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Diabetesverdacht, ja oder nein?
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am 08.12.2011 13:48:04
zu1. Die korrekten gegenwärtig für gesund gehaltenen Werte findest Du am einfachsten und unstreitigsten in den Empfehlungen zum Schwangerschafts-Diabetes.
zu2. Selbstverständlich steht hinter jeder Frage nach einem für den Fragesteller unerklärlichen Anstieg (s. Themenstarter) die danach, wie sich dem am einfachsten entgegenwirken lässt.
zu3. Die Empfehlungen zum Schwangerschafts-Diabetes unterscheiden nicht nach Typen und fragen auch nicht nach Erfahrung.
@Katja
Etwa 10 von 100 Diabetikern sind Typ1, und von denen haben vielleicht 3 oder 4 Schwierigkeiten wie Du mit der Hypowahrnehmung. Für die 3 oder 4 sollen also auch die übrigen 96-97 die 75mg/dl deutlich abseits jeder Kurzzeit-Medi-Wirkung(nüchtern!) als direkt am Abgrund werten und ne Antihypo-BE einschieben?
Bearbeitet von User am 08.12.2011 13:50:24. Grund: Nicht angegeben -
Gast
Rang: Gastam 08.12.2011 14:10:16
hjt_Jürgen schrieb:
zu1. Die korrekten gegenwärtig für gesund gehaltenen Werte findest Du am einfachsten und unstreitigsten in den Empfehlungen zum Schwangerschafts-Diabetes.
zu2. Selbstverständlich steht hinter jeder Frage nach einem für den Fragesteller unerklärlichen Anstieg (s. Themenstarter) die danach, wie sich dem am einfachsten entgegenwirken lässt.
zu3. Die Empfehlungen zum Schwangerschafts-Diabetes unterscheiden nicht nach Typen und fragen auch nicht nach Erfahrung.
@Katja
Etwa 10 von 100 Diabetikern sind Typ1, und von denen haben vielleicht 3 oder 4 Schwierigkeiten wie Du mit der Hypowahrnehmung. Für die 3 oder 4 sollen also auch die übrigen 96-97 die 75mg/dl deutlich abseits jeder Kurzzeit-Medi-Wirkung(nüchtern!) als direkt am Abgrund werten und ne Antihypo-BE einschieben?
http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/057-008l_S3_Gestationsdiabetes_2011-08.pdf
Hier wird als empfohlener Nüchternwert für Schwangere mit Gestationsdiabetes 63-99mg/dl angegeben. Vielen Dank also, dass du dir selbst widersprichst und uns (endlich) recht gibst!
Davon abgesehen ist die Schwangerschaft eine Ausnahme und in dieser Zeit wird das hohe Risiko für Unterzuckerungen zum Schutz des Kindes in Kauf genommen. Denn im Gegensatz zu zu niedrigen Werten, schaden zu hohe Werte dem Kind. Die Mutter wird aber sowohl durch die hohen, als auch die niedrigen Werte geschädigt. Das wird aber für die 9 Monate akzeptiert, weil das Wohl des Kindes ansonsten gefährdet wäre.
Wie bereits geschrieben, beginnt bei vielen Diabetikern bei 75mg/dl bereits die GR. Also sollten bei diesem Wert auch diese Diabetiker ein paar g KHs einschieben, nicht nur Typ 1er mit Hypo-Wahrnehmungsstörung. Die durch die GR bedingten stundenlangen Resistenzen sind nämlich nicht sehr spaßig. Ich vermute aber, dass du damit keine Probleme hast, sonst würdest du für dich nicht so niedrige Werte akzeptieren. Vermutlich hast du also noch eigenes Insulin. -
am 08.12.2011 18:14:13
@32 Vorschlag zur Güte:
Ich empfehle mit unserem großen Vorbild ADA (American Diabetes Association) ab sofort, 70mg/dl als allgemein empfohlene Untergrenze zu betrachten, bei deren Annäherung man sofort wenigstens 1 BE einschieben muss, und zur Normwert-Einordnung dieses einfache Schaubild, in dem der gesunde Nüchtern-BZ eindeutig bis 100mg/dl reicht. Dazu als Beitrag der EASD (European Association for the Study of Diabetes) diese Studie zum gesunden BZ-Verlauf im Zusammenhang mit einem größeren KH-Input.
Wenn ich in Zukunft niedrigere als die oben dargestellten Werte als besser bezeichne, werde ich das immer eindeutig als meine persönliche Meinung kenntlich machen.
Persönlich hatte ich 1991 meine Typ2 Diagnose, mache seit gut 12 Jahren ICT und seit mehr als 10 Jahren meinen HBA1c zwischen 4,8 und 5,4 - mit vielleicht einmal pro Monat ner leichten (zählt für mich persönlich unter 60) und in all den Jahren 2 schweren Hypos. Leichte Hypoanzeichen habe ich situationsabhängig zwischen etwa 60 und 40. Großartige Gegenregulation, wie sie gerne beschworen wird, habe ich noch nie beobachtet, auch keine milde.
Doch ja, vor inzwischen wohl 5 oder 6 Jahren hab ich mal 6 Wochen auf jedes Insulin (andere Medis nehm ich nicht) verzichtet und völlig ohne KHs meinen BZ zwischen 140 und 240 halten können, meistens knapp unter 200. Dafür muss dann schon der eine oder andere Tropfen Insulin gekommen sein. -
Gast Christa G.
Rang: Gastam 08.12.2011 19:05:22
Hallo zusammen, mein Vater (87) hat Altersdiabetes und aus "Spaß" benutzte ich sein Meßgerät, um dann festzustellen, dass mein BZ 1 Std.nach einer Kuchenmahlzeit bei 240 mg, oder wie auch immer die Messwertbezeichnung ist, lag. Er sagte sofort, dass sei sehr hoch und ich solle meinen BZ beobachten, was ich auch tue. Ich kaufte mir ein Messgerät und begann zu kontrollieren. Morgens ist der Wert zwischen 80 und 90, aber nach jeder Mahlzeit nach1,5 Stunden mindestens bei185, wobei ich darauf achte, keinen Zucker (Kuchen, Naschwerk bzw. helles Brot) zu essen. Nach Süßigkeiten schießt der Wer auf über 200. Habe gar keine Beschwerden, werde aber trotzdem zum Arzt gehen, was sagt Ihr erfahrenen Diabetiker zu diesen Werten. Nach 2 Stunden ist er übrigens wieder zwischen 130 und 140. Muss ich mir Sorgen machen? -
am 08.12.2011 19:27:24
Willkommen auf dem Weg zum Club! IST MEINE MEINUNG, hab ich in #33 von nun an immer dabei zu schreiben versprochen. In diesem Beitrag direkt vor Deinem kannst Du einfach auf den EASD-Link klicken und die Kurve dort mit Deinen Werten vergleichen.
Und nicht Sorgen machen, sondern z.B. so lange das noch funzt so viel weniger KHs auf einmal einverleiben, dass die Verlaufsspitze danach (MEINE MEINUNG) meistens um oder besser unter 140 bleibt :-)
Bearbeitet von User am 08.12.2011 19:28:56. Grund: Nicht angegeben -
am 08.12.2011 21:30:58
hjt_Jürgen schrieb:
Doch ja, vor inzwischen wohl 5 oder 6 Jahren hab ich mal 6 Wochen auf jedes Insulin (andere Medis nehm ich nicht) verzichtet und völlig ohne KHs meinen BZ zwischen 140 und 240 halten können, meistens knapp unter 200. Dafür muss dann schon der eine oder andere Tropfen Insulin gekommen sein.
Hallo Jürgen,
hättest Du keine oder keine nennenswerte Insulinproduktion mehr, hätte Dein Experiment zu einer Ketoazidose und einer schweren diabetischen Entgleisung geführt! Da hätte Dir auch der totale Kohlenhydrat-Verzicht nichts genützt!
Was, glaubst Du, würde passieren, wenn ICH sechs Wochen auf jegliches Insulin verzichtete? Ich würde jedenfalls auf einen guten Ghostwriter hoffen, der für mich weiterschreibt ;-)
So viel zum Thema "der eine oder andere Tropfen Insulin" ...
Viele Grüße
Katja
Bearbeitet von User am 08.12.2011 21:31:39. Grund: Nicht angegeben -
am 08.12.2011 22:01:46
Moin Katja,
dass das eigene Insulin sehr viel konzentrierter kommt, als aus der Patrone, ist Dir bewusst, ja? Und auch, dass bei voll ketogener Ernährungs eben mehrere Wochen völlig ohne KHs der Glukose-Umsatz in 24 Stunden auf 30-50g sinkt? Und dass Typ2 offenbar mangeltoleranter bei zu wenig Insulin zu sein scheint und eben mit weniger auskommt, als Typ1?
Und klar ist mir bewusst, dass Typ1 seinen Insulin-Bedarf mit ketogener Ernährung nur eben auf das Insulin für die 30-50g Insulin senken, aber nicht wie ich vielleicht sogar mit weniger einige Zeit lebensfähig überbrücken kann.
Sorry, wenn Dich die saloppen paar Tropfen irritiert haben, aber es ist tatsächlich nicht mehr.
Bisdann, Jürgen -
am 08.12.2011 22:28:19
Hallo Jürgen,
ich habe keine Lust, mit Dir um irgendwelche Gramm zu streiten, auf die der Glukose-Umsatz sinkt oder auch nicht.
Deine Insulinausschüttung ist aber, wie Dein Versuch nachgewiesen hat, noch so hoch, daß Du ohne unmittelbare(!) Gefahr für Deine Gesundheit oder gar Dein Leben auf externes Insulin verzichten kannst! Und wir müssen nicht darüber streiten, daß ich Deinen Versuch ohne akute Gefahr für mein Leben NICHT durchführen kann.
Viele Grüße
Katja -
am 08.12.2011 22:40:25
Womit hab ich Dich geärgert? Hab ich nicht genau das geschrieben? -
am 08.12.2011 23:03:50
Du hast mich in #37 mit Berechnungen zugetextet, die in dem diskutierten Zusammenhang völlig irrelevant sind. Es ist doch wurscht, ob die Betazellen 1 ml oder 1 dl Insulin ausschütten müssen, um den BZ um x mg/dl zu senken! Wichtig ist doch nur, ob das Insulin und seine Wirkung ausreichen.