Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Retinopathie
-
am 08.01.2012 09:56:07
Diabetische Netzhauterkrankung (Retinopathie) und die Therapie
--------------------------------------------------------------------------
Ich (80, männlich) habe seit 1984 (vor 28 Jahren) Diabetes Typ 2. Bis 2002 bestand die
Therapie nur aus Tabletten. Bis 1996 hatte ich HbA1c-Werte von weniger als 7 %. Von 1996 bis 2002 aber hatte ich HbA1c-Werte von 8 bis 10 %. In diesen Jahren mit erhöhten HbA1c-Werten müssten meine Augen geschädigt worden sein. Seit 2002 habe ich mich auf Insulin-Therapie umgestellt, sodass meine HbA1c-Werte wieder weniger als 7 % betragen. Trotz regelmässigen jährlichen Kontrollen bei einer Augenärztin (seit 1986) wurde bei mir erst 2006 von 2 voneinander unabhängigen Augenkliniken in der Schweiz die diabetische Netzhauterkrankung (Retinopathie) in fortgeschrittenem Stadium festgestellt. Das Sehvermögen des linken Auges wurde mit 60 % und des rechten Auges mit 10 % bewertet. Die Augenärzte beider Kliniken schlugen mir die Behandlung mit Laser vor, was ich aber ablehnte. Aus der Literatur (Rat und Hilfe, Diabetes und das Auge, von Augenärztin Dr.Judith Locher, Zürich) erfuhr ich, dass bei der Laserbehandlung die nicht mehr durchbluteten Netzhautstellen verödet werden, da diese die Neubildung von Blutgefässen fördern, die ebenfalls undicht sind und Blut verlieren, sodass das Sehvermögen weiter verschlechtert wird. Dabei wird natürlich angenommen, dass die Blutzuckereinstellung weiterhin nicht genügend gut ist. Ich beschloss ab sofort auf eine gute Blutzuckereinstellung zu achten, wie dies in der obengenannten Literatur als die wichtigste Therapie genannt wird. Durch häufiges Messen des Blutzuckers (durchschnittlich etwa alle 2 Stunden) halte ich den Blutzucker zwischen 4 und 8 mmol/l. Bei Werten über 8 mmol/l sorge ich dafür, dass der Blutzucker innerhalb einer Stunde wieder unter 8 mmol/l kommt. Das erreiche ich durch Sport oder durch das Nachspritzen mit NovoRapid-Insulin von Novo Nordisk (1 E senkt den Blutzucker um rund 2 mmol/l) Mit dieser Therapie, die ich seit 2006 (also seit bald 6 Jahren) anwende, hat sich mein Sehvermögen nicht weiter verschlechtert, wenn nicht sogar verbessert. Ich hoffe mit diesem Bericht meiner Erfahrung andere Diabetikerinnen und Diabetiker mit dem gleichen Problem in ihren Überlegungen bzw. Entscheidungen helfen zu können und wünsche ihnen viel Glück und Erfolg.
Übrigens, die Therapie, die ich anwende, das täglich dreimalige Spritzen im Bauchbereich mit NovoRapid-Insulin sowie die Blutzuckereinstellung zwischen 4 und 8
mmol/l würde ich jeder Diabetikerin und jedem Diabetiker empfehlen. Und zwar von
Anfang der Diabeteserkrankung an. Dabei muss man allerdings sehr genau auf die Gefahr einer Unterzuckerung achten und die Angehörigen bzw. Lebensgenossen für den Notfall vorbereiten, nämlich das ohne Zögern Einlegen von Würfelzucker zwischen Zähne und Wange be Unterzuckerung bzw. ungewöhnlichem Verhalten. Natürlich sollen immer und überall Würfelzucker vorhanden sein.
Swan
Bearbeitet von User am 09.09.2012 21:40:46. Grund: Nicht angegeben -
Gast
Rang: Gastam 08.01.2012 12:37:30
jedem seine meinung,
aber weshalb muß es würfelzucker sein ? cola tz etc geht genauso wenn nicht besser.
weshalb soll bei einer poliferativen retinopatie nicht gelasert werden, denn deine erklärung mit den abgestorbenen zellen ist nicht richtig,
es geht um mikroaneurismen, und wenn davon mehrer platzen blutet es ins auge ein, völlig egal wie derzeit der bz ist.
daher wenn schon dann bitte komplett.
denn kein guter augendoc wird lasern ohne grund, und wenn patienten dann ablehnen kann die folge erblindung sein, daher sind deine ratschläge extrem gefährlich.
genau so daß die retinopatie vorher nicht erkannt wurde, läßt nicht auf gute ärzte schließen.
-
Gast
Rang: Gastam 08.01.2012 13:57:27
Vielen Dank @swan für deinen ausführlichen Bericht. Ich finde es bemerkenswert, wie du in deinem Alter (ich hoffe, ich darf das so sagen) mit deinem Diabetes umgehst - ich denke, dein Weg ist gut.
@Gast, egal wie gut oder wie schlecht ein Arzt auch sein mag, der Patient darf doch immer selbst entscheiden, ob er sich z. B. lasern lässt oder nicht.
Nur weil die eigene Meinung eine andere ist, muss man doch nicht gleich so angriffslustig werden! -
Gast
Rang: Gastam 08.01.2012 16:50:28
bei über 6000 erblindungen (diabetesbedingt/retinopatiebedingt) aleine in d, hat natürlich jeder selbst die entscheidung ob lasern oder nicht. nur gerade der patient ist in diesem fall ohne selbst ins auge sehen zu können überhaupt nicht in der lage das zu beurteilen.
wenn dort geschrieben worden wäre nachdem ich die fluoreszenangiografie fotos meiner netzhäute mit einem facharzt diskutiert habe habe ich mich zu etwas entschlossen, sähe die sache völlig anders aus. aber nur weil ein weißkittel mal was in einem buch geschrieben hat ,
was übrigens auch noch falsch ev falsch verstanden ist, ist so eine solche als empfehlung für andere extrem zweifelhaft.
was jeder für sich entscheidet ist seine sache,
übrigens nein meine kritik an dem arzt richtet sich darauf daß nach angeblich jehrelangem nichtbefund plötzlich retinopatie da war, was natürlich die jahre vorher übersehen wurde. -
am 08.01.2012 17:13:29
Gast schrieb:
Vielen Dank @swan für deinen ausführlichen Bericht. Ich finde es bemerkenswert, wie du in deinem Alter (ich hoffe, ich darf das so sagen) mit deinem Diabetes umgehst - ich denke, dein Weg ist gut.
@Gast, egal wie gut oder wie schlecht ein Arzt auch sein mag, der Patient darf doch immer selbst entscheiden, ob er sich z. B. lasern lässt oder nicht.
Nur weil die eigene Meinung eine andere ist, muss man doch nicht gleich so angriffslustig werden!
Man kann so einen Beitrag nicht einfach unkommentiert stehen lassen. Mit "Meinung" hat das wenig zu tun. Ich kann auch der Meinung sein, meinen Diabetes überhaupt nicht zu behandeln, das ist zwar auch eine Meinung, aber bestimmt keine, die man weiterempfehlen kann.
Jeder Diabetiker weiß doch, daß Augenkontrolle das A und O zur Vermeidung von Blindheit ist. Mindestens einmal im Jahr (bei Fehlen sämtlicher Hinweise auf eine Schädigung), ansonsten eben öfter.
Leider ist der Weg des Threaderöffners alles andere als gut. -
Gast
Rang: Gastam 08.01.2012 17:28:28
Da ich selbst eine Retinopathie 3. Grades habe, denke ich auch etwas anders. Wer nur durch Einnahme von Tabletten bei einem HbA1c von 8-10 meint, er führe mit seinem DM gut, der irrt. Was spricht gegen Lasern? Und dass durch guten BZ-Verlauf kranke und kaputte Augenhintergrundgefässe wieder heil werden ist falsch! Wenn ich nicht insg. 3000 Laserblitze bekommen hätte, wäre ich heute blind. So habe ich auf beiden Augen eine Sehkraft von 70%. Nicht das Veröden, sondern das Einbluten ist das Problem. Und wer andere Meinungen (nur weil es nicht seine sind) für angriffslustig hält, irrt ebenso! -
am 08.01.2012 19:21:12
Gast schrieb:
Vielen Dank @swan für deinen ausführlichen Bericht. Ich finde es bemerkenswert, wie du in deinem Alter (ich hoffe, ich darf das so sagen) mit deinem Diabetes umgehst - ich denke, dein Weg ist gut.
@Gast, egal wie gut oder wie schlecht ein Arzt auch sein mag, der Patient darf doch immer selbst entscheiden, ob er sich z. B. lasern lässt oder nicht.
Nur weil die eigene Meinung eine andere ist, muss man doch nicht gleich so angriffslustig werden!
Dieser Beitrag bestärkt mich aufs neue in meiner Ansicht, daß dieser "Gast" User weder selbst Diabetes hat, noch sich in irgendeiner Weise mit dieser Krankheit auskennt. -
Gast
Rang: Gastam 09.01.2012 18:26:03
schrieb:
Dieser Beitrag bestärkt mich aufs neue in meiner Ansicht, daß dieser "Gast" User weder selbst Diabetes hat, noch sich in irgendeiner Weise mit dieser Krankheit auskennt.
Und wem oder was nützt deine "Bestärkung"?? Und "glauben" ist nicht "wissen"! Und Fakt ist, dass letztlich jeder für sich selbst entscheidet, was gut und richtig bzw. falsch und gefährlich ist. Somit hat er Recht, zumal die Aussage, dass jeder Diabetiker weiss, dass Augenkontrolle das A und O zur Vermeidung von Blindheit ist, ein riesiger "Aberglauben" ist! Frag mal jeden der ca. 8 Mill. DMler in D, ob dem so ist und würdest dich wundern! Und auch Fakt ist, dass sich in einer Demokratie keiner vorschreiben lassen muss, was eine Meinung ist und wie die auszusehen hat und wo er die veröffentlichen darf - noch darf jeder selbst entscheiden, welchen Rat, Tipp, Meinung... er "gutheisst" und das entscheidet kein anderer für ihn (auch kein EMM! ;o))