenn irgendwelche Folgen das Wohlbefinden beeinträchtigen. Dann lässt sich daran aber nur noch in sehr engen Grenzen zurück drehen und meistens mit deutlich mehr Aufwand und Mühe, als vorher für den einigermaßen gesunden BZ notwendig gewesen wäre.
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    am 08.12.2011 12:13:34
    hjt_Jürgen schrieb:
    [weniger als 75 ist] Zu tolerieren ja, nicht als Grund zu sehen, sofort dagegen zu essen oder gar mächtig auf weit über 100 dagegen zu fressen. Aber noch einmal: Nie als anzustrebende Untergrenze für Diabetiker.

    Und Du weißt das.



    Darauf bezog sich mein Satz "Deshalb finde ich diese Diskussion ziemlich daneben." Ich muß aber zugeben, daß er nicht besonders geschickt war.
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    am 08.12.2011 12:38:05
    hjt_Jürgen schrieb:
    Die meisten Frischlinge kommen mit beginnendem Typ2. Und da ist
    1.die Info wichtig, wie sich gesunder BZ bewegt, damit passend eingeschätzt werden kann, wenn der Dok meint, dass nüchtern 120 und nach dem Essen an die 200 halt ein bisschen Zucker seien.
    2.die Info wichtig, wie man den eigenen BZ sehr weitgehend ohne Medis Richtung gesund steuern kann.
    3.die Info wichtig, dass umso weniger Medis notwendig sind, je gesünder man seinen BZ steuert. Das funktioniert bei den meisten Typ2 Frischlingen nämlich noch sehr einfach und zuverlässig und völlig ohne Medis und völlig ohne Unterzuckerungsgefahr :-)




    zu1.: Dann gib aber bitte auch die KORREKTEN gesunden Werte an!
    zu2.: Darum ging es in der Diskussion hier doch gar nicht!
    zu3.: Hier lesen aber nicht nur beginnende 2er, sondern auch 1er, LADAs und Modys!
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    am 08.12.2011 13:15:01
    hjt_Jürgen schrieb:

    3.die Info wichtig, dass umso weniger Medis notwendig sind, je gesünder man seinen BZ steuert. Das funktioniert bei den meisten Typ2 Frischlingen nämlich noch sehr einfach und zuverlässig und völlig ohne Medis und völlig ohne Unterzuckerungsgefahr :-)




    Diese Behauptung widerspricht auffallend deiner schon oft geäußerten Meinung, daß der Diabetes bei vielen Typ2ern erst dann bemerkt wird, wenn sie bereits Folgeschäden haben. Daß es so ist, kann man immer wieder in Foren lesen.
    Da geht aber nichts mehr einfach und völlig ohne Medis.

    Ich tendiere sowieso zu einer frühen Unterstützung durch Insulin. Wenn man erst mit Insulin anfängt, wenn die BSD in den letzten Zügen liegt, dann hat man große Probleme mit Insulinresistenz und anderen Phänomenen. Bei mir war das leider so, ich weiß wovon ich spreche.


  • Gast

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    am 08.12.2011 13:16:38
    [quote=A.Nonyma;58176

    Darauf bezog sich mein Satz "Deshalb finde ich diese Diskussion ziemlich daneben." Ich muß aber zugeben, daß er nicht besonders geschickt war.[/quote]

    Das hab ich wohl falsch verstanden. Sorry.
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    am 08.12.2011 13:48:04
    zu1. Die korrekten gegenwärtig für gesund gehaltenen Werte findest Du am einfachsten und unstreitigsten in den Empfehlungen zum Schwangerschafts-Diabetes.
    zu2. Selbstverständlich steht hinter jeder Frage nach einem für den Fragesteller unerklärlichen Anstieg (s. Themenstarter) die danach, wie sich dem am einfachsten entgegenwirken lässt.
    zu3. Die Empfehlungen zum Schwangerschafts-Diabetes unterscheiden nicht nach Typen und fragen auch nicht nach Erfahrung.

    @Katja
    Etwa 10 von 100 Diabetikern sind Typ1, und von denen haben vielleicht 3 oder 4 Schwierigkeiten wie Du mit der Hypowahrnehmung. Für die 3 oder 4 sollen also auch die übrigen 96-97 die 75mg/dl deutlich abseits jeder Kurzzeit-Medi-Wirkung(nüchtern!) als direkt am Abgrund werten und ne Antihypo-BE einschieben?
    Bearbeitet von User am 08.12.2011 13:50:24. Grund: Nicht angegeben
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    am 08.12.2011 14:10:16
    hjt_Jürgen schrieb:
    zu1. Die korrekten gegenwärtig für gesund gehaltenen Werte findest Du am einfachsten und unstreitigsten in den Empfehlungen zum Schwangerschafts-Diabetes.
    zu2. Selbstverständlich steht hinter jeder Frage nach einem für den Fragesteller unerklärlichen Anstieg (s. Themenstarter) die danach, wie sich dem am einfachsten entgegenwirken lässt.
    zu3. Die Empfehlungen zum Schwangerschafts-Diabetes unterscheiden nicht nach Typen und fragen auch nicht nach Erfahrung.

    @Katja
    Etwa 10 von 100 Diabetikern sind Typ1, und von denen haben vielleicht 3 oder 4 Schwierigkeiten wie Du mit der Hypowahrnehmung. Für die 3 oder 4 sollen also auch die übrigen 96-97 die 75mg/dl deutlich abseits jeder Kurzzeit-Medi-Wirkung(nüchtern!) als direkt am Abgrund werten und ne Antihypo-BE einschieben?



    http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/057-008l_S3_Gestationsdiabetes_2011-08.pdf

    Hier wird als empfohlener Nüchternwert für Schwangere mit Gestationsdiabetes 63-99mg/dl angegeben. Vielen Dank also, dass du dir selbst widersprichst und uns (endlich) recht gibst!

    Davon abgesehen ist die Schwangerschaft eine Ausnahme und in dieser Zeit wird das hohe Risiko für Unterzuckerungen zum Schutz des Kindes in Kauf genommen. Denn im Gegensatz zu zu niedrigen Werten, schaden zu hohe Werte dem Kind. Die Mutter wird aber sowohl durch die hohen, als auch die niedrigen Werte geschädigt. Das wird aber für die 9 Monate akzeptiert, weil das Wohl des Kindes ansonsten gefährdet wäre.

    Wie bereits geschrieben, beginnt bei vielen Diabetikern bei 75mg/dl bereits die GR. Also sollten bei diesem Wert auch diese Diabetiker ein paar g KHs einschieben, nicht nur Typ 1er mit Hypo-Wahrnehmungsstörung. Die durch die GR bedingten stundenlangen Resistenzen sind nämlich nicht sehr spaßig. Ich vermute aber, dass du damit keine Probleme hast, sonst würdest du für dich nicht so niedrige Werte akzeptieren. Vermutlich hast du also noch eigenes Insulin.
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    am 08.12.2011 18:14:13
    @32 Vorschlag zur Güte:

    Ich empfehle mit unserem großen Vorbild ADA (American Diabetes Association) ab sofort, 70mg/dl als allgemein empfohlene Untergrenze zu betrachten, bei deren Annäherung man sofort wenigstens 1 BE einschieben muss, und zur Normwert-Einordnung dieses einfache Schaubild, in dem der gesunde Nüchtern-BZ eindeutig bis 100mg/dl reicht. Dazu als Beitrag der EASD (European Association for the Study of Diabetes) diese Studie zum gesunden BZ-Verlauf im Zusammenhang mit einem größeren KH-Input.

    Wenn ich in Zukunft niedrigere als die oben dargestellten Werte als besser bezeichne, werde ich das immer eindeutig als meine persönliche Meinung kenntlich machen.

    Persönlich hatte ich 1991 meine Typ2 Diagnose, mache seit gut 12 Jahren ICT und seit mehr als 10 Jahren meinen HBA1c zwischen 4,8 und 5,4 - mit vielleicht einmal pro Monat ner leichten (zählt für mich persönlich unter 60) und in all den Jahren 2 schweren Hypos. Leichte Hypoanzeichen habe ich situationsabhängig zwischen etwa 60 und 40. Großartige Gegenregulation, wie sie gerne beschworen wird, habe ich noch nie beobachtet, auch keine milde.

    Doch ja, vor inzwischen wohl 5 oder 6 Jahren hab ich mal 6 Wochen auf jedes Insulin (andere Medis nehm ich nicht) verzichtet und völlig ohne KHs meinen BZ zwischen 140 und 240 halten können, meistens knapp unter 200. Dafür muss dann schon der eine oder andere Tropfen Insulin gekommen sein.
  • Gast Christa G.

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    am 08.12.2011 19:05:22
    Hallo zusammen, mein Vater (87) hat Altersdiabetes und aus "Spaß" benutzte ich sein Meßgerät, um dann festzustellen, dass mein BZ 1 Std.nach einer Kuchenmahlzeit bei 240 mg, oder wie auch immer die Messwertbezeichnung ist, lag. Er sagte sofort, dass sei sehr hoch und ich solle meinen BZ beobachten, was ich auch tue. Ich kaufte mir ein Messgerät und begann zu kontrollieren. Morgens ist der Wert zwischen 80 und 90, aber nach jeder Mahlzeit nach1,5 Stunden mindestens bei185, wobei ich darauf achte, keinen Zucker (Kuchen, Naschwerk bzw. helles Brot) zu essen. Nach Süßigkeiten schießt der Wer auf über 200. Habe gar keine Beschwerden, werde aber trotzdem zum Arzt gehen, was sagt Ihr erfahrenen Diabetiker zu diesen Werten. Nach 2 Stunden ist er übrigens wieder zwischen 130 und 140. Muss ich mir Sorgen machen?
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    am 08.12.2011 19:27:24
    Willkommen auf dem Weg zum Club! IST MEINE MEINUNG, hab ich in #33 von nun an immer dabei zu schreiben versprochen. In diesem Beitrag direkt vor Deinem kannst Du einfach auf den EASD-Link klicken und die Kurve dort mit Deinen Werten vergleichen.

    Und nicht Sorgen machen, sondern z.B. so lange das noch funzt so viel weniger KHs auf einmal einverleiben, dass die Verlaufsspitze danach (MEINE MEINUNG) meistens um oder besser unter 140 bleibt :-)
    Bearbeitet von User am 08.12.2011 19:28:56. Grund: Nicht angegeben
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    am 08.12.2011 21:30:58
    hjt_Jürgen schrieb:
    Doch ja, vor inzwischen wohl 5 oder 6 Jahren hab ich mal 6 Wochen auf jedes Insulin (andere Medis nehm ich nicht) verzichtet und völlig ohne KHs meinen BZ zwischen 140 und 240 halten können, meistens knapp unter 200. Dafür muss dann schon der eine oder andere Tropfen Insulin gekommen sein.



    Hallo Jürgen,

    hättest Du keine oder keine nennenswerte Insulinproduktion mehr, hätte Dein Experiment zu einer Ketoazidose und einer schweren diabetischen Entgleisung geführt! Da hätte Dir auch der totale Kohlenhydrat-Verzicht nichts genützt!

    Was, glaubst Du, würde passieren, wenn ICH sechs Wochen auf jegliches Insulin verzichtete? Ich würde jedenfalls auf einen guten Ghostwriter hoffen, der für mich weiterschreibt ;-)

    So viel zum Thema "der eine oder andere Tropfen Insulin" ...

    Viele Grüße

    Katja
    Bearbeitet von User am 08.12.2011 21:31:39. Grund: Nicht angegeben
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    am 08.12.2011 22:01:46
    Moin Katja,

    dass das eigene Insulin sehr viel konzentrierter kommt, als aus der Patrone, ist Dir bewusst, ja? Und auch, dass bei voll ketogener Ernährungs eben mehrere Wochen völlig ohne KHs der Glukose-Umsatz in 24 Stunden auf 30-50g sinkt? Und dass Typ2 offenbar mangeltoleranter bei zu wenig Insulin zu sein scheint und eben mit weniger auskommt, als Typ1?

    Und klar ist mir bewusst, dass Typ1 seinen Insulin-Bedarf mit ketogener Ernährung nur eben auf das Insulin für die 30-50g Insulin senken, aber nicht wie ich vielleicht sogar mit weniger einige Zeit lebensfähig überbrücken kann.

    Sorry, wenn Dich die saloppen paar Tropfen irritiert haben, aber es ist tatsächlich nicht mehr.

    Bisdann, Jürgen
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    am 08.12.2011 22:28:19
    Hallo Jürgen,

    ich habe keine Lust, mit Dir um irgendwelche Gramm zu streiten, auf die der Glukose-Umsatz sinkt oder auch nicht.

    Deine Insulinausschüttung ist aber, wie Dein Versuch nachgewiesen hat, noch so hoch, daß Du ohne unmittelbare(!) Gefahr für Deine Gesundheit oder gar Dein Leben auf externes Insulin verzichten kannst! Und wir müssen nicht darüber streiten, daß ich Deinen Versuch ohne akute Gefahr für mein Leben NICHT durchführen kann.

    Viele Grüße

    Katja
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    am 08.12.2011 22:40:25
    Womit hab ich Dich geärgert? Hab ich nicht genau das geschrieben?
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    am 08.12.2011 23:03:50
    Du hast mich in #37 mit Berechnungen zugetextet, die in dem diskutierten Zusammenhang völlig irrelevant sind. Es ist doch wurscht, ob die Betazellen 1 ml oder 1 dl Insulin ausschütten müssen, um den BZ um x mg/dl zu senken! Wichtig ist doch nur, ob das Insulin und seine Wirkung ausreichen.
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    am 08.12.2011 23:21:09
    hatte ich auch gedacht, aber hattest Du nicht selbst mit
    schrieb:
    So viel zum Thema "der eine oder andere Tropfen Insulin" ...


    danach gefragt?

    Für Dich hat Insulin nur eine Form, die des Inalts der Penpatrone oder des Pumpentanks. Für mich hat es sowohl die künstliche wie für Dich wie auch die natürliche. Und auch wenn es Dir nicht aufgefallen sein mag, hattest Du bei mir die natürliche und damit eben den einen oder anderen Tropfen angesprochen.
    Bearbeitet von User am 08.12.2011 23:45:54. Grund: Nicht angegeben
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    am 09.12.2011 17:13:54
    Hallo Jürgen,

    hjt_Jürgen schrieb:
    Für Dich hat Insulin nur eine Form, die des Inalts der Penpatrone oder des Pumpentanks.



    Das ist schlicht und einfach falsch! Natürlich ist mir klar, daß "Humaninsulin" zwar chemisch mit menschlichem Insulin identisch ist, es aber trotzdem eine ganze Reihe von Unterschieden gibt! Dazu gehört unter anderem der Ort, an dem das Insulin "den Körper betritt", also von den Beta-Zellen freigesetzt oder vom Menschen appliziert wird und dem damit verbunden sehr unterschiedlichen Wirkbeginn und -dauer.

    Es gibt einen hübschen Spruch, den ich schon sehr lange kenne und der etwa so lautet:
    Die Insulintherapie besteht darin, das falsche Mittel zur falschen Zeit am falschen Ort in der falschen Menge zu spritzen.
    Leider weiß ich nicht, von wem er stammt :-(

    Für mich war Dein "eine[r] oder andere[r] Tropfen Insulin" nichts anderes als ein Bild für eine kleine Menge Insulin.

    Viele Grüße

    Katja